Archiv

Artikel Tagged ‘immobilienpreis’

Warum die Wohnungspreise in Griechenland weiter sinken

20. Mai 2015 / Aufrufe: 1.992 Keine Kommentare

Der kontinuierliche Rückgang der Preise für Eigentumswohnungen in Griechenland setzte sich auch im ersten Quartal 2015 fort.

Die Analysten der Eurobank führen den Rückgang der Wohnungspreise in Griechenland auf das erhöhte Angebot, die in den letzten Jahren verzeichnete zusätzliche Besteuerung und das Absinken des Finanzierungsniveaus der Haushalte zurück.

Wie in dem wöchentlichen Wirtschaftsreport „7 Tage Wirtschaft“ der Bank berichtet wird, gestaltete sich im ersten Quartal 2015 der jährliche Rhythmus der Änderung der Wohnungspreise auf -3,25%. Seit dem ersten Quartal 2008 bis einschließlich zum ersten Quartal des gegenwärtigen Jahres erreicht der Rückgang 38,26%.

„Betongold“ stellte ein signifikantes Mittel der Wertanlage dar

Die Analysten der Eurobank vertreten, die konkrete Änderung in Kombination mit dem hohen Anteil der Eigennutzung in Griechenland führe zu einem Rückgang der Nachfrage nach Konsumgütern (negatives Reichtums-Entwicklung) und habe daher eine negative Auswirkung auf die allgemeine Wirtschaftsaktivität. „Das Sinken der Wohnungspreise kann auf das erhöhte Angebot des in Rede stehenden Kapitalguts, die in den letzten Jahren verzeichnete zusätzliche Besteuerung und das Absinken des Finanzierungsniveaus der Haushalte zurückgeführt werden“, lautet es in dem Report.

Die Eurobank betont, dass nach dem Beitritt des Landes zur Wirtschaft- und Währungsunion (WWU) im Januar 2001 die neuen finanzwirtschaftlichen Gegebenheiten zu einem signifikanten Rückgang der realen Zinssätze führte. In der Periode 1992 – 2000 lag der durchschnittliche reale langfristige Zinssatz in einer Größenordnung von 5,66% und in der Periode 2001 – 2009 gestaltete sich die entsprechende Größe auf 1,31%.

Diese Veränderung hatte den Anstieg des Niveaus der Finanzierung der Privatleute (und der Unternehmen) und daher die Stärkung der Nachfrage sowohl nach Konsum- als auch Kapitalgütern, also (Eigentums-) Wohnungen, Häusern usw. zum Resultat. Spezieller auf dem Wohnungssektor wurde in der Periode ab dem ersten Quartal 2006 bis zum dritten Quartal 2008 ein Anstieg des Preisniveaus um 13,58% verzeichnet. „In allgemeinen Linien können wir behaupten, dass die Wohnungen – Häuser ein signifikantes Mittel zur „Lagerung“ des Reichtums (store of value, Wertanlage) der griechischen Haushalte während der Dauer des ersten Jahrzehnts nach dem Beitritt des Landes zur WWU darstellten„, vertreten die Analysten der Bank.

Gegenläufige Tendenzen herrschten, als die Schrumpfung des Niveaus der Finanzierung der Privatleute begann. Seit Juni 2010 bis einschließlich März 2015 wurde ein Rückgang der Größenordnung von 19,37% verzeichnet. Laut der Eurobank hatte diese Entwicklung – parallel zu dem Rückgang des gegenwärtigen Wertes der erwarteten verfügbaren Einkommen (negative Reichtums-Entwicklung) – den Rückgang der Nachfrage und das damit einhergehende Sinken des Niveaus der Wohnungspreise zum Ergebnis.

(Quelle: dimokratianews.gr)

Relevante Beiträge:

Eigennutzung stützt Haushalte im Griechenland der Krise

15. September 2014 / Aufrufe: 754 Keine Kommentare

Die Nutzung im Eigenbesitz befindlichen Wohneigentums war für die Haushalte in Griechenland in den Jahren der Krise eine signifikante Stütze.

Während der Epoche der „fetten Kühe“, in der die Banken großzügig Kredite gewährten, schoss die Anzahl der selbstgenutzten Wohnungen in die Höhe. Laut den von den Analytikern der Alpha Bank ausgewerteten Daten der ELSTAT kamen in der Periode 2001 – 2011 zu dem bis damals existierenden Bestand 895.700 Wohnungen hinzu, während die Anzahl der selbst genutzten (Erst- und Zweit-) Wohnungen um 393.600 Einheiten zunahm.

Der große Anteil der Eigennutzung, aber auch die Tatsache, dass die Mehrheit der Eigentümer keinen Baukredit abzahlt (also ihre Wohnung schuldenfrei ist), stützte im selben Moment die Haushalte im Zenith der Krise.
Gesamten Artikel lesen »

Warum die Immobilienpreise in Griechenland weiter sinken werden

4. Mai 2014 / Aufrufe: 1.506 Keine Kommentare

Der stellvertretende Ehrenvorsitzende der RICS Hellas rechnet mit einem weiteren Rückgang der Immobilienpreise in Griechenland.

