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Artikel Tagged ‘lieferstopp’

Merck verhängt Lieferstopp gegen Krankenhäuser in Griechenland

5. November 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 405 1 Kommentar

Der deutsche Pharma-und Chemiekonzern Merck stellt die Belieferung der öffentlichen Krankenhäuser in Griechenland mit dem Krebsmedikament Erbitux ein.

Wie der Finanzchef der Gesellschaft, Matthias Zachert, gegenüber der „Börden-Zeitung“ erklärte, beliefert Merck die staatlichen Krankenhäuser in Griechenland aus finanziellen Gründen nicht mehr mit dem Krebsmedikament Erbitux.

Matthias Zachert spricht von „vielen Schwierigkeiten“, denen er in Griechenland begegnete, und stellt klar, dass das Präparat auf dem griechischen Markt weiterhin über private Apotheken erhältlich sein wird.

Wie zahlreiche andere Pharma-Unternehmen war auch Merck von dem „Schnitt“ der griechischen Staatsanleihen betroffen, welche die Firmen mehr oder weniger zwangsweise zur Begleichung anhängiger Verbindlichkeiten akzeptieren mussten.

(Quellen: in.gr, Reuters)

Lieferstopp an Krankenhäuser in Griechenland

14. September 2012 / Aufrufe: 860 2 Kommentare

Die organisierten Lieferanten medizinischer Artikel in Griechenland beschlossen einstimmig, die öffentlichen Krankenhäuser nicht mehr „auf Rechnung“ zu beliefern.

In einer außerordentlichen Generalversammlung beschlossen die in dem Panhellenischen Verband der Lieferanten für medizinische Artikel (PA.SY.P.I.E.) organisierten Firmen einstimmig, ab dem kommenden Montag (17 September 2012) zur Einstellung der Belieferung „auf Rechnung“ aller öffentlichen Krankenhäuser in Griechenland zu schreiten.

Zusätzlich stellen die Mitgliedsfirmen des PA.SY.P.I.E. ab dem selben Datum und bis auf weiteres bzw. bis zur vollumfänglichen Begleichung der aufgelaufenen Verbindlichkeiten die Belieferung der nachstehenden Krankenhäuser, welche überdimensionale Zahlungsrückstände aufweisen, völlig ein:

  • Allgemeines Krankenhaus Athen „Evangelismos“
  • Allgemeines Krankenhaus Rhodos „A. Papandreou“
  • Allgemeines Krankenhaus Athen „Sismanoglio“
  • Allgemeines Krankenhaus  Piräus „Tzanio“
  • Allgemeines Krankenhaus Ionia „Agia Olga“
  • Allgemeines Universitätskrankenhaus Alexandroupoli
  • Allgemeines Universitätskrankenhaus „Attikon“
  • Allgemeines Krankenhaus Kalamata

Wie der Verband in einer einschlägigen Bekanntmachung anführt, „wird der Beschluss notwendig und ist die natürliche Folge des unerträglichen finanziellen Drucks, den die Lieferanten medizinischen Materials über einen ausgedehnten Zeitraum erfahren und der die tragische Schrumpfung zum Ergebnis hat, welche die gesamte Branche sowohl quantitativ als auch hinsichtlich der inexistenten Liquidität der Firmen trifft„.

Der PA.SY.P.I.E.Ο führt die Situation auf folgende Punkte zurück:

  1. Einbeziehung der Krankenhausanleihen, welche die Firmen zur Begleichung der Schulden der Jahre 2007 – 2009 akzeptierten, in den „Schuldenschnitt“ (PSI).
  2. Verbot der Bezahlung der Firmen, die sich nicht der Regulierung der Anleihen auf Basis des Artikels 41 des Gesetzes 4058/2012 unterwarfen.
  3. Unverhältnismäßige Verzögerung der Tilgung der aufgelaufenen Verbindlichkeiten der Jahre 2010 – 2011 – 2012
  4. Völliges Fehlen der Finanzierung durch das Banksystem

(Quelle: in.gr)

Novartis stellt Belieferung des EOPYY in Griechenland ein

29. August 2012 / Aufrufe: 448 Keine Kommentare

Der Pharmaunternehmen Novartis stellt die Belieferung des Nationalen Trägers für Gesundheitsleistungen in Griechenland mit einer Reihe von Medikamenten ein.

Wie die Novartis Hellas anführt, führen die aufgelaufenen Schulden des Nationalen Trägers für Gesundheitsleistungen (EOPYY) die Firma zu einer Änderung der Vertriebspolitik für die Präparate Myfortic, Certican, Sebivo, Tasigna, Glivec und Afinitor. Diese bisher von den Apotheken des EOPYY, den Krankenhäusern und den privaten Apotheken bereitgestellten Präparate werden fortan nur noch an Krankenhäuser und Apotheken geliefert werden. Alle übrigen Medikamente der Firma werden weiterhin auch mittels des EOPYY erhältlich sein.

