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Artikel Tagged ‘kopfsteuer’

Neue Steuermaßnahmen in Griechenland

7. Mai 2015 / Aufrufe: 2.020 Kommentare ausgeschaltet

Die Regierung in Griechenland scheint bereit zu sein, signifikante Wahlversprechen auf dem Altar der Einigung mit den Gläubigern zu opfern.

Es wird erwartet, dass speziell zwei Maßnahmen – nämlich die Beibehaltung der sogenannten „Einheitlichen Immobilien-Besitzsteuer“ (ENFIA) auch in diesem Jahr und die Eingriffe bei der Solidaritätsabgabe – den „Schlüssel“ darstellen werden, der in der gegenwärtigen Phase die Verhandlungen der Regierung Griechenlands mit den Gläubigern „deblockieren“ wird.

Die griechische Regierung mag bis auf weiteres die Vorlage der Multi-Gesetzesvorlage „einfrieren“, die Bereicherung der Maßnahmen der Varoufakis-Liste hat jedoch einen dauerhaften Charakter angenommen und die „Flickarbeiten“ haben kein Ende.
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Wirbel um Kopfsteuer für Immobilienbesitzer in Griechenland

23. September 2012 / Aufrufe: 966 1 Kommentar

Medien in Griechenland berichteten über über eine geplante neue Kopfsteuer für Immobilienbesitzer, was jedoch schließlich von dem Premierminister dementiert wurde.

Am vergangenen Donnerstag (20 September 2012) sickerten in Griechenland überraschend neue Informationen über die die auf dem Tisch der Verhandlungen mit der Troika befindlichen Maßnahmen durch, laut denen die Inspektoren der Troika von dem griechischen Finanzministerium verlangten, das Paket der 11,8 Mrd. Euro um zusätzliche 2 Mrd. Euro aus der Besteuerung zu ergänzen, damit die Abweichungen von dem diesjährigen Haushalt ausgeglichen werden.

Die selben Informationen führten an, der Wirtschaftsstab der griechischen Regierung habe unter dem Druck der Troika eine neue Sonderabgabe auf den Tisch gebracht, die von allen erhoben werden soll, die Einkommen aus der Vermietung von Immobilien (Wohnungen, gewerblichen Räumen, Grundstücken, Feldern u.a.) erzielen. Der Mindestbetrag der Steuer würde 150 Euro für jeden Eigentümer betragen und in Kombination mit der Höhe des Einkommens aus Mieteinnahmen ansteigen. Weiter soll ein Funktionär des Finanzministeriums erklärt haben, die Staffelung der Sonderabgabe sei noch nicht festgelegt worden.

Diese – Quellen der Parteizentrale der PASOK-Partei zugeschriebenen – Berichte verursachten verständlicherweise großes Aufsehen, woraufhin Premierminister Antonis Samaras sich veranlasst sah, am Freitag (20 September 2012) die angeblich geplante Einführung einer solchen Sonderabgabe kategorisch zu dementieren.
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Griechenland erwägt Streichung des Einkommensteuerfreibetrags

18. September 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 407 4 Kommentare

In Griechenland werden die völlige Streichung des Einkommensteuerfreibetrags und die Abschaffung sonstiger Steuerbefreiungen und – Steuerermäßigungen untersucht.

Die griechische Regierung untersucht die völlige Streichung des Einkommensteuerfreibetrags, die Einführung von vier Einkommensteuersätzen anstatt wie bisher acht und die Abschaffung sonstiger Steuerbefreiungen. Der Vorschlag der Regierung sieht vor:

  1. Reduzierung der Anzahl der Steuersätze der Einkommensteuer auf drei oder vier:
    • von 0 € – 22.000 €: 18%
    • 22.001 € – 45.000 €: 35%
    • 45.001 € – 100.000 €: 40%
    • über 100.001 €: 45%
  2. Streichung des derzeitigen jährlichen persönlichen Einkommensteuerfreibetrags von 5.000 € und eine eventuelle Substitution durch Ermäßigungen der Steuerschuld auf Basis von konkreten Nachweisen.
  3. Abschaffung der Steuerbefreiungen, mit dem Ziel direkter Mehreinnahmen von rund 700 Mio. Euro. Konkret wird vorgeschlagen:
    • Abschaffung oder Senkung der Steuerbefreiungen in Zusammenhang mit der Gesundheit (ärztliche und Krankenhausbehandlung).
    • Abschaffung oder Senkung der Steuerfreibeträge, welche für Familien mit Kindern gelten. Von diesen Freibeträgen, welche sich im Etat mit 438 Mio. Euro niederschlagen, profitieren rund 1,4 Mio. Steuerpflichtige. Der IWF schläft die Substitution durch irgend eine Beihilfe vor.
    • Streichung der steuermindernden Verrechnung von Baukrediten für eine Hauptwohnung.
    • Bezüglich diverser Steuerbefreiungen für Behinderte mit einem Invaliditätsgrad von über 67%, Kriegsopfer, Blinde und Dialysepatienten wird die Abschaffung der Steuerbefreiungen und die Einführung einer anderen Art von Ermäßigungen geringerer volkswirtschaftlicher Kosten vorgeschlagen. Alternativ wird die Anschaffung aller dieser Steuerbefreiungen vorgeschlagen, unter Ausnahme der Behinderten mit einem Invaliditätsgrad von über 67%.
    • Abschaffung der Steuerermäßigungen für Schenkungen an kulturelle Einrichtungen.

Es sei angemerkt, dass allein die Streichung des persönlichen Grundfreibetrags in Kombination mit den übrigen derzeit in Kraft stehenden Bestimmungen sogar für Personen ohne jegliches reales Einkommen in einer „Kopfsteuer“ von minimal 300 Euro für Ledige und 500 Euro für Ehepaare resultieren würde.

(Quelle: Vradyni)

Kopfsteuer, Zwangsbesteuerung und Spielgeldwährung in Griechenland

4. Januar 2011 / Aktualisiert: 31. März 2011 / Aufrufe: 1.689 3 Kommentare

Ab 2011 treten in Griechenland im Rahmen der Steuerreform neue Einkommensteuersätze, Zwangsveranlagungen und obligatorisch bargeldloser Zahlungsverkehr in Kraft.

Das Jahr 2011 bringt stürmische Änderungen bei der Besteuerung von Einkommen in Griechenland mit sich, da sowohl die im Lauf des Jahres 2010 ratifizierten als auch weitere – noch strengere – Regelungen rückwirkend in Kraft treten, die bis Ende Januar 2011 mit dem neuen Steuergesetz verabschiedet werden sollen.

Abgesehen von den bereits in Kraft getretenen Bestimmungen, in deren Rahmen unter anderem der bargeldlose Zahlungsverkehr obligatorisch wird, sieht das neue Steuergesetz drakonische Geld- und Haftstrafen von bis zu 10 Jahren für jede Art von Steuervergehen, organisatorische Umstrukturierungen der Steuerbehörden und Kontrollmechanismen sowie nicht zuletzt auch unverhohlene „Rechtsbeugungen“ zugunsten des Fiskus vor.
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Griechenland führt indirekte Kopfsteuer ein

20. März 2010 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 888 Kommentare ausgeschaltet

Mit dem neuen Steuergesetz werden in Griechenland rückwirkend ab Anfang 2010 indirekte und einkommensunabhängige Kopfsteuern eingeführt, die zu einem erheblichen Anstieg des Steueraufkommens beitragen sollen.

Gemäß den Regelungen des aktuellen Gesetzentwurfes, der in den nächsten Tagen dem griechischen Parlament zur Ratifizierung vorgelegt werden soll, wird schon allein die Existenz einer Person mit einem jährlichen Nettoeinkommen von 3.000 Euro bzw. bei Verheirateten sogar 5.000 Euro gleichgestellt. Dazu addiert sich unter anderem der – ebenfalls fiktiv veranschlagte – finanzielle Aufwend für die Unterhaltung einer Wohnung, was gemäß dem neuen griechischen Steuergesetz je nach Größe und Lage der Wohnung mit minimal 60 Euro bis zu fast 400 Euro pro Quadratmeter jährlich zu Buche schlägt.

Wer in Griechenland nicht glaubhaft nachweisen kann, unter einer Brücke zu wohnen, wird also fortan in Kombination mit einer Reihe weiterer gesetzlich definierter diverser „Einkommensindizien“ (siehe auch Autobesitz in Griechenland wird mit Einkommen verknüpft) ohne weiteres mit Einkommensteuern für ein fiktives Einkommen zur Kasse gebeten werden, von dem Millionen Griechen inzwischen nicht einmal mehr zu träumen wagen.
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