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Artikel Tagged ‘kleinbrauerei’

Biersteuer trieb ersten Riss in Griechenlands Regierung

6. November 2015 / Aufrufe: 528 Kommentare ausgeschaltet

Die geplante Anhebung der Sonderverbrauchssteuer für Kleinbrauereien verursachte den ersten Riss in Griechenlands Koalitionsregierung und wurde vorläufig zurückgenommen.

Im Megaro Maximou (Anmerkung: gemeint ist der Regierungssitz) wird der erste parlamentarische Verlust verzeichnet, da die Bestimmung über die Erhöhung der Sätze der Sonderverbrauchssteuer bei den Kleinbrauereien (siehe Biersteuer zur Rettung Griechenlands) während der Debatte des Multi-Gesetzentwurfs im Parlamentsausschuss für Produktion und Handel nach der negativen Stellungnahme der Partei der Unabhängigen Hellenen (ANEL) zurückgenommen wurde.

Obwohl diesem Verlust als solchem keine große Reichweite zugemessen werden kann, erwirbt er jedoch eine speziellere symbolische Bedeutung und zeigt, dass die Balancen innerhalb Griechenlands Koalitionsregierung SYRIZA – ANEL und alle „heißen“ Maßnahmen, die dem Parlament zur Verabschiedung vorzulegen sind, an einem seidenen Faden hängen.
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Biersteuer zur Rettung Griechenlands

31. Oktober 2015 / Aufrufe: 1.011 5 Kommentare

Bei der verzweifelten Suche nach immer neuen Einnahmen versetzt der unersättliche Fiskus in Griechenland nun auch den inländischen Kleinbrauereien einen herben Schlag.

Eine in der dem Parlament vorgelegten Gesetzesvorlage enthaltene Bestimmung setzt dem Status der reduzierten Sonderverbrauchssteuer auf Bierprodukte ein Ende. Ab dem 01 Januar 2016 wird die Bestimmung abgeschafft, die bisher galt und einen um 50% reduzierten Satz der Sonderverbrauchssteuer für alle unabhängigen (!) Kleinbrauereien in Griechenland vorsah, sofern ihre Jahresproduktion 200.000 Hektoliter (hl) Bier nicht überstieg.

Fortan werden die reduzierten Steuersätze analog zu dem Volumen besagter Brauereien differenziert und erreichen bis zu 75% des geltenden Regelsatzes. Die griechische Regierung erhofft sich aus dieser Maßnahme auf rund 3,4 Millionen Euro geschätzte Mehreinnahmen. Der Schuss könnte allerdings auch „nach hinten“ losgehen und zu Marktanteils- und Umsatzverlusten, Unternehmensschließungen, Entlassungen, Verlusten von Steuereinnahmen und Sozialabgaben usw. führen.
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