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Artikel Tagged ‘junta’

Angst vor Junta in Griechenland

16. Juni 2013 / Aufrufe: 2.422 11 Kommentare

Kostas Vaxevanis, Herausgeber und Redakteur der Zeitschrift HOT DOC, erklärt, warum er befürchtet, dass sich in Griechenland eine neue Diktatur installieren könnte.

Ich weiß, dass dieser Artikel kommentiert und vielleicht auch der Anlass werden wird, mir Pessimismus, Sektierertum oder Unvermögen zur Beurteilung der Dinge anzulasten. Ehrlich gesagt interessiert mich das nicht. Ich nehme an, dass manchmal die Angst nützlicher ist als die Unkenntnis einer Gefahr, wie auch, dass die Befürchtung, die Dinge gelten in ihrer schlimmsten Variante, politischer als jede „politically correct“ Analyse ist.

Die Demokratie ist nicht bedroht und geht nicht unter, wenn sie nicht lächerlich gemacht wird. Sie wird nicht automatisch eliminiert, wenn sie in den Augen der Menschen nicht überflüssig erscheint. Es kommen keine Retter an die Macht, wenn die Demokratie sich nicht vorher unfähig erwiesen hat, die Probleme zu lösen, welche ihr Funktionieren schafft. Die Demokratie geht unter, wenn sie zeigt, dass sie unfähig und überflüssig ist.
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Junta und Bankerherrschaft in Griechenland

27. April 2013 / Aufrufe: 825 Kommentare ausgeschaltet

Die ehemalige Militärdiktatur in Griechenland und die heutige Herrschaft der Bankiers weist trotz gravierender Unterschiede charakteristische Parallelen auf.

Das Begriff „Junta“ bedeutet im Spanischen Verwaltungsgremium. International setzte es sich als Begriff für militärische Zusammenschlüsse von Offizieren durch, die sich verschwören, das Regime auflösen und die Macht genau wie ein „Verwaltungsgremium“ übernehmen.

Als die geeignete Charakterisierung für die siebenjährige Militärregierung bzw. das „Regime der Obristen“ in Griechenland (1967 – 1974) setzte die Bezeichnung „Junta“ sich hauptsächlich aus den griechischsprachigen Sendungen der Deutschen Welle und des BBC durch.

Auf das heutige Regime träfe in diesem Sinn die Bezeichnung „Regime der Banker“ zu.
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Griechenland: 3 von 10 sagen ja zur Diktatur

22. April 2013 / Aktualisiert: 02. September 2015 / Aufrufe: 1.089 3 Kommentare

Die Verzweiflung bringt Verwirrung und tötet die Demokratie – In Griechenland erklärten 3 von 10 Befragten, unter der Militärjunta seien die Dinge besser gewesen.

Bei einer Erhebung der Metron Analysis, die in der Sonntagsausgabe (21 April 2013) der „Eleftherotypia“ – am schwarzen Jahrestag des 21. April – veröffentlicht wurde, erachtete ein – wenn nichts anderes – zumindest beunruhigender Anteil von 30% der Befragten, „während der Periode der Diktatur waren die Dinge besser als heute„. Dieser Anteil verteilt sich auf das gesamte politische Spektrum, wenn auch die Anteile im Raum des Zentrums und der Linken deutlich geringer sind.

Spezieller beantworteten in dem Barometer der Metron Analysis 30% der Befragten folgende Frage positiv: „In wenigen Tagen haben wir den 21. April. Einige meinen, unter der Diktatur seien die Dinge besser gewesen als heute. Stimmen Sie persönlich dieser Ansicht zu oder nicht?“ Nicht einverstanden erklärten sich 63% und 7% gaben keine Antwort.
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Letzter inhaftierter Junta-Offizier in Griechenland verstorben

30. Januar 2013 / Aufrufe: 397 Kommentare ausgeschaltet

Der seit 38 Jahren in Griechenland inhaftierte Junta-Offizier Nikolaos Dertilis ist verstorben, ohne jemals auch nur einen einzigen Tag Freigang gehabt zu haben.

