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Artikel Tagged ‘griechenlandkrise’

Die Griechenland-Krise wird wieder auflodern

17. August 2016 / Aufrufe: 3.480 2 Kommentare

Laut dem Wirtschaftsredakteur Larry Elliot der Guardian wird die griechische Krise früher oder später erneut auflodern.

In einem in der britischen Zeitung Guardian publizierten Artikel lautet es, die griechische Krise werde früher oder später wieder auflodern. Das Thema sei nicht, ob dies geschehen wird, sondern wann es geschehen wird. Der Redakteur Larry Elliot führt unter anderem an, die Vereinbarung des vergangenen Sommers 2015 nach dem „erniedrigenden Nachgeben der SYRIZA-Regierung“ hatte drei offensichtliche Probleme:

Erstens die neue Dosis Austerität, die Griechenlands Bemühung, aus der Rezession heraus zu kommen, noch schwieriger machte, zweitens die unrealistischen Einschätzungen der Gläubiger bezüglich des Wachstums und der Reduzierung des Defizits und drittens, dass die griechische Krise früher oder später wieder auflodern wird.
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Die Zeit für Griechenland läuft … erneut ab

7. April 2016 / Aufrufe: 1.292 3 Kommentare

Obwohl das Thema der Verschuldung Griechenlands das am leichtesten lösbare Problem ist, riskiert Europa eine neue griechische Krise.

Die griechische Wirtschaft steckt immer noch in einer hoffnungslosen Situation, und trotzdem scheint eine neue Krise zu lauern. Sollte sie eintreten, könnte sie in einem großen Teil Europas die Hoffnungen auf einen Aufschwung zunichte machen. Die letzte Notsituation wird nicht so schnell in Vergessenheit geraten, jedoch geschieht auch nichts, damit eine Wiederholung vermieden wird.

Die letzte Auseinandersetzung zwischen der Regierung Griechenlands und dem Internationalen Währungsfonds (IWF), einem der offiziellen Gläubiger des Landes, unterstreicht einfach nur die kontinuierliche Dysfunktion. Die Sackgasse muss durchbrochen werden. Damit dies geschieht, muss die Europäische Union die Fäden übernehmen, ihre heutige Haltung revidieren und Griechenland eine Erleichterung der Verschuldung gewähren.
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Europa – Eine Kurklinik für Konsumenten?

17. Februar 2016 / Aktualisiert: 28. August 2016 / Aufrufe: 3.877 3 Kommentare

Aris Kalaizis moniert unter anderem, die vielbeschworenen europäischen Werte scheinen nur auf dem Papier zu bestehen, ohne in den Nationalstaaten umgesetzt zu werden.

Ein nachdenkendes Gespräch zwischen dem Maler Aris Kalaizis und dem Verleger des Leipzig-Magazins „kreuzer“, Stephan Schwardmann, über die Vereinfachung, die Erosion der Verständigung sowie das Verschwinden der Empathie im überreizten Blick auf die Krisen Griechenlands, Europas und der arabischen Welt … .

Als Sohn griechischer Emigranten, die wegen des Bürgerkriegs in Griechenland Ende der 40er Jahre nach Ostdeutschland flohen, moniert Aris Kalaizis unter anderem die plumpe Rohheit der Beschimpfungsrhetorik gegenüber Griechenland und konstatiert, angewidert zu sein, einer sich „Europäer“ nennenden Spezies anzugehören, da die vielbeschworenen europäischen Werte nur auf dem Papier zu existieren scheinen.
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Griechenland: Die kleine Helladitsa mit den Streichhölzern

4. Januar 2016 / Aufrufe: 726 Kommentare ausgeschaltet

Neulesung zum Ultimo 2015, lachend und weinend, von Hans Stathian Pachidiansen.

Am Vortag des neuen Jahres war es fürchterlich kalt, es fiel dichter Schnee und die Nacht hatte einzubrechen begonnen. Alle mutmaßten und hofften, nun komme ein neues Jahr, jedoch kam immer irgend etwas dazwischen und es verharrte das fatale 2010.

