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Artikel Tagged ‘krise’

Wie Deutschland von der Erpressung Griechenlands profitierte

7. Mai 2018 / Aufrufe: 405 1 Kommentar

Sogar im Fall eines völligen Bankrotts Griechenlands wäre Deutschland unter dem Strich immer noch ein Nettogewinn verblieben.

Von Beginn der Krise an „waren die schlechten Nachrichten in Griechenland gute Nachrichten in Deutschland. Jeder negative Bericht über die wirtschaftlichen Entwicklungen in Athen hatte niedrigere Zinssätze für die deutschen Staatsanleihen zum Resultat. Die Zinssätze der Anleihen Griechenlands und der anderen Krisenstaaten stiegen dagegen an„, schreibt der deutsche Ökonom Vladimiro Giacché, der auch Mitglied des Forschungsinstitut für angewandte Wirtschaftsanalyse „Centro Europa Ricerche“ (CER) ist, in seinem in der Zeitung „Junge Welt“ publizierten Artikel.

Die Resultate waren für die deutschen öffentlichen Kassen dermaßen günstig, dass selbst im Fall eines völligen Bankrotts Griechenlands das Nettoergebnis für Deutschland positiv gewesen wäre„, fügt der deutsche Ökonom unter anderem unter Berufung auf ein Forschungspapier des „Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle“ (IWH) an und stürzt damit den Mythos, dass angeblich die deutschen Steuerzahler die Krise im europäischen Süden bezahlen.

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(Quellen: dikaiologitika.gr, jungewelt.de)

Was wird Griechenlands Premier ohne Schäuble machen?

30. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.015 3 Kommentare

Was wird Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras ohne Wolfgang Schäuble machen, nachdem dieser nun institutionelle Aufgaben antrat?

Der acht Jahre im Amt gewesene Finanzminister Deutschlands ist von dem griechischen Problem entledigt worden, weil er institutionelle Aufgaben antritt. Mit seinem Fehlen werden jedoch die Entwicklungen vielleicht nicht so gradlinig sein, wie (in Griechenland) manche glauben möchten.

Wolfgang Schäuble bei seinem Interview an den griechischen Fernsehsender SKAI zuhörend, wie er über die griechische Krise spricht, wird vieles verständlich. Der Deutsche ist erleichtert, sich nicht mehr mit unserem Thema befassen zu müssen. Wie er außerdem sagte, verbrachte er wegen der griechischen Krise einen der kritischsten Momente unserer modernen Tragödie in einem Krankenhaus in Brüssel … . Seit einigen Tagen ist er nun Präsident des deutschen Bundestags und hat seine Ruhe.
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Wie das Leben im „Griechenland der Krise“ wirklich aussieht

6. August 2015 / Aufrufe: 3.874 2 Kommentare

Mit Griechenland ist es manchmal wie mit einer Hure, die man bezahlt und sich dabei ungewollt in sie zu verlieben beginnt.

Vor rund 16 Jahren hatten wir – sprich mein Mann, unsere damals 16 Monate alte Tochter und ich – uns im August 1999 zu einem neuen, gemeinsamen Leben in Griechenland aufgemacht. Ende Juli 2015 reiste ich mit unserer Tochter zurück nach Deutschland, um (nunmehr als „studierte“ Fabrikarbeiterin!) dem Kind eine Gegenwart und Zukunft bieten zu können.

Mein in Griechenland als Grundschullehrer angestellter Mann ist dort geblieben. Sein Gehalt beträgt inzwischen nur noch rund 1.000 Euro und reicht kaum aus, um die Kosten der eigenen, geschweige denn familiären Lebenshaltung zu bestreiten.

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Das toxische Erbe der Krise in Griechenland

22. Juni 2013 / Aktualisiert: 28. September 2013 / Aufrufe: 1.025 2 Kommentare

Politische Fehlentscheidungen machten ein griechisches Drama zu einer globalen Tragödie und einem dreifachen Unheil für Griechenland, Europa und Volkswirtschaft.

Vor zweieinhalbtausend Jahren gestaltete Griechenland das westliche Denken. Jüngst gestaltete es auch die Bewältigung der wirtschaftlichen Krise. Griechenland erlitt eine Katastrophe – und die Furcht der anderen, die glaubten, seinem Schicksal zu folgen, rechtfertigte die Wendung zur Austerität. Das Ergebnis war die kränkelnde Erholung von der Rezession, welche die Krise speziell in der Eurozone und dem Vereinigten Königreich hinterließ. Griechenland hatte leider die falsche Krise zum falschen Zeitpunkt.

Professor Simon Wren-Lewis der Oxford-Universität schildert die Geschichte auf seinem hervorragenden Blog, gestützt auf die kritische Bewertung des Internationalen Währungsfonds in Zusammenhang mit dem im Mai 2010 vereinbarten Programm für Griechenland.
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Griechenland stehen schwerste Zeiten bevor

3. September 2011 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 761 14 Kommentare

In Griechenland gestehen inzwischen sogar Minister der Regierung ein, dass der Bevölkerung die schwersten Monate bevorstehen, die sie zu überstehen gehabt haben wird.

Trotz aller eklatanten Fehlprognosen und der mehr oder weniger vorsätzlich verursachten katastrophalen Rezession in Griechenland setzt die Troika die griechische Regierung erneut unter Druck, auf jeden Fall die utopischen volkswirtschaftlichen Zielvorgaben der Gläubiger zu erfüllen (siehe auch Troika verlangt von Griechenland neue Maßnahmen).

Die Vehemenz der Troika, zugunsten der Befriedigung der Gläubiger Griechenlands auf Maßnahmen zu bestehen, die zunehmend den Bestand der Wirtschaft, der Gesellschaft und sogar des Staates als solchen in Frage stellen, aber auch die augenscheinliche Unfähigkeit der griechischen Regierung, die Staatsfinanzen zu handhaben, kommentiert der Chefredakteur Panos Kolokotronis der griechischen Zeitung “Vradyni” in einem am 01. September 2011 publizierten Artikel, der nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben wird.
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Bürger fordern gesellschaftlichen und sozialen Frieden in Griechenland

22. Februar 2010 / Aktualisiert: 22. Februar 2010 / Aufrufe: 325 Kommentare ausgeschaltet

Laut einer aktuellen Umfrage der MARC erachtet in Griechenland die Mehrzahl der Bürger die angekündigten Sparmaßnahmen als notwendig und verlangt von den Gewerkschaften, den gesellschaftlichen und sozialen Frieden zu wahren.

Gemäß der im Auftrag der griechischen Zeitung „To Ethnos“ von der „Marketing Research Communication“ (MARC) durchgeführten Befragung befürwortet die Mehrheit (57,6%) der Befragten die Maßnahmen der Regierung zur Bewältigung der Wirtschaftskrise. Allerdings glaubt die absolute Mehrheit (74,2%) der Befragten auch, dass die Regierung Papandreou mit der Ergreifung der Maßnahmen ungerechtfertigt gezaudert habe.
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