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Katholische Kirche protestiert gegen Besteuerung in Griechenland

22. März 2010 / Aufrufe: 132 Keine Kommentare

Die katholische Kirche in Griechenland drückt mit einem Schreiben an Wirtschaftsminister Jorgos Papakonstantinou ihren Widerspruch gegen die Besteuerung ihrer Einnahmen aus.

In dem Schreiben wird angeführt, dass die katholische Kirche in Griechenland “den Staatshaushalt nicht mit einem einzigen Euro belastet“, und angefügt, dass “sowohl die Würdenträger als auch die Priester, Mönche und Nonnen der katholischen Kirche in Griechenland vom Staat weder entlohnt werden noch gesundheitliche Versorgung genießen und auch keine Rente beziehen“.

Weiter lautet es: “Wenn jedoch schließlich die Besteuerung mit einem Steuersatz in Höhe von 20% auferlegt werden wird, verurteilen Sie uns zum wirtschaftlichen Konkurs und dem Unvermögen, überleben und die heiligen Zwecke unserer Kirche erfüllen zu können. Ihre Verantwortung wird dann eben so groß sein wie auch ihre Ungerechtigkeit zu unseren Lasten! In der Praxis würde dies eine Konfiszierung unseres geringen Vermögens bedeuten.

Es sei angemerkt, dass der aktuelle Entwurf des neuen griechischen Steuergesetzes in Bezug auf die Kirchen, welche in Griechenland finanzielle Einnahmen aus der wirtschaftlichen Nutzung ihres Vermögens erzielen, eine Besteuerung in Höhe von 20% dieser Einnahmen, also nicht etwa des reinen Überschusses / Gewinns vorsieht.

Kirche will Sonderabgabe auf Immobilien in Griechenland bezahlen

2. Dezember 2009 / Aufrufe: 95 Keine Kommentare

Die griechisch-orthodoxe Kirche wird in diesem Jahr die Sonderabgabe auf ihre Immobilien in Griechenland bezahlen. Dieser Beschluss wurde von dem Heiligen Synod in einer außerordentlichen Sitzung gefasst, nachdem Finanzminister Giorgos Papakonstantinos ein erklärendes Schreiben an die Kirche gerichtet hatte.

Nach einer vielstündigen Diskussion beschlossen die Priester die Zahlung der Sonderabgabe angesichts der Tatsache, dass bezüglich der nachfolgenden Jahre ein Dialog auf Nullbasis beginnen soll.

Gemäß der diesbezüglichen Bekanntgabe des Synods sowie auch den Verlautbarungen seines Pressesprechers Jerotheos, Metropolit von Navpaktos, wurde bekannt gegeben:

a) Wie immer wird die Griechische Kirche in – sei es auch nicht von ihr zu verantwortenden – kritischen und schwierigen Lagen der Gesellschaft zur Linderung der Bevölkerung beitragen.

b) Die Griechische Kirche, die ein ungeheures soziales und wohltätiges Werk zur Linderung unserer leidenden und bedürftigen Brüder erbringt, welches in landesweit rund 700 Einrichtungen und unter Aufbringung von 100.000.000 Euro jährlich für wohltätige und soziale Zwecke erbracht wird, fordert den Staat wenigstens zur gleichberechtigten Behandlung mit den übrigen juristischen Personen des öffentlichen Rechts auf.

c) Die Kirche erachtet als selbstverständlich, dass jede wie auch immer geartete Besteuerung ihres Immobilienvermögens auf keinerlei Weise die von ihr selbst genutzten und solche Immobilen einschließt, auf denen jede Art die freie Nutzung behindernder Lasten ruhen, oder Immobilien, die zum Zweck der Errichtung und des Betriebs von Einrichtungen sozialen Charakters unentgeltlich abgetreten worden sind oder ungenutzt brachliegen.

d) Folglich beschließt der Heilige Synod, dass allein und nur für das Jahr 2009 die Griechische Kirche mit dem ihr entsprechenden Betrag für jene Immobilien beiträgt, welche gemäß den vorstehenden Ausführungen Einkünfte abwerfen.

