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Kassen-Embargo der Apotheker in Griechenland ab 26 November 2012

23. November 2012 / Aktualisiert: 04. Juli 2013 / Aufrufe: 319 Kommentare ausgeschaltet

Die Apotheker in Griechenland schreiten ab dem 26 November 2012 erneut zu einem Embargo gegen die Krankenkassen und führen Kassenrezepte nur gegen Barzahlung aus.

Ab dem kommenden Montag (26 November 2012) läuten die griechischen Apotheker eine neue Runde ihrer Protestaktionen ein und werden für unbefristete Zeit an die Versicherten des EOPYY verschriebene Medikamente nur noch gegen Barzahlung abgeben.

Parallel schreiten die Apotheker am kommenden Montag und Dienstag zu einem 48-stündigen Streik und reagieren damit auf die Verzögerung der Abzahlung von Verbindlichkeiten an sie, aber auch auf die obligatorische Ermäßigung (rebate) von 5% rückwirkend ab dem 01. Januar 2012, die mit einem aktuellen gesetzlichen Erlass verhängt wurde.

Den Beschluss fasste am Mittwochabend (21. November 2012) der Vorstand des Panhellenischen Verbands der Pharmazeuten (PFS). Es fehlten auch nicht die Stimmen, welche forderten, bereits ab Donnerstag zur Einstellung der Ausführung von Kassenrezepten „auf Rechnung“ zu schreiten.

Am Montag werden die Apotheker eine Protestversammlung vor der Geschäftsstelle des EOPYY an der Allee Kifisisias durchführen, und am Samstag (01 Dezember 2012) wird die Generalversammlung der Branche einberufen werden, um die Situation zu bewerten und Beschlüsse über das weitere Vorgehen zu fassen.

(Quelle: in.gr)

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Selbstbeteiligung für Medikamente in Griechenland bis 60 Prozent

9. Oktober 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 395 Kommentare ausgeschaltet

Der Träger für Gesundheitsleistungen in Griechenland hat eine Referenzpreisliste für Medikamente in Kraft gesetzt, die zu Selbstbeteiligungen von bis zu 60% führt.

Die Strapazen der Einwohner Attikas mögen inzwischen auch offiziell ein Ende gefunden haben, da die Apotheker wieder Kassenrezepte „auf Rechnung“ ausführen, jedoch stehen den Versicherten des Nationalen Trägers für Gesundheitsleistungen (EOPYY) neue Abenteuer bevor, da für 780 Präparate neue Referenzpreise in Kraft gesetzt wurden.

Dies bedeutet praktisch, dass der EOPYY fortan nur noch den Preisanteil deckt, der dem niedrigsten Preis des Wirkstoffs je Medikamentenkategorie entspricht, was zum Ergebnis hat, dass die (zu der bisherigen zusätzliche) Selbstbeteiligung der Versicherten in gewissen Fällen 50% – 60% des Gesamtpreises erreicht.

Konkret handelt es sich um eine Liste, die von der Elektronischen Sozialversicherungsführung (IDIKA) ausgegeben wurde und sich auf die Sätze der Vergütung bezieht, welche der EOPYY bei den in Rede stehenden Präparaten gewährt. Die Liste enthält den Einzelhandelspreis des jeweiligen Medikaments und den Referenzpreis, welchen der Träger vergütet. In etlichen Fällen werden jedoch große Abweichungen zwischen dem Einzelhandelspreis und dem Referenzpreis beobachtet, womit sich hohe Selbstbeteiligungen der Versicherten ergeben.

Beispielsweise ist für das Präparat Solian ein Einzelhandelspreis von 52,07 Euro und ein Referenzpreis von 20,47 Euro vorgesehen. Der Versicherte hat also die Differenz von 31,60 Euro aus eigener Tasche zu zahlen, womit der EOPYY gerade einmal 39,3% der Gesamtaufwendung deckt und der Versicherte 60,7% zuzahlt. Signifikante Abweichungen werden auch bei anderen Präparaten festgestellt, wie beispielsweise Alcidolin mit einem Einzelhandelspreis von 37,23 Euro und einem Referenzpreis von 16,44 Euro (zusätzliche Selbstbeteiligung des Versicherten 56%) und Algofren mit einem Einzelhandelspreis von 5,22 Euro und einem Referenzpreis von 2,51 Euro (zusätzliche Selbstbeteiligung 52%).

(Quelle: Vradyni, S. 17)

Versicherte in Griechenland ohne Medikamente

17. Mai 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 252 Kommentare ausgeschaltet

Den Versicherten aller in den neuen Gesundheitsträger eingegliederter gesetzlicher Krankenkassen in Griechenland droht die Gefahr, ohne Medikamente zu bleiben

Der Panhellenische Pharma-Verband (in dem die Berufsverbände der Apotheker in Griechenland organisiert sind) gab bekannt, ab dem 23 Mai 2012 die Ausführung von Kassenrezepten auf Rechnung des neuen einheitlichen Nationalen Trägers für Gesundheitsleistungen (EOPYY) einzustellen, da sich laut dem Verband die kumulierten Verbindlichkeiten an die Apotheken auf insgesamt 540.000 Euro belaufen.

Für den selben Tag (Mittwoch, 23/05/2012) ist sind ein 24-stündiger panhellenischer Streik und eine Protestkundgebung der Apotheker geplant. Die Apotheker fordern die umgehende Begleichung der Schulden des EOPYY und verlangen parallel auch eine „mutige“ Verlängerung der Zahlungsziele von Seite der Pharma-Industrie.

Schließlich charakterisieren die Apotheker das Thema der ausreichenden Finanzierung des EOPYY als höchstwichtig und fordern alle Parteien auf, eine konkrete Position zu beziehen (siehe auch Gesundheitsträger EOPYY in Griechenland versinkt in Schulden).

(Quelle: Zougla.gr)