Ein armes Mädchen, die Helladitsa, in Lumpen gekleidet und barfuß, zog durch die Straßen und hielt dabei ein Päckchen Streichhölzer in der Hand. Auf ihren Schachteln stand „Schwefelhölzer“ geschrieben und sie sagte zu den Passanten, sie bettle nicht – sie reformiere. Niemand interessierte sich jedoch für die Streichhölzer, niemand glaubte ihr, obwohl sie sich in einer solchen Not befand und vor Kälte und Hunger zitterte. (Anmerkung: „Helladitsa“ ist eine wortspielerische Personifizierung des Begriffs Hellas = Griechenland.)
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Bessere Zukunft für Griechenland – ohne Euro

2. März 2015 / Aufrufe: 3.465 14 Kommentare

In einem von BILD auch auf Griechisch publizierten eher hämisch anmutenden Kommentar wünscht Kai Diekmann Griechenland eine bessere Zukunft ohne den Euro.

Griechenland ist misshandelt. Die Menschen leiden wegen der großen Schulden und der schwersten wirtschaftlichen Krise in der Geschichte des vereinten Europas. Die Arbeitslosigkeit löscht bei einer ganzen Generation die Hoffnung und die Zukunft aus. Dem Staat fehlen die Strukturen, die Institutionen, aber hauptsächlich die uneigennützigen Politiker und Eliten, die helfen könnten, dass das Land aus dieser Katastrophe heraus kommt.

Die Milliarden der – sich fortsetzenden – Hilfe aus Europa helfen einfach nur bei der Bedienung der ungeheuren Schulden. Sie können nicht zum Wachstum beitragen. Im Gegenteil, sie verhindern einen wahren Neuanfang. Der Griechenland von Europa zugeworfene Rettungsring ist aus Blei.
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Griechenland-Krise: Athen muss zerstört werden!

17. Februar 2015 / Aktualisiert: 22. März 2015 / Aufrufe: 7.601 8 Kommentare

Nobelpreisträger Paul Krugman lastet den Finanzministern der Eurozone an, bestenfalls Idioten zu sein, die nicht begreifen, dass Griechenland sich nicht mehr erpressen lässt.

In freier Anlehnung an Cato Censorius, der seine Reden im römischen Senat mit der Phrase beendete „Karthago muss zerstört werden“ (Carthago delenda est), kommentiert der Nobelpreisträger und Wirtschaftswissenschaftler Paul Krugman die Tagung der Eurogruppe am 16 Februar 2015 und merkt an, was die Europäer sagen, sei „Athenae Delenda Est“ (Athen muss zerstört werden).
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Die Welt wäre besser, wenn die Deutschen ihr Geschichte kennen würden

3. Februar 2015 / Aufrufe: 9.162 17 Kommentare

Harold Meyerson vertritt in der Washington Post, Deutschland müsse bezüglich der Krise Griechenlands aus seiner eigenen fiskalischen Vergangenheit lernen.

In der griechischen Krise hat Deutschland aus seiner eigenen fiskalischen Vergangenheit zu lernen„, wird in einem Artikel von Harold Meyerson in der Zeitung Washington Post betont.

Wie es lautet, „würde es sowohl aus strategischen als auch wirtschaftlichen Gründen für Deutschland eine Katastrophe darstellen, wenn Griechenland zu der Verneinung seiner Schulden und dem Ausscheiden aus der Eurozone gezwungen würde, da ein solcher Zug die selbige Existenz der Währungsunion bedrohen würde„.
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Kein Europäer verlor einen einzigen Cent für Griechenland

26. Januar 2014 / Aufrufe: 1.636 10 Kommentare

Hannes Swoboda widerspricht dem im Ausland geschürten Mythos über die angebliche finanzielle Belastung der europäischen Bürger für die Rettung Griechenlands.

Kein Bürger Europas verlor auch nur einen einzigen Cent bei der Hilfe für Griechenland„, unterstrich der Vorsitzender der Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament, Hannes Swoboda, und gab damit seine Antwort auf den im Ausland kultivierten „Mythos“, die Bürger der Eurozone werden finanziell belastet, damit Griechenland aus der Krise hinaus kommt.

