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Krankenhaus in Griechenland hält Säugling als Pfand zurück

24. Mai 2012 / Aufrufe: 651 2 Kommentare

In Griechenland sollen wiederholt öffentliche Krankenhäuser die Herausgabe von Babies verweigert haben, um die Begleichung der Entbindungskosten zu erzwingen.

Während sich die Katastrophen-Szenarien für Griechenland fortgesponnen werden, kommt eine Reportage des BBC um Öl in das Feuer zu gießen und auf offenkundigste Weise zu zeigen, dass die Situation in dem Land gefährlich aus dem Ruder gelaufen ist. Laut einer aktuellen Reportage der BBC drohte neulich zum wiederholten Mal eine griechische Entbindungsklinik einer Mutter damit, ihr nicht ihr neugeborenes Kind herauszugeben, wenn sie nicht die Entbindungskosten bezahlen würde!

Vor wenigen Tagen begab sich „Anna“ (dies ist nicht ihr wirklicher Name) in ein Krankenhaus, wo sie per Kaiserschnitt entbunden wurde. Die Kosten des Eingriffs beliefen sich auf 1.200 Euro. Als die Mutter meinte, den Betrag nicht zahlen zu können, „bedrohten“ sie die Verantwortlichen des Krankenhauses, ihr das Baby bis zur Begleichung des gesamten Betrags nicht herausgeben zu werden. „Die Mutter war in der selben Lage wie derzeit tausende Menschen in Griechenland, die entweder arbeitslos oder ohne Versicherung beschäftigt sind. Der griechische Staat gewährt eine Krankenhausbehandlung nur Versicherten„, führt die Reportage an.

„Anna“ erhielt ihr Kind schließlich dank einer Ärztin, die mit dem Direktor des Krankenhauses telefonierte und ihn dazu brachte, das Kind herauszugeben. Die Ärztin meinte jedenfalls, dass an dieser Lage nicht die Krankenhäuser schuld seien, sondern der Staat dafür verantwortlich sei, der keine Vorsorge für die Millionen Menschen getroffen habe, die arbeitslos und folglich ohne Versicherung sind.

„Anna“ lebt in einer Baracke im Bezirk Loutsa. Trotz ihres äußerst spärlichen Einkommens musste sie sich gegenüber dem Krankenhaus verpflichten, die Kosten der Entbindung in Raten abzustottern! Laut vielen Ärzten ist „Anna“ nicht die erste Mutter, die mit der Drohung konfrontiert wurde, ihr neugeborenes Baby erst nach Begleichung der Entbindungskosten ausgehändigt zu bekommen. Ebenfalls gelangten in letzter Zeit Fälle an das Licht der Öffentlichkeit, in denen öffentliche Krankenhäuser mittellosen hochschwangeren Frauen die Aufnahme kurzerhand verweigerten.

(Quellen: Proto Thema, Greek hospitals tighten payment rules)

Chefärztin in Griechenland wegen Erpressung und Korruption verhaftet

9. Dezember 2011 / Aktualisiert: 25. August 2015 / Aufrufe: 797 15 Kommentare

In Griechenland wurde die Chefärztin einer öffentlichen Entbindungsstation in Athen wegen versuchter Erpressung und passiver Korruption verhaftet.

Eine 62-jährige Gynäkologin – Geburtshelferin, die in einer staatlichen Entbindungsstation in Athen beschäftigt ist, wurde von Polizeibeamten des Dezernats der griechischen Polizei (ELAS) für interne Angelegenheiten mit der Beschuldigung der versuchten Erpressung und passiven Bestechung verhaftet. Konkret hatte die Ärztin von einer vor der Entbindung stehenden Schwangeren 1.300 Euro verlangt, um sie einem Kaiserschnitt zu unterziehen.

Wie bekannt wurde, hatte die Chefärztin der Entbindungsstation des in Rede stehenden öffentlichen Krankenhauses laut den erhobenen Beschuldigungen den Betrag von 1.300 Euro verlangt, um bei einer schwangeren Frau zu einem Kaiserschnitt zu schreiten. Dieses Geld war zusätzlich zu den 1.700 Euro vorgesehen, auf welchen Betrag sich für den konkreten Fall die gesetzlich vorgesehenen Behandlungskosten des Krankenhauses belaufen.
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