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Artikel Tagged ‘krebspatient’

Krebs ist in Griechenland keine dringliche Krankheit

2. März 2014 / Aufrufe: 1.665 2 Kommentare

Laut dem Gesundheitsminister in Griechenland gelten Erkrankungen wie Krebs nicht als dringlich, wenn der Patient keine Versicherung hat.

Der Gesundheitsminister Adonis Georgiadis schritt zu einer unerhört zynischen Erklärung und charakterisierte Krebs als eine Krankheit, die nicht dringlich ist, und deren Behandlung daher in den öffentlichen Krankenhäusern für Patienten ohne Versicherung nicht gedeckt wird, außer die Erkrankung befindet sich im Endstadium.

Die eiskalten Erklärungen des Gesundheitsministers werden in einem (auf den 22 Februar 2014 datierten) Artikel der renommierten amerikanischen Zeitung Washington Post zitiert, die über den Zusammenbruch des öffentlichen Gesundheitssystems in Griechenland berichtet. Die Zeitung beschreibt sogar die Odyssee eines nicht versicherten älteren Krebspatienten, des 60-jährigen Nikos Solomos, der nicht vermag, das Geld aufzutreiben um seine Krebserkrankung behandeln zu lassen.
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Krebskranke in Griechenland sind verzweifelt

10. März 2013 / Aktualisiert: 20. November 2013 / Aufrufe: 1.714 4 Kommentare

Infolge der radikalen Sparmaßnahmen im Gesundheitssystem in Griechenland müssen immer mehr Krebspatienten ihre Therapie aus eigener Tasche bezahlen oder abbrechen.

Wir sind verzweifelt, wir sterben … Was der Krebs nicht schafft, bringt der Staat fertig …

Wenn Du diese Phrasen hörst, die mit der Stimme der Verzweiflung von Menschen ertönen, die jeden Tag einen Kampf um ihr Leben liefern, fühlst Du mehr Zorn und Ärger als Trauer. Und dies, weil gegenüber einem unsichtbaren Feind, den das selbige Gesundheitssystem schafft, der Krebs sehr klein erscheint.

Dies betonten die Vorsitzenden der Liga der Krebskranken Griechenlands (OKE), Persefoni Mitta, und des Verbands Krebskranker – Freiwilliger – Freunde – Ärzte, Zoi Grammatoglou.
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Versorgungsprobleme bei Krebsmedikamenten in Griechenland

13. Mai 2012 / Aufrufe: 274 1 Kommentar

In Griechenland erlag ein Krebspatient seiner Krankheit, die Genehmigung seiner dringend benötigten Medikamente wird jedoch 40 Tage nach seinem Tod immer noch bearbeitet.

Eine unglaubliche Geschichte, die zum wiederholten Mal die Analgesie der Gesundheits- und Behandlungsmechanismen gegenüber unmittelbare Hilfe bedürfenden Patienten aufzeigt, stellt jene eines 60-jährigen Krebspatienten aus dem Gebiet bei Pyrgos in Griechenland dar, der vor 40 Tagen verstarb, während bei dem neuen Nationalen Träger für Gesundheitsleistungen (EOPYY) immer noch die Genehmigung seiner Medikamente anhängig ist.

Das „Abenteuer“ des 60-Jährigen begann, als sein Versicherungsträger TEWE in den EOPYY eingegliedert wurde. Vorher erhielt er seine kostspieligen Medikamente zur Behandlung der Krebserkrankung ganz normal mit seinem Versicherungsheft. Mit der Zusammenlegung der Kassen Anfang 2012 wurde jedoch von ihm verlangt, die erste und letzte Biopsie beizubringen. Der Patient reichte die Befunde umgehend ein, woraufhin ihm von den Sachbearbeitern des EOPYY beschieden wurde, er müsse von dem „Rezept-Ausschuss“ untersucht werden, um die benötigten Medikamente zu erhalten.

Der Mann erklärte betroffen, dann eben den Bescheid abwarten zu werden. Seine Krankheit verschlimmerte sich jedoch und vor 40 Tagen schied er aus dem Leben, ohne bis dahin benachrichtigt worden zu sein, wann er vor dem Ausschuss erscheinen soll, um die teuren Medikamente bewilligt zu bekommen, die er sich auf eigene Kosten nicht leisten konnte.

Gewisse Spezialisten, denen der Fall bekannt ist, erachten, dass der Zeitraum, über den der Patient ohne Medikamente blieb, für sein Leben entscheidend war. Wegen der Art der Krankheit kann natürlich niemand vorwegnehmen, was geschehen wäre, wenn der Patient die Medikamente erhalten hätte. Jedenfalls verwehrte der empfindungslose harte Bürokratie-Staat einem Menschen das Recht auf die Hoffnung, mit seiner Krankheit zu ringen und sein Leben zu verlängern.

Es sei angemerkt, dass in Griechenland im staatlichen Gesundheitssystem speziell bei teuren Krebsmedikamenten seit etlichen Monaten enorme Versorgungsschwierigkeiten bestehen, da Kassenrezepte für diese Medikamente im Rahmen der Bekämpfung missbräuchlicher Verschreibungen nur von Krankenhaus-Apotheken ausgeführt werden dürfen, die jedoch wegen ungeheurer finanzieller Probleme die Medikamente häufig nicht bereitstellen können.

(Quelle: Newsbeast.gr)