Archiv

Artikel Tagged ‘flüchtlingskrise’

EU lässt Griechenland auch bei Asylanten hängen

29. April 2016 / Aufrufe: 651 Kommentare ausgeschaltet

Die EU erfüllt abgesehen von allem anderen nicht einmal die Zusage, Griechenland mit Fachkräften und Übersetzern bei der Bewältigung der Flut der Asylanträge zu helfen.

Die Entsendung technischer Stäbe zu den Ägäis-Inseln von Seite der EU bleibt bisher nur auf dem Papier, mit dem Resultat, dass die Asylbehörden täglich 50 bis 60 Anträge untersuchen, was eine sehr geringe Anzahl ist„, betonte der stellvertretende Verteidigungsminister Griechenlands und Leiter des Organs für die Koordinierung der Handhabung der Flüchtlingskrise, Dimitris Vitsas.

Die Asylbehörden arbeiten, jedoch ist ihre Kapazität gering und es ist von sehr großer Bedeutung, dass die auch in der Vereinbarung festgeschriebene Hilfe bezüglich der auf die Inseln kommenden Experten und Übersetzer geschickt wird„, fügte Herr Vitsas in der TV-Sendung „Zweite Lesung“ (Defteri Anagnosi) sprechend an.
Gesamten Artikel lesen »

Der hohe Preis der „Lösung“ der Flüchtlingskrise

28. April 2016 / Aufrufe: 868 Kommentare ausgeschaltet

Die im Flüchtlingsthema mit der Türkei getroffenen Vereinbarung basiert auf faulen Kompromissen und dem Verrat europäischer Werte.

Für die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel gibt es einen außerordentlichen Grund, ein gutes Verhältnis zu dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu wünschen: die Vereinbarung der Europäischen Union mit der Türkei scheint die Flüchtlingskrise bis auf weiteres deeskaliert zu haben.

Frau Merkel kann sich somit nun auf die Kontrolle des politischen Schadens konzentrieren und in der EU ihre Position wiedererlangen, die durch ihr kostspieliges Mitleid im vergangenen Jahr untergraben wurde.
Gesamten Artikel lesen »

Erdogan als Türsteher der EU

18. März 2016 / Aufrufe: 1.807 1 Kommentar

Einem offensichtlich größenwahnsinnigen Möchtegerndiktator den Schutz ihrer Interessen antragend, leistet die EU praktisch den politischen Offenbarungseid.

Was der „Zusammenhalt“ innerhalb der EU derzeit wert ist, dokumentiert ein kurzes Resümee: Die Mitgliedstaaten der EU hatten sich vor ungefähr 7 Monaten auf die Umsiedlung (relocation) von 160.000 Flüchtlingen aus Griechenland und Italien geeinigt. Im Rahmen dieses Verfahrens wurden jedoch bis heute gerade einmal 937 Menschen „umgesiedelt“.

Der stellvertretende Präsident des Europa-Parlaments, Dimitris Papadimoulis, gab über Twitter die offiziellen Angaben des Europäischen Rats an die Öffentlichkeit, und zwar konkret:
Gesamten Artikel lesen »

Isolierung Griechenlands löst nichts

12. Februar 2016 / Aufrufe: 1.388 5 Kommentare

Die Absicht Europas, Griechenland zu isolieren und zu einem riesigen Internierungslager für unerwünschte Immigranten zu machen, wird zu einer neuen humanitären Krise führen.

Wenn der Wunsch gewisser europäischer politischer Führer sich durchsetzen wird, könnte das schwächste Glied der Europäischen Union zu einem riesigen Freilandlager für Flüchtlinge werden. Inmitten der Beunruhigungen, Griechenland schaffe es nicht, die Außengrenzen Europas zu bewachen, sind die Aufrufe zu seiner Isolierung beharrlicher geworden und helfen dem Nachbarstaat Mazedonien (FYROM), seine Grenzen – welche die Flüchtlinge passieren müssen, um ihre Reise nach Norden fortzusetzen – zu schließen und Griechenland aus der Zone des freien Verkehrs der EU, sprich Schengen auszuschließen.

Diese Vorschläge werden Griechenland von der übrigen EU isolieren und zehntausende Asylbewerber in einem politisch und wirtschaftlich verwundbaren Land ohne die Strukturen und Mittel festsetzen, für sie zu sorgen. Den meisten Immigranten ist dies bekannt. Deswegen war Griechenland auch niemals ihr Ziel. Es war einfach nur die Etappe zu wohlhabenderen Staaten in den Tiefen des Kontinents.
Gesamten Artikel lesen »

Tschechien lenkt gegenüber Griechenland ein

24. Dezember 2015 / Aufrufe: 741 1 Kommentar

Nach dem Rückruf des griechischen Botschafters aus Prag mäßigt Tschechien gegenüber Griechenland den Ton und zeigt sich versöhnlich.

Mit einer Einladung des griechischen Außenministers Nikos Kotzias zu einem baldigen Besuch in Prag und einem umgehenden Gegenbesuch seines tschechischen Amtskollegen Lubomir Zaoralek in Athen mäßigt die tschechische Regierung die Töne nach der harten Linie des Außenministers Nikos Kotzias, infolge der wiederholten abfälligen Erklärungen des tschechischen Staatspräsidenten Milos Zeman gegen Griechenland den griechischen Botschafter Panagiotis Sarris zu Beratungen nach Athen zurückzubeordern.

