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Artikel Tagged ‘eurokrise’

Griechenland hätte pleite gehen müssen

24. November 2015 / Aufrufe: 1.358 7 Kommentare

Griechenlands ehemaliger Finanzminister Yanis Varoufakis beharrt auf seiner Position, Griechenland hätte die Gelegenheit nutzen und pleite gehen müssen.

Der ehemalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis „schlug“ nach geraumer Zeit wieder zu  und erklärte gegenüber der Guardian, „die Gläubiger waren mehr daran interessiert, ein Exempel zu statuieren und eine Regierung zu zerschmettern, die sich ihnen zu widersetzen wagte, auf dass andere wie Italien, Irland und Frankreich eingeschüchtert werden. Griechenland wurde wie eine Spielfigur auf einem Schachbrett behandelt, womit die Dinge sehr schwierig waren. Wir hatten eine Gelegenheit (bankrott zu gehen) und verpassten sie. Wir hätten pleite gehen müssen. Sie hätten ihre Haltung geändert und wir hätten die Vereinbarung eines Vergleichs erreicht, jedoch wurde mir nicht erlaubt, diese Waffe zu nutzen.
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Die nächste Zäsur in der Eurokrise – Griechenland vs EU

20. März 2015 / Aufrufe: 1.136 2 Kommentare

Die sich um den Fall Griechenland ergebenden Entwicklungen stellen eine weitere Zäsur in der Eurokrise dar.

Nach der am Dienstag vorletzter Woche zwischen Athen und den Institutionen der EU erzielten vorläufigen Einigung wurde die Diskussion um den Euro-Raum neu angefacht. Die sich in Zusammenhang mit Griechenland ergebenden Entwicklungen stellen eine weitere Zäsur in der Eurokrise dar und es ist wichtig, diese neue Situation vertieft zu analysieren. Die Analyse erfolgt entlang dreier in der öffentlichen Diskussion in Deutschland dominanter Fragen, die hervorragend durch die Situation führen und auch den Hintergrund für die deutlich abweichende Bewertung der Ergebnisse und Situation von meiner Seite bieten:

  • Wichtigkeit der Berücksichtigung der Schuld Griechenlands an der Situation. Ist deswegen die Härte angebracht und es nur legitim, die deutschen und europäischen Interessen so zu vertreten?
  • Bewertung der Verhandlungen und Einschätzung zur Verhandlungsmacht der griechischen Regierung. Ist sie wirklich so schwach und eine „Laientruppe“?
  • Griechenlands Alternativen ohne die EU.

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Nicht Griechenland, sondern Italien ist Europas Zeitbombe

22. Februar 2015 / Aufrufe: 6.095 10 Kommentare

Laut einem in der Washington Post publizierten Beitrag ist nicht Griechenland, sondern Italien die wirkliche Zeitbombe für Europa.

Italien und nicht Griechenland ist die wirkliche Zeitbombe Europas„, berichtet in einem neulich publizierten  Artikel die Washington Post mit einer Analyse, die von den italienischen Medien mit besonderem Nachdruck kommentiert wurde.

Laut der amerikanischen Zeitung „hat seit der Schaffung des Euro vor 16 Jahren die italienische Wirtschaft einen Zuwachs von knapp 4% verzeichnet, was eine noch schlechtere Leistung als die Griechenlands ist„.
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Eurokrise: Griechenland vs EU

20. Februar 2015 / Aufrufe: 537 Keine Kommentare

Die aktuellen Entwicklungen nach den vorgezogenen Parlamentswahlen in Griechenland machen eine Revision der Bewertung der Situation in der Eurokrise nötig.

Die deutsche Presse ordnet das Verhalten Griechenlands primär der Kategorie „Vernunft“ – gemessen an Einhaltung des Austeritäts-Diktats – zu. Diese Berichterstattung trifft jedoch nicht den Kern des die Entwicklung mit Griechenland darstellenden Problems. Schlimmer noch, die tatsächliche Tragweite der Aktionen wird durchweg falsch eingeschätzt.

Bei den Verhandlungen mit Griechenland geht es nicht um die Frage, ein Land im Hinblick auf seine Finanzen „zur Raison“ zu bringen oder dem griechischen Premierminister Alexis Tsipras seine und Griechenlands Bedeutung gegenüber den Gläubigern zu verdeutlichen. Es geht vielmehr um die politischen Kosten des Erhalts der Eurozone und das klägliche Versagen der europäischen Krisenpolitik.
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Griechenlands „kalter Entzug“

11. Februar 2015 / Aufrufe: 1.864 1 Kommentar

Europa muss sich damit arrangieren, dass Griechenland nicht mehr gewillt ist, seine Bürger weiterhin auf dem Altar der angeblichen Rettung der Eurozone zu opfern.

Mit ihrer Europatournee in der ersten Februarwoche 2015 setzten Premierminister Alexis Tsipras und Finanzminister Yanis Varoufakis ein weithin erkennbares Zeichen, das den Aufbruch zu neuem griechischen Regierungshandeln ankündigt. Europa kann die Augen nicht mehr davor verschließen, dass Griechenland aufgehört hat, das Wohl der eigenen Bürger kritiklos der „internationalen Rettung aus der Pleite“ zu opfern!

