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„Denunzierungen“ sind Nationalsport in Griechenland

9. Oktober 2014 / Aufrufe: 993 Keine Kommentare

In Griechenland scheint es zu einem neuen Volkssport geworden zu sein, sich gegenseitig bei den Behörden anzuschwärzen – und zwar meistens aus Rache.

Die landesweit zum Ortstarif erreichbaren Hotlines der staatlichen Behörden in Griechenland, über die (sowohl anonyme als auch namentliche) Anzeigen von Bürgern entgegengenommen werden, „glühen“ in in letzter Zeit geradezu.

In diesem Moment sind alle unsere Leitungen besetzt. Bitte warten Sie …“ Der Betrieb über die Rufnummer 1517 ist dermaßen groß, dass es inzwischen einiger Geduld bedarf, um eine Anzeige zu machen, da – wie sich zeigt – immer mehr Griechen beschließen, jemanden „anzuschwärzen“, und zwar in den meisten Fällen, um auf diese Weise aus welchen Gründen auch immer an jemandem zu rächen.
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Hotline für Anzeigen von Steuervergehen und Korruption in Griechenland

4. August 2011 / Aktualisiert: 07. März 2015 / Aufrufe: 594 6 Kommentare

In Griechenland nahm das neu gegründete Dezernat der Wirtschaftspolizei eine Hotline in Betrieb, über die Bürger unter anderem Steuervergehen und Korruptionsfälle melden können.

Ab sofort können können in Griechenland Bürger – gegebenenfalls auch anonym – über die landesweite Rufnummer „11012“ und die E-Mailadresse fpccu@hellenicpolice.gr Steuervergehen, rechtswidrige Handlungen staatlicher Amtsträger und Korruptionsfälle auf dem allgemeinen öffentlichen Sektor anzeigen.

Die Nummer 11012 ist die neue Rufnummer des am 01.08.2011 offiziell eingeweihten Dezernats der Wirtschaftspolizei und Fahndungsbehörde für elektronische Verbrechen der griechischen  Polizei (ELAS / ΕΛ.ΑΣ.). Die neue Dienststelle wird direkte Kontrollen an ort und Stelle durchführen und zu Lasten der Steuerhinterzieher oder anderer Gesetzesübertreter gerichtliche Verfahren einleiten.

Wie Offiziere der ELAS betonen, „werden die Kontrollen der Wirtschaftspolizei gezielt sein. Es werden keine zufälligen oder Stichkontrollen wie jene, die von der Fahnundungseinheit für Wirtschaftskriminalität (SDOE) oder anderen Finanzbehörden durchgeführt werden, sondern Ermittlungen nach konkreten Meldungen von Bürgern oder auch auf gerichtliche Bestellung erfolgen. Viele der Gesetzesübertreter werden Schnellgerichten vorgeführt werden.

Zusätzlich werden über die E-Mailadresse ccu@cybercrimeunit.gov.gr von Bürgern gemeldete Fälle von Betrug, Kinderpornographie und sonstigen Internet-Angelegenheiten aufgenommen, deren sich die Unterdirektion der Fahndungsbehörde für elektronische Kriminalität annimmt.

(Quelle: Vradyni)