Archiv

Artikel Tagged ‘ferrostaal’

Der lange Zeibekiko des ehemaligen Ministers Tsochatzopoulos in Griechenland

19. April 2012 / Aufrufe: 1.471 4 Kommentare

Wie sich das Hätschelkind des Andreas Papandreou, das zeitweise sogar die Position des Premierministers in Griechenland beanspruchte und der mächtigste Verteidigungsminister seit dem Regimewechsel wurde, als Angeklagter wiederfand.

Bis zum Mittwoch (11 April 2012) der orthodoxen Karwoche glaubte kaum jemand, dass Herr Akis Tsochatzopoulos sich in der Situation des Verhafteten wiederfinden würde. Nicht einmal er selbst, der sich – die Kritik, die Beschimpfungen und die Verachtung der Leute ignorierend – bisher frei in Athen bewegte, manchmal mit einem kleinen weißen Smart, manchmal mit einem … champagnerfarbenen Mercedes. Er kümmerte sich sogar auch nicht um die Warnungen seiner Kollegen – wie es sich in der vergangenen Woche ereignete, als ihm der ehemalige Abgeordnete der Nea Dimokratia (ND) Anastasios Karamarios beim Verlassen eines Bekleidungsgeschäfts im Athener Nobelvorort Kolonaki begegnete: „Akis, mit solchen Beschuldigungen auf Deinem Buckel wirst Du ins Gefängnis gehen, Du wirst nicht davonkommen„, hatte er ihn gewarnt. Und Akis grinste ihn an und meinte: „Auf keinen Fall, weil ich Unterlagen habe, mit denen ich antworten werde und sich alles klären wird, das sind alles Verleumdungen, sie spielen ein politisches Spielchen.

Herr Tsochatzopoulos war offensichtlich von der Straffreiheit der Politiker überzeugt. Außerdem war nach so vielen Skandalen, Untersuchungsgremien und Voruntersuchungsausschüssen bisher abgesehen von „Athanasopoulos, wegen der Geschichte mit dem Mais„, kein einziger Politiker verhaftet worden. Den „Bürgern von Jerusalem“ (= Insidern) war allerdings bekannt, dass das Verteidigungsministerium, in dem Akis über lange Zeit diente, potenziell ein fruchtbarer Boden für Skandale ist. Wie fand sich jedoch der Mensch, der mit der reinrassigen ersten sozialistischen Fraktion der PASOK-Partei liiert war, der Mensch, der beinahe Premierminister geworden wäre, einer der bedeutendsten Minister der Regierung, mit stärksten Beziehungen und Bekanntschaften im In- und Ausland, in der Karwoche unter der Beschuldigung wegen Schmiergelder von Millionen Euro in der Kripo-Zentrale wieder?
Gesamten Artikel lesen »

Ehemaliger Verteidigungsminister Tsochatzopoulos in Griechenland in U-Haft

17. April 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 276 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland wurde der ehemalige Verteidigungsminister Akis Tsochatzopoulos am orthodoxen Ostermontag in Untersuchungshaft genommen.

Nach seiner mehrstündigen Aussage vor dem Untersuchungsrichter am orthodoxen Ostermontag (16 April 2012) wurde der bereits am vergangenen Mittwoch vorläufig festgenommene ehemalige Verteidigungsminister Akis Tzochatzopoulos (siehe auch Ehemaliger Verteidigungsminister in Griechenland wegen Geldwäsche verhaftet) auf einstimmigen Beschluss des Untersuchungsrichters und des Staatsanwalts in Untersuchungshaft genommen.

Laut der Klageschrift, die allein bezüglich des Skandals um die U-Boote der deutschen Ferrostaal über 1.000 Seiten umfasst, soll Akis Tsochatzopoulos in seiner Amtszeit als Verteidigungsminister im Rahmen der Vergabe von Rüstungsaufträgen angenommene Schmiergelder in Höhe von zig Millionen Euro über sogenannte Offshore-Gesellschaften „gewaschen“ haben, deren stiller Inhaber er war.

Informationen zufolge soll der ehemalige Minister die ihm angelasteten Beschuldigen sowie speziell auch die Eigenschaft des stillen Inhabers der strittigen Offshore-Firmen abgestritten und unter anderem ebenfalls betont haben, die ihm vorgeworfenen Delikte seien inzwischen verjährt. Der Antrag der Verteidigung auf eine Vertagung der Vernehmung, um die umfangreiche Klageschrift studieren zu können, wurde abgelehnt.

(Quelle: in.gr)

Bankkonten des Akis Tsochatzopoulos in Griechenland gesperrt

14. April 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 528 4 Kommentare

Auf Anweisung der Staatsanwaltschaft wurden in Griechenland die Bankkonten des ehemaligen Ministers Akis Tsochatzopoulos und vier seiner Mitangeklagten gesperrt.

