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Artikel Tagged ‘eurozone’

Grexit hat immer noch die meisten Chancen

21. Juli 2015 / Aktualisiert: 06. Februar 2017 / Aufrufe: 2.836 4 Kommentare

Ein Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone scheint immer noch die meisten Chancen zu haben und wird möglicherweise sogar infolge einer Revolte geschehen.

Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras hätte niemals Yanis Varoufakis zu seinem Finanzminister machen dürfen. Oder er hätte auf ihn hören und ihn behalten müssen. Stattdessen wählte der griechische Premierminister die schlimmste Alternative von allen.

Er befolgte den Rat des Herrn Varoufakis bezüglich der Ablehnung des Vorschlags der Gläubiger – bis zu vergangenen Woche. Während Herr Tsipras dies tat, machte er jedoch einen wahrscheinlich kritischen Fehler, indem er den Plan B des Herrn Varoufakis für den Moment zurückwies, in dem die Banken des Landes schlossen: umgehende Einführung einer parallelen Währung – von IOUs, ausgegeben von dem griechischen Staat, jedoch auf Euro lautend.
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Merkel und Schäuble sagen nicht die Wahrheit über Griechenland

19. Juli 2015 / Aufrufe: 3.217 3 Kommentare

Angela Merkel und Wolfgang Schäuble sollten endlich ernsthaft über einen Schnitt oder sogar auch die Streichung der Verschuldung Griechenlands nachdenken.

Rolf Wenkel von der Deutschen Welle meint, in dem „griechischen Drama“ sagten alle Seiten die Wahrheit analog zu ihren Interessen. Und das gilt nicht nur für die linke Regierung in Athen, sondern auch für das Zwillingsgespann Merkel – Schäuble.

Die deutsche Kanzlerin, der deutsch Finanzminister und ihre Kollegen in der EU sind Experten in der Technik der öffentlichen Verneinung der Realität. Sie beharren mit Nachdruck darauf, dass eine Entlastung oder Beschneidung der Verschuldung für Griechenland nicht nötig ist, und tun so, als ob Athen die Schulden angeblich irgendwann in ferner Zukunft abzahlen könnte.
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Kommission gesteht Problem bei Griechenlands Verschuldung ein

17. Juli 2015 / Aufrufe: 1.066 1 Kommentar

Die Europäische Kommission gesteht in einem aktuellen Bericht das Tragfähigkeits-Problem der öffentlichen Verschuldung Griechenlands ein.

Die Europäische Kommission schritt zu dem Eingeständnis, dass es ein Problem mit der Tragfähigkeit der öffentlichen Verschuldung Griechenlands gibt, merkt jedoch an, das Thema werde nach der Ratifizierung der Vereinbarung zwischen Griechenland und Europa und dem Beginn der Reformen untersucht werden.

Die Analyse der Kommission über die Tragfähigkeit der griechischen Verschuldung, die auf das Ersuchens der griechischen Regierung nach einem neuen Hilfsprogramm erstellt wurde, stellt fest, dass damit gerechnet wird, dass das Verhältnis der griechischen Verschuldung zum BIP sich 2020 auf 165% und 2022 auf 150% belaufen wird, wenn Griechenland zufriedenstellende Maßnahmen zu seiner Reduzierung trifft, weil es anderenfalls entsprechend 187% und 176% erreichen könnte. Die Prognose der Kommission hat sich im Verhältnis zu dem Bericht von April 2014, als geschätzt wurde, die Verschuldung werde sich 2020 auf 125% des BIP und bis 2022 auf 112% belaufen, sogar erheblich verschlechtert.
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Matt Carth gratuliert Griechenland zu Tapferkeit und Mut

16. Juli 2015 / Aufrufe: 1.122 Kommentare ausgeschaltet

Der irländische Europa-Abgeordnete Matt Carthy gratuliert Griechenlands Regierung zu dem gegenüber den Flegeln der EU gezeigten ungeheuren Mut.

Der irländische Europa-Abgeordnete der „Sinn Féin“, Matt Carthy, betonte in einer Erklärung die „ungeheure Tapferkeit und den Mut, den die griechische Regierung in den letzten aufeinanderfolgenden schweren Monaten zeigte„, und hob hervor, „es wurde die völlige Aufgabe der fundamentalen Prinzipien enthüllt, auf den angeblich die EU gebaut wurde„.

Die vollständige Erklärung Matt Carthy’s lautet:
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Es wäre unzumutbar, von Griechenland noch mehr zu verlangen

13. Juli 2015 / Aufrufe: 1.027 2 Kommentare

Nobelpreisträger Joseph Stiglitz lastet Deutschland mangelnde Solidarität an und bezichtigt die europäischen Führer der Heuchelei.

In einem am Rand der internationalen Konferenz über Entwicklungsfinanzierung an die französische Nachrichtenagentur gegebenen Interview attackierte der Ökonom und Nobelpreisträger Joseph Stiglitz Deutschland und warf ihm vor, mit seiner Haltung in der griechischen Krise „hat es Europa einen erheblichen Schlag zugefügt„.

