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Artikel Tagged ‘einkommensindiz’

Radikale Änderungen bei Kfz-Besteuerung in Griechenland

18. Mai 2016 / Aufrufe: 1.533 2 Kommentare

Aus umgehend in Kraft tretenden Änderungen bei der Besteuerung von Kraftfahrzeugen hofft der Fiskus in Griechenland auf Mehreinnahmen in Höhe von über 120 Millionen Euro.

Die Eingriffe der Regierung Griechenlands bei der indirekten Besteuerung umfassen Umgestaltungen, die radikal die Besteuerung der privaten Kraftfahrzeuge und spezieller die berüchtigten Einkommensindizien und die Taxierungsgebühren ändern, aber auch die Abschaffung der Luxussteuer vorsehen.

In der neuen Gesetzesvorlage zum Steuergesetz, die noch in dieser Woche dem Parlament vorgelegt und ratifiziert werden soll, ist die Kopplung der sogenannten Lebensführungs-Indizien für Privatfahrzeuge an die Einzelhandelsverkaufspreise sowohl bei neuen als auch gebrauchten Fahrzeugen und die Abschaffung der „Steuer auf luxuriöse Lebensführung“ und deren Integration in die Taxierungsgebühren vorgesehen, die fortan auf Basis des Einzelhandelsverkaufspreises vor Steuern und der Abgasemissionen erhoben werden sollen.
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Griechenland nimmt Matratzengeld ins Visier

27. August 2015 / Aktualisiert: 27. August 2015 / Aufrufe: 2.567 2 Kommentare

Das Finanzamt in Griechenland nimmt das in Schließfächern und unter Matratzen versteckte Bargeld der Steuerpflichtigen ins Visier.

In Visier des Finanzamts sind die ungefähr 30 Milliarden Euro geraten, die in Griechenland in den letzten fünf Jahren die Steuerpflichtigen von den Banken abhoben und in Schließfächern und unter der Matratze deponierten.

Im Rahmen der Umsetzung des Vermögensregisters werden die Steuerpflichtigen aufgefordert sein, auch diese Beträge zu deklarieren, da sie – falls sie es nicht tun – diese nicht für die Deckung des Vermögensnachweises und der Lebenshaltungskriterien nutzen können. Damit diese Gelder von dem Finanzamt für die Deckung von Einkommensindizien anerkannt werden, müssen sie vorher sogar bei einer Bank eingezahlt werden, damit der Inhaber erfasst wird.
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Steuerschock für Vermieter, Arbeitslose und Studenten in Griechenland

31. Dezember 2014 / Aufrufe: 4.789 6 Kommentare

Gemäß der neuen Steuerordnung in Griechenland werden werden Steuerpflichtige mit minimalen Einkünften auf Basis fiktiver Einkommen als Unternehmer besteuert.

Zehntausende Eigentümer vermieteter Immobilien und Arbeitnehmer mit „Quittungsblock“, die in diesem Jahr sehr geringe Einkommen erzielten, sowie ebenfalls auch zigtausende Studenten und nicht bei dem Arbeitsamt (OAED) registrierte Arbeitslose, die 2014 gelegentlich mit irgend einer Aktivität beschäftigt waren und ärmliche Vergütungsbeträge bezogen, werden dafür im Jahr 2015 utopische Steuerbeträge zu zahlen aufgefordert sein. Ihre Einnahmen werden als Einkommen aus einer unternehmerischen Tätigkeit eingestuft und entsprechend besteuert werden.

Die neue Einkommensteuerordnung (Gesetz N. 4172/2013) sieht für alle diese Kategorien Steuerpflichtiger ein unglaublich belastendes Besteuerungssystem vor, gemäß dem die Einkommensteuer mit vernichtenden Steuersätzen von 26% bis 40,3% auf fiktiv veranschlagte Einkommen aus einer imaginären unternehmerischen Tätigkeit erhoben wird. So wird beispielsweise ein Student, der sich mit Schreibarbeiten ein kleines Taschengeld von monatlich 50 Euro erarbeitet, höher besteuert als sein Dozent, der diesen Betrag an einem Tag verdient.
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Finanzamt in Griechenland wird zum Big Brother

16. August 2014 / Aufrufe: 1.397 Keine Kommentare

Die Finanzämter in Griechenland werden fortan nach dem Vorbild der US-Amerikanischen IRS agieren und alle Ausgaben der Griechen kontrollieren.

