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Artikel Tagged ‘handelsbilanz’

Die postmoderne Auffassung des Tourismus in Griechenland

7. September 2017 / Aufrufe: 909 1 Kommentar

Was sich hinter dem Jubel über den stetig zunehmenden Massentourismus in Griechenland verbirgt und wie es dazu kam.

In den letzten Jahren – mit Kostas Karamanlis als Vorreiter seit dem 2000er Jahrzehnt – gewöhnte man sich in Griechenland daran, von dem Tourismus als „Schwerindustrie unseres Landes“ oder als „Arbeitsplätze schaffende Treibkraft der Wirtschaft“ etc. pp und allgemein als „wirtschaftliches Manna“ zu vernehmen, das jedwede Krankheit und Unfähigkeit heilt.

Wir hörten – und hören weiterhin – in fast trommelfeuerartigen Rhythmen über die positiven Auswirkungen des Tourismus auf das BIP, aber auch das lokale / periphere Einkommen und – hauptsächlich – das Privateinkommen in den touristischen Regionen.
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Überbesteuerung in Griechenland hat Investitionen erstickt

29. April 2017 / Aufrufe: 444 Kommentare ausgeschaltet

Die absurde Überbesteuerung hat in Griechenland die privaten Investitionen stranguliert.

In seinem Wochenbericht über die griechische Wirtschaft mit Titel „Löhne Gewinne, Investitionen: Die Balance des Wohlstands“ unterstreicht der Verband der Unternehmen und Industriebetriebe Griechenlands (SEB):

Wenn die Kredite der Periode 2000 – 2009 zu Investitionen in extrovertierte Aktivitäten geworden anstatt in Konsum-Defizite und Wohnungsbau-Investitionen niedriger Produktivität geflossen wären, hätte das Land (heute) keine riesigen Defizite in der (Außen-) Handelsbilanz.
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Griechenland gibt 33 Mio Euro allein für italienisches Klopapier aus

10. März 2017 / Aufrufe: 1.256 5 Kommentare

Die enormen Importe stellen für Griechenlands Wirtschaft eine wahre Schlinge dar.

Allein in den letzten fünf Jahren gaben die Griechen insgesamt 240 Mrd. Euro für importierte Produkte aus, welcher Betrag 2/3 der Verschuldung des Landes entspricht!

Die (Außen-) Handelsbilanz Griechenlands blieb dabei in diesem Zeitraum stabil um 23 Mrd. Euro jährlich defizitär.
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Griechenland: Alles ändert sich … und Alles bleibt beim Alten

30. November 2015 / Aufrufe: 1.722 2 Kommentare

Griechenland darf keine hohen Rhythmen eines tragfähigen wirtschaftlichen Wachstums erwarten, solange dieses auf Konsum und geliehenem Geld basiert.

In Griechenland freut man sich, weil die Wirtschaft in diesem Jahr stagnieren und im nächsten Jahr leicht rezessiv sein wird. Die Essenz ändert sich jedoch nicht. Trotz der Verkündigungen sind die Aussichten auf ein tragfähiges Wachstum trübe.

Die meisten Analysten sind sich einig, dass die Beseitigung der makroökonomischen Ungleichgewichte der griechischen Wirtschaft einen notwendigen, jedoch nicht auch tauglichen Pakt für ihre Rückkehr auf einen Wachstumskurs darstellt.
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Rezession in Griechenland dreimal größer als erwartet

28. November 2015 / Aufrufe: 1.164 1 Kommentar

Die Rezession in Griechenland gestaltete sich im dritten Quartal 2015 dreimal höher als ursprünglich veranschlagt.

Griechenlands Statistikbehörde ELSTAT schritt für das 3. Quartal 2015 zu einer signifikanten Revision zum Schlimmeren und veranschlagt den Rückgang des BIP auf Jahresbasis auf 1,1%, gegenüber einem Rückgang von 0,4% auf Basis der anfänglichen Einschätzungen.

Laut der griechischen Statistikbehörde ist diese Korrektur, aus der nunmehr eine Rezession von durchschnittlich 0,07% in den ersten drei Quartalen hervorgeht, das Resultat der Auswertung von Fakten, die bei der ersten Einschätzung noch nicht verfügbar waren. Diese Fakten sind entweder Monatsdaten (wie September-Daten zur Handelsbilanz) oder Quartalsdaten (wie Indizes über die Umsätze der Dienstleistungsbranchen und Daten zur Erforschung des Arbeitskräftepotentials).
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Deutschland bleibt größter Lieferant Griechenlands

9. September 2015 / Aufrufe: 861 Kommentare ausgeschaltet

Deutschland bleibt der mit Abstand größte Lieferant Griechenlands, während das bilaterale Handelsdefizit zu Lasten Griechenlands kontinuierlich ansteigt.

Die meisten Länder Europas mögen „keuchen“, die deutsche „Lokomotive“ fährt jedoch unaufhörlich zu arbeiten fort, wobei die Exporte im Juli 2015 einen Rekordanstieg verzeichneten und 103,4 Mrd. Euro erreichten.

