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Artikel Tagged ‘entlassung’

Neu Welle der Schließungen und Entlassungen in Griechenland

5. September 2015 / Aufrufe: 2.737 Kommentare ausgeschaltet

Laut dem IME-GSEVEE droht in Griechenland 63000 Unternehmen die Schließung, was den Verlust von bis zu 138000 Beschäftigungsplätzen impliziert.

Die Prognosen über den Verlauf des Marktes in den kommenden Monaten sind außerordentlich unheilverkündend. Gemäß der letzten Untersuchung des „Instituts für Kleinunternehmen des Dachverbands der Gewerbetreibenden, Handwerker und Kaufleute Griechenlands“ (IME-GSEVEE) laufen im zweiten Halbjahr des laufenden Jahres 63.000 – hauptsächlich Klein- und mittelständische – Unternehmen in Gefahr, die „Rollläden herunterzulassen“ und ungefähr 138.000 Arbeitnehmer auf die Straße zu setzen, während auf die Bezüge auf dem privaten Sektor neue Kürzungen warten.

Wie das Institut anführt, verschlechterte die mit der Verhängung von Kapitalkontrollen ihren Gipfel erreichende letzte Krise die wirklichen Größen der Unternehmen, während der Abschluss einer Vereinbarung mit den Institutionen nicht zu einer Umkehr des negativen Klimas führte. Dagegen begannen die Anzeichen einer Dämpfung der rezessiven Kurses, die sich im zweiten Halbjahr 2014 zeigten, während des ersten Halbjahrs 2015 signifikant umzukehren.
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Verwaltungsgericht in Griechenland bestätigt Entlassung wegen Fehlzeiten

6. Juni 2014 / Aufrufe: 505 1 Kommentar

Während die Kündigung einer Pförtnerin wegen unentschuldigter Fehlzeiten konsequent durchgezogen wurde, setzt die politische Führung in Griechenland sich demonstrativ über anderslautende Urteile hinweg.

Mit seinem Urteil Nr. 1256/2014 bestätigte der Oberste Verwaltungsgerichtshof (StE) in Griechenland den im Jahr 2012 ergangenen Beschluss des internen Disziplinarausschusses des Innenministeriums, der gegen eine Bedienstete des Zweigs des „Aufsichtspersonals mit obligatorischer Grundausbildung“ (Pförtnerin) die Sanktion der endgültigen Entlassung wegen unentschuldigten Fernbleibens von der Ausübung ihrer Aufgaben vom 30/08/2010 bis zum 27/07/2011 verhängte.
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Brief einer Lehrerin an Regierung in Griechenland

19. August 2013 / Aufrufe: 2.123 4 Kommentare

Offener Brief der Lehrerin Vasso Vourgia in Griechenland an die Regierenden.

HÖR ZU, KLEINES WÜRSTCHEN! Ich bin eine Frau, 50 Jahre alt, Lehrerin im sekundären Bildungszweig und Mutter von drei Kindern. Bis vor wenigen Jahren hatte ich mein Häuschen, meine bescheidene Arbeitsstelle, meine Kinderchen, und einmal im Jahr fuhr ich für zwei Wochen in den Urlaub. All dies hatte ich, bescheiden und gemäßigt, so wie ich es Ihnen beschreibe.

Ich bezahlte meine Steuern und meine alltäglichen Verbindlichkeiten. Ich war glücklich. Mehr brauchte ich nicht. Ich schickte meine Kinder auf Nachhilfeschulen, damit sie Fremdsprachen-Diplome erwerben und an Universitäten aufgenommen werden. Mein Traum war, sie zu sehen, dass auch sie ihr Häuschen, eine Arbeit, ihre Kinder haben. Dies wäre die Belohnung für den Kampf gewesen, den ich so viele Jahre ausfocht.
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Griechenland: Entlassungen oder Maßnahmen

10. August 2013 / Aktualisiert: 19. August 2013 / Aufrufe: 576 3 Kommentare

Der Finanzminister in Griechenland stellt das das Dilemma, entweder Entlassungen oder neue Maßnahmen – die allerdings so wie so beschlossene Sache zu sein scheinen.

Die Bürger in Griechenland und speziell jene, die tödlich von erstickenden Memorandums-Maßnahmen der letzten 3 Jahre heimgesucht werden, sind „Zuschauer der selben Aufführung“, worin Finanzminister Giannis Stournaras mittels systemischer Medien und konkret der Sonntagsausgabe der Zeitung „Real News“ wie auch seine Amtsvorgänger (unter den Regierungen Papanderou und Papadimos) wieder mit der Taktik der Erpressungen auftritt und dabei betont, dass entweder Entlassungen – auch – auf dem öffentlichen Sektor erfolgen oder neue Maßnahme ergriffen werden müssen (jene, die laut der Troika für 2014 – 2015 so wie so voranzutreiben sein werden).