In ihrer Bekanntmachung führt die Novartis Hellas an:

Um den Patienten den Zugang zu ihrer Therapie, aber auch die langfristige Überlebensfähigkeit des Unternehmens zu gewährleisten, beschloss die Novartis Hellas, ihre Handelspolitik gegenüber dem EOPYY zu ändern.

Es ist bekannt, dass der größte Träger für Gesundheitsleistungen Griechenlands ein Organismus mit ungeheuren Schulden ist. Infolgedessen werden gegenüber vielen Partnern auf dem Bereich der Gesundheit überdimensionale unbeglichene Verbindlichkeiten geschaffen. Es ist ein brennendes Thema, welches umgehend seiner Lösung bedarf, und die Lösung ist eine: die Finanzierung des EOPYY durch den Staat.

Trotz unserer wiederholten Bemühungen um die Findung einer Lösung bezüglich des Themas der aufgelaufenen Schulden des EOPYY an unsere Firma, die mehr als 90 Mio. Euro betragen und monatlich um 10 Mio. Euro steigen, kam keinerlei gemeinsam akzeptable Lösung zustande.

In absolutem Gefühl der Verantwortung und der Kenntnis, dass das Medikament ein soziales Gut darstellt, sowie mit dem Zugang der Patienten zu ihrer Therapie als Leitschnur wird die Novartis diese Präparate weiterhin über die übrigen rechtmäßigen Vertriebskanäle, also die Krankenhäuser und privaten Apotheken bereitstellen.

Ebenfalls ist wichtig zu unterstreichen, dass dieser Beschluss der Novartis Hellas keinerlei wirtschaftliche Belastung für die Patienten herbeiführt, welche die obigen Therapien erhalten.

(Quelle: in.gr)

Stromversorgung in Griechenland droht Black-out

4. Juni 2012 / Aktualisiert: 12. Juni 2012 / Aufrufe: 2.678 22 Kommentare

In Griechenland droht dem Stromversorgungsnetz ab Juni 2012 ein Black-out wegen unbeglichener Verbindlichkeiten in Höhe von rund 400 Mio. Euro an die Stromerzeuger.

Wenn nicht das Defizit von 400 Mio. Euro auf dem Markt der elektrischen Energie in Griechenland gedeckt wird, droht dem Stromversorgungsnetz die Gefahr eines Black-outs im Juni 2012. Diese in Rede stehenden Gelder schulden der Verwalter des Transportsystems (ADIME) und der Betreiber des Marktes elektrischer Energie (LAGIE) der Öffentlichen Elektrizitätsgesellschaft (DEI) und den privaten Kraftwerksanlagen für die Verkäufe der von ihnen erzeugten elektrischen Energie.

Die Alarmglocke schlug der Präsident und geschäftsführende Vorstand der Öffentlichen Gasversorgungsgesellschaft (DEPA) Haris Sachinis in seinem Schreiben an den Finanzminister Giorgos Zanias und den Minister für Umwelt, Energie, Klimawandel und Wettbewerbsfähigkeit Grigoris Tsaltas. Er gibt bekannt, dass der DEPA die DEI und die unabhängigen Erzeuger 300 Millionen Euro für die Belieferung ihrer Kraftwerkseinheiten mit Erdgas schulden. Die DEPA schuldet von ihrer Seite dem Verwalter des griechischen Erdgasnetzes (DESFA) und muss im Juni die italienische ENI und die russische Gazprom bezahlen.
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Iran dementiert Verweigerung von Erdöllieferung an Griechenland

28. Februar 2012 / Aufrufe: 423 1 Kommentar

Aus dem Iran wurde dementierte, eine Rohöl-Lieferung an Griechenland beziehungsweise den griechischen Staatskonzern Hellenic Petroleum verweigert zu haben.

Entgegen einer am Sonntag (26. Februar 2012) von der Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf die halboffizielle iranische Nachrichtenagentur Fars bekannt gegebenen Meldung dementierte der Iran, die Ausführung einer Bestellung Griechenlands bzw. des staatlichen Konzerns Hellenic Petreleum über 500.000 Barrels Rohöl verweigert zu haben.

Auch die iranische Agentur ISNA hatte bereits gemeldet, dass kein Öltransport „nach Griechenland oder in irgend ein anderes Land“ blockiert worden sei, während der Funktionär Pirouz Mousavi der iranischen Ölindustrie betonte, dass es bei dem Lieferprogramm keinerlei Änderungen gegeben habe. Im übrigen war die von Reuters in Umlauf gebrachte Information Information bereits auch von der Hellenic Petroleum prompt dementiert worden.
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Griechenland führt Meldepflicht für Auslandsüberweisungen ein

21. September 2011 / Aktualisiert: 25. August 2015 / Aufrufe: 1.270 Keine Kommentare

Griechenland schreitet zur rückwirkenden Kontrolle von Auslandsguthaben und verpflichtet die Banken zur Meldung aller Auslandsüberweisungen an das Finanzministerium.

