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Artikel Tagged ‘gläubigerschutz’

Wer bezahlt Wohnungsschutz in Griechenland?

3. April 2019 / Aufrufe: 105 Keine Kommentare

Die neue Regelung zum Schutz der Hauptwohnung in Verzug befindlicher Kreditnehmer in Griechenland bürdet einen erheblichen Teil der Kosten den übrigen Bürgern auf.

Über den neuen Schutzrahmen in Griechenland für die Hauptwohnung von Zwangsmaßnahmen bedrohter Kreditnehmer ist viel geschrieben worden, jedoch wie es auch mit anderen Fällen von Regulierungen in der Vergangenheit geschehen ist, fehlt etwas Signifikantes.

Vor einigen Jahren bei einer Konferenz des Ausschusses für die private Verschuldung, an der hochrangige Funktionäre der Regierung, der Griechischen Bank usw. teilnahmen, soll einer von diesen (sinngemäß, weil es uns eine anwesend gewesene Person hinterbracht hatte) gesagt haben: „Wenn ich etwas bereut habe, dann ist es, keinen Baukredit aufgenommen zu haben und danach Zahlungsunfähigkeit zu erklären.“ Indirekt deutete er damit an, dass eine ungeklärte Anzahl von Kreditnehmern, die ihre Kredite zu bedienen aufhörten, den gesetzlichen Schutzrahmen zu ihrem Vorteil ausnutzten.
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Differenzierte Behandlung überschuldeter Haushalte in Griechenland

14. November 2016 / Aktualisiert: 24. August 2018 / Aufrufe: 941 1 Kommentar

Griechenlands Gerichte verweigern überschuldeten Haushalten die Aufnahme unter die Lex Katseli fortan auch, wenn sie selbst für ihre Zahlungsunfähigkeit verantwortlich sind.

Die Gerichte in Griechenland vollziehen eine Wende in der Rechtsprechung und verweigern mittlerweile den von der sogenannten „Lex Kastseli“ vorgesehenen Schutz (der Schuldner) nicht nur in den Fällen von Kreditnehmern, die gefälschte Angaben präsentierten um die Kreditvergabe zu erreichen, sondern auch überschuldeten Haushalten, die weit über die von ihrer Vermögenslage gestattete Grenze hinausgehende Kredite aufnahmen.

Eine entsprechende Behandlung erwartet fortan auch all jene, die Kredite aufnahmen und von vornherein wussten, dass sie nicht zu einer regulären Tilgung in der Lage waren.
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Eigentümer der Jetoil in Griechenland beging Selbstmord

4. Juli 2016 / Aktualisiert: 08. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.825 Kommentare ausgeschaltet

Die Unternehmerwelt in Griechenland ist von dem Selbstmord des Gründers der Mineralölgesellschaft Jetoil schockiert, die jüngst einen Insolvenzantrag stellen musste.

Der 84 Jahre alte Unternehmer Kyriakos Mamidakis, Gründer und Eigentümer der Mineralölgesellschaft Jetoil in Griechenland, wurde am Sonntag (03 Juli 2016) um etwa 14:00 Uhr mittags tot in seinem Haus im Athener Stadtbezirk Dionysos aufgefunden. Laut den ersten Angaben der Polizei handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen Selbstmord mit einer Waffe (Revolver).

Bezüglich des tragischen Vorfalls wird eine Voruntersuchung durchgeführt. Aktuelleren Informationen zufolge wurde nach der inzwischen erfolgten gerichtsmedizinischen Untersuchung der Leiche ein Verbrechen ausgeschlossen und der Tod des Unternehmers nunmehr auch offiziell als Selbstmord charakterisiert.
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Neuer Markt-Knall in Griechenland

3. Juli 2016 / Aufrufe: 1.392 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland reiht sich der Antrag einer der ältesten Mineralölgesellschaften auf Gläubigerschutz in den Reigen der spektakulären Insolvenzen ein.

Eine der ältesten Mineralölgesellschaften Griechenlands, nämlich die Mamidoil – Jetoil der Familie Mamidakis, flüchtete sich jüngst zum Schutz vor ihren Gläubigern unter den Artikel 99 der griechischen Insolvenzordnung.

Die Gesellschaft befand sich in letzter Zeit in ernsthaften wirtschaftlichen Schwierigkeiten, was zum Resultat hatte, dass sie den größten Teil ihres (Vertriebs-) Netzes verlor, das sie nicht mehr mit Treibstoffen zu beliefern vermochte, weil sie nicht über die erforderliche Liquidität für die Vorausbezahlung der Liefermengen verfügte.
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Marinopoulos SA in Griechenland ist pleite

30. Juni 2016 / Aktualisiert: 08. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.727 Kommentare ausgeschaltet

Die bekannte Supermarktkette Marinopoulos in Griechenland beantragte die Aufnahme der Gesellschaft unter die Bestimmungen der griechischen Insolvenzordnung.

In Griechenland stellte die größte griechische Supermarktkette Marinopoulos SA einen am vergangenen Dienstag (28 Juni 2016) vor dem Landgericht Athen verhandelten Antrag auf Unterstellung unter die Bestimmungen der griechischen Insolvenzordnung.

Gemäß den anfänglichen Informationen bezog der Antrag sich auf Artikel 99 (Gläubigerschutz). Aktuelleren Informationen zufolge wurde aber schließlich die Aufnahme unter Artikel 106 B (Insolvenz bei laufendem Betrieb) beantragt. Die Intervention von Gläubigern der Gesellschaft während der Verhandlung der Sache führte das Gericht jedoch dazu, die Verhandlung auf Freitag, den 01 Juli 2016 zu vertagen.
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FOKAS-Konzern in Griechenland beantragt Insolvenz

30. November 2012 / Aktualisiert: 04. November 2013 / Aufrufe: 295 Kommentare ausgeschaltet

Der Einzelhandels-Konzern FOKAS in Griechenland hat Insolvenz und Gläubigerschutz gemäß der griechischen Insolvenzordnung 3588/2007 beantragt.

Der griechische Konzern FOKAS, der zu den bedeutendsten Einzelhandelskonzernen in Nordgriechenland zählt, hat seine Unterstellung unter das Sanierungsverfahren gemäß den Bestimmungen des Artikels 99 des Gesetzes N. 3588/2007 (= griechische Insolvenzordnung) beantragt, so wie diese durch Artikel 12 des N. 4013/2011 substituiert und mit den Bestimmungen des N. 4072/2012 ergänzt wurden.

Der Konzern, der die gleichnamigen Kaufhäuser verwaltet, beschäftigt mehr als 300 Arbeitnehmer und verfügt über „starke“ Präsenzen in Attika, Thessaloniki und Volos.