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Artikel Tagged ‘lebenshaltungskosten’

Griechenland zählt zu teuersten EU-Ländern

4. Oktober 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 1.796 1 Kommentar

Griechenland zählt trotz der enormen internen Abwertung von inzwischen immerhin rund 25% weiterhin zu den teuersten Ländern der Europäischen Gemeinschaft.

Laut den offiziellen Daten der Eurostat liegt Griechenland bei den meisten Produktkategorien über dem Gemeinschaftsdurchschnitt und ist bei zwei von diesen (Milchprodukte und elektronische Ausrüstung) sogar das teuerste Land in Europa, was sich wiederum unmittelbar auf die Lebenshaltungskosten auswirkt, die in Griechenland ebenfalls deutlich über dem EU-Durchschnitt liegen.

Spezieller gestaltet sich das Bild nach Produktkategorien gegliedert folgendermaßen:

  • Bei den Lebensmitteln lag der griechische Markt 2011 unter den „27“ der EU auf Platz 14 der teuersten Länder.
  • Bei Brot – Getreideprodukten ist Griechenland um 15,8% teurer als der EU-Durchschnitt und liegt auf Platz 8 (2010: 17,4% bzw. Platz 7) und hat dabei auch die höchsten Erzeugerpreise.
  • Bei Fischen ist Griechenland mit 12,4% über dem Durchschnitt das sechstteuerste Land, (2010: mit 11,3% ebenfalls Platz 6).
  • Bei Milch – Käseprodukten ist Griechenland mit 31,5% über dem EU-Durchschnitt das teuerste Land der EU, während es 2010 auf Platz 2 lag. Auch hier ist der Erzeugerpreis höher (47 – 56 Cent / Liter für Kuhmilch, gegenüber durchschnittlich 29 Cent in der EU).
  • Bei den Fetten – Ölen ist Griechenland mit 15,7% über dem Durchschnitt das siebtteuerste Land, gegenüber 18,7% bzw. Platz 4 im Jahr 2010.
  • Bei alkoholfreien Getränken belegt Griechenland Platz 10 mit einer Abweichung von 9,4% von der EU, gegenüber Platz 9 bzw. 11,6% im Jahr 2010.
  • Bei Kleidung befindet sich Griechenland auf Platz 7 und bei Schuhen auf Platz 9, mit entsprechend 3% und 9% über dem EU-Durchschnitt.
  • Bei Gütern wie Möbeln, Haushaltsgeräten, Teppichen usw. bleibt Griechenland mit bis zu 8% das zum Teil teuerste EU-Land, und zwar trotz der Tatsache, dass die konkreten Märkte besonders schwer von der Krise getroffen wurden.
  • Bei elektronischen liegt mit einer Abweichung von 18,7% von dem EU-Durchschnitt Griechenland, gegenüber „nur“ 9,3% bzw. dem dritten Platz im Jahr 2010.
  • Auf der anderen Seite ist der griechische Markt auf dem Transportsektor (trotz der hohen Kraftstoffbesteuerung), bei Fleisch und Obst – Gemüse billiger als der EU-Durchschnitt.

(Quelle: diverse Medienberichte)

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Griechen trauern … in den Supermärkten

3. Oktober 2012 / Aktualisiert: 04. Oktober 2012 / Aufrufe: 2.178 5 Kommentare

Obwohl in Griechenland eine enorme interne Abwertung im Gang ist, verbleiben die Kosten für Produkte und Dienstleistungen weiterhin auf ungerechtfertigt hohen Niveaus.

In Griechenland mag bereits eine interne Abwertung in einer Größenordnung von 23% stattgefunden haben und das Land auf 26% im nächsten Jahr zusteuern, die Rezession und die Arbeitslosigkeit mögen einen Rekord nach dem anderen brechen, aber die schwindelerregenden Verbraucherpreise und die Teuerung bei den Dienstleistungen gehen um nichts in der Welt zurück.

Entgegen der Hoffnung der Menschen, die wiederholten Kürzungen bei jeder Art von Bezügen würden mit einer entsprechenden „Zähmung“ auch der alltäglichen Kosten einhergehen, geschieht dies nicht. Das selbe ist im übrigen auch in allen Ländern beobachtet worden, die Defizit- und Verschuldungsproblemen (also dem Bankrott) in Kombination mit einer Rezession begegneten.

Die Lebenshaltungskosten bleiben sowohl aus realistischen als auch künstliche geschaffenen Gründen hoch, die auf die leichtere Handhabung der Massen abzielen. Weil man wohl oder übel die Menschen nicht mit gefülltem Magen lassen kann, wenn man beschließt, in einem Land alles auf den Kopf zu stellen. Im Gegenteil, die Menschen müssen sich um den nächsten Tag ängstigen … . Und die Teuerung kann Angst verursachen.
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Griechenland: Löhne sinken, Preise steigen

12. September 2012 / Aktualisiert: 30. November 2015 / Aufrufe: 695 Keine Kommentare

Trotz der radikalen Senkungen der Gehälter, Löhne und Renten klettern in Griechenland die Lebenshaltungskosten unaufhaltsam in die Höhe.

