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Artikel Tagged ‘eopyy’

Ratten im Gesundheitssystem in Griechenland

16. März 2013 / Aufrufe: 1.424 Kommentare ausgeschaltet

Während die von der Troika aufgezwungenen Sparmaßnahmen im Gesundheitssystem in Griechenland Todesopfer fordern, verdienen sich Spekulanten weiterhin goldene Nasen.

Das Gesundheitsministerium zügelt seine Ausgaben. Bei der unkontrollierten Verschwendung wird das Messer angesetzt.“ Das griechische Gesundheitsministerium gab nach Beendigung des Besuchs „des Vertreters (sic) der Gläubiger“ eine Pressemitteilung aus, in der nachstehende Erklärung des Gesundheitsministers Andreas Lykourentzos angeführt wurde:

Die Reformen auf dem Sektor der Gesundheit stärken die Seriosität des Landes und führen zur Erreichung der im Rahmen der Kreditvereinbarung gesetzten Ziele. Die Folgen der wirtschaftlichen Krise stellen die Belastungsfähigkeit des nationalen Gesundheitssystems auf die Probe. Wir begegnen der erhöhten Nachfrage nach Gesundheitsleistungen trotz der ungünstigen volkswirtschaftlichen Umstände mit Verantwortlichkeit und Vollständigkeit. Wir befinden uns auf dem rechten Weg und machen mit Entschlossenheit weiter.

Schauen wir uns also einmal den rechten Weg, den der Minister mit Entschlossenheit fortsetzt, anhand des Beispiels des Krankenhauses „Papageorgiou“ in Thessaloniki an.
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Krebskranke in Griechenland sind verzweifelt

10. März 2013 / Aktualisiert: 27. Januar 2019 / Aufrufe: 2.502 4 Kommentare

Infolge der radikalen Sparmaßnahmen im Gesundheitssystem in Griechenland müssen immer mehr Krebspatienten ihre Therapie aus eigener Tasche bezahlen oder abbrechen.

Wir sind verzweifelt, wir sterben … Was der Krebs nicht schafft, bringt der Staat fertig …

Wenn Du diese Phrasen hörst, die mit der Stimme der Verzweiflung von Menschen ertönen, die jeden Tag einen Kampf um ihr Leben liefern, fühlst Du mehr Zorn und Ärger als Trauer. Und dies, weil gegenüber einem unsichtbaren Feind, den das selbige Gesundheitssystem schafft, der Krebs sehr klein erscheint.

Dies betonten die Vorsitzenden der Liga der Krebskranken Griechenlands (OKE), Persefoni Mitta, und des Verbands Krebskranker – Freiwilliger – Freunde – Ärzte, Zoi Grammatoglou.
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Krankenhaus Papageorgiou in Griechenland ist zahlungsunfähig

2. März 2013 / Aufrufe: 1.685 11 Kommentare

Das öffentliche Krankenhaus Papageorgiou in Thessaloniki in Griechenland kann infolge immenser Schulden der Kassen weder sein Personal noch seine Lieferanten bezahlen.

Die Verwaltung eines der größten öffentlichen Krankenhäuser in Griechenland – konkret geht es um das Allgemeine Krankenhaus Papageorgiou in Thessaloniki – erklärt sich außer Stande, die Löhne und Gehälter seiner 1.450 Bediensteten zu zahlen, da die gesetzlichen Krankenkassen seit zwei Jahren ihre Verbindlichkeiten für Behandlungskosten nicht mehr begleichen und die staatlichen Zuschüsse nur noch 60% der Lohnkosten decken.

Wie der Leiter des Krankenhauses Papageorgiou, Georgios Christopoulos, gegenüber der Athener Nachrichtenagentur betont, macht die wirtschaftliche Sackgasse, in der sich das Krankenhaus befindet, seinen Betrieb problematisch.
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Versicherte in Griechenland ohne zahnärztliche Versorgung

19. Januar 2013 / Aktualisiert: 10. Juli 2013 / Aufrufe: 1.343 3 Kommentare

Praktisch die Gesamtheit der gesetzlich Versicherten in Griechenland erhält keinerlei zahnärztliche Versorgung von ihren Versicherungsträgern.