Die Zielrichtung der griechischen Verhandlungen ist jetzt einer breiten Öffentlichkeit klar, die Bandbreite europäischer Positionen erwartungsgemäß auch. Überraschend dabei, sowohl das griechische Vorbringen als auch die ersten Stellungnahmen der übrigen Europäer kamen zwar sehr bestimmt, jedoch mit einem Lächeln und durchaus moderat im Ton. Starke, plausible Sachargumente, leistbare Kompromisse und nachhaltige, sozial vertretbare Lösungen sind auch dringend gefragt. Auf entnervend plakative Polemik kann künftig hoffentlich verzichten werden!
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Griechenland ist Totengräber der deutschen Austerität

7. Februar 2015 / Aufrufe: 1.584 2 Kommentare

Joschka Fischer charakterisiert Griechenland als Totengräber des deutschen Austeritäts-Dogmas und sieht den Wahlsieg der SYRIZA als Niederlage für Merkels Euro-Strategie.

Griechenland ist Totengräber der deutschen Austerität“ lautet der Titel eines in der belgischen Wirtschaftszeitung L’Echo publizierten Artikels des ehemaligen Außenministers Deutschlands und Vizekanzlers von 1998 bis 2005, Joschka Fischer.

Die Wahlen in Griechenland werden als unbestreitbare Niederlage Merkels und ihrer Strategie zur Stützung des Euro interpretiert„, führt Fischer an.
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Heftige Kritik an Merkel wegen Griechenland

3. Januar 2015 / Aufrufe: 1.612 3 Kommentare

Jakob Augstein wirft Bundeskanzlerin Angela Merkel vor, Europa mit ihrer surrealistischen Strategie und dem Mangel an Visionen in den Zusammenbruch zu führen.

Der „Spiegel“ beherbergt einen umfangreichen Artikel des deutschen Journalisten Jakob Augstein über die politischen Entwicklungen in Griechenland und die Weise, auf welche die Europäer auf die Nachricht der vorgezogenen Neuwahlen reagieren.

In seinem Artikel im „Spiegel“ mit Titel „Wofür müssen die Griechen leiden?“ übt Jakob Augstein heftige Kritik an der Weise, auf die in Deutschland die Politiker, aber auch Informationsmedien auf die Verkündung der vorgezogenen Neuwahlen in Griechenland reagierten. „Wer reagiert in einer Demokratie?„, fragt sich der Journalist. „Das Volk oder das Kapital?
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Griechenland kann Europa retten!

16. Dezember 2014 / Aufrufe: 1.715 6 Kommentare

Griechenland kann Europa retten, wenn die Hellenen jetzt nicht die Nerven verlieren.

In dem Leitartikel der Ausgabe der deutschen Zeitung „Die Welt“ vom 15 Dezember 2015 hebt Florian Eder hervor, Griechenland liefere, woran Italien und Frankreich scheitern – nämlich den Staatshaushalt zu sanieren.

Obendrein wurden Italien und Frankreich, die über die „Austerität“ klagen, obwohl sie eine Konsolidierung nie erfahren, geschweige denn umgesetzt haben, mit einem Aufschub der infolge der Verletzung des Stabilitätspakts fälligen Sanktionen „honoriert“. „Auch so eine Entscheidung der EU-Kommission, die die Griechen wütend machen muss„, kommentiert der Autor charakteristisch.
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Dreifache Drohung aus Griechenland

8. Februar 2014 / Aktualisiert: 28. Juni 2015 / Aufrufe: 8.426 7 Kommentare

Laut dem renommierten Wirtschaftswissenschaftler Yanis Varoufakis kann und muss Griechenland eine tragfähige Lösung des Problems seiner Verschuldung erzwingen.

Es ist offenkundig, dass Griechenland die Möglichkeit (sprich nationale Souveränität), seine eigene Zukunft zu bestimmen, mittlerweile vollständig verloren hat.

Nachdem sich in der vergangenen Woche nach dem Treffen der Finanzminister der Eurozone die Minister der „kolossalen“ Staaten zurückzogen um unter sich darüber zu beraten, was hinsichtlich der griechischen Verschuldung geschehen soll, und den griechischen Finanzminister nicht einmal hinzuzogen, verstehen alle, dass Griechenland … verwaltet wird.
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Griechenland: Es war einmal ein kleiner überschuldeter Staat

21. Juli 2013 / Aufrufe: 4.123 8 Kommentare

Der renommierte Wirtschaftswissenschaftler Yanis Varoufakis warnt ausdrücklich vor der Frankfurter Lösung, sprich Staaten wie Griechenland aus der Eurozone zu entfernen.

Es gab einmal einen kleinen, überschuldeten Staat. Weil jedoch das Geld überall als unaufhörliche (von idiotischen Banken der Wall Street, City, Nordeuropas generierte) ökumenische Flut floss, lagen die Kosten der Finanzierung überall bei Null, und somit schenkte ihnen niemand Beachtung.

Im Herbst 2008 wich die Flut plötzlich der Ebbe. Nachdem mit der Ebbe die Liquidität des Banksektors langsam „austrocknete“, kam auch die … Stagnation in der realen Wirtschaft. Das nationale Einkommen des kleinen, überschuldeten Staates begann unvermeidlich zu einer Stunde zu sinken, als der Rhythmus des Anstiegs der Verschuldung (sprich der Zinsen) zunahm (infolge des internationalen Liquiditätsmangels, der die Zinsen hochtrieb).

Irgendwann lieh diesem kleinen Staat niemand mehr Geld, um seine Verschuldung zu bedienen (sprich zu recyceln), die sich 2008 auf 260 Mrd. Euro belief.
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