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Artikel Tagged ‘hotdoc’

Hintergründe der Verhandlungen Griechenlands

21. April 2015 / Aufrufe: 5.596 7 Kommentare

Kostas Vaxevanis, international bekannter Investigativ-Journalist und Herausgeber der Zeitschrift HotDoc, prangert die Verlogenheit der sogenannten Partner Griechenlands an.

Alles, was in Zusammenhang mit den Verhandlungen zwischen Griechenland und seinen Gläubigern bzw. sogenannten „Partnern“ geschieht und hauptsächlich geschrieben wird, hat eine Dimension, die einer einfachen Rationalisierung bedarf.

Mittels dieser Rationalisierung ergibt sich, dass der König nackt ist und es keinen feuerspeienden Drachen gibt. Begeben wir uns also in einfachen Schritten zur Logik.
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EZB lügt zu Gunsten der Bankiers in Griechenland

2. Juni 2014 / Aufrufe: 1.493 Keine Kommentare

Laut dem Wirtschaftswissenschaftler Yanis Varoufakis lügt die EZB, damit die Bankiers ihre Positionen behalten.

Die seit Tagen im Raum stehende Frage, warum die erste Rekapitalisierung der griechischen Banken erfolgte, obwohl sie (damals noch) keinen Anleihen-Cut zu verschmerzen hatten, beantwortete Yanis Varoufakis im Gespräch mit Hot Doc Radio und Kostas Vaxevanis.

Herr Varoufakis rief die Gründe in Erinnerung, aus denen die Banken gesund erschienen, wogegen sie in Wirklichkeit seit 2008 pleite waren. „Die Banken hatten eine Art versteckter Toxizität. Mit der Senkung der Zinsen wegen der Schaffung der Eurozone hatten sich in den Jahrzehnten 1990 und 2000 die Banken darum gerissen, uns Geld zu leihen. Wir erinnern uns alle an per Post verschickte Kreditkarten, die niemand beantragt hatte und automatisch aktiviert wurden.
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Erneuter Freispruch wegen Lagarde-Liste in Griechenland

28. November 2013 / Aufrufe: 243 Keine Kommentare

Der wegen der Veröffentlichung der Lagarde-Liste in Griechenland angeklagte Journalist Kostas Vaxevanis wurde zum zweiten Mal freigesprochen.

Der wegen der vor einem Jahr erfolgten Veröffentlichung der sogenannten Lagarde-Liste angeklagte Journalist und Herausgeber der Zeitschrift Hot Doc, Kostas Vaxevanis, wurde auch in zweiter Instanz – und zwar einstimmig – freigesprochen.  Das Gericht schloss sich damit nicht dem Antrag des Staatsanwalts an, der argumentiert hatte, die Veröffentlichung der Personendaten der Inhaber von Konten bei der schweizerischen Bank HSBC stelle eine Verletzung persönlicher Daten dar.

Es ist das zweite Mal, dass ein Gericht trotz des staatsanwaltlichen Antrags auf eine Verurteilung den Journalisten freispricht. Vorhergegangen war der Freispruch des Herausgebers der Zeitschrift durch die Einzelrichterkammer des Schnellgerichts, gegen welches Urteil die Staatsanwaltschaft Berufung einlegt hatte.

(Quelle: To Pontiki)

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Die Zäpfchen des Gesundheitsministers in Griechenland

27. November 2013 / Aktualisiert: 07. April 2014 / Aufrufe: 678 Keine Kommentare

Die Politik des Gesundheitsministers in Griechenland scheint bisher nur Privatkliniken und internationale Pharma-Konzerne begünstigt zu haben.

Man könnte im Scherz sagen, Adonis Georgiadis sei jenseits jeden Zweifels der grundlegendste Promoter der Pharma-Industrie, da – sofern er seine Politik fortsetzt – bald Ärzte, medizinisches Personal und sicher die Patienten Pillen schlucken müssen, um ihn auszuhalten. Aber auch wenn jemand nichts mit all dem zu tun hat, reicht es schon, nur einem seiner dutzende TV-Auftritte zuzuhören, um Bekanntschaft zumindest mit Präparaten zu machen, die sich auf den Blutdruck beziehen.

