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Enorme Preissteigerungen in Griechenland auch im Juli 2010

6. September 2010 / Aufrufe: 195 Keine Kommentare

Im Juli 2010 wurden in Griechenland bei etlichen Produkten und Dienstleistungen erneut die höchsten Preissteigerungen innerhalb der EU verzeichnet.

Wie das griechische Amt für Statistik (ELSTAT) bekannt gab, stieg in Griechenland im Juli 2010 die allgemeine Teuerungsrate auf 5,5% (Juni 2010: 5,2%), obwohl die Inflationsrate im EU-Durchschnitt auf 1,7% sank (Juni 2010: 1,8%). Laut den Ergebnissen der Preisanalyse, welche die griechische Verbraucherzentrale für den Monat Juli 2010 durchführte, hat sich Griechenland hinsichtlich der Teuerungsrate bei zahlreichen Massenkonsumprodukten und Dienstleistungen erneut als EU-Champion erwiesen.

Preissteigerungsrate Juli 2010 Griechenland EU-Durchschnitt
Treibstoff + 39,6% + 25,6%
Personenbeförderung – Eisenbahn + 36,6% + 3,5%
Personenbeförderung – Straße + 17,2% + 2,2%
Transportversicherungen + 11,3% + 5,4%
Transportleistungen + 10,2% + 2,6%
Postdienste + 6,4% + 1,4%
Telekommunikation + 3,7% - 0,8%
Cafés / Hotels + 3,6% + 1,4%
Honig / Zucker / Süßwaren + 2,5% - 0,4%
Fleisch + 1,9% 0%
Brot / Getreideprodukte + 0,4% - 0.4%

Inflation in Griechenland auf neuem Höchststand

7. August 2010 / Aufrufe: 461 Keine Kommentare

Die Inflationsrate in Griechenland stieg im Juli 2010 auf fünfeinhalb Prozent und erreichte damit einen neuen Höchststand.

Infolge der ersten Welle der Steuererhöhungen kletterte in Griechenland die Inflationsrate bereits im April 2010 auf knapp 5 Prozent und steigt seitdem unaufhaltsam weiter in die Höhe. Zwar wurde im Juni 2010 im Vergleich zum Vormonat eine minimal rückläufige Entwicklung der Teuerungsrate auf 5,2 Prozent verzeichnet, im Juli 2010 erreichte dann jedoch die Preissteigerungsrate mit 5,5 Prozent wieder einen neuen Höchststand. Als primärer Grund für die enorme Teuerung gelten die erneuten Steuererhöhungen, gefolgt von den strukturellen Schwächen des inländischen Markts und der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit.

Im Vergleich zu Juni 2010 wirkte sich im Juli zwar der begonnene Sommerschlussverkauf günstig auf die Inflationsrate aus, andererseits wurde jedoch die Preissteigerung durch die Anfang Juli in Kraft getretenen erneut erhöhten Mehrwertsteuersätze, steigende Benzinpreise, die Erhebung der Mehrwertsteuer auf die Beförderungstarife der Taxi und Preiserhöhungen bei Fleisch, Molkereiprodukten, Medikamenten, Autos und Haushaltswaren weiter angeheizt.

Für den Zeitraum Juli 2009 – Juli 2010 weisen die Daten des staatlichen Statistikamts zum Teil enorme Preissteigerungen aus, die zu erheblichen Belastung der privaten Haushalte führten:

  • 39,6% bei Heizöl
  • 39,2% bei Benzin
  • 28,7% bei Kraftfahrzeugsteuern und Mautgebühren
  • 12,2% bei Schmuck und Uhren
  • 11,3% bei Transportversicherungen
  • 10,9% bei Leistungen im Bereich der Mobiltelefonie
  • 10,3% bei Autos
  • 8,1% bei Dienstleistungen im Transportwesen
  • 7,2% bei elektrischer Energie
  • 6,8% bei der stationären Behandlung in Krankenhäusern

Auf der Gegenseite wurden zwar auch Preissenkungen verzeichnet, die jedoch mit Ausnahme der Medikamente unwesentlich und in der Mehrzahl temporär oder saisonbedingt sind:

  • 12,4% bei frischem Obst
  • 1,9% bei frischem Gemüse
  • 1,4% bei audiovisuellen Geräten und Computern
  • 1,2% bei Speiseöl

Auf den Zeitraum Januar – Juli 2010 bezogen stieg im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres die Inflationsrate von 2,1% auf 3,1%. Die Troika (IWF / EU / EZ) hat ihre Schätzungen angesichts der aktuellen Entwicklungen erst neulich nach oben korrigieren müssen und geht nun für das Jahr 2010 in Griechenland von einer gemittelten Teuerungsrate in Höhe von 4,75% aus.