Ohne zahnärztliche Versorgung ist inzwischen fast die Gesamtheit der gesetzlich versicherten Griechen zu einem Zeitpunkt, wo in Griechenland rund 80% der Kinder Karies haben, während die Analogie von Zahnärzten zu Einwohnern höher liegt als in anderen Ländern der EU.

Die Zahnmedizin ist von den Gesundheitsleistungen ausgenommen. Vor der Eingliederung in den EOPYY erkannte der OPAD (Anmerkung: gesetzlicher Versicherungsträger des öffentlichen Dienstes) einen kleinen Betrag der zahnmedizinischen Aufwendung, jetzt deckt der EOPYY gar nichts. Erst ab 2014 und unter Voraussetzungen ist eine gewisse Art der Deckung zahnmedizinischer Aufwendungen vorgesehen„, betonte der Vorsitzende des Zahnarztverbands Thessaloniki (OSTH), Athanasios Devliotis, im Rahmen einer Pressekonferenz am Vortag des panhellenischen Streiks der Ärzte und Zahnärzte am 17 Januar 2013.
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Griechenland prämiert sogar Totgeburten, Hauptsache sie erfolgen zu Hause

23. Dezember 2012 / Aktualisiert: 22. Juli 2013 / Aufrufe: 547 Kommentare ausgeschaltet

Im Rahmen der radikalen Kürzungen im Gesundheitssystem in Griechenland werden Geburtsbeihilfen nur noch für Hausgeburten – sogar auch Totgeburten – gewährt.

Die neue Leistungsverordnung des Nationalen Trägers für Gesundheitsleistungen (EOPYY) in Griechenland sieht die Zahlung von Geburtsbeihilfen nur noch an jene Frauen vor, die zu Hause oder an jedem beliebigen anderen Ort außer einer Geburtsklinik niederkommen.

Wie in der neuen Regelung charakteristisch angeführt wird, „wenn eine Frau in in einem Krankenhaus entbindet, werden einfach nur die Behandlungskosten gedeckt und sie hat keinen Anspruch auf eine Beihilfe. Im Fall der Entbindung außerhalb einer Behandlungseinrichtung wird jedoch anstatt mäeutischer Versorgung eine einmalige finanzielle Beihilfe in Höhe von 900 €, für eine Zwillingsschwangerschaft 1.200 € und für eine Drillingsschwangerschaft 1.600 € gezahlt. Als Entbindung gilt auch die Geburt eines toten Embryos nach dem 25. Monat„.

Schließlich wird angemerkt, dass von dem EOPYY die technische Befruchtung bis zum Alter von 50 Jahren und für bis zu 4 Versuche gedeckt wird.

(Quelle: To Pontiki)

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Kassen-Embargo der Apotheker in Griechenland ab 26 November 2012

23. November 2012 / Aktualisiert: 04. Juli 2013 / Aufrufe: 384 Kommentare ausgeschaltet

Die Apotheker in Griechenland schreiten ab dem 26 November 2012 erneut zu einem Embargo gegen die Krankenkassen und führen Kassenrezepte nur gegen Barzahlung aus.

Ab dem kommenden Montag (26 November 2012) läuten die griechischen Apotheker eine neue Runde ihrer Protestaktionen ein und werden für unbefristete Zeit an die Versicherten des EOPYY verschriebene Medikamente nur noch gegen Barzahlung abgeben.

Parallel schreiten die Apotheker am kommenden Montag und Dienstag zu einem 48-stündigen Streik und reagieren damit auf die Verzögerung der Abzahlung von Verbindlichkeiten an sie, aber auch auf die obligatorische Ermäßigung (rebate) von 5% rückwirkend ab dem 01. Januar 2012, die mit einem aktuellen gesetzlichen Erlass verhängt wurde.

Den Beschluss fasste am Mittwochabend (21. November 2012) der Vorstand des Panhellenischen Verbands der Pharmazeuten (PFS). Es fehlten auch nicht die Stimmen, welche forderten, bereits ab Donnerstag zur Einstellung der Ausführung von Kassenrezepten „auf Rechnung“ zu schreiten.