In einem Vortrag bei der Veranstaltung für einen Neubeginn in Europa, welche die Europäischen Sozialisten und Demokraten in Thessaloniki organisierten, antwortete Hannes Swoboda auch all jenen, die ihm eine Griechenland begünstigende Haltung anlasten. „Ich bin nicht begünstigend, ich bin gerecht„, meinte er und erklärte, das Land viele Male besucht und die erfolgten Schritte festgestellt zu haben.
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Solidarität mit den Bevölkerungen Griechenlands organisieren

19. April 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 267 Kommentare ausgeschaltet

Eingereicht von: iaourti iaourtaki

Thema: Parlamentswahlen in Griechenland kosten 50 Millionen Euro

Tut mir bitte den Gefallen und kontrolliert die Wut – lasst sie aber nicht an eurer Seele fressen, da ist es dann besser sie mit Hass zu vermengen – und lasst Euch nicht erwischen. Überlegt Euch bitte, dass die Krise in Griechenland bereits 2008 los ging – mit Vorlauf: dem Feuer von 2007. Nicht von ungefähr waren an der Dezemberrevolte 2008 so viele Kids beteiligt, weil sie gesehen haben, welche Wirkung die Immobilienkrise auf die Hypotheken ihrer Eltern und Großeltern hatte, die sie teilweise aufnehmen mussten, nur um die Nachhilfe zu bezahlen. Hypotheken auf Häuser und Wohnungen, die man sich als “Gastarbeiter” mit zwei 8-Stunden-Jobs in krassen Fabriken (weil die Leute den Krach, der dort herrschte, sich gar nicht mehr vorstellen können, hören sie heute ihre Plastikmusik) erschunden hatte. Aber auch die Polizeimorde an zwei Flüchtlingen in der Petrou Ralli kurz vor dem Dezember spielten eine Rolle, nicht von ungefähr waren viele “Migranten”-Kids am Aufstand beteiligt und zeigten Fahne gegen den Rassismus.

Der Mordanschlag auf Konstantina Kouneva am 23.12.08 und die Versuche, die Zeugen_innen des Mordes an Alexis einzuschüchtern – die Frau, die den berühmten Handyfilm veröffentlicht hatte, wäre fast in der Klapper gelandet, und ein Freund von Alexis, der mit ansehen musste, wie er hingerichtet wurde, war aus Angst bis zum Prozess abgetaucht und dieser Prozess fand genau genommen überhaupt nur statt, weil Alexis’ Mutter gekämpft hat wie eine Löwin – führten in der Folge zu einem Erstarken bewaffneter Gruppen, die fast alle komplett abgeräumt wurden. Alexis‘ Mörder wäre heute längst wieder auf der Straße – wie sein Komplize, der aus humanitären Gründen entlassen wurde und seine 10 Jahre nur zu maximal einem Drittel abgesessen hat – oder könnte sich in der Mani verstecken, wenn damals nicht Solidarität dafür gesorgt hätte, dass der Fall nicht wie andere vertuscht oder lächerlich gemacht worden wäre.

Ich werde nichts gegen Guerilla-Aktivitäten sagen, aber es sieht schwerstens danach aus, dass es a) bei der heutigen Überwachung extrem schwer ist, nicht erwischt zu werden und b) auffällt, dass immer dann Leute pünktlich verhaftet wurden, wenn ein landesweiter Aktions- oder Streiktag anstand. Vielen, die nicht auswandern wollen oder können, wird zwar mittlerweile ziemlich egal sein, ob sie sich in den Schlangen der Suppenküchen einreihen müssen oder im Knast weiter kämpfen und darauf hoffen, von der Bewegung herausgeholt zu werden, aber man muss versuchen, seine Gefühle zu kontrollieren und überlegt zu agieren; dabei ist es ziemlich egal, ob militant oder friedlich, solange es sich nicht gegenseitig ausschließt.

Jede/r, so wie sie/er kann!

Das, was man auf jeden Fall tun kann, ist für Informationen zu sorgen, das Netz zu durchforsten und über Kämpfe zu berichten, vor allem auch von den kleinen und den in den kleinen Städten, denn genau so was gibt Leuten in Deutschland, die nicht in den Metropolen leben, Beispiel und Mut.

