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Artikel Tagged ‘konsolidierung’

Neue Maßnahmen könnten Griechenland „nur“ 3,5 Prozent des BIP kosten

14. Oktober 2015 / Aufrufe: 329 Kommentare ausgeschaltet

Die Eurobank schätzt, die neuen Austeritätsmaßnahmen könnten Griechenland diesmal nur 3,5 Prozent des BIP kosten, allerdings unter signifikanten Vorbehalten.

Während die im Rahmen der beiden vorherigen Rettungsprogramme in Griechenland umgesetzten Austeritäts-Maßnahmen die kumulative Schrumpfung der inländischen wirtschaftlichen Aktivität in der Periode 2010 – 2014 (um über 25 Prozentpunkte des BIP) voll und ganz zu erklären scheinen, schätzt eine Analyse der Eurobank ein, dass erwartet wird, dass das neue Maßnahmenpaket eine mildere Netto-Auswirkung haben wird, die kumulativ auf („nur“) 3,5 Prozentpunkte des BIP veranschlagt wird.

Wie in der Analyse angeführt wird, geht die obige Einschätzung allerdings von der Annahme aus, dass keine zusätzlichen fiskalischen Maßnahmen (also abgesehen und über die bereits im Vorentwurf des neuen Haushaltsplans für 2016 umfassten hinaus) ergriffen werden, um wahrscheinlichen Abweichungen von den (mit den „Institutionen“) vereinbarten fiskalischen Zielvorgaben für die Jahre 2015 und 2015 zu begegnen.
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Bürger in Griechenland bezahlten die Austerität teurer als andere

16. März 2014 / Aufrufe: 793 2 Kommentare

Laut einem Bericht des IWF bezahlten in Griechenland die Bürger die Austerität sehr viel teurer als in anderen Ländern, die ebenfalls Konsolidierungsprogramme umsetzten.

Ein Bericht des Internationalen Währungsfond mit Titel „Volkswirtschaftliche Politik und Einkommensungleichheit“ stellt fest, dass die von Griechenland umgesetzten Austeritäts-Maßnahmen eine unangemessen hohe Auswirkung auf die ärmsten 10% der Bürger des Landes hatten, weil die griechische Regierung einen primären Schwerpunkt auf die überproportionale Besteuerung speziell der niedrigeren Einkommen setzte.

Die Analytiker des Fonds vertreten, obwohl das griechische Programm auf progressiven Kürzungen und Steuern basierte, welche die größte Last der Konsolidierung zu den höheren gesellschaftlichen Schichten verschoben, waren die Kosten für die ärmsten 10% der Bürger im Verhältnis zu den mittleren Einkommen unverhältnismäßig hoch.
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Griechenland hat trotz Rezession beachtliche Fortschritte erreicht

29. August 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 484 7 Kommentare

Griechenland hat trotz der nachhaltigen Rezession beachtliche Fortschritte bei der volkswirtschaftlichen Konsolidierung und den strukturellen Angleichungen erreicht.

Evangelos Venizelos, Vorsitzender der PASOK-Partei, beschreibt Schritt für Schritt die Errungenschaften der griechischen Wirtschaft seit nun drei Jahren in einem vierseitigen Memorandum, welches er in letzter Zeit verwendet um die europäischen Partner davon zu überzeugen, dass Griechenland zu Unrecht beschuldigt wird, keine Fortschritte bezüglich der volkswirtschaftlichen Konsolidierung gemacht zu haben. Nach ihrer am Folgetag der Begegnung des griechischen Premierministers mit dem Präsidenten der Eurogruppe Jean-Claude Juncker erfolgten telefonischen Kommunikation schickte Herr Venizelos sein Memo sogar auch dem Premierminister Antonis Samaras zu und ersuchte ihn, dieses ebenfalls bei seinen Begegnungen in Berlin und Paris zu verwenden.

In dem vierseitigen Text betont Evangelos Venizelos, dass bis heute 2/3 des Weges hinsichtlich der Arbeitskosten gedeckt wurden, aber auch die Senkung der primären Ausgaben. Das Defizit wurde auf 6,5% des BIP gesenkt und es wird erwartet, dass Griechenland trotz der tiefen Rezession seine Ziele erreichen wird, da es viele zusätzliche Maßnahmen ergriffen hat.

Speziell bezüglich der Arbeitskosten führt Herr Venizelos an, dass sie 2010 um 2,5% und 2011 um 3,7% gesenkt wurden und für 2012 eine Senkung um 8% prognostiziert wird. Sich auf die Kürzungen der Gehälter auf dem öffentlichen Sektor in den beiden Jahren zwischen 2010 – 2012 beziehend erklärt er, dass sie 30% erreicht haben und die größte Kürzung im Finanzministerium erfolgte, wo die Gehaltssenkungen 52% erreichten.
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Notstandsplan für Griechenland nach den Wahlen

5. Juni 2012 / Aufrufe: 975 4 Kommentare

In Griechenland wird mit einem auf 6 Monate angelegten Notstandsplan gerechnet, da die von dem Memorandum vorgegebenen volkswirtschaftlichen Ziele nicht realisierbar sind.

Die Neuverhandlung des Wirtschaftsprogramms für Griechenland stellt inzwischen eine Einbahnstraße dar, da eine Revision abgesehen von politischen Ankündigungen schließlich auch durch die großen Abweichungen diktiert werden wird, die in seiner diesjährigen Umsetzung bereits verzeichnet werden. Praktisch bedeutet dies die Erzielung einer politischen Vereinbarung über die Aufstellung eines „Notstandsplans“ von sechsmonatiger Dauer, damit die Abweichungen von den vorgegebenen Zielen so weit wie möglich beschränkt werden.

Von maßgeblicher Bedeutung in diesem Unterfangen wird auch der Fortschritt sein, der analog zu den politischen Entwicklungen im Land an der „Front“ der Gewährung zusätzlicher Zeit für die Konsolidation an Griechenland von wenigstens einem Jahr erreicht werden wird, welches Thema nun auch in der Troika offen erörtert, dabei jedoch betont wird, dass dies auf keinen Fall eine substantielle Lockerung auf den Ebenen der Ausgaben und Reformen bedeuten wird.
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