Der letzte der zu lebenslänglicher Haft verurteilten Offiziere der Militärjunta in Griechenland, Nikolaos Dertilis, verstarb nach 38 Jahren ununterbrochener Haft am 28 Januar 2013 in dem Athener Krankenhaus „Erythros Stavros“.

Nikolaos Dertilis zählte zu den reuelosesten Offizieren der siebenjährigen Diktatur und war wegen der Ermordung des 20-jährigen Michalis Myrogiannis vor der Technischen Hochschule in Athen am Mittag des 18 November 1973 zu lebenslänglicher Haft verurteilt worden. Während der letzten 38 Jahre war er im 6. Flügel der Justizvollzugsanstalt Korydallos inhaftiert und weigerte sich – wie er selbst erklärte aus „Gründen des Prinzips“ – den ihm von Gesetzes wegen zustehenden Entlassungsantrag zu unterschreiben.
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Keine Feierlichkeiten zum Tag der Demokratie in Griechenland

18. Juli 2012 / Aufrufe: 182 Kommentare ausgeschaltet

Die Feierlichkeiten zum Jahrestag des Regimewechsels nach dem Sturz der Junta in Griechenland werden in diesem Jahr aus Kostengründen nicht stattfinden.

Auf Beschluss des Staatspräsidenten Karolos Papoulias wird in diesem Jahr nicht die sogenannte „Feier der Demokratie“ am 24 Juli zum Jahrestag der Wiederherstellung nach dem Fall der siebenjährigen Militärdiktatur stattfinden.

In einer Bekanntmachung des Präsidiums wird angeführt, „dies ist von der Prüfung auferlegt, welche das griechische Volk durchlebt„, und angefügt: „Die Ehre, welche den antidiktatorischen Kämpfern gebührt, wird mit der Besinnung umgeben werden, die auch die Suche nach einer anderen Sinngebung der Begehung des Jahrestages bringen kann.

Früher erfolgte die Feier der Demokratie im Präsidentenpalast mit allen Ehren. In den letzten Jahren unter Karolos Papoulias wurde die „Feier“ jedoch geändert und fand morgens, nur mit Erfrischungsgetränken und einer begrenzten Anzahl Geladener und ohne die Präsenz ihrer Ehefrauen statt. In diesem Jahr wurde jedoch aus finanziellen Gründen beschlossen, die Feier der Demokratie ganz abzusagen.

(Quelle: in.gr)

Der Möchtegern-Führer der Chrysi Avgi in Griechenland

1. Mai 2012 / Aktualisiert: 16. Dezember 2012 / Aufrufe: 1.471 5 Kommentare

Haris Kousoumvris, ehemaliger Funktionär der extremsten rechtsradikalen Partei in Griechenland, spricht über den Möchtegern-Führer und dessen Organisation.

Der Führer, das höchste Wesen. Im vorliegenden Fall scheint der „Führer“, lebenslänglicher Anführer des extremsten Parteischemas, nämlich der Chrysi Avgi, Herr Nikolaos Michaloliakos zu sein. Sein Befehl an die Mitglieder der Chrysi Avgi war und ist ein einziger: „Wenn ich voranschreite, schreitet ihr voran. Wenn ich kämpfe, kämpft ihr an meiner Seite.

Diese Aussage stammt von Herrn Haris Kousoumvris (Kousoumbres), einem ehemaligen Unterführer dieser faschistischen Organisation und 12 Jahre lang Kassenwart der Partei, der vor einigen Jahren absprang und in seinem Buch „Die Entmystifizierung der Goldenen Morgendämmerung“ das wahre Gesicht der Chrysi Avgi, aber auch ihres Führers Herrn Michaloliakos enthüllte.

Hier ist also, was er berichtet: „Der Führer war für uns das höchste Wesen. Sein Wort war Befehl. Dies war seine Forderung an uns. Blinder Gehorsam. Zweifelte ihn jemand an, übernahmen wir, seine Tapfersten, ihn durch jede Art der Einschüchterung zur Vernunft zu bringen. Leider war ich gezwungen worden, Selbstjustiz gegen Freunde von mir auszuüben, einzig und allein weil sie die Worte des Führers anzweifelten.
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