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Artikel Tagged ‘energiemarkt’

Griechenland stoppt Strom-Nomaden

2. Oktober 2015 / Aufrufe: 859 Kommentare ausgeschaltet

Griechenland schiebt dem Phänomen des Strom-Nomadismus einen Riegel vor.

Das Ministerium für Umwelt und Energie in Griechenland wird mittels einer Änderung der einschlägigen Bestimmung der (Strom-) Versorgungsordnung das Verbot des Wechsel des Anbieters elektrischer Energie im Fall unbeglichener fälliger Verbindlichkeiten (an den bisherigen Versorger) einführen.

Dies wurde von dem Gewerkschaftsverband des Personals der Öffentlichen Elektrizitätsgesellschaft (GENOP-DEI) bekannt gegeben, dessen Leitung am Mittwoch (30 September 2015) ein Treffen mit Umwelt- und Energieminister Panos Skourletis hatte.
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Elektrizitätsgesellschaft in Griechenland beauftragt Inkasso-Unternehmen

6. Oktober 2014 / Aufrufe: 697 1 Kommentar

Die öffentliche Elektrizitätsgesellschaft DEI in Griechenland trägt die Beitreibung ihrer Außenstände aus unbezahlten Stromrechnungen privaten Inkassounternehmen an.

Die immer weiter ansteigenden und inzwischen bei 1,7 Mrd. Euro angelangten Außenstände der öffentlichen Elektrizitätsgesellschaft (DEI) in Griechenland aus unbezahlten Stromrechnungen führen das Unternehmen in finanzielle „Atemnot“.

Die Auswirkungen auf die Liquidität des Unternehmens sind inzwischen sehr ernsthaft und haben zum Ergebnis, dass es derzeit nicht seine Verpflichtungen an die (Strom-) Lieferanten, den Verwalter des Transportsystems (ADMIE) und den Marktbetreiber (LAGIE) zu bedienen vermag, was wiederum Probleme in der gesamten Kette des Elektrizitätsmarktes verursacht. Funktionäre der DEI schätzen ein, dass bis Ende des Jahres 2014 die unbezahlten Rechnungen auf 2 Mrd. Euro emporschnellen werden.
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EuGH kippt Kohlenmonopol in Griechenland

19. Juli 2014 / Aufrufe: 451 Kommentare ausgeschaltet

Der EuGH hat das erstinstanzliche Urteil über das angebliche Braunkohle-Monopol der Öffentlichen Elektrizitätsgesellschaft in Griechenland gekippt.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) gab am 17 Juli 2014 bekannt, dem Revisionsantrag der Europäischen Kommission stattgegeben zu haben, mit der letztere die Aufhebung des Urteils des Europäischen Gerichts (EuG) vom 20 September 2012 verlangte, das der Öffentlichen Elektrizitätsgesellschaft (DEI) im Thema des Monopols der Braunkohlevorkommen Recht gab.

In seinem Beschluss erinnert der Europäische Gerichtshof daran, dass der Vertrag den Mitgliedstaaten auferlegt, keine Maßnahmen einzuführen oder beizubehalten, die gegen die Bestimmungen des Vertrags hinsichtlich der öffentlichen Unternehmen und der Unternehmen sind, denen sie spezielle oder exklusive Rechte erteilen. Ebenfalls untersagt der Vertrag die missbräuchliche Ausnutzung einer vorherrschenden Position auf dem gemeinschaftlichen Markt oder einem signifikanten Teil von diesem, sofern diese missbräuchliche Ausnutzung den Handel zwischen den Mitgliedstaaten zu beeinflussen vermag.
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Mythen und Wahrheiten über die kleine DEI in Griechenland

9. Juli 2014 / Aufrufe: 762 Kommentare ausgeschaltet

Die heftig umstrittene geplante Teilprivatisierung der Öffentlichen Elektrizitätsgesellschaft in Griechenland hat das politische Thermometer in den roten Bereich getrieben.

