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Artikel Tagged ‘gehaltskürzung’

Bedienstete öffentlicher Unternehmen in Griechenland verlieren 400 Euro

14. August 2012 / Aktualisiert: 25. September 2017 / Aufrufe: 822 5 Kommentare

Die Bediensteten der öffentlichen Unternehmen in Griechenland verlieren im Durchschnitt 400 Euro und in bestimmten Fällen bis zu 50% ihrer monatlichen Bezüge.

Eine Operation der Regierung mit dem Codenamen „Lohnordnung DEKO“ befindet sich in vollem Gang und umfasst horizontale Kürzungen der Bezüge, die in bestimmten Fällen bis zu 50% reichen können, durch Streichung spezieller Zulagen und außerordentlicher Vergütungen für Überstunden und Entschädigungen sowie auch der globalen Umsetzung des Plafonds von 2.200 Euro für die Gesamtbezüge der Beschäftigten.

Laut dem Plan der Regierung wird die ausnahmslose Anwendung der einheitlichen Besoldungsordnung auf die öffentlichen Unternehmen (DEKO) – und zwar rückwirkend ab November 2011 – für 68.000 Beschäftigte durchschnittliche Verluste von 400 Euro herbeiführen, da das Ziel der Kürzungen die Einsparung von 300 Mio. Euro für das neue 11,5 Mrd. Euro schwere Maßnahmenpaket ist.

Die bei dem Wirtschaftsstab der Regierung eingegangenen Informationen besagen, dass dutzende der insgesamt 72 DEKO nicht das Gesetz über die Kürzung der Bezüge um 35% ab November 2011 umgesetzt haben, wie es in dem einschlägigen Runderlass des Finanzministers vorgesehen war, oder es nur zu einem Teil umsetzten, indem sie für das Jahr 2011 zu Kürzungen von 25% schritten und den übrigen Teil von 10% nicht durchsetzten.
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Sparmaßnahmen in Griechenland treiben Bürger in Schuldenfalle

14. Oktober 2011 / Aktualisiert: 25. August 2015 / Aufrufe: 1.647 13 Kommentare

Die drakonischen Spar- und Steuermaßnahmen in Griechenland treiben immer mehr Bürger in die Schuldenfalle und somit hunderttausende Familien in die völlige Verarmung.

In Griechenland zeichnete sich bereits 2009 ein imposanter Anstieg der Bürger bzw. Haushalte ab, die ihren finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachzukommen vermögen. Spätestens seit dem Inkrafttreten der zusätzlichen Spar- und Steuermaßnahmen, die während der vergangenen Monate von der Troika und den Gläubigern Griechenlands erzwungen wurden und speziell bezüglich der Steuermaßnahmen sogar rückwirkend ab Anfang 2011 zur Anwendung kommen, werden jedoch inzwischen hundertausende griechische Haushalte mit mathematischer Akribie in den irreversiblen wirtschaftlichen Ruin getrieben, was wiederum die gesellschaftliche und politische Destabilisierung des Landes in unmittelbare Nähe rücken lässt.

Speziell die rückwirkend verfügten Steuermaßnahmen haben in Kombination mit allen übrigen Belastungen und Verbindlichkeiten dazu geführt, dass sich Arbeitnehmer inzwischen sogar mit „negativen“ Lohnabrechnungen konfrontiert sehen. Obwohl es außer Rede stehen mag, dass jahrelang auf breiter Basis „über die Verhältnisse“ gelebt wurde, darf nicht unberücksichtigt bleiben, dass ausgerechnet solche Bevölkerungsschichten, die es sich nüchtern betrachtet am wenigsten leisten konnten, systematisch dazu verleitet wurden, sich mit Haut und Haaren zu verschulden. Wie sich dies nun im Einzelnen niederschlägt und rächt, veranschaulicht ein Artikel, der in der Zeitung „Eleftherotypia“ publiziert wurde und nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben wird.
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Anfangsgehalt für neue Lehrer in Griechenland 575 Euro

10. Oktober 2011 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 2.734 8 Kommentare

In Griechenland soll auf Basis der neuen Besoldungsordnung des öffentlichen Sektors das Anfangsgehalts eines Lehrers ohne vorherige Dienstzeit nur noch 575 Euro betragen.

Lehrer in Griechenland werden sich fortan auf breiter Basis auf „Hungerlöhne“ einstellen müssen, da der Gesetzentwurf, den die griechische Regierung am vergangenen Donnerstag (06.10.2011) dem Parlament vorlegte, ihr erstes Monatsgehalt auf 660 Euro netto kürzt, während das Gehalt  ohne vorherige Dienstzeit neu eingestellter Lehrkräfte auf nur noch 575 Euro im Monat sinkt! Die Kürzung ist um so tragischer, wenn berücksichtigt wird, dass sich das Anfangsgehalt eines Lehrers im Juni 2011 noch auf 1.020 Euro belief.

Die neue Besoldungs- und Beförderungsordnung erzürnte verständlicherweise die Lehrkräfte, die dagegen protestieren, „die am schlechtesten bezahlten Staatsbediensteten nach den Verwaltungsbeamten bei den Ministerien für Verteidigung und Bildung zu sein„.
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