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Tumult nach tödlichem Unfall eines Ausländers in Griechenland

2. Februar 2013 / Aufrufe: 538 Keine Kommentare

Nachdem in Griechenland in Athen ein Ausländer auf der Flucht vor Ordnungsbeamten bei der Überquerung der Gleise der E-Bahn sein Leben verlor, kam es zu Spannungen.

Am Freitag (01 Februar 2013) kam es kurz vor Mitternacht zu Spannungen, als ungefähr 20 Ausländer aus Senegal zusammen mit Mitgliedern einer sich gegen die Gewalt und den Rassismus aussprechenden Organisation sich auf der Straße zwischen den E-Bahn-Stationen „Thisio“ und „Monastiraki“ versammelten, um gegen die Umstände des Todes eines ausländischen Kleinhändlers zu protestieren.

Wie in einer Bekanntmachung der Bewegung „Vereint gegen den Rassismus und die faschistische Bedrohung“ (KEEPFA) sowie auch der „Vereinigung immigrierter Arbeiter“ unterstrichen wird, schritten kommunale Bedienstete zur Verfolgung eines 39-jährigen Senegalesen, der in seinem Versuch, die Gleise der E-Bahn zu überqueren und sich der Festnahme zu entziehen, mit dem Kopf auf die Gleise aufschlug und danach einen Stromschlag erlitt, der seinen Tod zur Folge hatte.

Mit Bekanntwerden seines Todes wurde eine Demonstration veranstaltet, wozu Mitglieder der KEEPFA monieren, polizeilicher Gewalt begegnet zu sein, während in anderen Meldungen von dem Einsatz von Chemikalien die Rede ist.

Wir rufen den Gemeinderat von Athen auf, die Verantwortlichen der Offensive gegen die Kleinhändler abzusetzen und die rassistische Zusammenarbeit mit der mörderischen Politik (des Ministers für öffentliche Ordnung) Dendias zu stürzen … . Wir rufen zum massenhaften Widerstand gegen die rassistischen Morde auf.„, wird in der Bekanntmachung angefügt.

Es sei angemerkt, dass im konkreten Zusammenhang mit „Kleinhändler“ die illegalen „fliegenden Händler“ gemeint sind, die sich überwiegend aus dem Heer der – legalen oder illegalen – Immigranten rekrutieren.

(Quelle: Zougla.gr)

Untersuchungsrichter bestätigt polizeiliche Folterung in Griechenland

31. Oktober 2012 / Aktualisiert: 01. November 2012 / Aufrufe: 725 1 Kommentar

Offizielle gerichtsmedizinische Befunde stellen in Griechenland den Minister für öffentliche Ordnung bloß, der polizeiliche Folterungen weiterhin in allen Tonlagen dementiert.

In seinem Bericht an die Staatsanwaltschaft des Landgerichts stellt der 7. reguläre Untersuchungsrichter verbrecherische Handlungen fest, welche die Polizisten zu Lasten der 15 Festgenommenen verübten, die an dem antifaschistischen motorisierten Protestumzugs am 30 September 2012 teilnahmen. Bloßgestellt ist damit der Minister für öffentliche Ordnung, der die Folterungen auf dem Zentralrevier der Polizei in Athen (GADA) mit zu vertuschen versuchte und zu dem Thema unter anderem erklärt hatte, Strafanzeige gegen die britische Zeitung „Guardian“ erstatten zu werden – worauf die Zeitung allerdings immer noch wartet.

Es sei angemerkt, dass der „Guardian“ den Meldungen über die Folterungen eine ausführliche illustrierte Reportage gewidmet hatte. Auf die Frage, ob er trotz Bekanntwerden der gerichtsmedizinischen  Befunde und des Berichts des Untersuchungsrichters weiterhin darauf beharre, den „Guardian“ zu verklagen, antworte der Minister, das Thema werde derzeit von dem Rechtsbeirat untersucht. Ebenfalls teilte er erneut „Seitenhiebe“ gegen die Medien aus, die an der Version der polizeilichen Folterung festhalten … .
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