Am Montag werden die Apotheker eine Protestversammlung vor der Geschäftsstelle des EOPYY an der Allee Kifisisias durchführen, und am Samstag (01 Dezember 2012) wird die Generalversammlung der Branche einberufen werden, um die Situation zu bewerten und Beschlüsse über das weitere Vorgehen zu fassen.

(Quelle: in.gr)

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Renten in Griechenland bis Ende 2012 gesichert

20. Oktober 2012 / Aktualisiert: 27. September 2017 / Aufrufe: 368 3 Kommentare

Laut dem Arbeitsministerium in Griechenland ist die Zahlung der Renten aller Kassen bis Ende 2012 gewährleistet.

Der Staatssekretär im griechischen Arbeitsministerium, Nikos Panagiotopoulos, versicherte in Beantwortung einer aktuellen parlamentarischen Anfrage des Angeordneten der SYRIZA-Partei, Alexis Mitropoulos, dass für alle Kassen bis Ende des Jahres (2012) kein Thema der Einstellung der Rentenzahlungen bestehe.

Herr Mitropoulos führte vorher an, der Direktor der IKA, Rovertos Spyropoulos, habe erklärt, der Träger verfüge bis Oktober 2012 über Gelder zur Zahlung der Renten. „Vor dem PSI betrugen die Rücklagen der Kassen ungefähr 22 Mrd. Euro. Mit dem „Haircut“ verloren diese 85% ihres Gesamtwertes. Sorgen Sie dafür, die Versicherungsträger zu stärken, weil Sie im November und Dezember kein Geld haben werden, um die Rente zu zahlen„, vertrat Herr Mitropoulos.

Der Staatssekretär des Arbeitsministeriums wiederholte, derzeit bestehe keine Gefahr, die Renten nicht auszuzahlen, merkte an, der IKA stehen 714.127.176 Euro zur Verfügung, und ergänzte, dass bis Ende des Jahres die Finanzierung des EOPYY mit 250 Mio. Euro vorgesehen sei.

(Quelle: Imerisia)

Träger für Gesundheitsleistungen in Griechenland ist insolvent

21. September 2012 / Aktualisiert: 23. September 2012 / Aufrufe: 5.031 10 Kommentare

Der Nationale Gesundheitsträger in Griechenland ist definitiv zahlungsunfähig, während die Kosten der pharmazeutischen Versorgung skandalös explodieren.

Bei der erfolgten Begegnung des stellvertretenden Gesundheitsministers Marios Salmas am 17 September 2012 in den Geschäftsräumen des Nationalen Trägers für Gesundheitsleistungen (EOPYY) mit Trägern der Zweige der primären und sekundären Zweige der Gesundheitsversorgung in Griechenland erfolgte die offizielle Mitteilung, dass die Kasse insolvent ist und die fälligen Verbindlichkeiten an die Erbringer von Gesundheitsleistungen – ausgenommen der Apotheker – nicht zu begleichen vermag.

Weiter wird die skandalöse Explosion und privilegierte Begleichung der Aufwendungen für die pharmazeutische Versorgung moniert, die anstatt der ursprünglich angesetzten 33% des Etats inzwischen auf 62% veranschlagt wird, wogegen die Aufwendungen für Klinikärzte und paraklinische Leistungen mit insgesamt gerade einmal 6% berücksichtigt werden.

In ihrer nach der Begegnung mit dem Vizeminister veröffentlichten Bekanntmachung führen die Ärzte des Nationalen Trägers für Gesundheitsleistungen (ENI-EOPYY) an:
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Krankenhausärzte in Griechenland stellen Regierung Ultimatum

30. August 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 697 4 Kommentare

Nachdem die 9,5 Mio. Versicherten des EOPYY ab kommendem Samstag bzw. Montag gezwungen sein werden, Medikamente und Arztbesuche aus eigener Tasche zu bezahlen, drohen nun auch die Krankenhausärzte mit Protestaktionen.

