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Artikel Tagged ‘kündigung’

Griechenland: krankgeschriebenen Arbeitnehmern darf gekündigt werden

4. September 2014 / Aufrufe: 355 Keine Kommentare

Laut dem Obersten Gerichtshof in Griechenland darf Arbeitnehmern zwar nicht während des Urlaubs, jedoch sehr wohl gekündigt werden, wenn sie krankgeschrieben sind.

Die Entlassung eines Arbeitnehmers während der Dauer seines (regulären) Urlaubs ist in Griechenland nicht gestattet, wogegen die Kündigung seines Arbeitsvertrags durch den Arbeitgeber während  der Dauer  eines ärztlich angeordneten Genesungsurlaubs (also der Arbeitnehmer „krankgeschrieben“ ist) weder untersagt noch missbräuchlich ist.

Dies befand in Auslegung der geltenden griechischen Arbeitsgesetzgebung der Oberste Gerichtshof (Areopag), der damit ein einschlägiges Berufungsurteil bestätigte und den Revisionsantrag eines 67-jährigen Maschinenbauingenieurs abwies, dessen Arbeitsvertrag gekündigt worden war, während er für 1 Monat krankgeschrieben war.
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Arbeitgeber in Griechenland müssen gekündigte Mitarbeiter nicht einstellen

19. Juli 2011 / Aufrufe: 217 Keine Kommentare

Laut einem aktuellen Urteil des Obersten Gerichtshofs in Griechenland müssen Arbeitgeber unwirksam gekündigte Arbeitnehmer nicht wieder einstellen.

Das Plenum des Obersten Gerichtshofs (Areopag) in Griechenland akzeptierte sowohl den einführenden Bericht des Staatsanwalts am Areopag Ioannis Tentes als auch des Richters am Areopag Antonios Athineos und befand, dass die rechtskonforme Weigerung des Arbeitgebers, das Arbeitsangebot eines Beschäftigten abzulehnen, rechtswidrig wird, wenn der Arbeitgeber die Kriterien überschreitet, welche Artikel 281 des griechischen Zivilgesetzbuchs (Αστικöς Κώδικας / AK) setzt, und sich die Kündigung somit als missbräuchlich erweist – also wenn materielle oder immaterielle Interessen des Arbeitnehmers verletzt werden oder grundlos eine Verletzung seiner Persönlichkeit eintritt.

Speziell hatte in vorheriger Instanz das Berufungsgericht die Kündigung des Arbeitsvertrags für unwirksam befunden, zu der eine Bank geschritten war, und gab den Anträgen eines Bankangestellten statt, woraufhin die Bank zur Zahlung von Verzugsgehalten an den Gekündigten verpflichtet wurde. Ebenfalls wies das Berufungsgericht jedoch die Anträge des Arbeitnehmers ab, mit denen er verlangte, dass die Bank sein Arbeitsangebot akzeptiert und ihn wieder in die vor der Kündigung inne gehabte Position einsetzt oder in einer ähnlichen oder gleichartigen Position beschäftigt.

Im Einzelnen wurde mit dem Berufungsurteil befunden, dass die Klage des Arbeitnehmers hinsichtlich der letzten in Rede stehenden Anträge (also dass die Bank sein Arbeitsangebot akzeptiert usw.) nicht rechtens war, weil keine Berufung auf Umstände erfolgte, welche die Weigerung der Bank bezüglich der Realisierung der abgewiesenen Anträge des Arbeitnehmers missbräuchlich gemacht hätten.

Das Plenum des Areopags sprach sich damit für die Ansicht des Berufungsgerichts aus und wies den Aufhebungsantrag des Bankangestellten ab.

(Quelle: Ethnos)

Surfen am Arbeitsplatz rechtfertigt Kündigung in Griechenland

18. April 2011 / Aufrufe: 190 Keine Kommentare

Laut dem Landgericht Athen kann Arbeitnehmern, die während der Arbeitszeit auf Facebook und anderen Webseiten surfen, rechtmäßig und ohne Entschädigung gekündigt werden.

Das Landgericht Athen gab mit seinem Urteil einer Fluggesellschaft Recht, die einer Angestellten das Arbeitsverhältnis gekündigt hatte, weil diese während ihrer Arbeitszeit täglich stundenlang auf Facebook surfte.

Die Frau war von der Fluggesellschaft im Januar 1989 mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag als Büroangestellte eingestellt worden, um Buchungen vorzunehmen und Tickets auszustellen. Ab 2000 war sie nur mit der Reservierung von Tickets beschäftigt, wobei sie bis 2008 auch Bonuszahlungen für ihre gute Arbeitsleistung bekam.

Im Mai 2009 erhielt die Angestellte jedoch von dem Generaldirektor der Fluggesellschaft ein Schreiben, mit dem sie zur angemessenen Erfüllung ihrer vertraglichen Pflichten ermahnt wurde, da sie systematisch zu spät zur Arbeit erschien, die Telefonleitungen des Unternehmens für die Erledigung ihrer privaten und speziell nicht während der Arbeitszeit notwendigen Telefonate und auch das Internet benutzte und für ihre Arbeit irrelevante Webseiten besuchte. In dem Schreiben wurde ebenfalls angeführt, dass sie von dem Generaldirektor und dem Verkaufsleiter der Gesellschaft am 29.04.2009 bei dem Besuch einer Webseite auf Facebook „erwischt“ worden war.
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