Griechische Kirche wehrt sich gegen ungerechte Besteuerung

17. November 2009 / Aufrufe: 120 Keine Kommentare
Erzbischof TheoklitosErzbischof Theoklitos
Metropolit von Ioannina

Die beabsichtigte Haltung der griechisch orthodoxen Kirche in Bezug auf das Thema der Besteuerung umriss der Erzbischof Theoklitos, Metropolit von Ioannina, in seiner Eigenschaft als Leiter der zentralen kirchlichen Finanzverwaltung: “Es gibt weder Krieg noch eine  Katastrophe um einzuspringen. Wir werden nicht bezahlen, was andere verbockt haben“.

Der Bischof bezog sich auf die Leistungen der Kirche an den Staat und betonte, dass sich der Wert des heutigen Immobilienvermögens der Kirche laut kürzlich erfolgten Schätzungen von Banken auf 702.160.000 Euro beläuft und der Kirche damit letztendlich nur 4% ihres ursprünglichen Vermögens verblieben ist.

Was wiederum die im Besitz der Kirche befindlichen Aktien betreffe, belaufe sich deren Wert auf nicht über 9 Millionen Euro. Der Erzbischof betonte, dass “der Staat viele Male das Vermögen der Kirche zur Ader ließ” und letztmalig 1952, als auch das neue Abkommen unterzeichnet wurde, welches bis heute in Kraft steht und die Verpflichtungen beider Seiten bestimmte.

Heute erfolgt wieder ein Versuch, und wir werden unerfreuliche Ergebnisse haben. Die Auferlegung neuer Steuern wird die Körperschaften der Kirch in den Bankrott führen. Die Kirche will nicht ihren Beitrag zum Steueraufkommen verweigern, jedoch müssen diese Steuern auf das Vermögen erhoben werden, welches die Kirche nutzen kann, und so wie es für alle juristischen Personen des öffentlichen Rechtes gilt. Das Gesetz stellt uns in die Eigenschaft der Wohltätigkeitsorganisationen. Wir sind keine Organisation.

Erzbischof Theoklitos äußerte die Ansicht, dass das Wirtschaftsministerium der Kirche Unrecht zufüge, weil es völlig ignoriert, dass die Kirche mehr als 800 Einrichtungen unterhält, welche Leistungen für die Bedürftigen der Gesellschaft erbringen. “Und es ist irreführend, dass sie behaupten, es der Kirche zugunsten der Bedürftigen wegzunehmen. Sie nehmen es von den Bedürftigen für die Bedürftigen“, betonte er. Die Kirche sei nicht dagegen, als juristische Person des öffentlichen Rechts besteuert zu werden, jedoch nicht als Wohltätigkeitsorganisation, weil sie keine ist und dies auch nicht ihre Rolle sei.

Auch wiederholte der Bischof, dass eine Trennung zwischen Staat und Kirche vorzuziehen gewesen wäre. “Ich wünsche, es wäre geschehen. Damit hätte auch ich keine Pastoren, die mir bescheiden würden, sie seien öffentliche Angestellte. Möglicherweise hätte ich weniger, aber es wären Pastoren. Jedoch sind auch wir Schuld, weil wir viele Male von der Kanzel aus Politik gemacht haben“, schloss Erzbischof Theoklitos

Griechische Kirche protestiert gegen Besteuerung ihrer Immobilien

6. November 2009 / Aufrufe: 188 Keine Kommentare
Erzbischof Hieronymos
Hieronymos, Erzbischof von
Athen und Oberhaupt der griechisch-orthodoxen Kirche

Eine Delegation der griechisch orthodoxen Kirche wird sich um ein Treffen mit Wirtschaftsminister Jorgos Papakonstantinou bemühen, um die Befreiung des Immobilienvermögens der Kirche von der erhöhten ETAK bzw. Grundsteuer zu erreichen.

Der am Freitag (08.11.2009) unter Erzbischof Hieronymos tagende Heilige Synod erörterte das Thema erneut und beschloss, dass Oberbischof Theoklitos, Metropolit von Ioannina und Leiter der Finanzdienststellen der Kirche, und Direktor Antonis Zampelis ein Treffen mit dem Minister anstreben sollen. Die Kirche begehrt eine Befreiung von der auf 0,3% erhöhten Abgabe auf die in ihrem Besitz befindlichen Immobilien und argumentiert, dass ihr "als juristische Person des öffentlichen Rechts nicht auf die gleiche Weise wie den übrigen juristischen Personen entgegen getreten werde" und sie "ein großes karitatves Werk erbringe und ihre Einkünfte in gemeinnützige Projekte fließen".