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Artikel Tagged ‘immigration’

Als die Griechen selbst die Einwanderer waren …

29. Dezember 2015 / Aktualisiert: 30. Dezember 2015 / Aufrufe: 2.461 3 Kommentare

Die erste große Auswanderungswelle erlebte Griechenland bereits im 19 Jahrhundert und die Wirtschaftskrise hat erneut hunderttausende Griechen ins Ausland getrieben.

Die wirtschaftliche Krise riss wieder die alte „Wunde“ der Emigration auf. In dem Zeitraum 2009 – 2013 verließen schätzungsweise über 230.000 Griechen – in ihrer Mehrheit junge Leute mit Studienabschlüssen – das Land auf der Suche nach einer besseren Zukunft in Ländern Mitteleuropas und hauptsächlich in Deutschland.

Das Problem des demographischen „Aderlasses“ ist für die Gesellschaft Griechenlands nicht neu. Die erste große „Welle“ griechischer Auswanderer wurde bereits gegen Mitte des 19 Jahrhunderts verzeichnet, wobei Amerika den größten „Pol der Anziehung“ darstellte.
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2015 kamen bisher über 200000 Immigranten nach Griechenland

28. August 2015 / Aufrufe: 650 Keine Kommentare

Die Anzahl der seit Januar bis Ende August 2015 illegal in Griechenland eingetroffenen Flüchtlinge und Immigranten ist mittlerweile auf über 200000 gestiegen.

In Griechenland trafen 2015 bisher (sprich seit Anfang des Jahres bis Ende August) über 200.000 Immigranten und Flüchtlinge ein, davon 100.000 allein in den beiden letzten Monaten. Diese Zahlen gab der stellvertretende Minister für Handelsschifffahrt, Thodoris Dritsas, zu dem Vorstand des Zentralverbands der Kommunen Griechenlands sprechend bekannt, wo er sich einfand um die lokale Selbstverwaltung über das Immigrationsthema zu informieren.

Herr Dritsas betonte, dass von den Einheiten der Hafenpolizei in den letzten acht Monaten 60.000 Flüchtlinge und Immigranten gerettet wurden und es in den griechischen Hoheitsgewässern keinen einzigen Ertrinkungstod eines Immigranten oder Flüchtlings gab.
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Totales Flüchtlings-Chaos auf Inseln in Griechenland

10. August 2015 / Aufrufe: 7.370 8 Kommentare

Laut der FRONTEX trafen auf den Inseln Griechenlands allein im Juli 2015 über 50000 Immigranten ein, während von Seite der UN von einem totalen Chaos gesprochen wird.

Das Flüchtlingskommissariat der UN fordert Griechenland auf, das „totale Chaos“ auf den Inseln, auf denen tausende illegale Immigranten an Land gingen, unter Kontrolle zu bringen, aber auch die Länder der EU, „mehr zu tun um die Last zu verteilen, die Griechenland auf sich nimmt, wo allein im Juli 50.000 Flüchtlinge eintrafen„.

Wie der Leiter des Kommissariats für Europa, Vincent Kostel – der die griechischen Ägäis-Inseln Lesbos, Kos und Chios besuchte – erklärte, „ist die Lage in Bezug auf Trinkwasser, medizinische Versorgung, Lebensmittelhilfe völlig unzureichend. Auf den meisten Inseln besteht keine Möglichkeit zur Aufnahme, die Menschen schlafen nicht einmal unter irgendeinem Dach„.
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Griechenlands Verteidigungsminister warnt vor Dschihadisten

8. April 2015 / Aufrufe: 1.420 6 Kommentare

Der griechische Verteidigungsminister warnt, Europa könnte von Dschihadisten überflutet werden, wenn das Bullying gegen Griechenland weitergeht.

Griechenlands Verteidigungsminister Panos Kammenos äußerte gegenüber der Times: „Wenn Griechenland der Eurozone verwiesen wird, wird das Herz Europas sich mit Extremisten füllen.

Der griechische EU-Kommissar für Migration, Dimitris Avramopoulos, gab dagegen zu verstehen, das Immigranten-Problem dürfe nicht mit den laufenden wirtschaftlichen Verhandlungen in Verbindung gebracht werden.
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Schickte Griechenland Syrer nach Deutschland?

27. Februar 2015 / Aufrufe: 1.507 8 Kommentare

Laut einer Reportage der Londoner Times soll Griechenland syrischen Flüchtlingen die Weiterreise nach Deutschland ermöglicht und damit Berlin erzürnt haben.

Berlin soll angeblich Antworten von Athen verlangen und die vorherige griechische Regierung beschuldigen, syrischen Flüchtlingen offizielle Aufenthaltsgenehmigungen und Reisepapiere ausgestellt zu haben, mit denen sie dann in Deutschland Asyl beantragen konnten.