Die alten Lebenshaltungsindizien gehen und es kommen Indizien neuen Typs. Zum ersten Mal seit 1978, als die Einkommensindizien erstmals eingeführt wurden, geht das Finanzministerium die „Modernisierung“ an und gibt die veraltete Methode der Einkommensbestimmung auf, die Ungerechtigkeiten verursacht ohne zur Aufdeckung des großen Reichtums beizutragen.

Die elektronische Ausstattung und die Vernetzung der Dienststellen des Finanzministeriums mit Banken und anderen Unternehmen, mit denen Steuerpflichtige Geschäftsvorgänge abwickeln, vermögen das Profil der Steuerpflichtigen mit viel größerer Klarheit zu umreißen und ihr wirtschaftliches Potential mit Genauigkeit zu bestimmen. Die zuständigen Dienststellen nehmen nun wahr, dass sie in der Lage sind, fast alle – versteckten oder offensichtlichen – Ausgaben der Steuerpflichtigen zu kontrollieren und mittels dieser festzustellen, ob die tatsächlichen Einkommen in der Steuererklärung deklariert werden.
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Griechenland entschärft Steuerfallen für Steuerausländer und -inländer

26. April 2014 / Aufrufe: 1.644 Keine Kommentare

Das Finanzministerium in Griechenland entschärft in letzter Minute Steuerfallen, die unter anderem für zahllose Steuerausländer zu enormen Steuerzahlungen geführt hätte.

Das griechische Finanzministerium brachte eine Novelle ins Parlament, mit der alle Steuerpflichtigen, die ihren Steuerwohnsitz im Ausland haben, von den Bestimmungen bezüglich der auf Basis sogenannter Einkommens- und Lebensführungsindizien („τεκμήρια“) erfolgenden Einkommensbestimmung ausgenommen werden.

Bisher bestand die Voraussetzung für die Ausnahme von dieser fiktiven Veranlagung zur Einkommensteuer darin, keinerlei reales Einkommen in Griechenland zu erzielen. Wie jedoch in dem Begründungsbericht der Novelle festgestellt wird, „bezieht sich die Anwendung der Indizien auf natürliche Personen mit Steuerwohnsitz in Griechenland und kann nicht auf die natürlichen Personen (sprich Steuerausländer) ausgeweitet werden, die Einkommen aus Quellen in Griechenland haben„.

Die in Rede stehende Bestimmung bezieht sich auf das Wirtschaftjahr 2013 bzw. das Fiskaljahr 2014, kommt also auf die Einkommen des Jahres 2013 zur Anwendung, die mit den Einkommensteuererklärungen 2014 deklariert werden.
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Steuer-Immunität für Troika und Task-Force in Griechenland

18. Juli 2013 / Aktualisiert: 30. Oktober 2014 / Aufrufe: 1.572 1 Kommentar

Mitglieder der Troika und Task-Force in Griechenland erhalten Steuer-Immunität, während Arbeitslose fortan auf Basis fiktiver Einkommens-Indizien besteuert werden.

Die griechische Regierung nahm in die neue Einkommensteuer-Verordnung eine schockierende Bestimmung auf, die für die 22 dauerhaft in Griechenland befindlichen Mitglieder der Stäbe der Troika sowie auch für die 28 dauerhaft bei den öffentlichen Behörden „installierten“ Sachverständigen der Task-Force der Kommission eine völlige Steuer-Immunität einführt.

Mit dieser Bestimmung wird vorgesehen, dass die Stellvertreter der Gläubiger, die Millionen einfachen griechischen Bürgern erdrückende Steuereinnahmemaßnahmen und horizontale Kürzungen der Löhne, Renten und Sozialleistungen aufzwingen, gegenüber den griechischen Behörden keinerlei Rechenschaft für jegliche in Griechenland getätigten Käufe von Vermögensteilen großen Wertes ablegen, da sie von den Lebenshaltungskosten-Indizien und dem Vermögensnachweis der griechischen Steuergesetzgebung befreit werden.

Zur selben Stunde sehen diverse andere Bestimmungen der bereits in Kraft stehenden Einkommensteuer-Verordnung vor, dass ungefähr 1,3 Millionen arbeitslose Bürger des Landes nicht von den Bestimmungen über die Einkommensindizien ausgenommen werden und aufgefordert sein werden, ab diesem Jahr überdimensionale Steuerbeträge für inexistente Einkommen zu entrichten – außer sie akzeptieren, ein unglaublich bürokratisches, zeitraubendes und nervenaufreibendes Verfahren zur Anzweiflung der Indizien zu befolgen, dessen Resultat fraglich ist.
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