Mit der „Spaltung“ der Öffentlichen Elektrizitätsgesellschaft (DEI), der Schaffung der sogenannten „kleinen DEI“ und dem Verkauf der neuen Gesellschaft an private Investoren ändert sich in Griechenland von Grund auf der Energiemarkt. Es wird erwartet, dass das Funktionieren des Wettbewerbs die Verbesserung der Dienstleistungen und die Senkung zum Ergebnis haben wird.

Die Einbringung der einschlägigen Gesetzesvorlage in das Parlament verursachte Kettenreaktionen, wobei die Konfrontation zwischen Regierung und Opposition im Zenit angelangte, da sogar auch das Thema einer Volksabstimmung über die Privatisierung gestellt wurde, während die gewerkschaftliche Organisation GENOP DEI zu Streikbewegungen schritt. (Anmerkung: Die Beschäftigten wurden inzwischen „zwangsmobilisiert“ und die Streiks auf Beschluss der gewerkschaftlichen Organe vorerst eingestellt.)
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Außenstände der E-Werke in Griechenland bei 1,3 Mrd Euro

31. Januar 2013 / Aktualisiert: 11. Juli 2013 / Aufrufe: 331 Kommentare ausgeschaltet

Die Schulden an die Öffentliche Elektrizitätsgesellschaft in Griechenland erreichten einen neuen Rekordstand von rund 1,3 Milliarden Euro.

Die fälligen Verbindlichkeiten der Kunden der griechischen Öffentlichen Elektrizitätsgesellschaft (DEI) beliefen Ende November 2012 auf den Betrag von 1,27 Euro! Dies enthüllte nach der parlamentarischen Anfrage der Abgeordneten der Unabhängigen Hellenen (ANEL), Giannis Dimaras und Gvriil Avramidis, der geschäftsführende Vorstand der DEI, Arthouros Zervos, in seinem Schreiben an das Parlament.

Wie in den Daten angeführt wird, beliefen sich bis zum November 2012 die Schulden der Hochspannungs-Kunden auf 293,8 Mio. Euro, der Mittelspannungs-Kunden auf 211,1 Mio. Euro und der Niedrigspannungs-Kunden auf 766,3 Mio. Euro. Speziell bezüglich der Schulden des Staates wird angeführt, dass die 31,15 Mio. Euro aus Niedrig- und Mittelspannung Sammelrechnungen (Ministerien usw.) sind.

Wie Herr Zervos betont, „erfolgen kontinuierliche telefonische Kommunikationen und schriftliche Mahnungen in Form außergerichtlicher Schreiben, und in etlichen Fällen ist von Seite der DEI das gerichtliche Verfahren zur Einforderung der anhängigen Verbindlichkeiten in Gang gesetzt worden.

Speziell bezüglich der hohen Rechnungsschulden privater Personen versichert der Präsident der DEI, dass alle erforderlichen Maßnahmen zur Regulierung ihrer Schulden erfolgt sind, sei es über den gerichtlichen Weg, mittels der Genehmigung von Zahlungsvereinbarungen durch die Leitung der DEI, mittels einer außergerichtlichen Beilegung bei Unterzeichnung einschlägiger Vereinbarungen oder letztendlich durch Überstellung der Differenz an das Schiedsverfahren der Regulierungsbehörde für Energie (RAE).

(Quelle: Imerisia)

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Energieknall in Griechenland kommt

12. Juni 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 1.473 6 Kommentare

Autor: To Pontiki

Thema: Stromversorgung in Griechenland droht Black-out

Alle Gebrechen des griechischen Energiesystems kamen anlässlich der Memorandums-Politik, in der Essenz jedoch wegen der Verzerrung und Funktion des Marktes ohne gesunde Wettbewerbsbedingungen ans Licht.

Die politischen Faktoren, welche das die Energiethemen handhabten, versuchten uns über 12 Jahre davon zu überzeugen, dass ihre gesetzgeberischen Interventionen den gesetzlichen „Lücken“ begegneten und den Rahmen schufen, damit alles wie vorgesehen funktioniert … . Als es jedoch zu der einzig auf die Abzocke von Steuern fokussierten Politik kam, welche die inländischen Troika-Partner aufzwangen, zeigte sich, dass der Kaiser nackt ist! Die Verzerrungen sind sogar dermaßen tief, dass sie bei dem gesamten Spektrum der Energieprodukte Domino-Verhältnisse schaffen.