Enorme Preiserhöhungen und Inflationsrate in Griechenland

30. Juni 2010 / Aufrufe: 309 Keine Kommentare

Die in Griechenland ab Juli 2010 in Kraft tretenden erhöhten Sätze der Mehrwertsteuer werden eine Welle neuer Preiserhöhungen bewirken und die wirtschaftliche Rezession vertiefen.

In Marktkreisen wird erwartet, dass die ab Donnerstag, dem 01. Juli 2010 in Kraft tretenden erneut erhöhten Sätze der Mehrwertsteuer in Griechenland nebst den neuen Umsatzsteuer-Bestimmungen mit jährlich rund 3 Milliarden Euro zu Buche schlagen werden. Da allerdings schon die während der vergangenen Monate durchgesetzten Erhöhungen der Mehrwertsteuer und Verbrauchssteuern nicht etwa zu dem erhofften Anstieg des Steueraufkommens geführt, sondern einem enormen globalen Umsatzrückgang geführt haben, rechnen Insider mit einer nachhaltigen Vertiefung der wirtschaftlichen Rezession und dem weiteren Anstieg der bereits jetzt bei 5,5 Prozent liegenden Inflationsrate auf 7,5 – 8 Prozent.

Industrie und Handel erklären sich angesichts der angespannten Ertrags- und Marktlage außer Stande, die Steuererhöhungen erneut aufzufangen und werden diese somit definitiv in vollem Umfang an die Verbraucher weitergeben. Dies gilt entsprechend auch für alle Dienstleistungen, die bisher von der Umsatzsteuer ausgenommen waren und fortan mit dem vollen (23%) oder ermäßigten (11%) Satz der Mehrwertsteuer belegt werden.

Als besonders ungerecht wird der Beschluss erachtet, fortan eine Vielzahl ärztlicher und medizinischer Leistungen mit 11% Mehrwertsteuer zu belegen, zumal sich damit letztendlich die marode wirtschaftliche Lage der gesetzlichen Krankenkassen noch weiter zuspitzen wird und sowohl auf dem gesetzlichen als auch privaten Versicherungssektor mit happigen Beitragserhöhungen zu rechnen ist. Ebenfalls nicht unerhebliche und zum Teil sogar rückwirkende Erhöhungen sind bei Dienstleistungen in Bereichen wie Telekommunikation, Stromversorgung, kommunalen Unternehmen sowie Abgaben und Gebühren zu verzeichnen.

Taxi in Griechenland 11% teurer

Auf die bisher von der Umsatzsteuer ausgenommen Beförderungstarife der Taxi wird ab dem 01. Juli 2010 der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 11% erhoben. Dazu müssen ab diesem Stichtag in allen Taxi die Taximeter mit amtlich registrierten Quittungsdruckern ausgerüstet sein, während die Betreiber der Wagen fortan zur regulären Buchführung verpflichtet sind.

Tiefer in die Tasche greifen müssen wieder einmal auch die Autofahrer. Bei den Benzinpreisen ist infolge des auf 23% erhöhten regulären Mehrwertsteuersatzes mit einer Preiserhöhung von wenigstens 3 Cent pro Liter zu rechnen. Parallel steigen in fast ganz Griechenland die Mautgebühren, die allerdings abgesehen von den gesetzlichen Steuererhöhungen auch auf die jeweilige Gebührenpolitik der Betriebsgesellschaften zurückzuführen sind.

Rechtsanwälte und Notare in Griechenland 23% teurer

Zu einem enormen Preisschub führt der Beschluss der griechischen Regierung, alle  von Anwälten, Notaren, Grundbuchverwaltern usw. erbrachten und bisher von der Mehrwertsteuer völlig ausgenommenen Dienste und Leistungen fortan mit dem regulären Satz in Höhe von 23% zu besteuern. “Recht” und “Justiz” werden folglich in Griechenland immer mehr zu einer Frage des Geldes und bleiben zunehmend den Vermögenden vorbehalten.

