Archiv

Artikel Tagged ‘korruption’

Ärzte in Griechenland wegen Bestechung und Steuerhinterziehung verhaftet

22. Februar 2013 / Aktualisiert: 31. März 2018 / Aufrufe: 1.341 3 Kommentare

In Griechenland wurden erneut Ärzte wegen der Entgegennahme eines sogenannten Fakelaki – sprich passiver Bestechung – und Steuerhinterziehung verhaftet.

Von der Wirtschaftspolizei und dem Dezernat für interne Angelegenheiten Nordgriechenland wurden zwei Ärzte in Athen und einer nordgriechischen Stadt wegen Steuerhinterziehung und Verletzung der Steuergesetzgebung sowie auch wegen Entgegennahme sogenannter „Fakelaki“ (Plural: Fakelakia, Synonym für Umschlag mit Geld, Schmiergeld) festgenommen.

Wie die griechische Polizei (ELAS) bekannt gab, wurde im ersten Fall am Dienstagmorgen (19 Februar 2013) ein 60-jähriger Chirurg und Arzt einer privaten Therapieeinrichtung, der auch eine Praxis in Athen betreibt, nach einer über die spezielle Rufnummer 11012 erfolgte Anzeige verhaftet, wonach er einen Patienten operiert und dafür Geld erhalten hatte, ohne jedoch eine entsprechende Quittung über den gesamten Betrag seines Honorars auszustellen.
Gesamten Artikel lesen »

Die Mafia-Inseln in Griechenland

20. Februar 2013 / Aktualisiert: 27. April 2013 / Aufrufe: 4.089 Kommentare ausgeschaltet

Eidbrüchige Polizisten, korrupte Beamten und gemeine Kriminelle scheinen auf mondänen Inseln in Griechenland nach wie vor eine merkwürdige Immunität zu genießen.

Gesetze des Schweigens regeln die Beziehungen eidbrüchiger Polizisten zu korrupten Beamten der Bauämter, Bauunternehmern und Leitern lokaler öffentlicher Behörden, wobei Mykonos und Korfu das Zepter der Korruption inne haben.

Hochrangige Polizeibeamte, die eine merkwürdige Immunität genießen, erpressen und werden von Bürgern geschmiert, damit sie zu ihren Lasten keine Vergehen feststellen, speziell in Bezug auf Bauprojekte. Die Aktivität der kriminellen Gruppen auf den mondänen Inseln stellt ein offenes Geheimnis dar.

„Verschwundene“ Beschwerden, „verlorengegangene“ Anzeigen und vergrabene Prozessakten bilden die Szenerie der Deckung, welche die Korrupten von bedeutenden Funktionären der Kontrollbehörden genießen.
Gesamten Artikel lesen »

Erpressung von Immigranten durch Polizisten in Griechenland

19. Februar 2013 / Aktualisiert: 27. April 2013 / Aufrufe: 674 2 Kommentare

In Griechenland wurde ein weiterer Fall aufgedeckt, in dem Immigranten von Polizeibeamten bedroht und erpresst wurden.

Zwei Polizisten im Alter von 26 und 31 Jahren des Polizeireviers Kaminia in Piräus wurden von dem Department für interne Angelegenheiten der griechischen Polizei (ELAS) verhaftet, und zu ihren Lasten wurde ein Schnellgerichts-Strafverfahren wegen passiver Bestechung, versuchter Erpressung und Pflichtverletzung eingeleitet. Weiter wurde auf Beschluss des Hauptquartiers der griechischen Polizei die umgehende Suspendierung der beiden Polizeibeamten und eine interne Untersuchung angeordnet.

Vorausgegangen war die Anzeige eines 31-jährigen Immigranten pakistanischer Staatsangehörigkeit, Eigentümer eines Lebensmittel- und Kurzwarengeschäfts in Piräus. Die nachfolgende Ermittlung ergab, dass sich am Donnerstagmittag (14 Februar 2013) der 31-jährige Polizist zu einer Kontrolle in das Geschäft des Ausländers begab, in dem zu jener Stunde ein 43-jähriger Ausländer aus Bangladesch vorübergehend die Aufsicht hatte.
Gesamten Artikel lesen »

Steuerfahnder in Griechenland wegen Korruption verhaftet

17. Februar 2013 / Aktualisiert: 27. April 2013 / Aufrufe: 704 1 Kommentar

In Griechenland wurden zwei Steuerfahnder wegen Korruption verhaftet, während sich inzwischen auch ihr Vorgesetzter in den Händen der Polizei befindet.

