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Gehaltsstopp auf dem öffentlichen Sektor in Griechenland

19. November 2009 / Aktualisiert: 02. Mai 2010 / Aufrufe: 97 Keine Kommentare

Unter dem Druck aus Brüssel auf Griechenland, das Haushaltsdefizit 2010 auf 9,1 Prozent des nationalen Bruttinlandsprodukts zu reduzieren, hat der Ministerrat der griechischen Regierung unter anderem einen Gehaltsstopp auf dem öffentlichen Sektor beschlossen. Der anfängliche Entwurf des Haushaltsplans sah ein Defizit von 9,4 % vor.

Mit der Zielvorgabe, auf dem öffentlichen Sektor insgesamt rund 2,4 Milliarden Euro einzusparen, sollen im Jahr 2010 die Bezüge der Angestellten und Beamten mit einem Monatseinkommen von bis zu 2.000 Euro in Höhe der Inflationsrate angeglichen werden, während die Empfänger monatlicher Bruttobezüge ab 2.000 Euro keinerlei Erhöhung erhalten werden. Nachdem auch schon 2009 eine ähnliche Regelung zur Anwendung gekommen war, müssen somit die besser verdienenden Staatsdiener für ein weiteres Jahr auf eine Erhöhung ihrer Bezüge verzichten.

Ebenso ist für das Jahr 2010 auf dem öffentlichen Sektor ein globaler Einstellungsstopp vorgesehen, von dem nur die Bereiche der Gesundheit, Bildung und Sicherheit ausgenommen bleiben. Ab 2011 soll dann für drei Jahre je drei Ausscheidungen nur eine Neueinstellung erfolgen, um die im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung außerordentlich hohe Anzahl staatlich bediensteter Gehaltsempfänger schrittweise abzubauen. Bezeichnenderweise ist bis heute nicht genau bekannt, wie viele Personen in Griechenland im Sold der öffentlichen Hand stehen.