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Artikel Tagged ‘defizit’

Quod licet Iovi, non licet … Graecia

19. Mai 2016 / Aufrufe: 1.121 3 Kommentare

Im Gegensatz zu dem unerbittlichen Kurs gegenüber Griechenland drückt die Kommission im Fall Spaniens und Portugals aus offensichtlichen Gründen geflissentlich die Augen zu.

Trotz aufgeblähter Defizite lässt die Europäische Kommission gegenüber Spanien und Portugal aus offensichtlichen Gründen „Fünfe gerade sein“.

Wie es scheint, erweist die Kommission dem derzeitigen spanischen Interims-Premier Mariano Rajoi einen politischen Gefallen und setzte die Ergreifung von Maßnahmen zu Lasten Spaniens und Portugals wegen deren übermäßiger fiskalischer Defizite bis nach den Parlamentswahlen in Spanien am 26 Juni 2016 aus.
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Warum Europa Griechenland retten muss

12. Mai 2015 / Aufrufe: 3.659 6 Kommentare

Für Europa stehen wichtigere strukturelle Werte und strategische Themen als die Frage auf dem Spiel, ob Griechenland es verdient hat, gerettet zu werden.

Das strukturelle Problem, das sich hinter der wirtschaftlichen Krise Griechenlands verbirgt, ist ein griechische Problem: nämlich die verwurzelte Abgeneigtheit des Landes, modernisiert zu werden. Griechenland machte eine lange Periode einer lange andauernden Besatzung durch das Osmanische Reich durch. Seine verfestigten politischen und wirtschaftlichen Netze sind bis in die Tiefe korrupt. Die leistungsorientierte Bürokratie hat sich nicht gezeigt. Trotz der Erosion des Vertrauens in die staatlichen Institutionen hat sich eine Kultur der Abhängigkeit von diesen gehalten.

Man könnte sagen, die Griechen haben sich nicht das Recht verdient, gerettet zu werden. Trotz allem ist Griechenlands Ausscheiden aus dem Euro nicht die beste Wahl, weder für Griechenland noch für die Europäische Union. Gleich ob die Griechen die Hilfe wert sind oder nicht, es ist zum Nutzen Europas, sie zu retten.
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Griechenlands Primärüberschuss im ersten Quartal 2015

27. April 2015 / Aufrufe: 1.085 Keine Kommentare

Griechenland weist für das erste Quartal 2015 einen Primärüberschuss von 1,732 Mrd. Euro aus, gegenüber einem Primärüberschuss von 1,541 Mrd. Euro im Vorjahr 2014.

Gemäß den endgültigen Daten über die Ausführung des Staatshaushalts Griechenlands auf modifizierter Kassenbasis für die Periode Januar – März 2015 zeigt sich ein Defizit in der Bilanz des Staatshaushalts in Höhe von 503 Mio. Euro, gegenüber einem Defizit von 448 Mio. Euro im entsprechenden Zeitraum des Jahres 2014 und einer Defizit-Zielvorgabe von 2,111 Mrd. Euro.

Das primäre Resultat gestaltete sich auf einen Überschuss in Höhe von 1,732 Mrd., gegenüber einem Primärüberschuss von 1,541 Mrd. Euro für den selben Zeitraum des Jahres 2014 und dem Ziel eines Primärüberschusses von 119 Mio. Euro.
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Wie Griechenland zum IWF geschickt wurde

19. Juli 2014 / Aufrufe: 691 Keine Kommentare

Laut einem geheimen Bericht wurde Griechenland infolge systematischer Manipulationen volkswirtschaftlicher Daten in die Arme des IWF getrieben.

Das Defizit des Jahres 2009, das den Weg des Eintritts Griechenlands in das Memorandum öffnete, war das Ergebnis einer systematischen Aufblähung der Daten, was eine Verzögerung des Haushaltsplans um ungefähr 14,7 Mrd. Euro zum Ergebnis hatte.

Die andauernden Änderungen der volkswirtschaftlichen Daten im letzten Quartal 2009 und die Neugestaltung des Nationalen Bruttosozialprodukts mittels wiederholter Korrekturen, die es um 23 Mrd. Euro reduzierten, trieben letztendlich das Defizit des Haushaltsplans auf 36,2 Mrd. Euro bzw. 15,8% des BIP hoch, gegenüber 14,4 Mrd. Euro bzw. 6,3% des BIP, wie von der damaligen Regierung der Nea Dimokratia veranschlagt worden war.
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Griechenland, Primärüberschuss und Verschuldung

28. April 2014 / Aktualisiert: 13. März 2016 / Aufrufe: 429 Keine Kommentare

Nach dem Gang an die Finanzmärkte und die Bestätigung des Primärüberschusses hofft die Regierung in Griechenland nun auf eine günstige Entscheidung über die Verschuldung.

