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Artikel Tagged ‘massentourismus’

Die postmoderne Auffassung des Tourismus in Griechenland

7. September 2017 / Aufrufe: 909 1 Kommentar

Was sich hinter dem Jubel über den stetig zunehmenden Massentourismus in Griechenland verbirgt und wie es dazu kam.

In den letzten Jahren – mit Kostas Karamanlis als Vorreiter seit dem 2000er Jahrzehnt – gewöhnte man sich in Griechenland daran, von dem Tourismus als „Schwerindustrie unseres Landes“ oder als „Arbeitsplätze schaffende Treibkraft der Wirtschaft“ etc. pp und allgemein als „wirtschaftliches Manna“ zu vernehmen, das jedwede Krankheit und Unfähigkeit heilt.

Wir hörten – und hören weiterhin – in fast trommelfeuerartigen Rhythmen über die positiven Auswirkungen des Tourismus auf das BIP, aber auch das lokale / periphere Einkommen und – hauptsächlich – das Privateinkommen in den touristischen Regionen.
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Griechenland als zweitklassige Tourismus-Kolonie

5. September 2017 / Aufrufe: 2.882 4 Kommentare

Beachbars und Liegestühle können nicht die Schwerindustrie Griechenlands darstellen.

Ich hatte schon in der Vergangenheit betont, eins der „abstrafenden“ Ziele der memorandischen … (fiskalischen) Angleichung sei die Umwandlung Griechenlands in eine Art spottbilliger touristischer Kolonie für die Mitteleuropäer mit mittleren und niedrigen Einkommen, die ihre Füße in den blitzsauberen, aber auch sicheren griechischen Gewässern baumeln lassen und dabei von neu-armen eingeborenen Kellnern bedient werden möchten.

Die Erfahrung des diesjährigen Sommers (2017) überzeugte mich hinsichtlich der Genauigkeit der Prognose. Griechenlands Inseln versanken unter touristischen Horden, mit ersten und besten die Deutschen, die nichts mit Gefühlen einer Sympathie oder Antipathie für die einheimische Bevölkerung am Hut haben, da sie unerschütterlich glauben, es gehe nicht an, dass ein dermaßen privilegiertes Urlaubsziel … „Undankbaren und Faulpelzen“ niedrigeren rassistischer Wesens geschenkt wird.
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Griechenland: Tourismus gefährdet sozialen Zusammenhalt

1. September 2017 / Aufrufe: 1.226 4 Kommentare

Der ausufernde Massentourismus gefährdet den sozialen Zusammenhang und die Infrastrukturen auf der Insel Santorin in Griechenland.

Laut einem Artikel der britischen Zeitung Guardian lauern wegen des riesigen Volumens an Touristen, die Griechenlands Ägäis-Insel Santorin besuchen, signifikante Gefahren für den gesellschaftlichen Zusammenhang, die Infrastrukturen, aber auch die Umwelt.

Die zwei Millionen Touristen, die es in diesem Jahr auf die Insel führen wird, sind sicherlich eine Nummer, von der in einem Land, das vom Tourismus abhängig ist, und in einem Land, wo 23% der Bevölkerung arbeitslos sind und nicht einmal die grundlegenden Güter zu bezahlen vermögen, viele andere Inseln nur träumen könnten.
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Noch mehr Touristen? Nein, danke!

17. August 2017 / Aufrufe: 1.624 3 Kommentare

Der Tourismus mag Griechenlands Schwerindustrie darstellen, jedoch werden zunehmend Stimmen laut, die vor den negativen Auswirkungen des Massentourismus warnen.

In Barcelona und Venedig fordern die Einheimischen mittlerweile die Touristen auf, aus ihren Städten zu verschwinden. Welche ist die Lage in Griechenland? In Kavos auf Korfu und in Malia auf Kreta wurde bereits gesagt „es reicht!„. Ist es jedoch möglicherweise schon zu spät?