Am Mittag des vergangenen Freitags (15 Februar 2013) wurden auf der Insel Lefkas zwei Beamte des Sonderdezernats für Wirtschaftsverbrechen (SDOE) unter der Beschuldigung der Korruption festgenommen, und Informationen zufolge befindet sich inzwischen auch ihr Vorgesetzter und Leiter des SDOE Westgriechenland mit Sitz in Patras, der ebenfalls in die Korruption verwickelt sein soll, in den Händen der Polizei. Die Polizei führte Durchsuchungen sowohl in der Wohnung aller drei Verhafteten als auch im Büro des Leiters der Dienststelle des SDOE in Patras durch.

Laut Informationen begann alles, als die beiden verhafteten Beamten des SDOE sich zu einer Kontrolle in ein Unternehmen auf Lefkas begaben. Von dem 57-jährigen Händler für Agrarprodukte sollen sie Geld – und zwar den Betrag von 15.000 Euro – gefordert und erhalten haben, offensichtlich um keine Steuervergehen zu seinen Lasten festzustellen und ihn „ungeschoren“ davonkommen zu lassen.
Gesamten Artikel lesen »

Polizei-Offizier in Griechenland wegen Erpressung verhaftet

14. Februar 2013 / Aktualisiert: 27. April 2013 / Aufrufe: 572 1 Kommentar

In Griechenland wurde ein Offizier der Kriminalpolizei wegen Erpressung ausländischer Geschäftsinhaber verhaftet.

Der Leiter der Reviers der Kriminalpolizei im Bezirk Ägaleo / Attika wurde von dem Department für interne Angelegenheiten der griechischen Polizei (ELAS) unter der Beschuldigung festgenommen, ausländische Geschäftsinhaber erpresst zu haben. Der Polizeioffizier im Dienstgrad des Polizeileutnants B‘ führte mit seinem … „Stab“, einem pensionierten Polizeibeamten und einem Ausländer pakistanischer Staatsangehörigkeit, imaginäre Kontrollen zu Lasten ihrer opfer durch und steckten sich die angeblichen „Strafgelder“ in die eigene Tasche.

Laut den ersten Informationen suchten der Polizeibeamte und sein pensionierter Kollege mach Hinweisen ihres pakistanischen Komplizen Geschäfte von Ausländern – hauptsächlich Pakistanern – auf und drohten, diverse Vergehen festzustellen (sprich zur Anzeige zu bringen). Um von letzterem abzusehen, verlangten sie von ihren Opfern, ihnen den Betrag direkt zu zahlen. Den selben Informationen zufolge sollen sie den Ausländern, die erklärten, den verlangten Betrag nicht zu haben, sogar „Zahlungserleichterungen“ gewährt und sich auch mit weniger als dem anfänglich verlangten Geld zufrieden gegeben haben.

Ihr letztes Opfer zeigte sie jedoch bei der ELAS an und die Polizeibeamten des Departments für interne Angelegenheiten stellten ihnen im Geschäft des Ausländers ein Falle. Als die Täter kamen, um das verlangte Geld in Empfang zu nehmen, schritten die Polizeibeamten ein und verhafteten sie.

(Quellen: in.gr)

Relevante Quellen:

Krise in Griechenland macht Fakelaki billiger

23. Januar 2013 / Aktualisiert: 31. März 2018 / Aufrufe: 521 Kommentare ausgeschaltet

Laut dem Generalinspektor der öffentlichen Verwaltung in Griechenland sinken infolge der wirtschaftlichen Krise auch die Schmiergelder.

Bei einer Begegnung mit dem Präsidenten der Republik, Karolos Papoulias, schritt der Generalkontrolleur der öffentlichen Verwaltung, Leandros Rakintzis, zu der Feststellung, „die Krise machte das Fakelaki billiger„. Zum Verständnis sei angemerkt, dass in Griechenland der Begriff „Fakelaki“ (= kleiner Umschlag) als Synonym für im alltäglichen Leben entrichtete Bestechungs- und Schmiergelder verwendet wird.

