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Griechenland streicht Renten für Gewerkschaftsfunktionäre

20. September 2012 / Aufrufe: 318 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland wird ab November 2012 die Zahlung der seit 1937 gesetzlich verankerten Sonderrenten für Gewerkschaftsfunktionäre eingestellt werden.

Auf Beschluss des griechischen Ministers für Arbeit, Sozialversicherung und Fürsorge wird eine gesetzliche Regelung forciert, mit der die Zahlung einer Sonderrente an Gewerkschaftsfunktionäre ab dem 01 November 2012 eingestellt wird.

Laut der einschlägigen Bekanntmachung wurde der obige Beschluss im Rahmen der notwendigen Rationalisierung des Sozialversicherungssystems als erforderlich erachtet und „wird einerseits eine Einsparung von Mitteln herbeiführen, stellt jedoch hauptsächlich eine Entscheidung der Gerechtigkeit und Gleichberechtigung dar, die zur Stärkung des Ansehens und der Seriosität der gewerkschaftlichen Bewegung in unserem Land beitragen wird„.

Die Zahlung einer Sonderrente aufgrund der Eigenschaft des Gewerkschaftlers wurde 1937 mit dem obligatorischen Gesetz 971/1937 etabliert. Sie bezieht sich auf die Vorsitzenden und Generalsekretäre der primär- und sekundärstufigen gewerkschaftlichen Organisationen sowie auch die Mitglieder des Vorstands der GSEE mit (wenigstens) 12-jähriger Amtszeit, die bis einschließlich 1999 eine der vorstehenden Eigenschaften erworben hatten. Finanziert werden diese Renten, die von der Zusatzkasse der IKA gezahlt werden, durch eine prozentuale Abgabe auf die an die IKA entrichteten Versicherungsbeiträge.

Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass ab dem Jahr 2000 keine neuen Berechtigten mehr eine derartige Sonder- bzw. Zusatzrente erhielten. Unbestätigten Informationen zufolge sollen derzeit noch etwa 500 Berechtigte solche Renten beziehen, laut einer anderen Quelle ist die jährliche Belastung in einer Größenordnung von 5 Mio. Euro angesiedelt.

(Quelle: in.gr)