Eine immense Teuerung wird es jedoch auch bei allen wie immer gearteten Vorgängen wie beispielsweise in Zusammenhang mit Beurkundungen, Immobilien, Vertragsabschlüssen usw. geben. Schon seit dem 23. Juni 2010 und vorerst bis zum 07. Juli 2010 befristetet bleiben aus Protest gegen – allerding nicht nur – die Steuermaßnahmen die griechischen Rechtsanwälte geschlossen ihren Aufgaben fern, was insbesondere im Bereich der Justiz zu erheblichen Problemen geführt hat.

Die griechische Regierung scheint jedenfalls die rigorose Besteuerung und auch übrigen Umbrüche um jeden Preis durchsetzen zu wollen, obwohl sich inzwischen abzeichnet, dass etliche Regelungen sowohl vor den griechischen als insbesondere auch europäischen Gerichten scheitern werden.

Inflationsrate in Griechenland bei fast fünf Prozent

9. Mai 2010 / Aufrufe: 680 Keine Kommentare

Die Preisexplosion in Griechenland führte im April 2010 zu einer Preissteigerungsrate von 4,8 Prozent und schmälert insbesondere die Kaufkraft der finanziell schwächeren Bevölkerung.

Wie in einem Bericht der griechischen Tageszeitung TO VIMA vom 08. Mai 2010 dargelegt wird, erreichte in Griechenland im April 2010 die Preissteigerungsrate im Vergleich zu April 2009 den Rekordstand von 4,8 %, lag dagegen im April 2009 im Vergleich zu April 2008 bei nur 1,0 %. Weiter wird angeführt, dass in Griechenland die jeweils im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnete Preissteigerungsrate im März 2010 mit 3,9% und im April 2010 mit 4,8 % rund dreimal höher lag als die entsprechenden Mittelwerte innerhalb der Eurozone, die für März 2010 mit 1,4 % und April 2010 mit 1,5 % ausgewiesen werden.

Der Anstieg der Inflationsrate auf ein dermaßen hohes Niveau, obendrein in einer Phase tiefer wirtschaftlicher Rezession, trifft unmittelbar die Einkommen der einkommensschwächeren Beschäftigten und Rentner. In einigen Fällen übertreffen die innerhalb nur eines Jahres (April 2009 – April 2010) verzeichneten Preiserhöhungen jede Erfahrung der vergangenen Jahre. Innerhalb von nur zwölf Monaten stiegen beispielsweise die Treibstoffpreise (Benzin / Diesel) um 50,8 %, die Preise überregionaler Eisenbahnfahrkarten um 36,6 %, die Kfz-Steuern und Mautgebühren um 28,4 %, die Beförderungstarife der Taxis um 22,4 % und die Preise für Transportversicherungen um 18 % an.

Die Teuerungsrate stieg in Griechenland allein innerhalb nur eines Monats (also im April 2010 im Vergleich zu März 2010) um 1,2 % an, und zwar hauptsächlich infolge der Erhöhung der Heizöl- und Kraftstoffpreise und der Erhöhung der Verbrauchssteuern auf Getränke und Zigaretten. Insgesamt gesehen trugen laut der griechischen Behörde für Statistik ELSTAT zu dem Anstieg der Inflationsrate im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat auf 4,8 % speziell folgende Preiserhöhungen bzw. Bereiche zu:

  • Zu 18,5 % der Bereich “Transporte”, namentlich aufgrund der Erhöhung der Kraftstoffpreise, der Kraftfahrzeugsteuer und der Mautgebühren, sowie auch der Preise für Fahrzeuge, deren Ersatzteile und Wartung und Reparatur.
  • Zu 9,8 % der Bereich “Alkoholische Getränke und Tabakprodukte”, namentlich aufgrund der Preiserhöhungen bei (nicht servierten) Getränken und Zigaretten.
  • Zu 7,3 % im Bereich “Wohnung”, namentlich aufgrund der Erhöhung der Heizölpreise, der Wohnungsmieten, der Preise für Güter und Dienstleistungen in Zusammenhang mit Reparatur und Wartung von Wohnungen / Wohnhäusern sowie der Preise für Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und elektrischen Strom.
  • Zu 4,9 % im Bereich “andere Güter und Dienstleistungen, namentlich aufgrund der Preise für Kfz-Versicherungen, der Friseure und Frisiersalons und für Produkte für die persönliche Pflege.
  • Zu 3,5 % der Bereich “Kommunikation”, namentlich aufgrund der der aus den einschlägigen Steuererhöhungen resultierenden Preiserhöhungen im Bereich der Mobiltelefonie.
  • Zu 3 % der Bereich “Bildung”, namentlich aufgrund der Erhöhung der Lehrgelder der Privatschulen, Fremdsprachenschulen, Nachhilfeschulen und Institute für berufliche Spezialisierung.
  • Zu 3 % der Bereich “Hotels – Cafés – Restaurants”, namentlich aufgrund der Erhöhung der Preise (und Steuern) für Erfrischungsgetränke, Kaffee, Alkoholika und Bewirtung außer Hauses.
  • Zu 2,8 % der Bereich “Bekleidung und Schuhe”, aufgrund allgemeiner Preiserhöhungen bei diesen Produkten.
  • Zu 1,3 % der Bereich “Langzeitgüter – Haushaltsartikel und Dienstleistungen”.
  • Zu 0,7 % der Bereich “Erholung – kulturelle Aktivitäten.