Herr Rakintzis monierte in diesem Zusammenhang allerdings auch die Verzögerungen in der Rechtsprechung, meinte charakteristisch, zu seiner Zeit haben die Richter „bis 4 Uhr morgens gerichtet“ und merkte an: „Die Justiz ist etwas langsam, jedoch glaube ich, sie wird ihren Rhythmus finden. Sie muss ihren Rhythmus finden„.

(Quellen: Proto Thema)

Relevanter Beitrag:

Bauamt-Beamter in Griechenland mit Bankguthaben von 1 Million Euro

5. Januar 2013 / Aktualisiert: 28. September 2017 / Aufrufe: 841 Kommentare ausgeschaltet

Den Steuerfahndern in Griechenland ging ein Beamter eines Bauamts auf der Peloponnes mit einem Bankguthaben von fast 1 Million Euro ins Netzt.

Von der Sondereinheit für Wirtschaftskriminalität (SDOE) wurde ein weiterer „knallender“ Fall der Korruption eines hochrangigen Amtsträgers des öffentlichen Sektors enthüllt. Wie am Donnerstagabend (03 Januar 2013) der TV-Sender Mega berichtete, wurde ein Amtsträger eines Bauamts in einem touristischen Gebiet der Peloponnes, der niedrige Einkommen deklarierte, mit einem Guthaben von 1 Million Euro auf seinem Konto gefunden. Es waren Beschwerden von Anwohnern des Gebietes über Korruptionsphänomene bei dem konkreten Bauamt vorhergegangen.

Die SDOE führte eine über 10 Jahre zurückreichende Überprüfung der Vermögenslage („πόθεν έσχες“) des Beamten durch, woraus hervorging, dass er einen Geldbetrag in Höhe von 924.369 Euro inne hatte, den er zu rechtfertigen aufgefordert wurde, jedoch nicht vermochte. Konkreter behauptete der Beamte, ein großer Teil der Gelder rühre aus „finanziellen Erleichterungen“ her, die er seinen Freunden gewährt hatte. Etliche Personen gaben sogar notariell beurkundete eidesstattliche Aussagen ab und bestätigten seine Behauptungen. Im weiteren Verlauf wurde jedoch aufgedeckt, dass die meisten der „Freunde“ Bauunternehmer waren oder Angelegenheiten mit dem Bauamt hatten.

Die SDOE übermittelte ihren Schlussbericht an den Generalinspekteur der öffentlichen Verwaltung, Leandros Rakitzis, der ein Disziplinarverfahren gegen den Beamten einleitete und die Sache an den zuständigen Staatsanwalt schickte. Im übrigen setzt die SDOE ihre Überprüfungen in dem konkreten Bauamt fort und untersucht auf Basis von Beschwerden auch dutzende andere Fälle, in welche Leiter von Bauämtern und Krankenhäusern und Personen in Wahlpositionen verwickelt sind.

(Quelle: Imerisia)

Relevanter Beitrag:

Griechenland: Können wir nicht ohne Korruption leben?

31. Dezember 2012 / Aktualisiert: 07. Juli 2013 / Aufrufe: 550 Kommentare ausgeschaltet

Autor: Makedonas

Thema: Schluss mit Immunität der Prominenten in Griechenland

Entweder müssen unsere Führer sich ändern und ihre alten parteilichen Tricksereien vergessen, oder wir müssen sie gegen andere austauschen, ohne politische Vergangenheit

Um die überstürzte und ohne irgendwelche elementaren Verhandlungen mit dem IWF erfolgende Aufnahme (Anmerkung: in das „Rettungsprogramm“) zu rechtfertigen, hatte der ehemalige Premierminister Georgios Papandreou – und zwar sogar im Ausland – erklärt, ein korruptes Land zu regieren. Es ist die übliche Art der Rechtfertigung, mit Verlagerung der Verantwortungen auf andere, und zwar auf eine für das Volk unhöflichste und schmähende Weise.

Nicht so sehr, weil er eine Wahrheit – leider – gegenüber ausländischen Medien äußerte (ein ernsthafter Fehltritt für jeden Politiker, erst recht für den Premierminister), aber hauptsächlich deswegen, weil Herr Papandreou nicht die Last der großen Verantwortung mitempfand, die sowohl er selbst persönlich als auch eine große Anzahl seiner Genossen (und natürlich nicht nur jener, da die „Verstrickten“ keine politische Farbe haben) trägt.

