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40 Gymnasiallehrer in Griechenland zu Haft auf Bewährung verurteilt

12. Januar 2011 / Aktualisiert: 16. August 2011 / Aufrufe: 410 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland wurden 40 Gymnasiallehrer aus Giannitsa wegen Pflichtverletzung und Urkundenfälschung zu 12 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Laut dem Urteil der Drei-Richter-Kammer des Strafgerichts Giannitsa akzeptierten die Lehrer während des Schuljahrs 2007/08 von drei Schülern des 2. Allgemeinen Gymnasiums in Giannitsa, an dem die verurteilten Lehrkräfte zu der in Rede stehenden Zeit Unterricht erteilten, die  fristwidrig eingereichten Unterlagen zur Rechtfertigung unentschuldigter Fehlzeiten und veränderten gleichzeitig die Noten der konkreten Schüler für das zweite Halbjahr des Schuljahres, um sie in die nächste Klasse zu versetzen.

Zusammen mit den 40 Gymnasiallehrern saßen der damalige Leiter des lokalen Schulamts sowie ebenfalls vier Ärzte aus der Präfektur Pellas und die Eltern von zwei Schülern auf der Anklagebank. Das Gericht verurteilte schließlich die Lehrer wegen der in Rede stehenden Vergehen zu je 12 Monaten Haft. Ebenso sprach es die Ärzte fallweise der Ausstellung wahrheitswidriger ärztlicher Bescheinigungen und der Anstiftung dazu schuldig und verurteilte zwei der Ärzte zu 18 Monaten Haft und die beiden übrigen Ärzte zu 29 Monaten Haft.

Weiter wurde der Leiter des Schulamts wegen Verleumdung und Beihilfe zur Pflichtverletzung zu 17 Monaten Haft verurteilt, während die Mutter einer Schülerin der Anstiftung zur Ausstellung einer gefälschten ärztlichen Bescheinigung für schuldig befunden und zu 18 Monaten Haft verurteilt wurde.

Die Angelegenheit war vor Gericht gekommen, nachdem der damalige Direktor der Schule und heutige Schulrat von Thessalien Strafanzeige erstattet hatte. Die Angeklagten stritten vor Gericht alle gegen sie erhobenen Beschuldigungen ab. Das Gericht setzte die verhängten Haftstrafen auf Bewährung aus, während die Verurteilten Widerspruch gegen das Urteil einlegten und auf freien Fuß gesetzt wurden. Gegen die verurteilten Ärzte und Lehrer sind außerdem Dienstaufsichtsverfahren anhängig.

(Quelle: in.gr  – 11.01.2011 / APE)