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Artikel Tagged ‘kontenöffnung’

Griechenland schafft den gläsernen Bankkunden

28. Mai 2013 / Aktualisiert: 11. Februar 2014 / Aufrufe: 3.147 7 Kommentare

Das griechische Finanzministerium erhält Zugriff auf die Daten aller Bankkonten in Griechenland und schafft damit praktisch den vielzitierten gläsernen Bankkunden.

Ein Gesetzentwurf, der in den kommenden Tagen dem griechischen Parlament vorgelegt werden soll, sieht die Schaffung eines Bankkonten-Registers bei der Zentrale für Datenverarbeitungssysteme (GGPS) des Finanzministeriums vor. Der Gesetzentwurf des Finanzministeriums über Buchführungsstandardisierung und Kontrollen wird eine Bestimmung enthalten, die einerseits die Erstellung des Bankkonten-Registers und andererseits den Modus vorsehen, gemäß dem die von den Banken erteilten Daten dem Register zugeführt werden.

Das Register wird in zwei Phasen vollendet werden. Während der in dem vorbereiteten Gesetzentwurf detailliert beschriebenen ersten Phase wird eine elektronische Plattform für den Datenaustausch bei der Zentrale für Datenverarbeitungssysteme geschaffen werden, über welche die Bankdaten von Personen aufgenommen werden, die wegen (vermuteter) rechtswidriger Handlungen überprüft werden.
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Finanzministerium in Griechenland erhält Zugang zu allen Bankkonten

1. März 2013 / Aufrufe: 1.172 1 Kommentar

Das Finanzministerium in Griechenland will mittels der elektronischen Vernetzung mit den Banken direkten Zugriff auf alle griechischen Bankkonten erhalten.

Das griechische Finanzministerium forciert Kontenöffnungen im Expressverfahren für die Steuerpflichtigen, die wegen Steuerhinterziehung, Korruption, Bewegung und „Geldwäsche“ sowie auch rechtswidriger Bereicherung überprüft werden.

Nach dem vernichtenden Bericht der Troika über die enttäuschenden Leistungen des Steuerkontroll- und Steuereinnahmemechanismus beschleunigt der Wirtschaftsstab die Aktionen zur Bekämpfung der Steuerhinterziehung und Stützung der Steuereinnahmen. Am 27 Februar 2013 berief der Premierminister sogar eine Konferenz mit der politischen Führung des Finanzministeriums ein, bei der die umgehende Verbesserung der Effektivität der Steuerverwaltung gefordert wurde, wobei Finanzminister Giannis Stournaras die Eventualität von Änderungen im Modell der Funktion des Dezernats für Wirtschaftskriminalität (SDOE) ausschloss.
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5000 Kontenöffnungen in Griechenland

9. Oktober 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 1.739 4 Kommentare

In Griechenland wurde die Öffnung von 5.000 Bankkonten beantragt, gegen deren Inhaber Verdachtsmomente auf Steuerhinterziehung oder rechtswidrige Bereicherung bestehen.

Nach dem Wirbel und dem Aufschrei, den in der öffentlichen Meinung die Enthüllung hervorrief, dass die vorherigen Regierungen seit zwei Jahren die „Liste Lagarde“ mit 1.991 Namen griechischer Anleger in der Schweiz in ihren Händen hatten und diese Personen niemals überprüft wurden, sowie nach dem Eingreifen der Justiz fingen nun Finanzministerium und SDOE „Feuer“. Seit Donnerstagabend (04 Oktober 2012), als der Direktor der SDOE Attika, Herr Nikos Panagiotopoulos, das elektronische Archiv mit den Namen von dem Wirtschaftsstaatsanwalt Herrn Grigoris Peponis erhielt, wurde ein Sonderstab gebildet, der das wirtschaftliche Profil aller auf der Liste aufgeführten Personen erstellen wird, damit deren Steuererklärungen und Vermögensverhältnisse rückwirkend über ein Jahrzehnt überprüft werden, und anschließend die gesetzlichen Bestimmungen aktivieren, damit alle ihre Konten in Griechenland und der Schweiz offiziell geöffnet werden.

