20. November 2009 / Aufrufe: 79
Die Frequenz der Neuinfektionen mit der Schweinegrippe hat sich in Griechenland innerhalb nur einer Woche um 300% erhöht. Auf Intensivstationen werden 14 Personen behandelt, von denen die Hälfte zusätzlich auch unter anderen ernsthaften Erkrankungen leidet.
Gemäß dem letzten Bericht des griechischen Zentrums für Krankheitskontrolle und Vorbeugung (KEELPNO) wurden in der Woche bis zum 15. November 2009 von den speziellen Labors 975 neue Infektionen mit der Schweinegrippe bestätigt, während in der Vorwoche 332 neue Fälle gemeldet worden waren. Außerdem erweisen sich inzwischen mehr als die Hälfte aller zur Untersuchung auf den Virus H1N1 in die Labors geschickten Abstriche als positiv.
Seit Beginn der Beobachtung der Pandemie belaufen sich die Infektionen mit der Schweinegrippe in Griechenland bis heute auf weit über 4.000 bestätigte Fälle, von denen etwa die Hälfte aus dem Großraum Attika gemeldet wurde. Während der vergangenen Tage war allerdings ein erheblicher Anstieg der Neuinfektionen auch in solchen Gebieten Griechenlands zu verzeichnen, in welchen Erkrankungen an der Neuen Grippe bisher eher selten auftraten.
Angesichts der progressiven Ausbreitung der Schweinegrippe insbesondere auch an den Schulen wurde inzwischen das Verfahren zur vorübergehenden Schließung von Schulklassen oder ganzer Schulzweige vereinfacht, um zukünftig flexibler auf sich abzeichnende neue Ansteckungsherde reagieren zu können.
Massenimpfung gegen Schweinegrippe geht in die 2. Phase
Die Teilnahme an der angelaufenen Aktion zur Massenimpfung gegen die neue Grippe blieb bisher weit hinter den gehegten Erwartungen zurück. Derzeit bezieht sich das Programm primär auf die Impfung der etwa 100.000 Beschäftigten im Gesundheitswesen, von denen sich während der ersten drei Tagen ab dem beginn der Impfaktion rund 6.300 Personen impfen ließen. Ab Montag (23. November 2009) wird die zweite Phase der Massenimpfung anlaufen, womit sich dann auch alle den diversen übrigen Risikogruppen angehörende Personen impfen lassen können.
17. November 2009 / Aufrufe: 34
Obwohl die Neuinfektionen mit dem Virus der Schweinegrippe in Griechenland ständig zunehmen und die Erkrankungen inzwischen in etlichen Fällen tödlich verliefen, ist die Teilnahme an der angelaufenen Massenimpfung gegen die neue Grippe bisher minimal. Nachdem die Infektionen insbesondere auch an den Schulen übermäßig zunehmen, wird inzwischen in Betracht gezogen, den Beginn der üblichen Weihnachtsferien um ein oder zwei Wochen vorzuziehen und die Schulen früher zu schließen.
Das Programm der öffentlichen Massenimpfung gegen die Schweinegrippe ist in Griechenland am 16. November 2009 angelaufen und sieht vorrangig die Impfung des Personals im Gesundheitswesen vor. Die Mehrzahl der Ärzte und Krankenpfleger scheint sich jedoch gegen eine Impfung entschieden zu haben. Im Krankenhaus “Evangelismos”, welches mit 3.000 Beschäftigten das größte Krankenhaus in Attika ist, ließen sich bisher gerade einmal 60 Ärzte und Pflegekräfte gegen den Virus H1N1 impfen. In zahlreichen Krankenhäusern in ganz Griechenland fiel die Beteiligung an der Massenimpfung ähnlich oder noch niedriger aus und lag in einigen Einrichtungen sogar bei Null.
Das Misstrauen hinsichtlich der Sicherheit der Impfung und die Furcht vor möglichen Nebenwirkungen wurden sowohl unter den Ärzten und Pflegern wie allgemein auch in der Bevölkerung zusätzlich durch die kritischen Stellungsnahmen maßgeblicher Personen verstärkt. So äußerte beispielsweise Stratis Plomaritis, Vorsitzender des Gremiums für die Grippe-Pandemie des Krankenhauses “Agios Pavlos”, öffentlich ernsthafte Bedenken gegen die Schutzimpfung und legte den Vorsitz des Gremiums nieder.
Die Verantwortlichen für die Durchführung der Massenimpfung gegen die Schweinegrippe zeigen sich jedoch zuversichtlich und hoffen, dass die Teilnahme der Ärzte und des Pflegepersonals in den nächsten Tagen zunehmen wird. Dazu beitragen könnte der Umstand, dass inzwischen auch in Griechenland etliche Todesfälle verzeichnet wurden und immer wieder Personen mit schweren Symptomen in die zum Teil bereits hoffnungslos überlasteten Intensivstationen der Krankenhäuser eingewiesen werden müssen.
9. November 2009 / Aufrufe: 59

Fofi Genimata (links) und
Mariliza Xenogiannakopoulou (rechts)
Ab dem 16. November 2009 läuft in Griechenland schrittweise das Programm zur Massenimpfung gegen die Schweinegrippe an. Das griechische Gesundheitsministeriums richtete erneut einen Appell an die Bevölkerung, sich gegen die Neue Grippe impfen zu lassen.
Die Impfung ist freiwillig, jedoch wird sowohl seitens des Gesundheitsministeriums als auch von zahlreichen Wissenschaftlern die Notwendigkeit der Impfung im Interesse der Allgemeinheit und zur Eindämmung der Neuen Grippe betont. Nach dem derzeitigen Stand der Dinge soll die Impfung gegen die Schweinegrippe gemäß dem folgenden Zeitplan anlaufen:
- Ab dem 16. November beginnt die Impfung in den Krankenhäusern und Erste-Hilfe-Zentren (EKAB) für Krankenpfleger, Ärzte und allgemein im Gesundheitswesen tätige Personen.
- Ab dem 23. November beginnt in den Krankenhäusern, Gesundheitszentren und Impfzentren die Impfung von Personen, welche den besonderen Risikogruppen zugerechnet werden.
- Ab dem 01. Dezember sind alle gesunden Volljährigen im Alter von 18 – 49 Jahren zur Impfung aufgerufen.
- Ab dem 17. Dezember soll die Impfung der Kinder und Jugendlichen im Alter von 4 – 17 Jahren sowie aller gesunden Personen im Alter ab 50 Jahren anlaufen.
Sowohl die Gesundheitsministerin Mariliza Xenogiannakopoulou als auch die Staatssekretärin Fofi Gennimata forderten Ärzte und Pflegepersonal auf, sich auf jeden Fall impfen zu lassen und somit auch dazu beizutragen, dass Misstrauen der Bevölkerung bezüglich der Sicherheit und eventueller Nebenwirkungen der Impfung zu zerstreuen.
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