Gemäß den jüngst an die Öffentlichkeit gegebenen Angaben des Bundesamts für Statistik (DESTATIS) stiegen die Importe um 2,2% auf 80,6 Mrd Euro, während die Ergebnisse in beiden Sparten die höchsten sind, die jemals in einem einzelnen Monat erreicht wurden. Die Handelsbilanz befindet sich bei 22,8 Mrd. Euro, gegenüber 22,1 Mrd. Euro im Vormonat.
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Griechenland, der deutsche Imperialismus und die Wahrheit

11. Juli 2015 / Aufrufe: 2.780 5 Kommentare

Abkommen gelten augenscheinlich nicht auf die gleiche Weise für Griechenland und andere Staaten, wenn Deutschland letztere braucht, um seine Strategie durchzusetzen.

Das Verhältnis der imperialistischen Kräfte zu der Wahrheit ist inexistent. Für sie ist Wahrheit, was ihren Interessen dient, auch wenn sie in direktem Widerspruch zur Realität steht, auch wenn sie über die Logik stolpert, selbst wenn sie die international anerkannten Konventionen und Verträge verhöhnt, die auch sie selbst unterschrieben haben.

Es gibt zahlreiche Beispiele aus der Geschichte. Beschränken wir uns auf zwei jüngere, die sich auf das moderne Deutschland beziehen, dessen wirtschaftlicher Imperialismus gleichermaßen brutal und expansiv ist wie der militärische Imperialismus der kolonialherrschaftlichen Länder in der Epoche ihrer Blüte. Er äußert sich einfach nur durch andere Mittel.
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Warum Europa Griechenland retten muss

12. Mai 2015 / Aktualisiert: 06. Februar 2017 / Aufrufe: 3.754 6 Kommentare

Für Europa stehen wichtigere strukturelle Werte und strategische Themen als die Frage auf dem Spiel, ob Griechenland es verdient hat, gerettet zu werden.

Das strukturelle Problem, das sich hinter der wirtschaftlichen Krise Griechenlands verbirgt, ist ein griechische Problem: nämlich die verwurzelte Abgeneigtheit des Landes, modernisiert zu werden. Griechenland machte eine lange Periode einer lange andauernden Besatzung durch das Osmanische Reich durch. Seine verfestigten politischen und wirtschaftlichen Netze sind bis in die Tiefe korrupt. Die leistungsorientierte Bürokratie hat sich nicht gezeigt. Trotz der Erosion des Vertrauens in die staatlichen Institutionen hat sich eine Kultur der Abhängigkeit von diesen gehalten.

Man könnte sagen, die Griechen haben sich nicht das Recht verdient, gerettet zu werden. Trotz allem ist Griechenlands Ausscheiden aus dem Euro nicht die beste Wahl, weder für Griechenland noch für die Europäische Union. Gleich ob die Griechen die Hilfe wert sind oder nicht, es ist zum Nutzen Europas, sie zu retten.
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Deutschland ist für den Euro eine größere Bedrohung als Griechenland

8. Mai 2015 / Aufrufe: 2.647 2 Kommentare

Deutschland verletzt ungestraft kontinuierlich den EU-Vertrag und stellt für den Euro eine größere Bedrohung als Griechenland dar.

Der Handelsbilanzüberschuss Deutschlands verzeichnet weiterhin neue Rekorde und stellt für den Euro eine größere Bedrohung dar als Griechenland, führt ein Artikel von Ambrose Evans – Pritchard in der britischen Zeitung Daily Telegraph an.

Gemäß der jüngst bekannt gegebenen Frühjahrsprognose der Europäischen Kommission wird erwartet, dass der Überschuss der deutschen Handelsbilanz (sprich die Differenz zwischen den exportierten Produkten und Dienstleistungen und den Importen von Produkten und Dienstleistungen des Landes) in diesem Jahr alle vorherigen Rekorde brechen und 7,9% des BIP erreichen sowie sich auch 2016 auf 7,7% des BIP gestalten wird.
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Griechenland: warum die Indizes sich nicht in der Wirtschaft reflektieren

18. August 2014 / Aufrufe: 584 Kommentare ausgeschaltet

Die verzeichnete Verbesserung der volkswirtschaftlichen Indizes in Griechenland reflektiert sich nicht in der realen Wirtschaft.

Die letzten volkswirtschaftlichen Daten zeigen eine zwar allmähliche, jedoch stabile Tendenz einer Verbesserung, die sich jedoch trotz allem nicht in der Vitalität der realen Wirtschaft in Griechenland abzeichnet, deren Basiszahlen sich – unter Ausnahme des Tourismus weiterhin im Krebsgang bewegen.

Die letzten auf die Rezession bezogenen Fakten (-0,2%% des BIP) zeigen, dass die Wirtschaft inzwischen den Boden des Fasses berührt hat, jedoch noch kein Anzeichen existiert, dass die aufsteigende Reaktion die erhoffte sein wird. Eine klare Verbesserung zeigen die Daten über die Ausführung des Haushaltsplans, wobei der primäre Überschuss bereits um 800 Mio. Euro über dem vorgesehenen Ziel liegt.
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