Die Theoretiker argumentieren, die großen Krisen stellen parallel auch eine Gelegenheit zur Entfernung von der Lebensweise, die in die Krise führte, und einen Ausgangspunkt für einen Kurs auf den rechten Weg dar. In unserem Fall (Anmerkung: im Fall Griechenlands) jedoch scheinen entweder die Theoretiker falsch zu liegen oder wir benötigen noch viel Zeit, um in der großen Krise anzugelangen. Anders lässt sich nicht die Tatsache erklären, dass wir weiterhin das selbe tun, als ob wir uns im Jahr 2008 befänden und sich seitdem nichts ereignet habe, und obwohl die Kontrollmechanismen von der Troika verpflichtet wurden, aktiv zu werden und gewisse Ergebnisse zu liefern.

Die Verallgemeinerung ist natürlich immer schlecht, und die erste Person des Plurals verwendend meine ich offensichtlich auch nicht uns alle. Ich kann jedoch nicht wissen, wer von uns sich an die neuen Umstände angepasst hat und ob wir es bewusst oder aus Not getan haben, nachdem wir „unser Leben falsch führten“ und meinten, „unser Leben ändern zu sollen“, wie auch der Dichter sagt. Wie auch immer, das Ergebnis zählt. Nur, dass es nicht sehr ermutigend ist.

Charakteristisch ist der Kommentar der „Guardian“ in Zusammenhang mit dem Fall Papakonstantinou: „In dem in Griechenland herrschenden penetranten Klima, wo die Appelle nach Gerechtigkeit in der Bevölkerung anschwellen, die für das wirtschaftliche Chaos des Landes fast ausschließlich die Fehler der Politiker verantwortlich macht, sind die Ankläger ebenfalls vorsichtig gegenüber einer Hexenjagd, bei der Papakonstantinou, der scharf jede Meldung zurückgewiesen hat, die Liste manipuliert zu haben, ein leichtes Opfer sein wird.

Ich glaube nicht, dass die Enthüllung der Verschwendung öffentlicher Gelder – in nur einer von hunderten existierenden Nichtregierungs-Organisationen (NRO) – irgendjemanden überrascht hat. (Anmerkung: gemeint ist der jüngst aufgedeckte finanzielle Skandal bei der Griechischen Tourismusbehörde EOT) Es ist ein offenes Geheimnis, dass die überwältigende Mehrzahl dieser Organisationen einen leichten Weg zur Befriedigung parteilicher Funktionäre (ein Parteijugend-Vorsitzender hatte fünf NRO!) durch unkontrollierte Bereitstellung der von der Regierung gegebenen Gelder darstellte.

Wie oft haben wir nicht schon über die schmutzige Vergangenheit vieler NRO geschrieben, deren Leiter Gelder aus den fast leeren Portemonnaies des griechischen Volkes stehlen? Aber, abgesehen davon, ist es ein Zufall, dass in Russland der Betrieb dutzender NRO unter der Anschuldigung verboten wurde, sie würden von Ausländern finanziert um Russland zu destabilisieren? Dies ist kein Geheimnis, und es geschieht nicht nur in Russland.

Es ist jedenfalls zu hoffen, dass die Untersuchung sich all den Schamlosen zuwenden wird, die mit listigen Mitteln einerseits die öffentliche Kasse plündern und andererseits ausländischen Zentren, von denen sie mitfinanziert werden, zu Diensten stehen. Und nachdem das Ehrgefühl – unser einmal großer Vorzug – vom Aussterben bedroht ist, möge die Axt der Justiz mit Schwere fallen. Anderenfalls werden wir mit den Politikern abrechnen müssen, welche die schmutzigen Angelegenheiten decken.

Hinzu kam auch der Fall mit dem großen Betrug mit den Schecks des EOT. So viel Dreistigkeit also? Vielleicht haben sie gelernt, so lange Zeit von den Parteimechanismen geschützt zu werden und nahmen an, es werde weiterhin das selbe System herrschen. Nicht, dass es also nicht mehr zutrifft (wo ist die von Herrn A. Samaras versprochene Untersuchung wegen G. Papandreou und des IWF?), aber die Dinge sind schwieriger geworden.

