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Artikel Tagged ‘hilfspaket’

Wem und wie viel Griechenland schuldet

17. November 2015 / Aktualisiert: 18. November 2015 / Aufrufe: 3.899 2 Kommentare

Die Höhe der Verschuldung, die Anzahl der Schuldner und die Struktur der Finanzierung Griechenlands sind geradezu schwindelerregend.

Die Verschuldung des griechischen Fiskus an Privatleute und offizielle Gläubiger beläuft sich heute auf 296 Mrd. Euro. In diesem Betrag ist jedoch nicht die auch sogenannte „versteckte Verschuldung“ in Höhe von 25 Mrd. Euro enthalten, welche die potentiellen Verbindlichkeiten des griechischen Fiskus im Fall des Fälligwerdens der Bürgschaften sind, die er an Träger innerhalb und außerhalb der zentralen Regierung gewährt hat: also staatliche Unternehmen, öffentliche Organisationen und öffentliche Träger und Unternehmen.

In dem Fall, dass diese Bürgschaften alle fällig werden, wie es mit den 481 Mio. Euro der Griechischen Bahn (OSE) und den 49 Mio. Euro des Genossenschaftsverbands (EAS) im ersten Halbjahr geschah, könnte die öffentliche Verschuldung auf bis zu 320 Milliarden Euro hochschnellen. Und dies ohne die Bürgschaften des Fiskus für die Banken, die bei der Europäischen Zentralbank (EZB) hinterlegt worden sind, damit sie einen Teil der Finanzierung decken, die sie mittels der ELA geschöpft haben und die jedenfalls regulär bedient wird. Und in den 296 Mrd. Euro sind natürlich auch nicht die Kosten der Bedienung dieser Kredite enthalten, also die Zinsen, die jährlich entrichtet werden und deren durchschnittliche Höhe in einer Größenordnung von 2% liegt.

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Griechenland: Privatisierungen und die nächste Tranche

1. November 2015 / Aufrufe: 1.152 Kommentare ausgeschaltet

Ein aufgewertetes Privatisierungsprogramm soll das Vertrauen der Investoren und Märkte wiederherstellen und zum Aufschwung der Wirtschaft Griechenlands beitragen.

Da Griechenland sich schwer tut, die nächste Tranche aus dem dritten Paket zu seiner Rettung zu bekommen, könnte die Wiederbelebung des eingefrorenen Privatisierungsprogramms bei der Wiederherstellung des Vertrauens der Investoren nach Monaten häufig bitterer Streitereien helfen.

Griechenland hat zum Ziel, noch vor Ende des laufenden Jahres 14 lokale Flughäfen zu verpachten und den Verkauf der Mehrheit der Aktien des Hafens von Piräus einzuleiten, da die Regierung sich bemüht, die Veräußerungen von Vermögenselementen zu beschleunigen, bei denen es wiederholt misslang, den Erwartungen mittels der stetigen Rettungen zu entsprechen. Für das kommende Jahr (2016) zielen die Amtsträger in Athen auf 3,5 Milliarden Euro aus Verkäufen und Überlassungen öffentlicher Vermögenswert ab, also so viel, wie das Land in den vergangenen Jahren insgesamt zusammenbrachte.
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Deutsche glauben nicht an Reformen in Griechenland

16. August 2015 / Aufrufe: 2.050 9 Kommentare

In Deutschland scheint man nicht an die Umsetzung der neuen Reformen in Griechenland zu glauben, während das griechische Parlament offensichtlich überrumpelt wurde.

Laut einer jüngst an die Öffentlichkeit gegebenen Meinungsumfrage vertraut die große Mehrheit der Deutschen – mehr als vier von fünf – der griechischen Regierung nicht, die neuen Reformen umsetzen zu werden, und die meisten erklären sich gegen die Gewährung eines dritten Hilfsprogramms an Athen.

Gemäß einer für Rechnung der Wirtschaftszeitung „Handelsblatt“ von dem Forsa-Institut an einem Muster von 1.002 Personen durchgeführten Demoskopie äußerten fast 84% der Befragten, sie glauben nicht, dass die von dem griechischen Parlament ratifizierten Reformen effizient umgesetzt werden.
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Plan B – IWF will Griechenland loswerden

23. September 2014 / Aufrufe: 1.063 Kommentare ausgeschaltet

IWF und Kommission stellen sich auf die Entlassung Griechenlands aus dem Memorandum ein, womit sich jedoch eine Gleichung mit mehreren Unbekannten ergibt.

In Washington wird – und zwar in ständiger Kommunikation mit Brüssel – ein Plan B für den Tag nach dem griechischen Programm vorbereitet, da aus den mit griechischen Amtsträgern erfolgenden privaten Gesprächen, aber auch aus den aus Athen gesendeten Signalen offensichtlich ist, dass die Regierung Samaras nicht vorhat, mit einem Memorandum „am Hals“ in die sich abzeichnenden (vorgezogenen) Parlamentswahlen zu gehen.

Das wegen des unterschiedlichen Zeitplans der Kreditvereinbarungen mit dem Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Kommission (die eine endet im ersten Quartal 2016 und die andere Ende 2014) so wie so existierende Problem scheint auf keine andere Weise als nur mit der … gleichzeitigen Beendigung der Finanzierung zu lösen zu sein, sprich der Weigerung Athens, die für die kommenden eineinhalb Jahre vorgesehenen (weiteren) Kredite des IWF anzunehmen – welcher Perspektive sich grundsätzlich weder der Fonds noch die Europäer entgegen zu stellen scheinen.
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Griechenland will Scheidung von IWF

22. September 2014 / Aufrufe: 875 Kommentare ausgeschaltet

Die griechische Regierung erwägt, auf die restlichen Kredite des IWF zu verzichtet und eine endgültige Loslösung von dem Memorandum zu erreichen.

