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Artikel Tagged ‘emigration’

Brain-Drain kostete Griechenland 50 Mrd Euro

20. Juli 2016 / Aufrufe: 584 1 Kommentar

Die massenweise Abwanderung qualifizierter Arbeitskräfte und Wissenschaftler während der Krise kostete Griechenland bisher über 50 Milliarden Euro!

Die Endeavor Greece, eine internationale nicht gewinnorientierte Organisation zur Unterstützung des Unternehmertums, erfasst Mehrwert und Steuereinnahmen, die von den während der Dauer der Krise aus Griechenland ins Ausland abgewanderten Griechen in den Aufnahmeländern generiert werden.

Den Daten aus den Aufnahmeländern und inländischen Untersuchungen zufolge beträgt der geschätzte Abfluss an Humankapital seit Januar 2008 bis heute zwischen 350.000 (Schätzung der Endeavor) und 427.000 (Schätzung der griechischen Bank) Personen.
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Die fatale dritte Auswanderungswelle in Griechenland

5. Juli 2016 / Aufrufe: 3.410 2 Kommentare

In den Jahren der andauernden Krise verließen rund 427000, in der Mehrzahl junge und gut ausgebildete Personen Griechenland.

Die Bilanz der Auswanderung der Griechen im 20 und 21 Jahrhundert beläuft sich auf 1.764.000 Personen, womit Griechenland historisch und traditionell zu den Ländern mit reichen Auswanderungs-Erfahrungen zählt..

Der Bericht der Griechischen Bank (TtE) mit Thema „Abfluss von Humankapital: moderne Tendenz der Griechen in den Jahren der Krise zur Emigration“ enthüllt laut der Zeitung „Kathimerini“ zum ersten Mal die Anzahl der Griechen, die wegen der Krise das Land verließen. Parallel erfolgt ein Vergleich mit den vorherigen Emigrationsphasen, werden die makroökonomischen Folgen analysiert und Lösungen vorgeschlagen, um dem Phänomen zu begegnen.
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Griechenland: Onkel Takis und Onkel Takis

12. September 2013 / Aufrufe: 1.564 Kommentare ausgeschaltet

Alle Menschen werden als Bäume geboren, manchen wachsen danach jedoch Flügel.

Es sind zwei Cousins meiner Mutter – untereinander auch Cousins – in fast dem selben Alter und mit den selben Vornamen. Onkel Takis und Onkel Takis. Sie sind über achtzig, halten sich jedoch sehr gut. Sie ähneln sich sogar – groß, korpulent und weißhaarig, wie Eisbären, die aus dem städtischen Zoo weggelaufen sind.

Sie wurden beide zu Beginn der 30er Jahre geboren. Der große Takis von einem „alteingesessenen“ Athener Vater. Der Athener Metzger begehrte die fröhlichen Augen einer Frau aus Smirni und heiratete sie, „auch wenn sie keinen zweiten Schlüpfer besaß„. Vater und Mutter des kleinen Takis waren dagegen beide Flüchtlinge, die – sogar als „Griechenland in Wohlstand lebte“, wie sich die jeweiligen Premierminister brüsteten – darauf beharrten, sehr schwer über die Runden zu kommen, der Tagelohn reichte gerade zum Überleben …
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Griechenland: Jeder Fünfte würde auswandern, wenn er Geld hätte

3. Juni 2013 / Aufrufe: 615 Kommentare ausgeschaltet

Laut einer demoskopischen Erhebung in Griechenland würde jeder Fünfte auswandern wollen, wenn die entsprechenden finanziellen Mittel zur Verfügung ständen.

Einer von fünf Bürgern möchte auswandern, gibt jedoch an, nicht über die wirtschaftliche Möglichkeit zu verfügen (die Anteile liegen über dem Durchschnitt und beziehen sich auf junge Leute und Personen mit höheren Qualifikationen). „Wir erleben das umgekehrte Bild des Jahrzehnt von 1960, als die Griechen zu großen Anteilen emigrierten„, erklärte am Mittwoch (29 Mai 2013) Zacharias Soutis von Seite der Demoskopie-Gesellschaft OpinionPoll bei der Präsentation einer panhellenischen Erhebung durch die Universität Athen im Rahmen von Aktionen, die sie zur Unterstützung ihrer Studenten, aber auch von Bürgern in der Periode der wirtschaftlichen Krise aufnimmt.

Das Wort ergreifend sprach Theodosis Pelegrinis, Rektor der Universität Athen, über die von seiner Seite erfolgende Bemühung zur Schaffung eines Universitäten-Networks der Länder des Südens, mit Ziel die Unterstützung „bei den Überlebens- und Lebensproblemen unserer jungen Leute„. Wie er berichtete, wenden sich viele verzweifelte junge Leute an das Institut und bitten um Hilfe, um Arbeit zu finden.