Ein ziemliches Manko der letzten Jahre ist, dass quasi alle widerständigen Texte, die aus Griechenland kommen, zuerst ins Englische und dann ins Deutsche übersetzt werden. Warum? Haben die 500.000 Griechen_innen, die in Mitteleuropa leben, kein Interesse, keine Zeit, keine Lust oder wollen sie nichts mit Revolutionären zu tun haben? Es geht soviel bei dieser Art der Übersetzung verloren.

Allerdings gibt es auch andere Beispiele, die Mut machen. In Düsseldorf gab es eine spontane Kundgebung vor der lokalen Filiale der Süddeutschen Zeitung, weil die, obwohl sie jahrelang die einzige war, die detailliert über die Siemens-Schweinereien berichtet hatte, auf einmal bestimmte Sachen mies verdrehte. 200 Leute waren dort, Infos dazu gibt es auf Occupy Düsseldorf, und Düsseldorf ist – nicht nur damit – die Sperrspitze der noch kleinen Solidaritätsbewegung in Deutschland.

Mensch sollte sich einfach mal in Infoläden schlau machen, wie in den 70er / 80er Jahre die Lateinamerikasolidarität entstanden ist, aus den Fehlern lernen und dann versuchen, das heute auf Griechenland umzusetzen. Dabei ist es wichtig zu begreifen, dass es keinen Sinn macht, immer wieder damit anzufangen, dass all das, was Griechenland erlebt, auch bald in Deutschland passiert, weil es längst und viel länger schon stattfindet. 10 Millionen arbeiten unter absolut miesen Arbeitsbedingungen, und davon ist der größte Teil alleinerziehend. Nicht von ungefähr kam der abgeknallte Vorschlag von IWF-Thomsen, 100-400 Euro-Jobs in Griechenland einzuführen – natürlich ohne Hartz 4 -, als ob das Tagelöhnertum nicht längst Realität wäre, und nicht umsonst hetzte die IWF-Tante Lagarde gegen die faulen Südländer, ohne zu raffen, dass dazu eigentlich auch Südfrankreich und nur Süditalien gehört.

Aber, wenn Griechenland denn eh schon deutsche Medizin verpasst bekommt, warum nicht mal eine – völlig reformistische – Kampagne und Bewegung starten, mit der simplen Forderung nach Sozialhilfe für Griechenland? Das Geld ist dafür da, denn die 12 Mrd. Euro aus den EU-Struktur und -Sozialfonds werden einfach nicht abgerufen.

Deutschlands Korruptions-Exporte nach Griechenland

22. Februar 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 11.698 81 Kommentare

Deutschland wird angelastet, nicht nur maßgeblich zur Entstehung der Griechenland-Krise beigetragen, sondern auch Korruption nach Hellas exportiert zu haben.

In einem aktuellen Artikel der englischen Zeitung „The Independent“ wird unverblümt herausgestrichen, dass Deutschland und Frankreich die Griechenland-Krise wenn nicht schon allein, so doch infolge des kontinuierlich auf Athen ausgeübten Drucks, zu völlig unangemessenen Rüstungskäufen zu schreiten, zumindest maßgeblich provoziert und zu verantworten haben. „Fast während des gesamten letzten Jahrzehnts zählte Griechenland – mit einer Bevölkerung von gerade einmal 11 Millionen Menschen – zu den fünf größten Rüstungsimporteuren der Welt. Die meisten der völlig überteuerten und U-Boote, Panzer und Kampfflugzeuge einschließenden Waffensysteme wurden in Deutschland, Frankreich und den USA hergestellt.

Weniger Beachtung fand dagegen bisher die Tatsache, dass speziell deutsche Unternehmen parallel auch Korruption nach Griechenland „exportierten“, um nicht nur im Rüstungsgeschäft, aber auch auf anderen Bereichen des öffentlichen Sektors die Konkurrenz „auszustechen“ und sich lukrative Aufträge zu teilweise geradezu unverschämten Konditionen an Land zu ziehen. Der Journalist Jorgos Papasotiriou zog in einem neulich in der Zeitung „Vradyni“ publizierten Artikel (s)ein Resümee, das nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben wird.
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