Die Gesamtheit des Elektrizitäts-Marktes und die … schönen Märkte befinden sich einen Schritt vor dem Erklingen des Kanonenschusses der Insolvenz. Solange die Krise andauert und sich die effektiven Lösungen der Probleme verzögern, um so mehr nähert sich sogar das Energiesystem dem Krach, der drohende Black-out wird schlimmer als ein Alptraum und das reiche Produktionspotenzial des Landes wird bis aufs Äußerste verschmäht.

Energiekrise à la … Kalifornien

Das Kuddelmuddel der Energiekrise beginnt mit der Politik der in den beiden letzten Jahren im Land umgesetzten Politik der Steuerabzocke und Austerität. Dieses Durcheinander hat jedoch alle Energiemärkte mit dem Ergebnis mitgerissen, dass wir nicht … zur Drachme übergehen zu brauchen, aber innerhalb der Eurozone das erste Land darstellen, das zu … Kalifornien werden wird (welches ebenfalls den ersten Staat der Metropole des Kapitalismus darstellte, in dem der Energiemarkt „platzte“ und Millionen Bürger tagelang ohne Strom ließ!).

Alles begann vor zwei Jahren, als – unter dem Vorwand der Bekämpfung der Defizite – die Regierung Papandreou beschloss, Sonderverbrauchssteuern auf alle Energieprodukte zu erheben, welcher Zug die Tarife in die Höhe katapultierte. Parallel verhängte sie auch die Einziehung der Immobilien-Abzocke über die Stromrechnungen der Öffentlichen Elektrizitätsgesellschaft (DEI) und alternativen Anbieter.

Zusammen mit dem krisen- bzw. hauptsächlich durch die Abzocke bedingten Unvermögen der Haushalte und Kleinunternehmer, ihren Verpflichtungen zu entsprechen, begannen sich ungeheure Schulden an die Elektrizitätsgesellschaft aufzuhäufen, die wiederum mit der Tatsache als gegeben, zu einem Zeitpunkt, wo die Banken alle Finanzierungshähne abgedreht haben, auch nicht zur Aufnahme von Krediten schreiten zu können, in einen wirtschaftlichen Würgegriff geriet.

Die Kettenreaktionen haben also bereits begonnen: Sowohl die DEI als auch die im Endverbrauchergeschäft tätigen Privatunternehmen beginnen, Schulden an die Systemverwalter (LAGIE im Endhandel, ADIME bei dem Transport) aufzuhäufen, welche ihre Schulden an die Erzeuger (wieder die DEI, aber auch Privatleute mit den großen Erzeugereinheiten) nicht begleichen können.

Parallel beginnen sich ebenfalls die Schulden an die Öffentliche Gasgesellschaft (DEPA) zu kumulieren, da ein großer Teil der Stromerzeugung auf Erdgas basiert. Dies führt auch die Gasgesellschaft in eine wirtschaftliche Sackgasse. Sie deklariert ihrerseits das Unvermögen zur Deckung ihrer Verbindlichkeiten, was die Bedrohung der reibungslosen Versorgung des Landes mit Erdgas zum Ergebnis hat, wie es der Präsident der DEPA, Charis Sachinis, in seinem an den Premierminister und die gemeinsam zuständigen Minister (Finanzministerium und Ministerium für Umwelt, Energie und Klimawandel) gerichteten Schreiben darlegte.

Sollten die Dinge tatsächlich zu dem schlimmsten Punkt (also der Unterbrechung der Versorgung des Landes mit Erdgas) geführt werden, werden dann fast ein Viertel der Produktion und sogar die modernsten und produktivsten Anlagen außer Betrieb gesetzt werden, während sich hunderttausende Haushalte und Unternehmen in einer absoluten Sackgasse wiederfinden werden!