Exklusiven Informationen der Sonntagsausgabe der Zeitung „To Vima“ zufolge hat die SDOE bereits beantragt, 5.000 Bankkonten natürlicher und juristischer Personen zu öffnen, die entweder auf einer der anderen drei Listen enthalten wind, welche das Finanzministerium handhabt (der Personen, die in den Jahren 2009 – 2011 Gelder ins Ausland geschafft haben, aller, die in der selben Periode in London oder anderen europäischen Städten eine Immobilie kauften, sowie auch der politischen Persönlichkeiten, Bürgermeister, Leiter öffentlicher Träger, Abgeordneten und sogar auch Sportler, die bereits von den Behörden überprüft werden), oder für welche begründete Verdachtsmomente über eine rechtswidrige Bereicherung bestehen.
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Schweizer Banken verweigern Auskunft über Konten griechischer Abgeordneter

16. September 2012 / Aufrufe: 770 6 Kommentare

Die Schweizer Banken weigern sich, dem Parlament in Griechenland Auskünfte über Existenz und Guthaben von Bankkonten griechischen Abgeordneter zu erteilen.

Wie aus der bereits im Juli 2012 übermittelten und am vergangenen Freitag (14 September 2012) publizierten Antwort des Verbandes der Schweizerischen Bankiers hervorgeht, kollidiert die Forderung des griechischen Parlaments nach Öffnung welcher auch immer existierenden Bankkonten griechischer Abgeordneter in der Schweiz an der Weigerung des Verbandes.

In seiner Antwort vom 24 Juli 2012 an das griechische Parlament erklärte der Schweizerische Verband konkret, „wie wir Ihnen bereits in unseren E-Mails vom 25 April 2012 und 11 Mai 2012 erklärt habe, ist es nicht Politik des Schweizer Bankenverbands, Anträge mit einem derartigen allgemeinen Inhalt an die Gesamtheit seiner Mitglieder weiterzuleiten„, und fügt an: „Mitglieder des (griechischen) Parlaments können sich direkt an ihre Banken wenden, falls sie ein Konto in der Schweiz führen. Die schweizerischen Banken sind jedoch nicht verpflichtet, Bescheinigungen auszustellen, dass eine konkrete Person kein Konto bei ihnen führt.

Die Politik gewisser Banken ist sogar, keine derartigen Negativ-Bescheinigungen auszustellen„, lautet es weiter in dem Antwortschreiben, welches von dem Parlament am Freitag an die Öffentlichkeit gegeben wurde.
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Kontenöffnungen in Griechenland in Express-Verfahren

20. Juli 2012 / Aufrufe: 1.103 4 Kommentare

In Griechenland werden die Konten ehemaliger Politiker und Amtsträger unter die Lupe genommen, deren Vermögen nicht mit ihren Einkommen in Einklang zu stehen scheint.

Auf Anweisung der Staatsanwaltschaft werden in Fast-Track-Verfahren Bankkonten politischer Personen, Amtsträger der Lokalverwaltungen, Verwaltungsräte und in den Bereichen der Gesundheit und Justiz tätiger Gewerbetreibender geöffnet, da Meldungen über ungerechtfertigte Bereicherung existieren. Alle Anzeigen, die sich auf politische Personen beziehen, werden von dem Staatsanwalt für Wirtschaftkriminalität Grigoris Peponis und dem Leiter der Behörde für Geldwäsche und stellvertretenden Staatsanwalt am Areopag Panagiotis Nikoloudis untersucht werden.

Mit dem Dezernat für Wirtschaftskriminalität (SDOE) als Speerspitze begann die Überprüfung der Vermögensverhältnisse 1.000 politischer Personen, wie ehemaliger Minister, Staatsekretäre, General- und Sondersekretäre, Bürgermeister, stellvertretender Bürgermeister, Präfekten, Provinzgouverneure und Leiter diverser Organismen und Träger. Ziel ist, festzustellen ob und in welchen Fällen Geldwäsche existierte, was für Politiker die einzige Straftat darstellt, die nicht verjährt.
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