Die griechische Regierung arbeitet an einem Szenarium des Verzichts auf den Rest der Kredite des Internationalen Währungsfonds für 2015 und 2016, um Griechenland endgültig aus dem Memorandum herauszuführen.

Finanzminister Gkikas Chardouvelis umriss den Kurs der nächsten Züge der Regierung für eine „samtene“ Scheidung von dem IWF, um das Herauskommen aus den Memoranden und die Vermeidung eines neuen Hilfspakets sicherzustellen. „Der IWF will nicht allein Kredite geben, während die Europäer nicht damit zufrieden sind, dass Griechenland sich nur bei dem IWF Geld leiht und sie außen vor bleiben„, meinte er gegenüber Bloomberg TV.
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Griechenland will kein drittes Hilfspaket!

28. Juni 2014 / Aufrufe: 418 Kommentare ausgeschaltet

In einem Interview an das deutsche Handelsblatt erklärte Premierminister Antonis Samaras, Griechenland brauche kein drittes Hilfspaket.

Athen will kein drittes Hilfspaket“ lautet der Titel eines vorab in der elektronischen Ausgabe der Wirtschaftszeitung „Handelsblatt“ veröffentlichten Auszugs eines Interviews des Premierministers Antonis Samaras.

In dem Interview beharrt der Premierminister darauf, dass Griechenland die Rezession hinter sich lässt, zeigt sich positiv hinsichtlich der Reduzierung der Verschuldung und erklärt bezüglich der aktuellen Diskussion über eine mögliche Lockerung des Stabilitätspakts: „Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum gehen miteinander her.
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Die Konsequenz Berlins in der Rettung Griechenlands

2. September 2013 / Aktualisiert: 28. September 2013 / Aufrufe: 1.257 4 Kommentare

Deutschland lässt Griechenland auch weiterhin nicht fallen, jedoch steht der griechischen Regierung auf jeden Fall ein neuer Gang über glühende Kohlen bevor.

Wolfgang Schäuble, der deutsche Finanzminister, mag mit seiner Erklärung, Griechenland werde im kommenden Jahr ein drittes Rettungsprogramm benötigen, die Büchse der Pandora geöffnet haben. Die meiste Aufruhr ist jedoch zwischen den Politikern der Opposition in der deutschen Wahlkampfkampagne vorzufinden.

Die übrigen wissen, dass die Worte des Herrn Schäuble sich nur minimal von den vorherigen Erklärungen der Politik unterscheiden und in absoluter Konsequenz zu diesen stehen. Die Tatsache, dass sie keine Änderung der Politik implizieren, bedeutet jedoch nicht, dass sie auch ohne Bedeutung sind.
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Griechenland tut viel mehr als im Ausland wahrgenommen wird

11. September 2012 / Aktualisiert: 09. November 2015 / Aufrufe: 498 1 Kommentar

Die österreichische Finanzministerin Maria Fekter erklärte, in Griechenland geschehe viel mehr als im Ausland wahrgenommen werde.

Ihre Einschätzung, dass in Griechenland mehr geschieht als im Ausland wahrgenommen wird, brachte die österreichische Finanzministerin Maria Fekter in einem Interview am 09 September 2012 mit der weitverbreiteten österreichischen Zeitung „Österreich“ zum Ausdruck und differenzierte sich damit ein weiteres Mal von ihrer bis neulich bekannten harten Linie gegenüber Griechenlandland, wie die Agentur Nachrichtenagentur APE-MPE meldet.

Bereits Ende vergangener Woche und bei einer Rede vor dem Haushaltsausschuss des österreichischen Parlaments hatte Frau Fekter „die Bemühungen, welche Griechenland zur Erfüllung der Bedingungen für die Fortsetzung der Hilfe unternimmt“ unterstrichen und wies gleichzeitig die Forderungen der beiden rechtsextremen Parteien der Opposition nach einem Ausschluss Griechenlands zurück.
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Deutschland und Österreich verdienen gut an Griechenland-Krediten

8. März 2012 / Aufrufe: 3.367 29 Kommentare

Aus der Beteiligung an den Hilfskrediten für Griechenland haben Deutschland und Österreich bisher insgesamt hunderte Millionen Euro an Zinsen erzielt.

Laut einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Schriftstück des deutschen Finanzministeriums hat der deutsche Steuerzahler von der Hilfe an Griechenland bisher gut profitiert. Die griechische Regierung zahlte bis Ende 2011 für die Kredite in einer Gesamthöhe von 15,17 Milliarden Euro, welche ihr Berlin im Rahmen des ersten Hilfspakets gewährt hat, 380 Millionen Euro Zinsen an die deutsche Regierung. Gemäß dem besagten Schriftstück bewegt sich der Zinssatz der in Rede stehenden Kredite zwischen 3,423% und 4,528%.

Die deutsche Beteiligung an dem zweiten Rettungspaket für Griechenland in Höhe von 130 Milliarden Euro wird bis zu 37,8 Milliarden Euro erreichen. Wenn sich daran wie erwartet auch der IWF beteiligt, wird die deutsche Beteiligung jedoch entsprechend geringer ausfallen.
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