Was die von der Regierung zugesagten 15.000 Einstellungen auf dem öffentlichen Sektor betrifft, werden diese auf Basis der Erklärungen Stournaras‘ ab 2015 und später erfolgen! Und dies ist natürlich das optimistische Szenarium, da laut dem pessimistischen diese Versprechung bereits im Papierkorb gelandet sein soll.
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Der Drache und die Heilige Regierung in Griechenland

24. Juli 2013 / Aktualisiert: 07. April 2014 / Aufrufe: 553 Kommentare ausgeschaltet

Die Regierung in Griechenland schafft selbst die Drachen, um sie dann in der Rolle des Heiligen Georgios zu töten.

Auf vielen griechischen Ikonen wird der Heilige Georgios dargestellt wie er einen gefährlichen Drachen tötet. Dieses Bild scheint die griechische Regierung inspiriert zu haben. Alle Nase lang schafft sie allein die Drachen, die sie dann tötet, um die Rolle des Heiligen zu übernehmen.

Das hat jedoch nichts mit der Heiligkeit zu tun. Der griechische Staatsapparat ist als Drache dargestellt worden, der die griechische Wirtschaft quält. Die Wahrheit ist, dass der griechische Staatsapparat voller parasitärer Phänomene ist. Er wurde mit Verantwortung der Regierung geschaffen, ohne jegliches Leistungsprinzip, mit Menschen, die ihre Parteikundschaft waren.
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Griechenland: 55000 Unternehmensschließungen und 195000 Entlassungen

15. März 2013 / Aktualisiert: 22. Juli 2013 / Aufrufe: 1.751 13 Kommentare

Der Dachverband der Freiberufler, Gewerbetreibenden und Kaufleute in Griechenland rechnet für 2013 mit 55.000 Unternehmensschließungen und 195.000 Entlassungen.

Trotz der Beteuerungen der griechischen Regierung über den baldigen Wirtschaftsaufschwung sind die Einschätzungen entmutigend, die am vergangenen Dienstag (12 März 2013) die Zentrale Dachverband der Freiberufler, Gewerbetreibenden und Kaufleute in Griechenland hinsichtlich des laufenden Jahres 2013 veröffentlichte.

Laut einer panhellenischen Erhebung des Instituts für Kleinunternehmen in Kooperation mit der Demoskopie-Gesellschaft MARC A.G. wird erwartet, dass 2013 mehr als 195.000 Arbeitsplätze verloren gehen, da in dem laufenden Jahr schätzungsweise 55.000 kleine und mittlere Unternehmen – davon 20.000 aus der Handelsbranche – schließen werden.

170.000 Unternehmen befürchten, 2013 schließen zu müssen

Ungefähr 170.000 Unternehmen (davon 64.000 in der Handelsbranche) erklären, der Gefahr der Schließung in den nächsten zwölf Monaten zu begegnen. Laut den Einschätzungen des Instituts für Kleinunternehmen (IME) des GSEVEE wird sich der Netto-Rückgang der Anzahl Unternehmen für diesen Zeitraum auf 55.000 (von denen 20.000 der Handelsbranche angehören) belaufen, und falls sich diese Einschätzungen bestätigen sollten, besteht die Gefahr des Verlusts von insgesamt 195.000 Arbeitsplätzen (Arbeitgeber, Selbständige, Arbeitnehmer). Hinsichtlich der verlorenen Arbeitsplätze werden die Verluste von Arbeitnehmer-Arbeitsplätzen 69.000 tangieren.

Die Wirtschaftskrise vertieft sich immer mehr und über 33% der kleinen und mittleren Unternehmer erachtet, dass es einen Aufschwung nicht vor 2020 geben wird. 45,2% der Unternehmer wiederum schätzen ein, im ersten Halbjahr 2013 keinerlei Investitionen vornehmen, während ein zusätzlicher Anteil in einer Größenordnung von 41,5% erklärt, zu einer Reduzierung der Investitionen schreiten zu werden.

Wie aus der Erhebung hervorgeht, kamen 2012 auf dem privaten Sektor auf jede Einstellung 4 Entlassungen, währen 6 von 10 Unternehmen erklären, im zweiten Halbjahr 2012 sowohl zur Reduzierung der Arbeitszeiten als auch zur Kürzung der Bezüge geschritten zu sein. Ebenfalls schritten 47,7% der über Personal verfügenden Unternehmen zu einer indirekten Senkung der Lohnkosten, indem sie die Arbeitsstunden oder Arbeitstage reduzierten, wogegen der entsprechende Anteil sich 2010 und 2011 auf „nur“ 30% belief.

Schließlich führt das Umfeld der „finanziellen Atemnot“, in der sich die Unternehmen befinden, jedes dritte Unternehmen dazu, nicht seinen Verpflichtungen entsprechen zu können. Konkret haben 33,8% Verbindlichkeiten an Lieferanten, 30% an Vermieter, Banken und DEKO, während 4 von 10 Beiträge an den OAEE schulden. Die Anzahl der Unternehmer, die Schulden an das Finanzamt haben, nahm sogar um 25% zu, während 2013 jedes zweite Unternehmen nicht seinen Verpflichtungen gegenüber dem Finanzamt entsprechen könne wird.

