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Artikel Tagged ‘gastronomie’

Griechenland senkt Mehrwertsteuer in Gastronomie

31. Juli 2013 / Aufrufe: 1.594 10 Kommentare

In Griechenland kommt in der Gastronomie ab dem 01 August 2013 ein von 23 Prozent auf 13 Prozent reduzierter Mehrwertsteuer-Satz zur Anwendung.

Nachdem die Anfang September 2011 in Kraft getretene Erhöhung der Mehrwertsteuer (nicht nur) in der Gastronomie von 13% auf 23% dem Fiskus nicht nur nicht die erhofften Mehreinnahmen bescherte, sondern obendrein zu der Schließung zahlloser Betriebe und der Vernichtung zehntausender Arbeitsplätze führte und nicht zuletzt auch die „traditionelle“ Steuerhinterziehung in der Branche signifikant stimulierte, stimmte die Troika fast zwei Jahre später endlich der seit langer Zeit geforderten Senkung der Mehrwertsteuer speziell in der Gastronomie auf den alten – reduzierten – Satz von 13% zu.

Die Senkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie ab dem 01 August 2013 kommt allerdings speziell für den Tourismus viel zu spät und ist außerdem vorerst auf 5 Monate – sprich bis Ende 2013 – befristet. Hinsichtlich der internationalen Wettbewerbsfähigkeit wurde und wird den griechischen Anbietern somit gleich in zweifacher Hinsicht ein Bärendienst erwiesen: Für 2013 mussten sie die – in der Regel bereits ab Ende des Vorjahrs eingeholten – Angebote mit einer (anteiligen) Mehrwertsteuer von 23% kalkulieren, die nun inmitten der Saison auf 13% gesenkt wird, während für 2014 noch völlig offen steht, ob der Mehrwertsteuersatz für die gastronomischen Leistungen bei 13% bleiben oder wieder auf 23% erhöht werden wird.
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Überbesteuerung in Griechenland wird zum Bumerang

19. Mai 2013 / Aktualisiert: 23. Juli 2013 / Aufrufe: 1.819 Kommentare ausgeschaltet

Die enorme Überbesteuerung in der Gastronomie und bei den Kraftstoffen in Griechenland hat sich für die Regierung als böser Bumerang erwiesen.

Der stellvertretende griechische Finanzminister Christos Staikouras gestand vor dem Parlament das völlige Misslingen der harten Steuereintreibungsmaßnahme ein, da – wie er erklärte – die Regierung damit rechnete, dass die Einnahmen in der Gastronomie aus der Erhöhung der Mehrwertsteuer von 13% auf 23% auf Jahresbasis 1 Milliarde Euro einbringen würde, wogegen die tatsächlichen Einnahmen gerade einmal 160 Millionen Euro erreichten.
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Souvlaki, Pizza und Snacks Opfer der Krise in Griechenland

26. Februar 2013 / Aufrufe: 970 1 Kommentar

Die Wirtschaftskrise und die hohe Mehrwertsteuer in Griechenland haben in der Branche der Massen-Gastronomie zu Umsatzeinbrüchen von bis zu 30 Prozent geführt.

Eine Studie der Greek Statistical & Economic Data Service (Hellastat S.A.) verzeichnet einen signifikanten Rückgang der Einnahmen der Geschäfte der sogenannten Massen-Gastronomie. Gründe für den Rückgang sind die Rezession und die wirtschaftliche Misere der griechischen Haushalte, aber auch die Erhöhung der Mehrwertsteuer.

Wie aus der Studie hervorgeht, zeigte sich der größte Rückgang im Vergleich zu 2011 bei den Pizzerien, deren Umsatzverluste 30% erreichten, gefolgt von Souvlaki-Grills (- 28%), Fast-Food-Ketten (- 26%), Sandwich- und Snacks-Ketten (- 24%), Coffee-Shop-Ketten (- 24%) und den namhaften Restaurants (- 23%). Parallel ging laut den Einschätzungen der Hellastat die Beschäftigung in der Branche um 20% zurück.
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Tourismus-Ziele 2012 in Griechenland sind unerreichbar

5. Mai 2012 / Aufrufe: 1.246 13 Kommentare

Laut dem Verband der Touristik-Unternehmen in Griechenland sind die für das Jahr 2012 veranschlagten Ziele im Tourismus nicht erreichbar.

