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Gesegnetes Griechenland, kleine Inseln und große Interessen

15. Oktober 2012 / Aktualisiert: 02. Juli 2013 / Aufrufe: 757 1 Kommentar

Autor: Panos Kolokotronis / Vradyni

Thema: Troika verlangt Evakuierung dünnbesiedelter Inseln in Griechenland

War es nicht der deutsche „Spiegel“, der vertrat, der Stab der Troika in Griechenland sei gar nicht so „technokratisch“, sondern treibe politische Interessen voran? Kurz gesagt, sogar auch wenn die Nachricht dementiert wird, dass die in Rede stehenden Herren – sei es auch formlos – verlangten oder vorschlugen, die Bewohner der kleinen griechischen Inseln sollen ihre Heime verlassen, könnte dies nicht aus anderen Gründen gesagt worden sein?

Ich erkläre: Währen all der vergangenen Jahre wurde von unabhängigen Forschern und von Kollegen viel über die Existenz signifikanter Vorkommen an Erdöl, Erdgas und anderen wertvollen Mineralen im Boden und unter dem Meer Griechenlands diskutiert. Damals wurden alle beleidigt, welche die einschlägigen Behauptungen vorbrachten. Das Thema war sogar bis in das Parlament gelangt, wo sich – wenn ich mich recht erinnere – Herr Pangkalos abwertender Phrasen bediente – damit wir nicht denken, das Parlament würde nur heute von einigen seiner Vertreter unterschätzt.

Im Verlauf der zeit – und relativ schnell – entdeckten wir Lagerstätten! Praktisch in Bestätigung aller Berichte, die vor fünf oder zehn Jahren das Licht der Öffentlichkeit erblickten, vertritt die Regierung heute offiziell, ja, wir haben all das, aber es ist doch nicht so viel! Aber, wenn es dies schließlich nicht war, warum beginnen wir uns plötzlich gegen jede Art externer Faktoren zu wehren, die etwas von der Ägäis, dem kretischen und dem libyschen Golf anstreben?

Weil wir auf der einen Seite die Türken haben, welche die Ägäis in ein „Meer des Friedens“ verwandeln wollen und darauf abzielen, gemeinsam mit den Griechen … etwas auszubeuten, und auf der anderen Seite sollen wir – wenn das Verlangen der Troikaner nicht fiktiv war – auch die Bewohner der Insel Gavdos umsiedeln, damit sie als „unbewohnte“ Insel nicht gar morgen oder übermorgen in die griechische Ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) eingegliedert wird. Und es ist offensichtlich, dass die Vorkommen im Libyschen Golf gleichermaßen signifikant sind. Es sei an ein neuliches Telegramm von Reuters erinnert, laut dem der Wert der Vorkommen unter den griechischen Seegebieten mit konservativen Schätzungen 600 Mrd. Dollar tangiert.

Die internationale Nachrichtenagentur vertritt sogar, dass die in Rede stehenden Vorkommen auf Basis offensichtlich gewisser Messungen und Schätzungen viele gemeinsame Merkmale mit dem israelischen Gasfeld „Leviathan“ aufweisen. Womit wir uns vorstellen, um welche Energie-Ressourcen es geht. Auf jeden Fall sogar auch für einen Zusammenstoß geeignet, wenn wir die Konfrontationsfelder internationaler Interessen bedenken. Und gleichermaßen geeignet, damit – wir stellen eine einfache Überlegung an – unser Land sich im Schraubstock der Troika, also laut dem „Spiegel“ zwischen den Interessen von Brüssel und Washington befinden.

Quelle: Vradyni, S. 2
Deutsche Übersetzung: Griechenland-Blog

Troika verlangt Evakuierung dünnbesiedelter Inseln in Griechenland

12. Oktober 2012 / Aufrufe: 1.018 3 Kommentare

Ein Stab der Troika verlangte von Griechenland die Evakuierung aller Inseln mit bis zu 150 Einwohnern, da diese den Staatshaushalt belasten.

Unter dem Titel „Thomsen ist verrückt geworden. Jemand muss ihn zurückpfeifen.“ publizierte das griechische Portal „Proto Thema“ die Meldung, die Troika habe von der griechischen Regierung die Evakuierung aller griechischen Inseln mit bis zu 150 Einwohnern verlangt und dies damit begründet, dass diese Inseln den staatlichen Haushalt belasten.

Diese Enthüllung, die allen die Sprache verschlug, machte der Minister für Seefahrt und Ägäis, Kostis Mousouroulis, als er am Mittag des Donnerstag (11 Oktober 2012) im Marine-Club von Piräus vor mehr als 70 Vertretern der griechischen Schifffahrts-Industrie sprach.

Der Minister teilte mit, ein technischer Stab der Troika habe von dem Ministerium für Seefahrt und Ägäis verlangt, einen Plan zur Evakuierung der Inseln auszuarbeiten, welche bis zu 150 Einwohner haben, da laut einer von ihnen erstellten Studie diese Inseln den Staatshaushalt belasten. „Wir antworteten ihnen umgehend, sie seien nicht richtig im Kopf. Darüber verhandeln wir nicht.„, erklärte Seefahrtsminister Kostis Mousouroulis.