Die Preise der Immobilien, hauptsächlich der Wohnungen, werden einen weiteren Rückgang zeigen, da die griechische Wirtschaft in dem kommenden Zeitraum mit zwei neuen Krisenrunden konfrontiert sehen wird. Diese Einschätzung brachte auf einer Veranstaltung der griechischen Abteilung des Königlichen Instituts Vereidigter Sachverständiger (RICS) mit Thema die Wirtschaft und die Immobilien der stellvertretende Ehrenvorsitzende der Europäischen Investitionsbank, Panagiotis Gennimats zum Ausdruck.

Herr Gennimatas prognostizierte, es werde erwartet, dass die Immobilienpreise in den kommenden Jahren weiter um bis zu 30% sinken werden, weil die Front mit den Banken und dem Versicherungssystem nicht beigelegt ist. Wie er anführte, war der bisherige Rückgang der Preise nicht der erwartete, wobei eine große Anzahl von Eigentümern nicht zum Verkauf schreitet, während der Markt noch nicht auf seinem Tiefpunkt angekommen ist.
Gesamten Artikel lesen »

Der Große Ausverkauf – Aktuelle Immobilienpreise in Griechenland

30. April 2014 / Aufrufe: 8.231 6 Kommentare

Infolge der Krise werden in Griechenland in vielen Gebieten inzwischen Altbauwohnungen zu Spottpreisen von sogar unter 300 Euro pro qm verkauft.

In Griechenland werden Altbauwohnungen in verschiedenen Gebieten Attikas sowie auch in Thessaloniki und anderen großen Städten inzwischen zu Spottpreisen verkauft. Aber auch die Neubauwohnungen sind unter den Hammer gekommen und werden im Vergleich zu den Niveaus vor der Krise um sogar bis über die Hälfte billiger angeboten.

Die wirklich großen Gelegenheiten finden sich jedoch bei Eigentumswohnungen, die 30 Jahre und älter sind und mittels gewisser Renovierungsarbeiten in kleine „Paläste“ umgewandelt werden können. Wohnungen, die bereits für ab 270 €/m² (beispielsweise in den Bezirken Sykies und Meteora in Thessaloniki) oder 300 €/m² (in Kalamata auf der Peloponnes) verkauft werden, gelten als Schnäppchen, weil für Wohnungen mit 100 m² weniger als 30.000 Euro ausgegeben zu werden brauchen und sie mit einem Betrag in der Größenordnung von 10.000 – 20.000 Euro renoviert werden können.
Gesamten Artikel lesen »

Klagewelle gegen utopische Immobilien-Einheitswerte in Griechenland

29. April 2014 / Aufrufe: 1.066 2 Kommentare

Vor den Gerichten in Griechenland schwelt eine juristische Bombe für den einheimischen Immobilienmarkt und die völlig irrealen Einheitswerte.

Vor verschiedenen griechischen Gerichten befindet sich eine Welle von Klagen in Entwicklung, die darauf abzielen, die (im Vergleich zu den Marktpreisen) aufgeblähten Immobilien-Einheitswerte im ganzen Land zu senken.

Gleichzeitig wird mit anderen Klagen angestrebt, die überdimensionale Immobilienbesteuerung in den letzten Jahren (soweit sie sich auf die „aufgeblähten“ Einheitswerte gestützt war) als verfassungswidrig annullieren zu lassen, während parallel gefordert wird, auch die Einheitliche Immobilienbesitzsteuer (ENFIA) nebst der Besteuerung des Immobilien-Wertzuwachses für verfassungswidrig zu erklären.
Gesamten Artikel lesen »

Wie lange werden die Wohnungspreise in Griechenland noch fallen?

13. März 2014 / Aufrufe: 1.895 1 Kommentar

Laut den beiden Szenarien einer Studie der Eurobank werden sich in Griechenland die Wohnungspreise ab Anfang 2015 oder ab Anfang 2016 zu erholen beginnen.

Die Eurobank untersucht zwei Szenarien über den weiteren Fall, den die Preise auf dem inländischen Immobilienmarkt verzeichnen werden. Auf Basis des ersten wird ein Aufschwung der Preise ab Anfang 2015 eintreten. Das zweite sieht einen Preisanstieg ab 2016 vor.

Laut zwei untersuchten makro-ökonomischen Szenarien rechnet die Eurobank im Greece Macro Monitor mit einem Spielraum für einen weiteren Rückgang des durchschnittlichen Niveaus der Preise auf dem inländischen Wohnungsmarkt um 6% bis 12% und einer allmählichen Erholung ab Anfang 2015 oder Anfang 2016.
Gesamten Artikel lesen »

Griechenland: Penthäuser zum Preis eines Kleinwagens

30. Dezember 2013 / Aktualisiert: 23. Januar 2016 / Aufrufe: 5.013 2 Kommentare

Wirtschaftskrise und Überbesteuerung der Immobilien in Griechenland führen auch in Thessaloniki zur Gestaltung neuer Gegebenheiten auf dem lokalen Immobilienmarkt.