Der Gesundheitssektor in Griechenland gleicht einem brodelnden Kessel, da nach den Apothekern, die ab dem 01 September 2012 an die Versicherten des EOPYY Medikamente nur noch gegen Barzahlung herausgeben, und den Kassenärzten, welche die Einstellung der Zusammenarbeit mit dem Organismus ab dem 03 September 2012 beschlossen haben, sich nun auch die Krankenhausärzte in den Reigen der Proteste einreihen und mit „harten Aktionen“ drohen, falls die Regierung zur Kürzung „weiterer 8% bei der speziellen Gehaltsordnung der Ärzte“ schreitet, und erklären, dass nicht über einen einzigen Euro ihres Gehalts verhandeln zu werden.

Ihre Haltung gegenüber dem EOPYY verhärtete die Ärztekammer Athen, die dem Präsidenten des EOPYY, Gerasimos Voudouris, eine außergerichtliche Beschwerde – Anzeige zustellte und Erklärungen in Zusammenhang mit dem Etat des Trägers, der direkten Finanzierung, der Begleichung der fälligen Vergütungen der Ärzte, der Schaffung eines ständigen Ausschusses zur Kontrolle der Geschäftsführung, ob eine Ausschreibung für die Bedienung der Versicherten des EOPYY per Telefon durchgeführt wurde und in Zusammenhang mit der gleichzeitigen Bezahlung Aller für die Dienstleistungen an die Versicherten des EOPYY, angefangen von dem Direktor bis hin zum letzten Amtsträger oder ihrer freiwilligen Mitwirkung, verlangen.
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Novartis stellt Belieferung des EOPYY in Griechenland ein

29. August 2012 / Aufrufe: 581 Kommentare ausgeschaltet

Der Pharmaunternehmen Novartis stellt die Belieferung des Nationalen Trägers für Gesundheitsleistungen in Griechenland mit einer Reihe von Medikamenten ein.

Wie die Novartis Hellas anführt, führen die aufgelaufenen Schulden des Nationalen Trägers für Gesundheitsleistungen (EOPYY) die Firma zu einer Änderung der Vertriebspolitik für die Präparate Myfortic, Certican, Sebivo, Tasigna, Glivec und Afinitor. Diese bisher von den Apotheken des EOPYY, den Krankenhäusern und den privaten Apotheken bereitgestellten Präparate werden fortan nur noch an Krankenhäuser und Apotheken geliefert werden. Alle übrigen Medikamente der Firma werden weiterhin auch mittels des EOPYY erhältlich sein.

In ihrer Bekanntmachung führt die Novartis Hellas an:

Um den Patienten den Zugang zu ihrer Therapie, aber auch die langfristige Überlebensfähigkeit des Unternehmens zu gewährleisten, beschloss die Novartis Hellas, ihre Handelspolitik gegenüber dem EOPYY zu ändern.

Es ist bekannt, dass der größte Träger für Gesundheitsleistungen Griechenlands ein Organismus mit ungeheuren Schulden ist. Infolgedessen werden gegenüber vielen Partnern auf dem Bereich der Gesundheit überdimensionale unbeglichene Verbindlichkeiten geschaffen. Es ist ein brennendes Thema, welches umgehend seiner Lösung bedarf, und die Lösung ist eine: die Finanzierung des EOPYY durch den Staat.

Trotz unserer wiederholten Bemühungen um die Findung einer Lösung bezüglich des Themas der aufgelaufenen Schulden des EOPYY an unsere Firma, die mehr als 90 Mio. Euro betragen und monatlich um 10 Mio. Euro steigen, kam keinerlei gemeinsam akzeptable Lösung zustande.

In absolutem Gefühl der Verantwortung und der Kenntnis, dass das Medikament ein soziales Gut darstellt, sowie mit dem Zugang der Patienten zu ihrer Therapie als Leitschnur wird die Novartis diese Präparate weiterhin über die übrigen rechtmäßigen Vertriebskanäle, also die Krankenhäuser und privaten Apotheken bereitstellen.

Ebenfalls ist wichtig zu unterstreichen, dass dieser Beschluss der Novartis Hellas keinerlei wirtschaftliche Belastung für die Patienten herbeiführt, welche die obigen Therapien erhalten.

(Quelle: in.gr)