Die Vorsitzende der Staatsanwaltschaft des Landgerichts, Eleni Raikou, erteilte die Anweisung zur Blockierung der Bankkonten des ehemaligen Verteidigungsministers Akis Tsochatzopoulos und seiner vier Mitangeklagten in der Sache der Legalisierung von Einkünften aus illegaler Aktivität (sprich unter anderem der Schmiergelder, die von der deutschen Ferrostaal für die Bestellung von U-Booten gezahlt wurden, siehe auch Ehemaliger Verteidigungsminister in Griechenland wegen Geldwäsche verhaftet).

Die Staatsanwältin verlangt in ihrer Verfügung die Blockierung aller in Griechenland geführten Bankkonten der fünf Angeklagten, gegen welche der Sonderuntersuchungsrichter wegen des Verdachts der Fluchtgefahr Haftbefehle erließ. Neben dem ehemaligen Minister, der zu dem Fall am orthodoxen Ostermontag (16 April 2012) aussagen wird, betrifft die Blockierung der Bankkonten:

  • Nikos Zigras, Vetter des Akis Tsochatzopoulos, der laut dem Bericht der Staatsanwaltschaft als „rechte Hand“ des ehemaligen Ministers gilt.
  • Evfrosyni Lampropoulou, Buchhalterin und Vertreterin in Griechenland der drei Offshore-Gesellschaften (u. a. der TORCASO), die dem ehemaligen Minister zugerechnet werden.
  • Giorgos Sachpatzidis, der in Immobilien-Transaktionen zwischen der TORCASO und dem Vatopedi-Kloster involviert und Unternehmer und Hauptaktionär der Fussball-AG PAOK ist.

Die drei vorstehenden Angeklagten werden am kommenden Dienstag (17 April 2012) vor dem Untersuchungsrichter aussagen.

Der Beschluss zur Blockierung der Konten betrifft auch Aristerios Ikonomidis, der am orthodoxen Kardonnerstag (12 April 2012) nach seiner Aussage vor dem Untersuchungsrichter in Untersuchungshaft genommen wurde und Hauptaktionär einer Gesellschaft ist, die seit 2001 in Erscheinung tritt, an dem Haus in der Straße Dionysiou Areopagiti Reparaturen ausgeführt und ebenfalls die Eigentumswohnung in der Straße Dinokratous im Bezirk Kolonaki an die Tochter des ehemaligen Minister verkauft zu haben. Der Angeklagte soll die gegen ihn erhobenen Beschuldigungen bestritten und argumentiert haben, dass sich im Verlauf der Untersuchung seine Unschuld erweisen werde.

(Quelle: in.gr)

Ehemaliger Verteidigungsminister in Griechenland wegen Geldwäsche verhaftet

12. April 2012 / Aufrufe: 1.000 4 Kommentare

In Griechenland wurde der in den Schmiergeldskandal um die U-Boote von der deutschen Ferrostaal verwickelte ehemalige Verteidigungsminister Akis Tsochatzopoulos verhaftet.

Der ehemalige Minister Akis Tsochatzopoulos wurde am Morgen des Mittwoch (11 April 2012) in seinem Haus in der Dionysiou Aeropagitou verhaftet, nachdem zu seinen Lasten ein Haftbefehl des Sonderuntersuchungsrichters des Landgerichts und der Staatsanwaltschaft ausgestellt worden war, die ein getrenntes Verfahren wegen des Vermögens des Politikers und der Weise des Erwerbs der Vermögenswerte einleiteten, wonach letztere es aus der Wäsche von Schwarzgeld und konkret des Schmiergelds für den Kauf der U-Boote von der deutschen Firma Ferrostal herrührt.

In dem einen Haus der Tochter Areti des ehemaligen Ministers wurden 6 Goldbarren gefunden. Ein Durchsuchung wurde ebenfalls im Haus des auch in den Siemens-Skandal verwickelten Unternehmers Pavlos Nikolaidis durchgeführt, der ein enger Freund des Herrn Tsochatzopoulos ist. Die Durchsuchung in den Häusern seiner Tochter (in Kolonaki und Palio Psychiko) erfolgte im Beisein des Staatsanwalts G. Dragatsis.

Areti Tsochatzopoulou sowie auch die Ehefrau des ehemaligen Ministers sind in die Sache verwickelt, befinden sich jedoch nicht unter den Personen, gegen welche der Untersuchungsrichter Haftbefehle erließ. Akis Tsochatzopoulos wurde von vermummten Beamten der Unterdirektion für organisierte Kriminalität begleitet am Nachmittag der Staatsanwaltschaft des Landgerichts und anschließend dem Untersuchungsrichter vorgeführt, um eine Frist für die Vorbereitung seiner Verteidigung zu erhalten. Letzten Informationen zufolge wurde die Aussage vor dem Untersuchungsrichter auf kommenden Montag (16 April 2012) angesetzt und Akis Tsochatzopoulos wird solange in Polizeiarrest bleiben.
Gesamten Artikel lesen »

Artikel weiterlesen: Seite 1 Seite 2