Aber lassen wir die Scherze und begeben wir uns zur Essenz. Der Gesundheitsminister (ja, er ist Minister, und zwar für Gesundheit, er ist nicht nur einfach „Adonis“) kündigte an, 6.000 Medikamente billiger zu machen. Wer ihm nicht zustimmte, wurde attackiert, keine billigen Medikamente für das Volk zu wollen, sondern Interessen der Pharma-Industrie zu dienen. Sind jedoch die Billigpreise des Herrn Georgiadis ein Schlag gegen die Interessen?
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Rationaler Kannibalismus in Griechenland

8. August 2013 / Aktualisiert: 07. April 2014 / Aufrufe: 957 4 Kommentare

In Griechenland wird ein sozialer Kannibalismus geschürt, der nicht die Wiederherstellung der Gerechtigkeit, sondern die selbe Ungerechtigkeit für alle verlangt.

Wenn wir der neulich in der Zeitung To Vima veröffentlichten Meinungsumfrage glauben schenken, dann sind 60% der Griechen für die Entlassungen auf dem öffentlichen Sektor. Das erste sich stellende Thema ist das selbe, das sich für jede Demoskopie stellt: Auf welche Weise also eine Frage formuliert wird, damit sich die gewünschten Resultate ergeben.

Warum etwas derartiges geschehen soll, ist die nächste Frage. Die Antwort ist in der kurzen Geschichte der Demoskopien gegeben worden: Erscheint eine Position als Ansicht der Gesellschaft, kann sie wirklich zur Ansicht der Gesellschaft werden. Das als Ergebnis Gemunkelte kann zum Resultat werden. Das Gerücht beispielsweise, es würden sich tausende Menschen am Syntagma-Platz versammeln um ein unerhörtes Ereignis zu sehen, kann wahrscheinlich Tausende dazu bringen, sich zum Syntagma-Platz zu begeben und nach dem Unerhörten Ausschau zu halten, das es nicht gibt und nicht stattfindet.
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Der Drache und die Heilige Regierung in Griechenland

24. Juli 2013 / Aktualisiert: 07. April 2014 / Aufrufe: 550 Keine Kommentare

Die Regierung in Griechenland schafft selbst die Drachen, um sie dann in der Rolle des Heiligen Georgios zu töten.

Auf vielen griechischen Ikonen wird der Heilige Georgios dargestellt wie er einen gefährlichen Drachen tötet. Dieses Bild scheint die griechische Regierung inspiriert zu haben. Alle Nase lang schafft sie allein die Drachen, die sie dann tötet, um die Rolle des Heiligen zu übernehmen.

Das hat jedoch nichts mit der Heiligkeit zu tun. Der griechische Staatsapparat ist als Drache dargestellt worden, der die griechische Wirtschaft quält. Die Wahrheit ist, dass der griechische Staatsapparat voller parasitärer Phänomene ist. Er wurde mit Verantwortung der Regierung geschaffen, ohne jegliches Leistungsprinzip, mit Menschen, die ihre Parteikundschaft waren.
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Angst vor Junta in Griechenland

16. Juni 2013 / Aufrufe: 2.422 11 Kommentare

Kostas Vaxevanis, Herausgeber und Redakteur der Zeitschrift HOT DOC, erklärt, warum er befürchtet, dass sich in Griechenland eine neue Diktatur installieren könnte.

Ich weiß, dass dieser Artikel kommentiert und vielleicht auch der Anlass werden wird, mir Pessimismus, Sektierertum oder Unvermögen zur Beurteilung der Dinge anzulasten. Ehrlich gesagt interessiert mich das nicht. Ich nehme an, dass manchmal die Angst nützlicher ist als die Unkenntnis einer Gefahr, wie auch, dass die Befürchtung, die Dinge gelten in ihrer schlimmsten Variante, politischer als jede „politically correct“ Analyse ist.