An diesem Punkt intervenierte der Kapitän Panagiotis Tsakos und fragte den Minister: „Herr Minister, hat das ein Grieche gesagt oder ein Ausländer?„, um von dem Minister die Antwort zu erhalten: „Es war ein Ausländer, aber ich möchte, dass das Thema hier beendet wird !!!!!“ Anwesend war ebenfalls die Reederin Angeliki Frangkou.

Die Diskussion des Themas wurde von den Troikanern nicht fortgesetzt, jedoch ist es aufzeigend für ihre Absichten, da sie verlangen, dass ganze Inselgebiete entvölkert und tausende Familien entwurzelt werden. „Sie schlugen eine moderne Vertreibung vor. Die spinnen doch.„, erklärte einer der Anwesenden in einem Gesprächsgrüppchen.

Laut Kreisen des Ministeriums für Seefahrt und Ägäis wurden über das Thema die höheren Stäbe der Regierung informiert. Das Finanzministerium bemühte sich zu dementieren, dass die Troika ein solches Thema gestellt habe. Später wurde allerdings seitens des Seefahrtsministeriums versucht, das Thema herunterzuspielen, indem gesagt wurde, das Thema sei nicht an den Minister, sondern bei einer Begegnung dienstlicher Faktoren des Ministeriums mit einem Stab der Troika gestellt worden.

Unwiderlegbare Zeugen für das, was Herr Mousouroulis gesagt hatte, sind jedenfalls dutzende Reeder, die im Marine-Club von Piräus anwesend waren und mit ihren eigenen Ohren hörten, was der Minister sagte.

(Quelle: Proto Thema)

Evakuierungen wegen Waldbrand auf Chios in Griechenland

19. August 2012 / Aufrufe: 668 Keine Kommentare

Wegen eines Großbrands auf der Insel Chios in Griechenland wurden drei Dörfer vorsorglich evakuiert und Kräfte des Militärs mobilisiert.

Im Kampf mit den Flammen stehen Kräfte der Feuerwehr auf der griechischen Insel Chios, um einen Großbrand unter Kontrolle zu bringen, der am Samstag (18 August 2012) in den frühen Morgenstunden in einem Waldgebiet bei Karies (Καρυές) im Zentrum der Insel ausbrach. Die von erstickenden Rauchschwaden überzogenen Dörfer Lithi (Λιθί), Elata (Eλάτα) und Vessa (Βέσσα) wurden vorsorglich evakuiert.

In den Bemühungen um die Eindämmung des Feuers sind auch Kräfte des Militärs im Einsatz. Die Bekämpfung der Feuersbrunst gestaltet sich besonders schwierig wegen der starken Winde, die vermutlich nicht vor Sonntag (19 August 2012) nachlassen werden. Der Brand frisst sich durch Pinienwälder und Flächen mit niedriger Vegetation. Das Feuer erstreckt sich über 25 Kilometer, mit Hauptfronten bei Pyrgi (Πυργί) und St. Georgio-Sikousi (Άγ.Γεώργιο-Σικούσι), und vernichtete inzwischen auch kultivierte Flächen und einzelne Gebäude, Ansiedlungen sind jedoch bisher nicht unmittelbar bedroht.

Bei der Bekämpfung des Brandes sind 50 Feuerwehrleute mit 17 Fahrzeugen, 62 unmotorisierte Einsatzkräfte und 79 Soldaten im Einsatz. Die Wasserabwürfe aus der Luft wurden am Samstagabend mit Einbruch der Dunkelheit eingestellt und werden am Sonntag wieder aufgenommen werden. Weitere Kräfte wurden auch aus anderen Regionen mit den Schiffen „Nisos Chios“ und „Patmos“ entsandt, während am Samstagabend um 20:30 von Elevsina ein Landungsboot der Kriegsmarine ablegte, welches 20 bemannte Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr nach Chios bringt.

Auf der Insel Chios befindet sich bereits der Befehlshaber der Oberkommandozentrale ASDEN, Generalleutnant Visilios Tellidis, um die Mobilisierung der Streitkräfte und deren Beteiligung zu koordinieren. Die Streitkräfte wurden in Dauerbereitschaft versetzt, um analog zu den sich ergebenden Bedürfnissen und von den zuständigen Behörden eingehenden Anfragen weitere Kräfte und Mittel bereitzustellen. Wegen der widrigen Wetterverhältnisse und des Ausmaßes des Brandes wurden ebenfalls die Kräfte der Feuerwehr des Verwaltungsbezirks Nordägäis in allgemeine Bereitschaft versetzt.

(Quelle: in.gr)

4 Hotels auf Kos in Griechenland wegen Brand evakuiert

9. August 2012 / Aufrufe: 2.295 6 Kommentare

Auf der Insel Kos in Griechenland schritt die Feuerwehr wegen eines am 08 August 2012 ausgebrochen Flächenbrands zur Evakuierung von 4 Hotels.

Das Feuer war am Mittwochvormittag (08.08.2012) in dem Gebiet „Kardamena“ ausgebrochen und begann sich bedrohlich den in Rede stehenden Hotelanlagen zu nähern, woraufhin die Feuerwehr zur Evakuierung der Häuser schritt. Der dicke Rauch hatte sogar bereits bei etlichen Touristen Atembeschwerden verursacht.

Am Nachmittag des selben Tages waren 14 Feuerwehrleute mit drei Fahrzeugen, ein Helikopter und zwei Löschflugzeuge in dem Versuch im Einsatz, die Feuerfront unter Kontrolle zu bringen.

(Quelle: Enikos.gr)