DEI und Systemverwalter in der Sackgasse

Außerdem wird aufgrund ihrer im roten Bereich befindlichen wirtschaftlichen Lage die DEI nicht zur Beschaffung zusätzlicher konventionelle Brennstoffe (Diesel, Masut usw.) in der Lage sein, um die entstehende Lücke zu decken. Zusätzlich werden sich die Systemverwalter in einer absoluten Sackgasse befinden und außer Stande erklären, selbst jene Erzeuger zu bezahlen, die kleine EE-Einheiten besitzen, und neue große wirtschaftliche Verbindlichkeiten auf dem gesamten Marktspektrum schaffen.

Die von der kommissarischen Regierung, in deren Händen sich die Gefahr des „Knalls“ der Energiebombe befindet, vorqualifizierte Lösung ist die umgehende Gewährung von Krediten an die Betreiber in Höhe von 300 Mio. Euro seitens der staatlichen Hinterlegungskasse. Praktisch verschafft dies dem System eine kleine Atempause, löst das Problem jedoch nicht endgültig.

Geringschätzung und Ausverkauf der nationalen Ressourcen

Sie tun also genau das, was im ganzen Land getan wurde: Sie versuchen, bei uns mit Krediten (im Fall des Memorandums seitens der Troika) die Resultate der einebnenden und auf Steuereinnahmen fokussierten Politik zu „kurieren“, die noch mehr Schulden und noch größere „Löcher“ in die Kassen reißt. In diesem Klima werden die an … Wäscheklammern zur Privatisierung ausgehängten Energieunternehmen – wie die DEPA oder auch die DEI – vollständig abgewertet, mit dem Ergebnis, dass sich die „Krähen“ über ihnen versammeln um sie zu erwerben und sich die Hände reiben, da ihr Marktwert ständig fällt!

Charakteristisch ist, dass der Börsenwert der Öffentlichen Elektrizitätsgesellschaft unter 275 Mio. Euro sank, was bedeutet, dass die von dem Staat gehaltene Beteiligung auf ungefähr 140 Mio. Euro veranschlagt wird! Also Krümel!

Und noch etwas zuletzt: Die Anhänger des Memorandums und der angeblich liberalisierten Märkte führen in ihren Berichten fast … stolz an, der Repräsentant des IWF in Athen, Bob Traa, sei vollumfänglich über den drohenden Blackout informiert, und meinen, dass er der Finanzierung des Systems durch die staatliche Hinterlegungskasse nicht widerspreche. Was bedeutet dies? Würden sie das System infolge des wirtschaftlichen Würgegriffs zusammenbrechen lassen, wenn Bob Traa nicht einverstanden wäre? Gibt es denn nicht einmal mehr eine Spur der Scham?

(Quelle: To Pontiki)

Energiemarkt in Griechenland erstickt in Schulden

5. Mai 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 3.677 3 Kommentare

Infolge der Liquiditätskrise auf dem Energiemarkt in Griechenland wurden Erzeuger elektrischer Energie aus erneuerbaren Energiequellen seit Monaten nicht bezahlt.

Der Energiemarkt befindet sich an den Grenzen des Zusammenbruchs. Wenige Tage nach der für Rechnung der Energieregulierungsbehörde durchgeführten Studie traten auch die Vertreter der Träger Erneuerbarer Energien (EE) in Erscheinung, um das Problem zu bestätigen, und lasten dem griechischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimawandel (YPEKA) eine signifikante Verzögerung bei der Diagnose des Problems an.

Die Vertreter der EE-Träger attackierten die politische Führung des YPEKA, weil das Ministerium nicht die tatsächlichen Gründe des Problems zu erkennen vermochte, welches die kontinuierlich steigenden Unsicherheiten in der Branche der elektrischen Energieversorgung sind. Dies hat zur Folge, dass auf dem Markt bereits ein großer Liquiditätsmangel und erhebliche Verzögerungen bei der Bezahlung der Erzeuger bestehen.
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