Ergänzend sei angemerkt, dass der seit April 2009 für internationale Vergleiche zur Anwendung kommende “harmonisierte Verbraucherpreisindex” in Griechenland während der Vergleichszeiträume April 2009 – April 2010 um 4,7 % und März 2010 – April 2010 um 1,2 % anstieg.

Griechenland an erster Stelle bei Teuerungsrate in Eurozone

30. Dezember 2009 / Aufrufe: 91 Keine Kommentare

Wie aus den von der Griechischen Verbraucherzentrale ausgewerteten Daten hervorgeht, liegt Griechenland innerhalb der Eurozone nach wie vor an der Spitze bei den Preiserhöhungen zahlreicher Produkte des Massenkonsums:

  • Griechenland weist mit 2,1 % die höchste Inflationsrate im Raum der EU auf, bei einem EU-Durchschnitt von 0,5 %.
  • Griechenland liegt bei Bekleidungsartikeln mit einer Teuerungsrate an der Spitze, Belgien folgt mit 0,9 % auf dem zweiten Platz, der EU-Durchschnitt liegt bei 0 %.
  • Griechenland liegt bei Schuhwerk mit einer Teuerungsrate von 2,8 % an der Spitze, gefolgt von Österreich mit 2,7 %, während der EU-Durchschnitt bei 0,7 % liegt.
  • Griechenland liegt bei Reparaturen von Haushaltsgeräten mit einer Teuerungsrate von 4,8 % auf dem ersten Platz, Spanien mit 4 % auf dem zweiten Platz, der EU-Durchschnitt liegt bei 2 %.
  • Griechenland liegt bei Dienstleistungen für Reparatur- und Wartungsarbeiten an Wohnungen mit einer Teuerungsrate von 4 % an der Spitze, Zypern mit 3,5 % auf dem zweiten Platz, der EU-Durchschnitt liegt bei 1,7 %.
  • Griechenland liegt bei Eisenbahnfahrpreisen mit einer Teuerungsrate von 36,5 % an der Spitze, auf dem zweiten Platz folgt Irland mit 8,3 %, der EU-Durchschnitt liegt bei 4,1 %.
  • Griechenland liegt bei den straßengebundenen Personenbeförderungsmitteln mit einer Teuerungsrate von 19,7 % an der Spitze, während Malta mit 5,2 % auf dem zweiten Platz folgt und der EU-Durchschnitt bei 3,2 % liegt.

Griechenland an erster Stelle bei Teuerung in Eurozone

26. Oktober 2009 / Aufrufe: 55 1 Kommentar

Gemäß den Daten der EUROSTAT und konkret dem Verbraucherpreisindex hat sich Griechenland als Spitzenreiter bei der Teuerung innerhalb der Eurozone erwiesen. Wie gemeldet wird, sind Grundbedarfs- und Massenkonsumgüter im Vergleich zu September 2008 um etwa 2,5% teurer geworden. Bei Lebensmitteln betrug die Teuerungsrate 1,4% (zweitteuerstes Land nach Malta), bei Bekleidung und Schuhen sogar 2,9% (erstes Land unter den Staaten der Eurozone).

Was die Inflationsrate betrifft, sank diese in Griechenland zwar auf das Niveau von 0,7%, bleibt jedoch die höchste innerhalb der Eurozone, da sich hier der Mittelwert auf dem Niveau von minus 0,3% bewegt. Angesichts der Tatsache, dass die Einkommenserhöhungen der Konsumenten 2009 praktisch bei Null lagen, verringert sich ihre Kaufkraft noch mehr und die in Rede stehenden Massenkonsumgüter werden noch teurer.