Penthäuser zum Preis … eines Kleinwagens. Eigentumswohnung mit 55 Quadratmetern für 8.000 Euro. Geschäftslokal mit 600 qm, in dem der Mieter dem Vermieter keine Miete (oder bestenfalls einen minimalen Betrag) zahlt und nur die Ausgaben für die Immobilie (Steuern, Umlagen, Wartung usw.) übernimmt oder einen Prozentsatz auf die Gewinne seines Unternehmens entrichtet.

All dies mag sich übertrieben anhören, stellt jedoch reale Fälle für den Immobilienmarkt in Thessaloniki dar, auf dem sich – auch wegen der wirtschaftlichen Krise – neue Gegebenheiten gestalten. Bisher mag es sich um Einzelfälle handeln, jedoch mit der Tendenz zu einer immer weiteren Verbreitung.
Gesamten Artikel lesen »

Wohnungen für 10000 Euro in Griechenland

25. Juli 2013 / Aufrufe: 6.445 5 Kommentare

In Griechenland werden Altbau-Wohnungen in Notverkäufen inzwischen zu Preisen in Größenordnungen von ein bis zwei Jahresmieten zum Verkauf angeboten.

Die anhaltende wirtschaftliche Krise in Griechenland führt zu einer völligen Entwertung des privaten Immobilienvermögens. Der dramatische Rückgang der Immobilienpreise hat – hauptsächlich bei den Altbauwohnungen – solche Niveaus erreicht, dass die Ersparnisse der Griechen praktisch zu einem großen Teil verloren gegangen sind.

Die Situation auf dem griechischen Immobilienmarkt hat sich so gestaltet, dass es heute hunderte Verkaufsangebote zu Preisen von sogar auch unter … 100 Euro pro Quadratmeter gibt. Und es handelt sich nicht etwa um „Ruinen“, die einer umfangreichen Renovierung bedürfen, sondern um 30 – 40 Jahre alte Wohnungen, die umgehend bezogen werden können.
Gesamten Artikel lesen »

Zeitbombe für Immobilienmarkt in Griechenland

26. Juni 2013 / Aufrufe: 6.703 5 Kommentare

Die anstehende Aufhebung des Versteigerungsschutzes für Hauptwohnung in Griechenland stellt eine Zeitbombe für den Immobilienmarkt und die Wirtschaft dar.

Eine tickende Zeitbombe 400.000 unverkaufter Wohnungen droht den Immobilienmarkt, das Bauwesen, aber auch das Vermögen hunderttausender Immobilieneigentümer in die Luft zu jagen. Zu dem Bestand der 250.000 Wohnungen, die in den letzten fünf Jahren zum Verkauf ausgeschrieben worden sind, werden mit der Aufhebung des Versteigerungsverbots vermutlich weitere 150.000 Wohnungen hinzukommen. Wie Marktexperten veranschlagen, werden etwa 150.000 Eigentümer ihre Wohnungen verlieren, wenn ab dem 01 Januar 2014 die Pfändungen und Versteigerungen beginnen.

Falls die unheilvollen Prognosen sich bestätigen, wird der Markt von „billigen“ Immobilien überschwemmt und die Preise gewaltsam mitgerissen werden. Das Ergebnis wird der Eintritt einer abrupten Entwertung des Immobilienvermögens aller Griechen sein, da tausende Wohnungen buchstäblich unter den Hammer kommen werden, und zwar zu sehr viel niedrigen als den heutigen Preisen, zu denen wiederum anzumerken ist, dass sie im Durchschnitt 20% – 30% unter dem Niveau vor der Krise liegen.
Gesamten Artikel lesen »

Immobilienmarkt in Griechenland im Niedergang

14. Mai 2013 / Aktualisiert: 22. Juli 2013 / Aufrufe: 1.562 7 Kommentare

Die Daten der Griechischen Bank für das erste Quartal 2013 dokumentieren einen weiteren Niedergang des Immobilienmarkts in Griechenland.

Wie aus den Daten der Griechischen Bank hervorgeht, die in der vergangenen Woche (09 Mai 2013) an die Öffentlichkeit gegeben wurden, setzt sich der signifikante Rückgang des Kaufinteresses für Immobilien auch 2013 fort. Laut den in Rede stehenden Daten wurden im ersten Quartal des Jahres 2013 gerade einmal fünftausend Immobilientransaktionen realisiert, gegenüber zehntausend, die im letzten Quartal 2012 erfolgt waren.

Das fehlende Kaufinteresse und die auf dem Immobilienmarkt beobachtete allgemeine Flaute reflektiert sich auch in dem drastischen Rückgang der Transaktionen oder Schätzungen, die unter Vermittlung der Banken stattfanden. Die Anzahl dieser Vorgänge sank demnach im ersten Quartal 2013 auf 5.000, gegenüber 10.500 im letzten Quartal des Jahres 2012. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete die Anzahl der Transaktionen einen Rückgang um 24,5%. Damit einhergehend war der Wert der Immobilien, auf die sich die Schätzungen bezogen, im ersten Quartal 2013 um 34,6% geringer als im Vorjahr.
Gesamten Artikel lesen »