Tourismus-Phobie“ (tourism-phobia) ist möglicherweise das Wort des diesjährigen Sommers. Die Einwohner vieler europäischer Städte sind vielleicht zum ersten Mal dermaßen bereit, an Demonstrationen, Versammlungen und Aktionen gegen den Massentourismus teilzunehmen, der ihnen zufolge „unsere Städte zerstört„.
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Ist der Tourismus Griechenlands Schwerindustrie?

19. September 2016 / Aufrufe: 1.498 Kommentare ausgeschaltet

Der Massentourismus kann nicht die konjunkturelle Einbahnstraße für ein Land wie Griechenland darstellen, das außer dem Terrain auch über andere Gaben verfügt.

Ich weiß nicht, welcher unglaublich Typ entdeckte, „der Tourismus ist die Schwerindustrie Griechenlands„, welche Phrase die inspirationslosen Polit-Clowns seit dem Regimewechsel alle Nase lang wiederkäuen. Einen größeren nationalen Fatalismus gibt es jedenfalls nicht.

Es ist, als ob man sagt, weil Gott einem half, auf dem am meisten gesegneten „Grundstück“ des Planeten geboren worden zu sein, könne man nicht mehr tun als es als Sehenswürdigkeit zu verwerten und viele Male auch seine Einzigartigkeit hervorzuheben. Als ob man also öffentlich eingestehen würde, die modernen Griechen seien unfähig, von allein irgend etwas Konkurrenzfähiges zu produzieren, und müssen sich auf das beschränken, was ihnen freigebig die Natur und die Geschichte gaben.
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Das große Fressen – Als Griechenland noch keinen Massentourismus hatte

30. Juli 2014 / Aktualisiert: 31. Juli 2014 / Aufrufe: 1.547 6 Kommentare

Die Fundamente des heutigen Massentourismus in Griechenland legten vor einem halben Jahrhundert einfache Menschen, denen es jedoch nie gedankt wurde.

Jedes Mal, wenn ich die Olga (Kefalogiannis) sehe (Anmerkung: gemeint ist die Ministerin für Tourismus), wie sie sich freut, wenn sie über Millionen Touristen berichtet, die das Land besuchen werden, und auf den jedes Jahr erzielten Rekorden ihre Karriere aufbaut, überkommt es mich, sie an ihrem Designer-Kragen zu packen und ihr zu sagen:

Weißt Du, gute Frau, wem Du die heutigen Erfolge verdankst? Dem, der den Beton für die Fundamente des Gebäudes goss, das wir heute die Schwerindustrie des Landes nennen. Meinem Onkel Giannis. Jawohl. Und damit Du nicht meinst ich würde nur schwätzen, sollst Du wissen, dass dieser Beton im August 1696 oder 1970 gegossen wurde, als plötzlich fünf Touristen im Dorf auftauchten.
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Schrott-Tourismus in Griechenland

9. Juli 2013 / Aktualisiert: 03. April 2014 / Aufrufe: 4.448 18 Kommentare

Die euphorischen Medienberichte über steigende Buchungszahlen in Griechenland verschweigen, dass der billige Massentourismus der Wirtschaft mehr schadet als nutzt.

Wenn die Welt der Medien mit süßsauren, inkorrekten und … realitätsfremden Nachrichten schäkert, beweist sich auf tragische Weise, dass die Dummheit nicht nur gefährlich, sondern auch schädlich ist. Fernsehen, Zeitungen und Rundfunk sprechen von einem Tourismus, der Griechenland und speziell die Inseln überschwemmt, jedoch führen sie nicht an, von welcher Qualität der Tourismus ist, von dem sie sprechen.

Neulich befand ich mich an einem Strand, über den – mit der bekannten Taktik der widerrechtlichen Aneignung – ein Hotelbetrieb mit sechshundertfünfzig Betten „verfügt“ und auf dem sich Liegestühle, eine Bar, Kübel mit Speisen, Eis usw. befinden. Die Armband-Methode ist bekannt: für die Hotelgäste ist alles gratis und 15 oder 20 Euro kostet der Coupon, den der Besucher ersteht und der ihm Liegestuhl, Essen, Getränk, Kaffee ohne Ende ab 10 Uhr morgens bis 20 Uhr abends gewährt, wenn die Angestellten ihre Stände schließen.
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