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Ehemaliger Polizeibeamter in Griechenland wegen Drogenhandel verhaftet

10. April 2010 / Aufrufe: 63 Keine Kommentare

In Griechenland ist wegen Drogenhandels ein ehemaliger Polizeibeamter festgenommen worden, der unter anderem beim Drogendezernat und in der Spezialabteilung für Erpressungsfälle in Attika bedienstet war. Insgesamt wurden fast 10 Kilo Kokain sichergestellt.

Laut einem Offizier der griechischen Polizei (EL.AS.) waren rund zwei Wochen vor der Festnahme Grenzwächtern der Ausländerabteilung Attika Informationen über einen in Drogengeschäfte verwickelten ehemaligen Polizeibeamter zugespielt worden. Im Rahmen der angestellten Nachforschungen wurde der ehemalige Polizist ausgemacht und unter Beschattung gestellt.

Am Abend des 07. April 2010 begab sich der beobachtete 47-jährige ehemalige Polizist mit einem Motorrad in ein Autohaus im Athener Stadtteil Ano Glyfada, um dort ein Kilo Kokain zu übergeben. Während sich der Mann noch im Gebäude des Autohauses befand, drangen Polizisten in die Räumlichkeiten ein und nahmen ihren ehemaligen Kollegen sowie zwei Angestellte der Firma fest. Der Besitzer des Unternehmens befand sich zu diesem Zeitpunkt außer Hauses, wurde jedoch wenig später ebenfalls festgenommen.

Bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung des ehemaligen Polizisten wurden weitere 8 Kilo und 764 Gramm Kokain, drei Pistolen und ein Revolver nebst Magazinen und Kugeln sichergestellt. Ebenfalls wurden im Besitz der Festgenommenen 159 Patronen verschiedener Kaliber, eine Präzisionswaage, 1.560 Euro, vier gefälschte Banknoten im Gesamtnennwert von 550 Euro, neun Mobiltelefone und zwei luxuriöse Fahrzeuge gefunden und beschlagnahmt. Bei einem dieser Fahrzeuge handelte es sich sogar um einen Porsche im Wert von 180.000 Euro, der erst fünf Tage vorher gekauft worden war und dem festgenommenen ehemaligen Polizeibeamten gehörte.

Der ehemalige 47-jährige Polizeibeamte war im Jahr 2007 regulär pensioniert und in den Ruhestand entlassen worden. Laut Informationen hat er inzwischen eingestanden, während der letzten sechs Monate Drogenhandel betrieben zu haben, während der verhaftete Besitzer des Autohauses jede Beteiligung bestreitet. Der Marktwert des beschlagnahmten Kokains wird auf über eine Million Euro geschätzt.

Verdacht auf Verbindungen zwischen Polizeibeamten und Drogenhändlern in Griechenland

3. März 2010 / Aufrufe: 116 Keine Kommentare

Die Staatsanwaltschaft des Oberlandesgerichts Thessaloniki in Griechenland hat wegen des Verdachts auf Verbindungen zwischen korrupten Polizeibeamten und Drogenhändlern eine Untersuchung eingeleitet.

Wie am Dienstag, dem 02. März 2010 bekannt wurde, hat Oberstaatsanwalt Jorgos Bobolis der Generalstaatsanwaltschaft  Thessaloniki die Untersuchung eventueller Verbindungen zwischen korrupten Polizeibeamten und Drogenhändlern in den Präfekturen Pellas, Drama und Magnisia angeordnet. Konkret handelt es sich um drei Fälle in den Jahren 2008 und 2009.

In den beiden ersten Fällen geht es um Polizeibeamten der Drogenfahndung in Giannitsa und Drama, die zugunsten des Drogenhandels beschuldigter Angeklagter ausgesagt und auf diese Weise sichergestellt haben sollen, dass letzteren die gesetzlich vorgesehenen mildernden Umstände für die Kooperation mit den Verfolgungsbehörden zugestanden wurden. In dem dritten Fall geht es um Beamten der Polizei in Volos, die angeblich wegen eines Drogendelikts zur Verhaftung einer Person geschritten waren, ohne die zuständige Staatsanwaltsschaft zu informieren, und im weiteren Verlauf Unterlagen gefälscht und der Gerichtsakte hinzugefügt haben sollen.

Mit der Durchführung der Untersuchungen wurden die stellvertretenden Oberstaatsanwälte Evangelos Zacharis, Ilias Seferidis sowie auch die Unterabteilung für interne Angelegenheiten Nordgriechenland der griechischen Polizei beauftragt.