Die Erhebung erfolgte auf Basis der Befragung 1.201 sehr kleiner und kleiner Unternehmen (0 – 49 Beschäftigte), im Zeitraum von 21 bis 28 Januar 2013.

(Quelle: To Pontiki, Voria.gr)

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Hire and Fire wird in Griechenland billiger

28. Oktober 2012 / Aktualisiert: 06. März 2013 / Aufrufe: 1.510 25 Kommentare

Mit den arbeitsrechtlichen Änderungen, welche die Troika von Griechenland fordert, werden für Arbeitgeber sowohl Arbeit als auch Entlassung der Arbeitnehmer billiger.

Entlassungen und Arbeit werden die Arbeitgeber fortan für alle Arbeitnehmer weniger kosten, die entweder mit dem Mindestlohn entlohnt werden (sie werden 58,61 Euro im Monat verlieren, wenn GSEE und Arbeitgeberorganisationen bis April 2013 nicht die Weiterzahlung der Ehegattenzulage vereinbaren), oder „außerhalb der Geschäftszeiten“ arbeiten (sie werden fortan keinerlei zusätzliche – Überstundenvergütung erhalten, da sie aufgefordert sein werden, bei … elastischer Arbeitszeit zu arbeiten).

Die neuen arbeitsrechtlichen Änderungen, so wie diese sich nach der politischen Verhandlung der Regierung mit der Troika ergaben, stellen sich wie nachstehend dar.

(Anmerkung: die nachstehenden Ausführungen beziehen sich auf den bis dahin auf die eine oder andere Weise bekannt gewordenen Stand der Entwicklungen am 26 Oktober 2012.)
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Arbeitsreserve anstatt Beamten-Entlassungen in Griechenland

21. August 2012 / Aufrufe: 749 6 Kommentare

Die Regierung in Griechenland will mittels der sogenannten Arbeitsreserve den verlangten Personalabbau auf dem öffentlichen Sektor ohne direkte Entlassungen erreichen.

Bei einer neuen Konferenz im griechischen Finanzministerium am 20 August 2012 erfolgten letzte … Pinselstriche an dem Plan für Kürzungen in Höhe von 11,5 Mrd. Euro, während auch die Basisbedingungen für die Realisierung der Maßnahme der sogenannten Arbeitsreserve „fest“ gemacht wurden.

Laut Informationen hat der Wirtschaftsstab in seinen Vorschlag für das Paket der Maßnahmen in den beiden nächsten Jahren ein neues Modell der Arbeitsreserve aufgenommen, welches folgendermaßen umgesetzt werden wird:

  • Die Bediensteten des öffentlichen Sektors, welche unter die Maßnahme fallen werden, verbleiben für drei Jahre im Status der Reserve..
  • Während dieses Zeitraums erhalten sie 65% ihres monatlichen Grundgehalts.
  • Nach Verstreichen der drei Jahre scheiden sie endgültig aus dem öffentlichen Dienst aus.
  • Die Maßnahme betrifft nicht die mittels ASEP eingestellten Beamten, die auch von der Reserve ausgeschlossen sind.


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Troika verlangt Entlassungen und Lohnsenkungen in Griechenland

15. Dezember 2011 / Aktualisiert: 02. Januar 2012 / Aufrufe: 983 21 Kommentare

Griechenland soll zu weiteren 150.000 Entlassungen auf dem öffentlichen Sektor und der Senkung der Mindestlöhne auf dem privaten Sektor auf 450 Euro schreiten.

Wie die ersten Begegnungen der EU-Kommissare mit den griechischen Ministern am vergangenen Montag (12.12.2011) zeigte, verlangt die Troika weitere umfangreiche Eingriffe auf dem öffentlichen und privaten Sektor in Griechenland.

Auf dem allgemeinen öffentlichen Sektor wird die Reduzierung der Beschäftigten um weitere 150.000 Personen bis 2015 gefordert. Schätzungen zufolge werden zur Erfüllung dieser Vorgabe selbst bei Forcierung der Zwangsfreistellungen und vorzeitigen Pensionierungen immer noch auch wenigstens 40.000 Entlassungen erforderlich sein.

In den nächsten zwei Jahren wird es keine regulären Pensionierungen mehr geben, da alle Pensionsberechtigten, die von der Regierung auf etwa 30.000 veranschlagt werden, bereits in die „Arbeitsreserve“ bzw. den Vorruhestand gezwungen worden sein werden. Nach Abzug von den 150.000 seitens der Troika verlangten Ausscheidungen verbleiben also immer noch weitere 120.000 Ausscheidungen.
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