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Artikel Tagged ‘inhaftierung’

Begründung der Inhaftierung des Abts Ephraim in Griechenland

30. Dezember 2011 / Aktualisiert: 02. Januar 2012 / Aufrufe: 441 5 Kommentare

Der Gerichtsbeschluss über die Inhaftierung des Abts Ephraim des Vatopedi-Klosters in Griechenland charakterisiert den Mönch als Person mit Hang zu krimineller Aktivität.

Die Berufungsrichter, die über die vorläufige Inhaftierung des Abts Ephraim entschieden, lasten dem Abt des Klosters Vatopedi in der Mönchsrepublik Athos die affektierte Planung und Ausführung von Straftaten an und charakterisieren ihn als Person mit Hang zur kriminellen Aktivität. Die Begründung des Beschlusses (Nr. 3682/2011), in welcher der Position der zuständigen Untersuchungsrichterin stattgegeben wird, die sich für die vorläufige Inhaftierung aussprach, führt an, dass der Abt Ephraim „eine Person mit Hang zur kriminellen Aktivität als Element seiner Persönlichkeit sei und geschickt und methodisch agiere„.

Die Richter erachten ebenfalls, dass die Gefahr der Ausübung neuer Straftaten existent sei: „… angesichts dessen, dass der Angeklagte, der führendes Hirn und Inspirator der obigen Handlungen war, weiterhin den Status des Abts des Vatopedi-Klosters beibehält, besteht die Gefahr, dass er seine Eigenschaft wieder zur Verübung anderer mit denen verwandter Handlungen nutzt, die ihm mit der Anklageschrift begangen zu haben angelastet werden„. Weiter betonen sie, dass die Angelegenheit der Eigentumsverhältnisse der Ufergebiete und die Klagen des griechischen Staates zur Wiedererreichung seines Eigentums an Immobilien anhängen, die gegen den Vistonida-See getauscht wurden.
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Ephraim, Vatopedi und Habgier eines Mönchs in Griechenland

28. Dezember 2011 / Aktualisiert: 02. Juli 2013 / Aufrufe: 837 8 Kommentare

Die in Zusammenhang mit dem Vatopedi-Skandal in Griechenland angeordnete Inhaftierung des Abts Ephraim bewirkte heftige Reaktionen im Inland als auch Ausland.

Die im Rahmen der in dem sogenannten Vatopedi-Skandal in Griechenland seit Jahren andauernden gerichtlichen Ermittlungen kurz vor Weihnachten (konkret am 23.12.2011) verfügte vorläufige Inhaftierung des Abts Ephraim (Εφραίμ) des Klosters Vatopedi der Mönchsrepublik Athos rangiert nach wie vor an der Spitze der aktuellen Tagesthemen.

Abgesehen von allen übrigen Aspekten (wie speziell auch der heftigen politischen Intervention aus Russland) kommentiert Lori Keza (Λώρη Κέζα) hinsichtlich der Sache als solcher die gegen den Abt des Klosters Vatopedi gerichtlich angeordnete Untersuchungshaft in einem am 27.12.2011 in der Zeitung To Vima publizierten Beitrag, der nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben wird.

Immobilienskandal Vatopedi – Habgier eines Mönchs

Bevor wir uns in irgendwelchen Auslassungen über die vorläufige Inhaftierung (des Abts Ephraim) ergehen, müssen wir uns zusammenfassend die Sache in Erinnerung rufen:
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Festnahmen von Steuerschuldnern in Griechenland

9. November 2011 / Aktualisiert: 24. Januar 2014 / Aufrufe: 722 5 Kommentare

Die Finanzbehörden in Griechenland gehen in letzter Zeit mit Festnahmen und Schnellgerichten massiv gegen vermeintliche Steuerschuldner vor.

Die griechischen Finanzbehörden lasen in letzter Zeit  verstärkt Geschäftsleute wegen fälliger Steuerschulden festnehmen und Schnellgerichten vorführen (siehe auch Finanzministerium in Griechenland will säumige Schuldner inhaftieren). Obwohl zwischenzeitlich wiederholt beteuert wurde, dass derartige Maßnahmen nur in wirklich berechtigten Fällen zur Anwendung kommen würden, dokumentiert das nachstehende Beispiel eher das – im übrigen von Anfang an befürchtete – Gegenteil.

Konkret wurde am 03. November 2011 in Thessaloniki der 47-jährige G. B. als rechtlich Verantwortlicher des Unternehmens „Agrimore“ mit der Beschuldigung verhaftetet, Mehrwertsteuer in Höhe von 123.000 Euro nicht regulär abgeführt zu haben. Wie auch in etlichen anderen entsprechenden Fällen wurde die Nachricht wurde natürlich prompt in der Tagespresse verbreitet, zumal derartige Meldungen derzeit besonders gut „ankommen“. Laut der am 08. November 2011 in der „Kathimerini“ publizierten Richtigstellung stellt sich die Realität allerdings schließlich ganz anders als suggeriert dar:
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