Jeden Tag wird etwas neues enthüllt. Wie die politische Historie lehrt, geschieht dies immer in Epochen, in denen die Führer das Volk nicht zu inspirieren vermögen und die negativen Elemente seines Wesens hervortreten. Was bedeutet, entweder müssen unsere Führer ihr Verhalten ändern und ihre alten Parteitricks vergessen, oder wir müssen sie gegen Führer ohne politische Vergangenheit austauschen.

Quelle: Voria.gr
Deutsche Übersetzung: Griechenland-Blog

„Beschleunigungsgebühr“ in Krankenhäusern in Griechenland

21. Dezember 2012 / Aufrufe: 2.750 8 Kommentare

Laut Transparency International bewegten sich in Griechenland 2011 die Schmiergelder für eine Operation in öffentlichen Krankenhäusern von 100 Euro bis 30000 Euro.

Von 100 bis 30.000 Euro bewegte sich 2011 das „Fakelaki“ (= Synonym für „Briefchen mit Geld“, Schmiergeld) für eine Operation in einem öffentlichen Krankenhaus, wogegen es für eine Operation in einem privaten Krankenhaus zwischen 150 und 7.000 Euro betrug. Laut Schätzungen der Transparency International bewegte sich die „Preisliste“ der „Beschleunigungsgebühr“ bei den öffentlichen Gesundheitsbehörden von 300 bis 20.000 Euro, während die Durchführung medizinischer Untersuchungen in privaten Unternehmen für Gesundheitsleistungen zwischen 30 und 500 Euro schwankten.

Die vorstehenden Daten gab der Präsident der Nichtstaatlichen Organisation (NRO) Transparency International, Kostas Mpakouris während seines Vortrags anlässlich der Präsentation des aktualisierten Pflichtkodexes des Verbands pharmazeutischer Unternehmen Griechenlands (SFEE) bekannt.
Gesamten Artikel lesen »

Disziplinarausschüsse schützen eidbrüchige Beamten in Griechenland

1. Dezember 2012 / Aktualisiert: 28. September 2017 / Aufrufe: 688 3 Kommentare

Eidbrüchige und der Veruntreuung überführte staatliche Beamten in Griechenland werden auf skandalöse Weise von den Disziplinarausschüssen geschützt.

Heftige Reaktionen ruft die Beschwerde des Generalinspekteurs der öffentlichen Verwaltung Leandros Rakintzis hervor, laut dem die Disziplinarausschüsse entlastende Beschlüsse an eidbrüchige Beamten verteilen! Zur selben Stunde, wo die Zuständigen „ringen“ um herauszufinden, welche Bediensteten in Bereitschaft gesetzt werden, decken einige diejenigen, die sicherlich umgehend entlassen worden wäre, wenn sie auf dem privaten Sektor arbeiten würden und ihre Vergehen begangen hätten.

Informationen zufolge wurde eine Bedienstete der Arbeitsbehörde (OAED), die ihrer gesamten Verwandtschaft monatliche Arbeitslosengelder verschafft hatte, nur mit einer 4-monatigen Suspendierung bestraft, wie auch ein diebischer Beamter des Gesundheitsministeriums, der 51.000 Euro entwendet hatte! Ein Kassierer der Gemeinde Thessaliens, der den Betrag von 93.000 Euro entwendete, wurde einfach nur … degradiert, während ein staatlicher Beamter mit … 169 Tagen Urlaub in einem Jahr (!) mit einer 6-monatigen Suspendierung „bestraft“ wurde. Zur selben Zeit, wo andere staatliche Bedienstete in Bereitschaft geschickt werden, ist der Katalog mit den eidbrüchigen Bediensteten endlos, die praktisch ungeschoren davonkommen.

Wie Herr Rakintzis auf der Konferenz der Transparency International Hellas charakteristisch erklärte, haben die neuen Disziplinarausschüsse, an denen höhere Justizbeamten teilnehmen werden, ihre Arbeit noch nicht aufgenommen, während die alten Ausschüsse, an denen die Vertreter gewerkschaftlicher Organisationen sitzen, die eidbrüchigen Beamten decken. Und all dies zur Stunde, wo Korruption und Bürokratie jedes Jahr 28 Milliarden Euro kosten.

(Quelle: Imerisia)