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29 deutsche Hersteller empfehlen Euro!

25. Juli 2012 / Aktualisiert: 04. Oktober 2013 / Aufrufe: 449 1 Kommentar

Autor: Giorgos Loverdos

Was gilt denn nun eigentlich? Wird die Eurozone zusammenbrechen, wenn Griechenland ausscheidet, oder nicht?

Die Wahrheit ist, dass die Spezialisten, Ökonomen, Bankiers und unsere Politiker und verwirrt haben …. Ich spreche nicht von den einheimischen, die uns so wie so in Verwirrung halten. Einige vertreten, den Europäern sei es „schnurzpiepegal“, ob wir ausscheiden, andere, dass es unsere stärkste Karte sei und ein Ausscheiden den Zusammenbruch verursachen könnte …

Danach kamen die Nachplapperer, welche meinten, sie werden uns ausschließen … weil wir schlechte Europäer seien. Dann kamen andere Nachplapperer, welche meinten, sie können uns nicht ausschließen, wenn wir es nicht wollen! Alle gewannen Zeit und es herrschte die Ansicht vor, Zeit gewonnen und alles „geregelt“ zu haben und nun keinen Zusammenbruch Griechenland zu befürchten. Mit anderen Worten, wenn ihr zusammenbrechen wollt, ist das eure Sache.

Inmitten all dieser Erklärungen – zwischen Unsinn und Oberflächlichkeit – stellte sich auch Rösler mit seinen „Einschätzungen“ ein. Mit dem spezifischen Gewischt des Vizekanzlers erklärt er, „das Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro verursacht keine Angst mehr„! Und abgesehen von der Lächerlichkeit sind all diese Erklärungen für den Wahlkampf und internen Verbrauch bestimmt, zur Manipulation von Gewissen, Aktien und Börsen.

Letztendlich fanden sich auch die „guten“ Europäer ein, die uns zwischen Limousine und rotem Teppich sagten, wir würden bleiben und sie wollen uns, wenn wir brav sind und alles verramschen, wie sie uns raten … . Stopp! Das „Verramschen“ sagten sie nicht so! Sie sagten „Reformen“, „Reduzierung des öffentlichen Sektors, „Schrumpfung des Staates“, „Privatisierung“.

Abgesehen von den notwendigen Strukturreformen und Streichungen von Ausschüssen, DEKO und anderer Gewichte ist nur schwer zu verstehen, warum ein goldene Eier legender Organismus dem Staat kein Geld einbringen würde, den Privatunternehmer aber reich machen wird. Außer der Privatunternehmer, der den Organismus X kauft, tendiert zum wirtschaftlichen Selbstmord.

Jetzt kauen sie uns also die andere Kamelle vor: Zieht alle Reformen durch, befolgt Memoranden und Kreditvereinbarungen, und so um 2020 werdet ihr über den Berg sein! Dies äußerte Frau Fekter, die Österreicherin!

Inmitten dieses Wirrwarrs kam auch die Information, unsere Verlängerung sei bereits auf vier Jahre beschlossen worden, oder, wer es vorzieht, bis 2016. Der IWF hat die Entscheidung bereits im März getroffen, jedoch zieren sie sich, um es später als „Erfolg“ der nationalen Trikolore zu präsentieren. Kurz gesagt werden sie uns mitteilen, die Neuverhandlung sei geglückt und der Tod werde langsamer sein …

Jetzt hatten wir jedoch auch etwas Offizielles … . Die Zentralbank Deutschlands sagte uns, lasst den Blödsinn über den Austritt aus dem Euro! Das geht nicht, auch wenn ihr Euch auf dem Boden herumwälzt! „Zusammen haben wir begonnen, zusammen werden wir fortfahren„, erklären die Deutschen und fügen Wirtschaftsmodelle, Papiere, Pläne bei.

Sie kommen also zu dem Schluss, mit ihren Modellen sei es für kein Land der Eurozone von Vorteil, zu einer nationalen Währung zurückzukehren. Merkel treu bestreuen die deutschen neoliberalen Bankiers das Rezept mit volkswirtschaftlichen Gewürzen …

29 deutsche Waschmaschinenhersteller schwören also auf den Euro …

Unter dem Strich arbeiten alle für ihren Part … . Sogar auch Barnier sagte uns neulich anlässlich der Deutschen Telekom und der OTE offen ins Gesicht: „auf Basis des Memorandums hat sich die griechische Regierung verpflichtet, keinerlei Art von „Privilegien“ für die staatlichen Unternehmen öffentlichen Interesses oder strategischer Bedeutung zu fordern„. Richtig, so etwas sagten auch die französischen Adeligen zu Beginn des Jahres 1789 …

Wenn wir schließlich pleite gingen, würde sich dann etwas tun oder würden sie uns letztendlich die Tür schließen und „gute Reise“ wünschen? Erst neulich beschlossen die unpersönlichen, bösen und teuflischen Spekulanten, die niemals einen Namen hatten, Italien und Spanien einen kleinen Streich zu spielen … . Mit einigen Etats von Bundesländern, Provinzen … ein paar Milliarden … zum Anlass. Börsen stürzten ab, in Mailand fiel sie in den Keller, dutzende Milliarden gingen verloren, überall Panik, Erklärungen Zuständiger und Bemühung um Handhabung …

Stellt euch einmal vor, ein ganzes Land stürzt in den Abgrund:

  1. Große Aufruhr bei Obligationen, Derivaten und all dem übrigen toxischen Zeugg
  2. Verluste für Banken, Privatleute, Staaten
  3. Gelegenheit zu Finanzattacken überall …
  4. Vollumfänglicher Beweis, dass der Euro verwundbar ist und seine Existenz nicht verteidigen kann …
  5. Ein Land, welches seine eigene Zukunft sucht, abseits von dem Euro und den unpersönlichen Spekulanten …

Nein, abgesehen von dem Willen Deutschlands, die Errungenschaften zu verteidigen, gilt für den Euro nichts gegeben … . Die „namhaften“ Europäer der deutschen Achse haben noch etwas Zeit, um zu sich zu gelangen … . Danach wird das Problem heftig an ihre Tür klopfen … wie es bereits für Deutschland, Holland und Luxemburg geschah … . Wenn man auf einer Rasierklinge balanciert, gibt es nur eine Perspektive …

Quelle: To Pontiki
Deutsche Übersetzung: Griechenland-Blog

Syndrom der Gewalt und politische Sackgasse in Griechenland

16. April 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 1.087 28 Kommentare

Bei den Parlamentswahlen in Griechenland am 06 Mai 2012 steht mehr als nur die Wahl einer handlungs- und überlebensfähigen Regierung auf dem Spiel.

Die beiden traditionellen Machtparteien in Griechenland, sprich PASOK und Nea Dimokratia (N.D.), haben seit dem sogenannten Regime-Wechsel bzw. dem Sturz der „Junta der Obristen“ im Jahr 1974 das Land über Jahrzehnte systematisch in die heutige Situation gesteuert und gebären sich trotzdem nach wie vor wie zu Zeiten ihrer vermeintlichen unvergänglichen Allmächtigkeit.

Was bei den anstehenden Parlamentswahlen in Griechenland am 06 Mai 2012 wirklich auf dem Spiel steht, analysiert der Journalist Giannis Loverdos (Γιάννης Λοβέρδος) in einem Artikel, der am 14 April 2012 in der griechischen Zeitung „Vradyni“ publiziert wurde und nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben wird.
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Griechenland wird zu weiteren Kürzungen im Gesundheitswesen gezwungen

17. November 2010 / Aktualisiert: 18. November 2010 / Aufrufe: 686 Kommentare ausgeschaltet

Das Gesundheitsministerium in Griechenland plant, unter dem Zwang der Troika bis Ende 2011 weitere 1,4 Milliarden Euro im staatlichen Gesundheitswesen einzusparen.

Bei seinem Treffen mit den Vertretern der „Troika“ (EU, EZ, IWF) am Dienstag, dem 16. November 2010, bemühte sich der griechische Gesundheitsminister Andreas Loverdos die Abgesandten davon zu überzeugen, dass die angezielten Einsparungen erreichbar seien, und erklärte nach dem Treffen „Die Diskussion ist noch nicht beendet„. Das Ziel des griechischen Gesundheitsministerium bestehe daran, im staatlichen Gesundheitswesen 568 Millionen Euro bei den Betriebskosten und außerdem weitere 840 Millionen Euro über Kürzungen oder / und Verteuerungen von Leistungen einzusparen, während die „Troika“ Einsparungen in Höhe von weiteren 700 Millionen Euro fordert.

Bei dem kritischen Treffen am kommenden Donnerstag (18.11.2010) wird das Ministerium die Beamten der „Troika“ davon zu überzeugen versuchen, dass die Möglichkeit zur Einsparung von 840 Millionen Euro bis Ende 2011 bestehe. Der Minister erklärte, dass diese Maßnahmen jedenfalls konkret definiert seien und kein Handlungsspielraum für weitere Einsparungen bestehe, und schloss gleichzeitig die Zusammenlegungen von Krankenhäuser und Lohnkürzungen klar aus.
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Rentenbewilligung nach Mehrfachversicherung in Griechenland

25. Oktober 2009 / Aufrufe: 132 1 Kommentar
Andreas Loverdos
Andreas Loverdos

Am Montag, dem 26. Oktober 2009 wird unter dem Vorsitz des Ministers für Arbeit und Sozialversicherung Andreas Loverdos der Ausschuss für aufeinanderfolgende Mehrfachversicherung tagen. Die Hauptpunkte der Tagesordnung sind die Beschleunigung der Bearbeitung von Rentenanträgen jener Versicherten, welche bei verschiedenen Sozialversicherungsträgern versichert waren, und die Regelung grundlegender Themen in Zusammenhang mit der Mehrfachversicherung.

Der neue Minister Andreas Loverdos hatte bereits bei seinem Amtsantritt die Bedeutung und Priorität betont, welche namentlich auch Premierminister Andreas Papandreou dem kritischen Thema der aufeinanderfolgenden Pflichtversicherung bei verschiedenen gesetzlichen Sozialversicherungsträgern zumisst. Es sei angemerkt, dass sich Versicherte im Fall einer aufeinanderfolgenden oder parallelen Mehrfachversicherung derzeit nicht nur wirtschaftlich erheblich schlechter stehen als bei einem vergleichbaren Versicherungsverlauf bei nur einem Träger, sondern auch Bearbeitungszeiten eingereichter Renteneinträge von bis zu zwei Jahren eher die Regel als eine Ausnahme darstellen.

Informationen zu Sozialversicherung und Versicherungsträgern bietet der Beitrag Sozialversicherungssystem in Griechenland.