Das Finanzministerium in Griechenland schreitet zu Überprüfungen der Einlagen bei Auslandsbanken, die ab 2009 erfolgten und mehr als 100.000 Euro pro Jahr betragen. Laut dem einschlägigen Runderlass müssen die griechischen Banken die relevanten Angaben über Kapitaltransfers ins Ausland an die Zentralstelle des Finanzministeriums melden. Parallel haben die Banken fortan die entsprechenden Daten jeden Monat zu übermitteln.

In Zusammenhang mit der Bewertung dieser Informationen wird es eine Art von Besteuerung geben, obwohl das Ministerium betont, dass der genaue Modus bisher noch nicht geklärt worden ist. Jedenfalls wird in dem Beschluss des stellvertretenden Finanzministers Pantelis Ikonomou klargestellt, dass unabhängig von der Anzahl der Institute, über welche die Überweisungen getätigt wurden, die Auslandsanweisungen natürlicher und juristischer Personen überprüft werden, die mehr als 100.000 Euro pro Jahr betragen.
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Roche stoppt Belieferungen von Krankenhäusern in Griechenland

20. September 2011 / Aufrufe: 343 Keine Kommentare

Das schweizerische Pharma-Unternehmen Hoffmann-La Roche stellte wegen unbeglichener Verbindlichkeiten die Belieferung griechischer Krankenhäuser mit Medikamenten ein.

Wie am vergangenen Sonntag (18.09.2011) Severin Schwan, Vorstandschef des schweizerischen Pharmakonzerns Roche erklärte, stellte das Unternehmen die Belieferung griechischer Krankenhäuser mit Medikamenten ein, weil die Krankenhäuser ihre Verbindlichkeiten nicht begleichen. „Es gibt Krankenhäuser, die seit 3 oder 4 Jahren ihre Schulden nicht bezahlt haben. Wir sind an einem Punkt angekommen, nicht mehr regulär zusammenarbeiten zu können.

Ein Vertreter des Unternehmens führte an, dass Roche bereits seit dem Sommer die Belieferung bestimmter griechischer Krankenhäuser einstellte. Laut Severin Schwan haben – im Gegensatz zu den Apotheken –  „die griechischen Krankenhäuser die Angewohnheit, die Unternehmen der Pharmaindustrie nicht zu bezahlen„.

Einige Krankenhäuser haben nach der Einstellung der Belieferung durch Roche wieder zu zahlen begonnen, da sie verstehen, dass ihr Ruf gegenüber den Patienten gefährdet ist„, betonte Severin Schwan und merkte parallel an, das Roche die Lieferungen an Apotheken erhöhte, die ihre Verbindlichkeiten regelmäßig begleichen.

(Quelle: in.gr)

Erneut Embargo der Lieferanten gegen Krankenhäuser in Griechenland

11. Oktober 2010 / Aufrufe: 227 Keine Kommentare

Die Lieferanten medizintechnischer Ausrüstung und medizinischen Verbrauchsmaterials haben erneut einen Lieferstopp gegen die Krankenhäuser in Griechenland verhängt.

Wegen der horrenden Schulden der staatlichen griechischen Krankenhäuser an die Lieferanten medizinischen Materials beschlossen letztere, ab Montag (11. Oktober 2010) die staatlichen Krankenhäuser erneut nicht mehr zu beliefern. Vertreter des Verbandes der Lieferanten wissenschaftlicher und medizinischer Ausrüstung und Materialien beklagen, dass sich die während der vergangenen sechs Jahre (2004 – 2010) aufgelaufenen Verbindlichkeiten der Krankenhäuser allein gegenüber den 193 Mitgliedern des Verbandes auf über 2,6 Milliarden Euro belaufen. Seit Beginn des Jahres 2010 wiederum haben die Krankenhäuser nur 4,6% der erhaltenen Lieferungen bezahlt.

Die Lieferanten fordern unter anderem die Begleichung der Verbindlichkeiten der staatlichen Krankenhäuser aus dem ersten Halbjahr 2010 und die Fortsetzung der Zahlungen zur Begleichung der Verbindlichkeiten aus den Folgemonaten. Ebenfalls verlangt der Verband die nach wie vor nicht erfolgte Zahlung der gesetzlich vorgesehene Abschlagzahlung in Höhe von 200.000 Euro auf die Altschulden an jeden Lieferanten, der sich der neulich getroffenen Schuldenregelung mit dem Staat angeschlossen hat.