Die vorgestern Abend (22 Dezember 2015) von dem tschechischen Außenministerium – in einem Versuch, die Gemüter zu beschwichtigen – angekündigte Kommunikation zwischen dem tschechischen Außenminister und seinem griechischen Amtskollegen Nikos Kotzias fand am 23 Dezember 2015 nach Beendigung der Kabinettsitzung etwas vor 3:00 Uhr nachmittags statt.
Gesamten Artikel lesen »

Griechenland hätte pleite gehen müssen

24. November 2015 / Aufrufe: 1.362 7 Kommentare

Griechenlands ehemaliger Finanzminister Yanis Varoufakis beharrt auf seiner Position, Griechenland hätte die Gelegenheit nutzen und pleite gehen müssen.

Der ehemalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis „schlug“ nach geraumer Zeit wieder zu  und erklärte gegenüber der Guardian, „die Gläubiger waren mehr daran interessiert, ein Exempel zu statuieren und eine Regierung zu zerschmettern, die sich ihnen zu widersetzen wagte, auf dass andere wie Italien, Irland und Frankreich eingeschüchtert werden. Griechenland wurde wie eine Spielfigur auf einem Schachbrett behandelt, womit die Dinge sehr schwierig waren. Wir hatten eine Gelegenheit (bankrott zu gehen) und verpassten sie. Wir hätten pleite gehen müssen. Sie hätten ihre Haltung geändert und wir hätten die Vereinbarung eines Vergleichs erreicht, jedoch wurde mir nicht erlaubt, diese Waffe zu nutzen.
Gesamten Artikel lesen »

Keine Verquickung der Flüchtlingskrise mit Griechenlands Memorandum

18. Oktober 2015 / Aufrufe: 396 Kommentare ausgeschaltet

Aus Berlin wurde resolut zwischen dem Flüchtlingsproblem und der strengen Umsetzung des Memorandums in Griechenland differenziert.

Sich auf einen Artikel der deutschen Wirtschaftszeitung „Wirtschaftswoche“ beziehend, laut dem Berlin die Absicht hege, „die strenge Umsetzung der Bedingungen des Programms in den Hintergrund rücken zu lassen„, wenn Griechenland mehr Flüchtlinge aufnehmen würde, erklärte der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert, es dürfe keine Verquickung der Flüchtlingskrise mit der Umsetzung der Vereinbarung über das dritte Hilfspaket erfolgen.

Herr Seibert wiederholte ebenfalls, es sei notwendig, in dem Gebiet zwischen Griechenland und der Türkei in der Ägäis eiligst eine „koordinierte Situation“ wiederherzustellen, damit dort nicht die Flüchtlings-Schlepper unkontrolliert agieren.
Gesamten Artikel lesen »

Griechenland als deutsche „Sonderdeponie“

18. Oktober 2015 / Aufrufe: 1.025 1 Kommentar

So viel Geld Deutschland auch bieten mag, lässt das Problem mit den Flüchtlingen und Immigranten sich nicht lösen, indem sie einfach in Griechenland festgesetzt werden.

Es wurde zutreffend geschrieben, „vor einigen Jahrzehnten war eine der Hauptsorgen unserer europäischen Partner, ihren Giftmüll loszuwerden. Um dies zu erreichen, waren sie bereit, die Länder reichlich zu bezahlen, die den Müll einlagern würden und denen dafür Investitionen usw. versprochen wurden.

Der heutige Müll, den die reichen europäischen Partner entsorgen möchten, sind Menschen, und man hat bereits auch die sanitäre Deponie für ihre Einlagerung ausgesucht: Griechenland!

Gesamten Artikel lesen »

Deutschland stellt Griechenland eine neue Falle

17. Oktober 2015 / Aufrufe: 2.137 3 Kommentare

Ein Deal, Flüchtlinge und Immigranten erst gar nicht aus Griechenland herauszulassen oder wieder dorthin zurückzuschicken, könnte sich als böse Falle erweisen.

Die Wirtschaftskrise hat Kosten für die Regierungen, so wie es das Immigrationsthema für Frau Merkel hat. Die Vermählung der Wirtschaftskrise mit dem Flüchtlingsproblem stellte eine Herausforderung dar. Wohin führt dies jedoch?

Vor einigen Jahrzehnten war eine der Hauptsorgen unserer europäischen Partner, ihren Giftmüll loszuwerden. Um dies zu erreichen, waren sie bereit, die Länder reichlich zu bezahlen, die den Müll einlagern würden und denen dafür Investitionen usw. versprochen wurden. Die Zeiten haben sich jedoch geändert.
Gesamten Artikel lesen »

Deutschland kämpft mit den Gespenstern seiner Vergangenheit

30. September 2015 / Aufrufe: 654 1 Kommentar

Die Notwendigkeit, den Zusammenhalt Europas zu erhalten, schaffen für Merkel Gelegenheiten, Deutschland zu einem weniger zaghaften Hegemon zu machen.

Das dominante Land Europas tritt aus seinem Schatten heraus. Siebzig Jahre nach der Besiegung Deutschlands im 2. Weltkrieg gibt die Regierung der Kanzlerin Merkel ein Signal der Bereitschaft, eine größere Rolle in der Bewältigung der Krisen auf der Welt zu übernehmen, ohne zu fürchten, Verbündete wie die USA zu beleidigen.

Durch die Flüchtlingskrise zu mehr internationaler Aktivität geführt rief Merkel am vergangenen Mittwoch Europa auf, eine „aktivere Innenpolitik“ mit größeren Bemühungen zu adoptieren, dem syrischen Bürgerkrieg, sprich dem Anlass, aus dem Millionen Menschen auf der Suche nach Sicherheit flüchten, ein Ende zu setzen. Merkel sagte ebenfalls, zusammen mit der Sicherstellung der Hilfe Russlands, der Türkei und des Irans bedeute dies einen Dialog mit Bashar al-Assad, was sie zu dem ersten Führer eines großen westlichen Staates macht, der Gespräche mit dem syrischen Präsidenten aufnimmt.
Gesamten Artikel lesen »