Wie die Londoner „Times“ in einer Reportage mit Titel „Wut, weil Griechenland seine Migranten nach Deutschland schickt“ enthüllt, gab es im vergangenen Dezember eine geheime Vereinbarung zwischen der Regierung Samaras und einer Gruppe syrischer Flüchtlinge.
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Griechenland sollte 500000 Immigranten nach Europa schicken

23. Februar 2015 / Aufrufe: 6.565 4 Kommentare

Der stellvertretende Minister für Bürgerschutz in Griechenland erklärte, er persönlich würde Schengen brechen und eine halbe Million Immigranten nach Europa schicken.

Vermögen wir das Thema Dublin 2, 3, 4, 5 zu lösen oder sollen wir Schengen brechen? Ich würde Schengen brechen, aber, um nicht missverstanden zu werden, ich spreche als Giannis Panousis. Da Europa uns nicht unterstützen will und uns einfach nur Geld zahlt, damit wir alle gesellschaftlichen und sonstigen Folgen von Kriegen und Bürgerkriegen auf uns nehmen, an denen wir keine Schuld tragen, müssen wir diese Ströme untereinander verteilen.

Wenn Europa das nicht will, würde ich die Grenzen öffnen, damit sich 500.000 Immigranten in andere Länder begeben und wir sehen, wie sehr Europa sich diesbezüglich sensibilisieren wird„, äußerte der stellvertretende Minister für Bürgerschutz, Herr Panousis.
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Griechenland umwirbt qualitative Immigranten

2. Februar 2014 / Aktualisiert: 25. März 2015 / Aufrufe: 851 2 Kommentare

Mit einer Werbekampagne in ausländischen Wirtschaftsmagazinen werden qualifizierte junge Leute aufgerufen, das Abenteuer der Arbeitslosigkeit in Griechenland zu erleben.

Der griechische Minister für öffentliche Ordnung, Nikos Dendias, beginnt eine Werbekampagne in Ländern der entwickelten Welt, um „qualitative“ Immigranten, sprich junge Leute mit einem höheren Bildungs- und Wirtschaftsniveau zu akquirieren und davon zu überzeugen, illegal nach Griechenland zu kommen.

Lebe Deine Illegale Immigration in Griechenland
Als König Ludwig gekleidet präsentiert Ordnungsminister Nikos Dendias den Journalisten die Plakate der neuen dynamischen Kampagne.


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Immigrationsbombe in Griechenland

21. August 2013 / Aufrufe: 3.676 7 Kommentare

Das Problem der illegalen Immigranten in Griechenland wird immer explosiver, während die Immigranten-Lager sich zu wahren Pulvermagazinen entwickeln.

Die … „Modernisierung“ stellte schon immer eine der Schwächen der griechischen Politik und Gesellschaft dar. Daher auch die Phrase, die vor einigen Jahren in den Anekdoten einen vollen Erfolg verbuchte: „Synchronisieren wir uns etwas, weil … es nicht gut für uns aussieht.“

Zum Pech für Antonis Samaras ereigneten sich die ernsthaften Zwischenfälle im Immigranten-Lager in Amygdaleza 48 Stunden nach seiner „feierlichen“ Begegnung mit Barack Obama. Somit ging für den griechischen Premierminister eine erstklassige Gelegenheit verloren, den amerikanischen Präsidenten nach den Gründen zu fragen, die ihn dazu trieben, die Legalisierung 11 Millionen illegal in den USA lebender Immigranten zu forcieren.

Ein Akt mit einem hohen politischen Risiko, der einer Menge Reaktionen von Seite des harten Kerns der Republikaner begegnet sein mag, jedoch im Senat dennoch mit überwältigender Mehrheit (68 Ja- gegenüber 32 Nein-Stimmen) angenommen wurde, und es wird damit gerechnet, dass er zu einem weiteren Aufschwung der amerikanischen Wirtschaft beitragen wird.
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Griechenland erschwert Erwerb der Staatsbürgerschaft

24. Januar 2013 / Aktualisiert: 20. November 2013 / Aufrufe: 2.004 1 Kommentar

Griechenland will den Erwerb der griechischen Staatsangehörigkeit erschweren und im Gegenzug die Vergabe von Langzeitaufenthaltsgenehmigungen lockern.

Mit einer Gesetzesvorlage, die bald an die Öffentlichkeit gebracht werden wird, schreitet das griechische Innenministerium zur Verschärfung der Voraussetzungen für die Verleihung der griechischen Staatsangehörigkeit an Ausländer – mit Gegengewicht die Erleichterung der Verfahren, die für den Erhalt einer Langzeitaufenthaltsgenehmigung erforderlich sind.