Obwohl das Bild in unserer Gesellschaft über das universitäre Niveau zu einem großen Teil negativ ist, respektieren die Bürger gleichzeitig die Institution der Universität und suchen ihre Hilfe, und wir werden uns bemühen, diesem zu entsprechen„, meinte Herr Pelegrinis. Es herrscht ein „Horror in der griechischen Gesellschaft und zwei von drei Bürgern fürchten, dass es möglich sei, morgen ihre Arbeit zu verlieren„, merkte parallel Herr Soutis an.
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Die große Flucht der Wissenschaftler aus Griechenland

1. Mai 2013 / Aktualisiert: 28. September 2013 / Aufrufe: 2.219 4 Kommentare

Griechenland verliert seine qualifiziertesten Wissenschaftler, die ins Ausland auswandern und Ländern wie Deutschland fertig ausgebildete Experten zum Nulltarif bescheren.

Giannis Angelos Trantos befindet sich im 5. Jahr seines Studiums an der medizinischen Fakultät der Universität von Athen. „Die Zukunft für die meisten meiner Kommilitonen ist Arbeitslosigkeit oder Auswanderung„, sagt er. „Ich möchte in Griechenland bleiben, weil ich nicht denke, dass es unser Traum ist, nach unseren Studien wissenschaftliche Emigranten zu werden. Leider ist dies jedoch die Zukunft, die sie uns bieten„, meint der junge Student.

Wenn Krankenhäuser wegen Unterfinanzierung schließen, wenn andere Behandlungseinrichtungen personell unterbesetzt sind, wenn unsere Zukunft in der Luft hängt und die Regierenden uns … als Generation abschreiben, dann denkt ein Teil der jungen Generation leider an die Flucht ins Ausland.“ Giorgos Lentzas, Student an der Abteilung für Massenmedien der Aristoteles-Universität Thessaloniki, erklärt auf der selben Wellenlänge, „der Weggang ins Ausland ist eine Einbahnstraße„.

Ein Blick auf die Fakten enthüllt jedoch, dass sich damit für Griechenland und entsprechend auch die anderen Länder der europäischen Peripherie eine (weitere) Katastrophe anbahnt.
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Der deutsche Traum, europäischer Albtraum

19. März 2013 / Aufrufe: 2.065 19 Kommentare

Protektionismus und harter Euro tragen zur Schaffung des deutschen Traums, aber auch des europäischen Albtraums der Verschärfung der Krise und Arbeitslosigkeit bei.

Angela Merkel schickt Otto Rehhagel nach Griechenland, um die „antideutsche“ Stimmung der Griechen zu beschwichtigen. Dies zeigt, dass die deutsche Kanzlerin sich dem Zorn der Griechen mit ideologischen und kommunikativen und nicht mit realen Termini nähert. Anders gesagt, sie sieht nicht die Wahrheit oder sie wird ihr nicht übermittelt.

Nicht, dass die Griechen nicht über die beschimpfende Haltung der deutschen Medien ihnen gegenüber wütend sind, aber dies ist nichts im Vergleich zu der Überzeugung, dass alles, was sie hauptsächlich auf wirtschaftlichem Niveau erleiden, auf die Politik Berlins zurückzuführen ist. Und dies ist nicht nur die Meinung der Griechen, aber aller Völker des europäischen Südens.
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Griechenland der Bettler, Greise und Emigranten

23. April 2012 / Aufrufe: 4.361 12 Kommentare

Die aufgezwungene irrationale Sparpolitik macht Griechenland zu einem Land der Bettler, Greise und Emigranten, was den neuen Besitzern durchaus gelegen zu kommen scheint.

Nein, Gnade, wir ertragen keinen weiteren Aufschwung. Nicht noch mehr Kohle, keine weitere Spekulation über eine Wirtschaft, die sie aus drei Metern füsiliert haben. Es regnet Wahlkampfversprechen der beiden ewigen (?) „Luden“ der Regierungsmacht, der abtretenden PASOK-Partei und der (wahrscheinlich) erneut antretenden Nea Dimokratia (ND), welche versprechen, was ihnen in den Sinn und gelegen kommt. Mit der Krönung die Modifizierung des Memorandums und den … Aufschwung, der angeblich den Ausgang aus der Krise bringen wird.

Nun schön, jeder wird – mehr oder weniger leicht – begreifen, dass das Gerede über den Aufschwung nicht mehr als ein Schleier ist, der nicht den … Bären zu verbergen mag – den der kontinuierlichen Rezession, der (unter Ausnahme Auserwählter) gewaltsamen Verarmung des gesamten griechischen Volkes, des völligen Ausverkaufs des Landes und der Zerschlagung der Wirtschaft.

Venizelos und Samaras mögen, mit dem … „freundlichen“ Beitrag des Barroso, absolut der Notwendigkeit zur Vertuschung der gesellschaftlichen und nationalen Katastrophe bedürfen, deren Verlauf sich unmittelbar nach den Wahlen erschreckend intensivieren wird, jedoch ist die Realität für die überwältigende Mehrheit der Griechen hier, gegenwärtig und vollumfänglich wahrnehmbar.
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