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Artikel Tagged ‘finanzierungslücke’

Plan B – IWF will Griechenland loswerden

23. September 2014 / Aufrufe: 1.061 Kommentare ausgeschaltet

IWF und Kommission stellen sich auf die Entlassung Griechenlands aus dem Memorandum ein, womit sich jedoch eine Gleichung mit mehreren Unbekannten ergibt.

In Washington wird – und zwar in ständiger Kommunikation mit Brüssel – ein Plan B für den Tag nach dem griechischen Programm vorbereitet, da aus den mit griechischen Amtsträgern erfolgenden privaten Gesprächen, aber auch aus den aus Athen gesendeten Signalen offensichtlich ist, dass die Regierung Samaras nicht vorhat, mit einem Memorandum „am Hals“ in die sich abzeichnenden (vorgezogenen) Parlamentswahlen zu gehen.

Das wegen des unterschiedlichen Zeitplans der Kreditvereinbarungen mit dem Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Kommission (die eine endet im ersten Quartal 2016 und die andere Ende 2014) so wie so existierende Problem scheint auf keine andere Weise als nur mit der … gleichzeitigen Beendigung der Finanzierung zu lösen zu sein, sprich der Weigerung Athens, die für die kommenden eineinhalb Jahre vorgesehenen (weiteren) Kredite des IWF anzunehmen – welcher Perspektive sich grundsätzlich weder der Fonds noch die Europäer entgegen zu stellen scheinen.
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Griechenland will Scheidung von IWF

22. September 2014 / Aufrufe: 864 Kommentare ausgeschaltet

Die griechische Regierung erwägt, auf die restlichen Kredite des IWF zu verzichtet und eine endgültige Loslösung von dem Memorandum zu erreichen.

Die griechische Regierung arbeitet an einem Szenarium des Verzichts auf den Rest der Kredite des Internationalen Währungsfonds für 2015 und 2016, um Griechenland endgültig aus dem Memorandum herauszuführen.

Finanzminister Gkikas Chardouvelis umriss den Kurs der nächsten Züge der Regierung für eine „samtene“ Scheidung von dem IWF, um das Herauskommen aus den Memoranden und die Vermeidung eines neuen Hilfspakets sicherzustellen. „Der IWF will nicht allein Kredite geben, während die Europäer nicht damit zufrieden sind, dass Griechenland sich nur bei dem IWF Geld leiht und sie außen vor bleiben„, meinte er gegenüber Bloomberg TV.
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Griechenland: Die Gläubiger und der … Schrecken der doppelten Sackgasse

4. August 2014 / Aktualisiert: 20. November 2014 / Aufrufe: 527 Kommentare ausgeschaltet

In Athen schwinden die Hoffnungen, einen neuen Kredit des europäischen Mechanismus und das damit zwangsläufig einhergehende neue Memorandum vermeiden zu können.

Abgesehen von den Übungen der kommunikativen Handhabung der schwierigen Verhandlung mit der Troika („wir haben sie aus Athen vertrieben, wir werden ihnen in Paris begegnen“!) stellt die griechische Regierung erschrocken fest, dass sie auch zu dieser Verhandlung mit einer sehr geschwächten Position antritt und es großer Zugeständnisse von Seite der ausländischen Gläubiger bedarf, damit eine doppelte Sackgasse vermieden wird.

Abgesehen natürlich von der bereits schwierigen Befolgung der Maßnahmen des Programms des Memorandums beziehen sich die beiden Hauptprobleme auf die strategische Planung der volkswirtschaftlichen Handhabung und die Belastungsfähigkeit der Banken bei den neuen Prüfungen durch die europäischen Behörden bezüglich der ausreichenden Kapitalausstattung. Für Athen ist es von kapitaler Bedeutung, dass die internationalen Gläubiger auf diesen beiden Bereichen „Wasser in ihren Wein gießen“, weil anderenfalls die Regierung aufgefordert sein wird, sehr „schwere“ volkswirtschaftliche Maßnahmen zu ergreifen und durch ein neues Memorandum gebunden zu werden, was mit mathematischer Sicherheit zu ihrer politischen Vernichtung führen würde.
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Troika drängt auf neuen Kredit für Griechenland

16. Juli 2014 / Aufrufe: 1.816 3 Kommentare

Die Troika drängt auf einen neuen Kredit für Griechenland, der unweigerlich mit einem neuen Memorandum und weiteren Auflagen einhergehen wird.

Der Koalitionsregierung unter Antonis Samaras steht ein „verdammter“ September bevor, da die am vergangenen Mittwoch (09 Juli 2014) zu einer Zwischenprüfung wieder in Athen eingetroffene Delegation der Troika keinen Zweifel daran lässt, alles andere als „nachsichtig“ gestimmt zu sein.

Die griechische Regierung ist aufgefordert, eine außerordentlich schwierige Gleichung mit wenigstens vier … Unbekannten zu lösen, um das wirtschaftliche Programm in der Bahn zu halten – und zwar in einem zerbrechlichen politischen Umfeld, das möglicherweise noch bis Ende des laufenden Jahres Neuwahlen herbeizuführen vermag.
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Griechenland will kein drittes Hilfspaket!

28. Juni 2014 / Aufrufe: 417 Kommentare ausgeschaltet

In einem Interview an das deutsche Handelsblatt erklärte Premierminister Antonis Samaras, Griechenland brauche kein drittes Hilfspaket.

Athen will kein drittes Hilfspaket“ lautet der Titel eines vorab in der elektronischen Ausgabe der Wirtschaftszeitung „Handelsblatt“ veröffentlichten Auszugs eines Interviews des Premierministers Antonis Samaras.

In dem Interview beharrt der Premierminister darauf, dass Griechenland die Rezession hinter sich lässt, zeigt sich positiv hinsichtlich der Reduzierung der Verschuldung und erklärt bezüglich der aktuellen Diskussion über eine mögliche Lockerung des Stabilitätspakts: „Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum gehen miteinander her.
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IWF an Griechenland: entweder Reformen oder neue Kürzungen

13. Juni 2014 / Aufrufe: 1.020 Kommentare ausgeschaltet

In seinem aktuellen Bericht stellt der IWF Griechenland unmissverständlich vor die Wahl, entweder die Reformen voranzutreiben oder zu neuen Kürzungen zu schreiten.

Wenn ihr bis zu den nationalen Wahlen 2016 nicht Gehälter und Renten kürzen oder die Steuern erhöhen wollt, müsst Ihr eine dramatische Verbesserung der Effizienz des öffentlichen Sektors erzielen.“ Dies scheint die zentrale Botschaft des Berichts des Internationalen Währungsfonds (IWF) an Griechenland zu sein, der nach Verzögerungen „technischen Charakters“, die seine Bekanntgabe noch vor der am vergangenen Wochenende erfolgten Regierungsumbildung verhinderten, erst am 10 Juni 2014 an die Öffentlichkeit gegeben wurde.

(Anmerkung:  Die Legislaturperiode der derzeitigen Koalitionsregierung unter Antonis Samaras endet formal Mitte 2016, angesichts der aktuellen politischen Verhältnisse wird jedoch mit vorgezogenen Parlamentswahlen bereits im Jahr 2015 gerechnet.)
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