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Griechenland: Löhne sinken, Preise steigen

12. September 2012 / Aktualisiert: 30. November 2015 / Aufrufe: 695 Keine Kommentare

Trotz der radikalen Senkungen der Gehälter, Löhne und Renten klettern in Griechenland die Lebenshaltungskosten unaufhaltsam in die Höhe.

Die Daten der griechischen Behörde für Statistik (ELSTAT) zeigen für den vergangenen Jahreszeitraum große Preiserhöhungen bei einer Reihe von Konsumgütern. Zur selben Stunde, wo die Löhne und Gehälter auf dem privaten und öffentlichen Sektor rapide sinken und neue radikale Kürzungen anstehen, verfolgen die Preise bei Lebensmitteln, welche den „Einkaufskorb der Hausfrau“ füllen, einen unterschiedlichen Kurs und steigen in die Höhe.

Laut den Daten der ELSTAT legen die großen Preiserhöhungen in einer Größenordnung von 10% bei frischem Gemüse innerhalb eines Jahres „Feuer“ an den Familienhaushalt, während analoge Preissteigerungen in Höhe von 9,4% auch bei den Erfrischungsgetränken beobachtet werden. Ebenfalls stiegen seit August 2011 bis Ende August 2012 die Preise bei Fruchtsäften um 6,3%, bei Molkereiprodukten und Eiern um 2%, bei Getreideprodukten um 0,6% und die Preise in Cafeterien, Kaffees und Restaurants um 3,6% an.

(Anmerkung: Bei dieser „scheinheiligen“ Feststellung wird allerdings verschwiegen, dass die Mehrwertsteuer für Erfrischungsgetränke, Fruchtsäfte und in der Gastronomie im September 2011 um 10% – sprich von 13% auf 23% – erhöht wurde!)

Bei Heizöl erreicht der Preisanstieg 15,6%, bei Erdgas 19,8% und elektrischem Strom 16,3%, bei Benzin 10% und bei den Straßennutzungsgebühren 9,7%. Ein Preisrückgang wird dagegen bei Olivenöl (2,7%), bei den Mieten (2,6%), aber auch bei Medikamenten, ärztlichen Dienstleistungen und Schulgebühren der privaten Nachhilfeschulen verzeichnet.

Die Inflationsrate gestaltete sich somit im August 2012 auf 1,7%. Laut der ELSTAT zeigte die Inflationsrate im Vergleich zu Juli 2012 zwar einen Rückgang um 1%, jedoch präsentierte der Lebenshaltungsindex für den Zeitraum September 2011 – August 2012 im Vergleich zu dem entsprechenden Zeitraum September 2010 – August 2011 einen Anstieg um 2,1%.

(Quelle: 24h.gr)