Die Daten der griechischen Behörde für Statistik (ELSTAT) zeigen für den vergangenen Jahreszeitraum große Preiserhöhungen bei einer Reihe von Konsumgütern. Zur selben Stunde, wo die Löhne und Gehälter auf dem privaten und öffentlichen Sektor rapide sinken und neue radikale Kürzungen anstehen, verfolgen die Preise bei Lebensmitteln, welche den „Einkaufskorb der Hausfrau“ füllen, einen unterschiedlichen Kurs und steigen in die Höhe.

Laut den Daten der ELSTAT legen die großen Preiserhöhungen in einer Größenordnung von 10% bei frischem Gemüse innerhalb eines Jahres „Feuer“ an den Familienhaushalt, während analoge Preissteigerungen in Höhe von 9,4% auch bei den Erfrischungsgetränken beobachtet werden. Ebenfalls stiegen seit August 2011 bis Ende August 2012 die Preise bei Fruchtsäften um 6,3%, bei Molkereiprodukten und Eiern um 2%, bei Getreideprodukten um 0,6% und die Preise in Cafeterien, Kaffees und Restaurants um 3,6% an.

(Anmerkung: Bei dieser „scheinheiligen“ Feststellung wird allerdings verschwiegen, dass die Mehrwertsteuer für Erfrischungsgetränke, Fruchtsäfte und in der Gastronomie im September 2011 um 10% – sprich von 13% auf 23% – erhöht wurde!)

Bei Heizöl erreicht der Preisanstieg 15,6%, bei Erdgas 19,8% und elektrischem Strom 16,3%, bei Benzin 10% und bei den Straßennutzungsgebühren 9,7%. Ein Preisrückgang wird dagegen bei Olivenöl (2,7%), bei den Mieten (2,6%), aber auch bei Medikamenten, ärztlichen Dienstleistungen und Schulgebühren der privaten Nachhilfeschulen verzeichnet.

Die Inflationsrate gestaltete sich somit im August 2012 auf 1,7%. Laut der ELSTAT zeigte die Inflationsrate im Vergleich zu Juli 2012 zwar einen Rückgang um 1%, jedoch präsentierte der Lebenshaltungsindex für den Zeitraum September 2011 – August 2012 im Vergleich zu dem entsprechenden Zeitraum September 2010 – August 2011 einen Anstieg um 2,1%.

(Quelle: 24h.gr)

Was das Leben in Griechenland kostet

5. April 2012 / Aktualisiert: 21. Oktober 2012 / Aufrufe: 6.480 5 Kommentare

Wie viel kostet eigentlich das alltägliche Leben in Griechenland?

Diese Frage versuchte ein Korrespondent der französischen Zeitung Liberation in Griechenland zu beantworten. Er begab sich also für einen Tag in die Straßen Thessalonikis, tätigte die alltäglichen Einkäufe und stellte eine (wenn auch nicht stellvertretende, so doch immerhin der Orientierung dienende) Rechnung für das alltägliche Leben in Griechenland auf.

  • 10:20 Uhr: Ein Päckchen Zigaretten vom Kiosk. Wert 3 Euro.
  • 12:40 Uhr: Ein Gyros-Fleischspießchen. Wert 2,90 Euro.
  • 13:30 Uhr – Erledigung alltäglicher Einkäufe:
    • Brot: 0,75 Euro
    • 1 Liter Olivenöl: 3,53 Euro
    • 1 Aubergine: 1,05 Euro
    • 5 Bananen: 1,80 Euro
    • 1 Liter Milch: 1,29 Euro
    • 1 kleiner Beutel Fertigsalat: 2,47 Euro
    • 250 gr Käse in Scheiben: 2,65 Euro
    • 1 kleines Glas Nougatcreme: 2,15 Euro
    • 1 kleines Glas Honig: 4,83 Euro
    • Toilettenpapier (8 Rollen): 4,72 Euro

Zwischensumme: 25,24 Euro

  • 17:00 Uhr: Kaffee mit Freunden. Wert 3,50 Euro.
  • 18:45 Uhr: Rückfahrt nach Hause mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Fahrschein 1,40 Euro.
  • 22:00 Uhr: Auto betanken. 10 Liter x 1,81 €/Liter, Wert 18 Euro.

Tagessumme: 48,14 Euro

Obwohl die Preise ungefähr die selben wie in Frankreich sind, sind es die Einkommen nicht„, führt der Reporter an und fragt sich: „Wie kann jemand seine Familie unterhalten, Medikamente, Schulen, seine Kredite mit 700 Euro bezahlen, die er im Monat bei täglich 8 bis 10 Stunden Arbeit verdient? Wie kann er mit 250 Euro leben, die ihm eine Halbtagsbeschäftigung einbringen?

(Quelle: Newsbeast)