Auf Basis der Ergebnisse der beiden ersten Monate erachtet der Verband der griechischen Touristik-Unternehmen (SETE) die Ziele bezüglich 16 Millionen internationaler Ankünfte und 10 Milliarden Euro direkter Einnahmen aus dem Tourismus für 2012 als unerreichbar, da gemäß den Daten der Griechischen Bank ein signifikanter Rückgang sowohl bei den Ankünften als auch den Einnahmen verzeichnet wird.

Der SETE erachtet ebenfalls, dass dieser Rückgang sich für die ersten vier Monate des Jahres 2012 auf ungefähr dem selben Niveau fortsetzen wird, weil – wie angeführt wird – die notwendigen Maßnahmen und die strukturellen Änderungen „in einem großen Grad nicht umgesetzt wurden, während die Wirtschaftskrise in Europa sich verschlimmerte„. Andererseits beurteilt der SETE jedenfalls positiv, dass die Vorsitzenden der Parteien ND und PASOK, also die Herren Antonis Samaras und Evangelos Venizelos, als Teil des Programms ihrer Parteien einen niedrigen Mehrwertsteuer-Satz auf das touristische Paket und die Wiederherstellung der Mehrwertsteuer auf dem Sektor der Beköstigung auf 13% ankündigten.

Ein Land wie Griechenland, das von dem Tourismus lebt, kann nicht anders als die MwSt. auf sein touristisches Produkt auf ähnlichem Niveau mit dem seiner Mitbewerber zu halten, also in einer Größenordnung von 5% – 8%„, betonte der Verbandsvorsitzende Andreas Andreadis. „Der Beschluss des Wirtschaftsstabs der Regierung im Mai vergangenen Jahres, und zwar mit Zustimmung der Troika, zur Anhebung der MwSt. in der Gastronomie auf 23%, also einen weltweiten Spitzensatz, war völlig paradox und jenseits jeder wirtschaftlichen Logik„, fügte er an und endete: „Dies vernichtete in wenigen Monaten tausende Unternehmen und zehntausende Arbeitsplätze speziell junger Leute, während es letztendlich auch die Steuereinnahmen des Staates minderte.

Der SETE vertritt, dass – damit der Aufschwung beginnt – „unmittelbar nach den Wahlen die bekannten, dokumentierten und in vielfacher Hinsicht selbstverständlichen Maßnahmen zur Stärkung unseres Tourismus und der Verbesserung seiner Wettbewerbsfähigkeit umgesetzt werden müssen„.

(Quelle: Epikera)

Steuerchaos wegen Erhöhung der Mehrwertsteuer in Griechenland

10. Oktober 2011 / Aufrufe: 1.404 6 Kommentare

Die Anfang September 2011 in Kraft getretene Erhöhung der Mehrwertsteuer auf dem Sektor der Gastronomie in Griechenland hat zu einem wahren Steuer-Chaos geführt.

Infolge der am 01. September 2011 in Griechenland in Kraft getretenen Erhöhung der Mehrwertsteuer für Mineralwasser, Fruchtsäfte, Fast-Food-Produkte, Snacks usw. sowie den globalen Sektor der Gastronomie um 10% (sprich von 13% auf 23%) hat sich die paradoxe Situation ergeben, dass ein und das selbe Produkt sowohl unter den reduzierten (13%) als auch den regulären (23%) Mehrwertsteuersatz fallen kann!

Reichlich einen Monat nach Inkrafttreten der konkreten Mehrwertsteuererhöhung erließ das griechische Finanzministerium einen Runderlass, mit dem allerdings die wirren Bestimmungen nicht etwa korrigiert, sondern offiziell „geklärt“ wurden. Aufgrund welcher Erwägungen der Gesetzgeber zu dem Entschluss kam, dass Mineralwasser ohne Kohlensäure oder eine Blätterteigpastete mit Puddingfüllung mit 13%, Mineralwasser mit Kohlensäure oder eine Blätterteigpastete mit Käsefüllung dagegen mit 23% zu besteuern ist, bleibt also weiterhin ungeklärt. Stattdessen erfolgten umfangreiche „Klarstellungen“, die nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben werden.
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