Wie der stellvertretende Innenminister Charis Athanasiou auf dem Kongress mit Thema „Der schwebende Gang der Einwanderungspolitik im Griechenland der Krise“, der von der Europäischen Gruppe für Öffentliches Recht (EPLO) in der Industrie- und Handelskammer Athen organisiert wurde, in seinem Vortrag betonte, wird das neue Gesetz alle Themen bezüglich der Verleihung der Staatsangehörigkeit, aber auch der langzeitansässigen Immigranten regeln, damit die Verfahren beschleunigt werden und die Angelegenheiten sich nicht bei den lokalen Behörden ansammeln.
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Fremde in der selben Stadt

19. Juli 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 289 Keine Kommentare

Autorin: Kate Kazanti (Κατέ Καζάντη)

Ja, in den Städten wohnten und bewegten sich die Fremden in der gesamten Geschichte immer nahe beieinander. Die selbe Angst der Andersartigkeit quält die Neuankömmlinge eben so wie auch die Einheimischen. Auf diese Weise entstehen die Gettos.

Auch wenn die Stadtbezirke Panteleimonas oder Kypseli eine schlechte Kopie eines Astoria afrikanischen Typs darstellen, in einem – dem Wichtigsten – unterscheidet sich unser multikulturelles Athen von New York: es ist bettelarm. Und weil abgesehen von der bewussten Angst vor der Kriminalität der unbewusste Schrecken vor der Unsicherheit plausible Auswege sucht, hassen wir den Fremdling sogar auch wenn er nicht kriminell ist. Sein Verhalten ist eins von den Dingen, die nicht vorhersehbar sind, weil der Fremde der unbekannten Konstanten ähnelt, die jede Gleichung unlösbar macht. „Wenn eine ausgewählte Kategorie von Ausländern aus ihren Häusern und Geschäften vertrieben wird, wird das Gespenst der Unsicherheit für kurze Zeit beschworen, das Abbild des fürchterlichen Ungeheuers der Unsicherheit wird zeremoniell verbrannt„, schreibt Sigmund Baumann. Aber das Ungeheuer selbst hat natürlich nicht sein letztes Wort gesprochen.

Die Getto-Wohnbezirke im Zentrum Athens trennt von den Nachbarbezirken ein imaginärer Zaun, der mittels der Abwesenheit der Kleingruppen all jener sichtbar wird, die eine nationale oder farbliche Dissonanz darstellen. Mehr als vierzig Afrikaner spielten um Mitternacht auf dem Kypselis-Platz Fußball, ein in anderen Nachbarschaften seltenes außergewöhnliches Schauspiel. Eine Szene wie im Film, friedlich, jedoch weiter unten werden ohne Ende Kleindiebstähle begangen. Wer kann die Sicherheit all jener, Griechen und Ausländer, garantieren, welche dieser bedürfen?

Zu einer Stunde, wo laut Galbraith die zufriedene Mehrheit der Überflussgesellschaft dramatisch zu einer immer kleineren Minderheit schrumpft, scheint sich die Sicherheit des Bürgers zusammen mit dem sogenannten Migrationsthema nicht in guten Händen befinden. Die Konzentration von Polizeikräften neben Bankfilialen, wenn etwas weiter der Drogenhandel floriert, die miese Beleuchtung, die Gleichgültigkeit und Nachlässigkeit, die Kreise zu zerschlagen, welche den Paria-Migranten ausnutzen – dies ist das Verhalten der Behörden gegenüber dem Problem. Hier liegt das Feld des Ruhmes für die wackeren Burschen der „Chrysi Avgi“. Die neue Kultur ist die Kultur der Not und der Angst, zu einer Stunde, wo alles was wir nötig hätten, die Pflege einer versöhnlichen und aufbauenden Kultur wäre. Werden die alten Normalitäten nicht zurückkehren, werden sich keine neuen Gleichgewichte zeigen.

Die Politik der Solidarität ist jedoch nicht nur ein großes Palaver. Sie enthält konkrete Aktionen, die niemals befolgt wurden. Die westliche Welt mag bei dem Anblick der aus ihrer Heimat vertriebenen Frauen und Kinder bis zu Tränen gerührt werden, hasst jedoch den Vater – Immigranten – Arbeiter und zittert vor ihm.

Unter dem Licht der griechischen Sonne entfällt die gesellschaftliche Schichtenbildung. An den Stränden sind Parias und Patrizier nicht zu unterscheiden. Außerdem präsentieren die halbnackten Körper eine erschreckende Ähnlichkeit. Die ethnologischen Unterschiede werden durch das Sonnenbaden ebenfalls eliminiert, da wir alle dazu neigen, dunkelhäutiger zu werden.

Das Heilmittel für die Leiden der Gesellschaft ist nicht die Philanthropie christlichen Typs mit den kurzen Beinen, die – wie das Erzbistum betont – im Sommer Urlaub macht. Das Heilmittel ist, dass jeder in seinem Herzen und seinem Verstand separiert, wer der tatsächliche Feind ist.

Quelle: Vradyni, S. 24
Deutsche Übersetzung: Griechenland-Blog