Die Demokratie ist nicht bedroht und geht nicht unter, wenn sie nicht lächerlich gemacht wird. Sie wird nicht automatisch eliminiert, wenn sie in den Augen der Menschen nicht überflüssig erscheint. Es kommen keine Retter an die Macht, wenn die Demokratie sich nicht vorher unfähig erwiesen hat, die Probleme zu lösen, welche ihr Funktionieren schafft. Die Demokratie geht unter, wenn sie zeigt, dass sie unfähig und überflüssig ist.
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Die Justiz in Griechenland und Attila 3

4. April 2013 / Aktualisiert: 07. April 2014 / Aufrufe: 1.062 5 Kommentare

Laut Analysen der Laiki Bank in Zypern beläuft sich deren problematisches Portefeuille aus Krediten in Griechenland auf 3,5 Mrd Euro, also 20% des zyprischen BIP.

Am Freitagmorgen hielt bei dem Flug von Larnaka nach Athen eine Dame ein Blatt Papier mit einigen Dutzend Namen in ihrer Hand, die sie einen nach dem anderen ihrer Sitznachbarin vorlas. Wie sie dieser erklärte, waren es die Namen Derjenigen, die während der kritischen Tage vor der Eurogruppe Gelder aus Zypern ins Ausland geschafft haben sollen. Einige Stunden vorher wurde in den Büros der zypriotischen Abgeordneten eine andere Liste mit den Namen der Politiker verbreitet, deren Kredite gelöscht wurden.

Zypern sucht – wie vorher auch Griechenland – nach jenen parasitären Phänomenen, von denen es annimmt, dass diese das Land bis zu der Krise brachten. Aus einer Summe von Gerüchten oder aus Tatsachen, welche folgen werden, werden die Zyprioten nach dem Bediensteten suchen, der Schuld hatte, nach dem staatlichen Funktionär, der ein Faulpelz war, nach dem Politiker, der korrupt war. Und die zyprische Presse, wie ebenfalls auch die griechische, der jahrelang Stumme, wird diverse Phänomene der Korruption entdecken, die sie jedoch allgemein Einigen, vielleicht dem Elend anlasten, aber vermeiden wird, die Realität zu verzeichnen.
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Journalist wegen Lagarde-Liste in Griechenland verhaftet

29. Oktober 2012 / Aktualisiert: 22. Juli 2013 / Aufrufe: 1.752 9 Kommentare

In Griechenland gab es wegen der Liste Lagarde eine erste Verhaftung – und zwar des Journalisten, der eine Kopie der ihm anonym zugespielten vermeintlichen Liste publizierte!

Nachdem der Journalist und Herausgeber der Zeitschrift HOT DOC, Kostas Vaxevanis, in der Samstagausgabe (27 Oktober 2012) des Magazins die Kopie einer Namensliste publizierte, die ihm laut seinen Angaben anonym als vermeintliche Kopie der berühmt-berüchtigten „Liste Lagarde“ zugespielt worden war, leitete die Staatsanwaltschaft mit für griechische Verhältnisse unglaublicher Schnelligkeit von Amts wegen ein Verfahren wegen Verletzung des Datenschutzgesetzes ein und erließ umgehend einen mündlichen (…!) Haftbefehl gegen Kostas Vaxevanis.

Der Journalist hatte unterdessen in einem Haus von Freunden in Drosia / Attika Zuflucht gesucht, dessen Adresse er jedoch später über Twitter bekanntgab und die Behörden aufforderte, ihn „wie Germano-Evzonen festzunehmen, am Jahrestag des OCHI„. Am Sonntagvormittag, also dem Nationalfeiertag (28 Oktober 2012) wurde er dann tatsächlich gegen 11:00 Uhr in dem schon vorher unter polizeiliche Observation gestellten Haus verhaftet.
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