Deutschland hat einen Mangel an Solidarität gezeigt. Eine Eurozone kann nicht ohne ein Minimum an Solidarität existieren. Diese Krise hat die gemeinsame Vision und die europäische Solidarität völlig untergraben. Das ist eine Katastrophe.„, urteilt Stiglitz und fügt an, es wäre „absurd“, bei den andauernden Verhandlungen in Brüssel von Griechenland „noch mehr“ zu fordern.
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Warum Schäuble Griechenland aus der Eurozone drängen will

12. Juli 2015 / Aktualisiert: 05. Oktober 2017 / Aufrufe: 8.351 13 Kommentare

Yanis Varoufakis attackiert mit einem Artikel in der Zeitung Guardian Wolfgang Schäuble, dem er anlastet, Griechenland absichtlich aus der Eurozone drängen zu wollen.

Der ehamlige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis führt in seinem Beitrag im Gurdian an, nach Monaten der Verhandlungen der Ansicht zu sein, dass der deutsche Finanzminister Griechenland aus der gemeinsamen Währung hinausdrängen will, um bei den Franzosen die Angst zu säen und sie zu zwingen, sein Modell einer Eurozone der Disziplin zu akzeptieren.

Schäuble ist überzeugt, dass es so, wie die Dinge liegen, einen Grexit geben muss, damit sich die Lage auf die eine oder andere Weise klärt„, führt Herr Varoufakis charakteristisch an.
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Griechenland und die Endgame-Theorie …

7. Juli 2015 / Aktualisiert: 06. Februar 2017 / Aufrufe: 2.410 2 Kommentare

Nach dem Nein bei dem Referendum am 05 Juli 2015 in Griechenland haben die europäischen Organe nun zwei kritische Entscheidungen zu treffen.

Die griechische Entscheidung für das „Nein“ bedeutet, dass die Führer der Eurozone eine seismische Entscheidung zu treffen haben. Die Ergebnisse der Volksabstimmung des 05 Juli 2015 darüber, ob die Griechen eine neue Rettung durch ihre offiziellen Gläubiger akzeptieren müssen, zeigen auf, dass ungefähr 61% der Bevölkerung „Nein“ sagen.

Mit dem Umstand als gegeben, dass dies eine tatsächliche Ablehnung der Eurozone ist, haben die europäischen Organe nun zwei kritische Entscheidungen zu treffen.
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Ergebnis des Referendums in Griechenland

6. Juli 2015 / Aktualisiert: 03. Oktober 2017 / Aufrufe: 2.806 15 Kommentare

Bei dem Referendum am 05 Juli 2015 in Griechenland stimmte die Mehrheit der Wähler mit Nein und bestätigte damit die SYRIZA Regierung in ihrer Verhandlungsstrategie.

Die formale Fragestellung bei dem am 05 Juli 2015 in Griechenland durchgeführten Referendum erschien auf den ersten Blick zugegebenermaßen verwirrend, erweist sich jedoch auf den zweiten Blick als sehr simpel und reduziert sich auf die Annahme (Ja) oder Ablehnung (Nein) der bisher aus dem Aus- bzw. speziell von Deutschland aufgezwungenen stupiden Austeritäts-Politik, und zwar ohne endlich die bereits 2012 zugesagte und parallel auch permanent von dem Internationalen Währungsfonds (IWF) geforderte Regelung des Themas der Verschuldung verbindlich anzugehen.
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Europa will Griechenland abstrafen

3. Juli 2015 / Aktualisiert: 05. Oktober 2017 / Aufrufe: 2.250 3 Kommentare

Clive Crook vertritt in einem Artikel bei Bloomberg, Europa wolle Griechenland abstrafen anstatt sich wirklich um die Erzielung einer tragfähigen Vereinbarung zu bemühen.

Europa will Griechenland mit einem Ausscheiden bestrafen„, lautet der Titel eines Beitrags von Clive Crook bei der Agentur Bloomberg, in dem er betont, während der mehr als 30 Jahre, die er über politische und wirtschaftliche Themen schreibt, jemals eine solche Wiederholung einer kontinuierlichen, selbstgefälligen, katastrophalen und gemeinsam vertuschten Unfähigkeit gesehen zu haben.

Ich beziehe mich nicht auf Alexis Tsipras und die SYRIZA„, meint er und fügt an, „während der Schaden sich zuspitzt, ist eine Bemühung im Gang, die Geschichte des beschämenden Scheiterns der Europäischen Union in Zusammenhang mit Griechenland neu zu schreiben„.
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6 Gründe für ein NEIN beim Referendum in Griechenland

2. Juli 2015 / Aktualisiert: 05. Oktober 2017 / Aufrufe: 3.823 5 Kommentare

Finanzminister Yanis Varoufakis benennt zusammenfassend sechs Gründe für ein Nein bei der Volksabstimmung am 05 Juli 2015 in Griechenland.

Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis bezieht sich in einer persönlichen Erklärung auf das Referendum am 05 Juli 2015 und seine Unterstützung für das „Nein“ (also gegen den in Form eines Ultimatums vorgelegten Vorschlag der Gläubiger) und führt dafür sechs Gründe an.

Der Erklärung wird nachstehend in deutscher Übersetzung aus dem Griechischen sowie auch in dem von Yanis Varoufakis selbst publizierten englischen Wortlaut wiedergegeben.
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