In einem Versuch, die öffentliche Verschuldung tragbar zu machen, befindet die griechische Regierung sich nach der Bekanntgabe des primären Überschusses durch die Eurostat bei der Planung des „Tags danach“.

Nachdem der Gang an die Finanzmärkte erfolgreich abgeschlossen wurde, stellt den nächsten Schritt eine „gute“ Entscheidung über die öffentliche Verschuldung Griechenlands dar, während auch die Aufnahme einer Diskussion über die Deckung der volkswirtschaftlichen Lücke der kommenden Jahre nicht ausgeschlossen werden darf.
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Primärer Überschuss kostete Griechenland 40 Mrd Euro

15. April 2014 / Aufrufe: 662 1 Kommentar

Griechenland verlor in den Jahren 2010 – 2014 rund 40 Milliarden Euro seines BIP, während die öffentliche Verschuldung 2013 auf 175 Prozent des BIP hochschnellte.

In den Fakten über die griechische Wirtschaft zeichnen sich klar die Opfer des griechischen Volkes ab, die zu dem primären Haushaltsüberschuss und dem versuchsweisen Gang Griechenlands an die Finanzmärkte führten.

Wie aus den volkswirtschaftlichen Daten hervorgeht, welche die griechische Statistikbehörde (ELSTAT) an das Statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) übermittelte, gab es in der Periode 2010 – 2013 bei dem BIP des Landes Verluste in Höhe von 40 Mrd. Euro. Parallel schnellte die öffentliche Verschuldung bis Ende des vergangenen Jahres auf 318,7 Mrd. Euro bzw. 175,1% des BIP hoch.
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Griechenland: Tränen, Blut, Würde

15. Oktober 2013 / Aufrufe: 814 Keine Kommentare

Die zahllosen unerfüllten Prognosen und Versprechen der Politiker in Griechenland haben zu einem vollständigen Verlust des Vertrauens bei den Bürgern geführt.

Als die Krise ausbrach, hatte Giorgos Papakonstantinou etwas sehr Zutreffendes gesagt: Das größte Defizit des griechischen Staats ist das Defizit an Glaubwürdigkeit. Der ehemalige Finanzminister bezog sich natürlich auf die statistische Daten des Staats und das Unvermögen der Regierung, unsere Partner davon zu überzeugen, dass wir meinen, was wir sagen.

Herr Papakonstantinou ignorierte jedoch einen anderen signifikanten Parameter: nämlich die Fähigkeit der Regierung, dem griechischen Volk glaubwürdig das Ende der Krise zu signalisieren. Und so trug er selbst zu dem vollständigen Verlust der Glaubwürdigkeit der Regierung in den Augen der griechischen Gesellschaft bei, indem er alle Nase lang Stabilisierung, Wachstum und baldige Rückkehr an die Märkte voraussah.
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Löhne, Konsum, Guthaben und Steuern in Griechenland im Keller

2. August 2012 / Aufrufe: 585 Keine Kommentare

Die offiziellen Daten der nationalen Statistikbehörde in Griechenland für das erste Quartal 2012 zeigen einen massiven Rückgang bei Löhnen, Konsum, Spareinlagen und Steuern.

Die großen Verluste bei den Bezügen der Arbeitnehmer, den Spareinlagen und dem Konsum unter der Last der Krise, die das Land geißelt, und der harten Kürzungen, die zur Erzielung der mit der Troika vereinbarten volkswirtschaftlichen Ziele umgesetzt werden, geben die neuen Daten wieder, welche am 27 Juli 2012 die Griechische Behörde für Statistik (ELSTAT) veröffentlichte.

Im ersten Quartal 2012 sanken die Bezüge der Arbeitnehmer um 15,6% im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum, mit dem Ergebnis, dass das verfügbare Einkommen bei den privaten Haushalten um ungefähr 5,5%, also von 37,2 Mrd. Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 35,2 Mrd. Euro zurückging. Die Konsumausgaben der Haushalte und gemeinnützigen Organisationen, welche wie beispielsweise die Kirche und andere Träger die privaten Haushalte unterstützen, gingen im Vergleich zum ersten Quartal 2011 um 6,7% zurück und sanken auf 38,9 Mrd. Euro, gegenüber 41,7 Mrd. Euro vor einem Jahr.
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Schwarze Prognosen für Rezession und Arbeitslosigkeit in Griechenland

13. Juli 2012 / Aufrufe: 1.833 Keine Kommentare

Revidierte Prognosen sehen in Griechenland für 2012 die Rezession bei 7 Prozent, den weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit und ein Jahresdefizit von 9 Prozent.

Eine größere Rezession der griechischen Wirtschaft bei 6,9% für das Jahr 2012 im Vergleich zu 5% der vorherigen Schätzung prognostiziert die Stiftung für Wirtschafts- und Industrieforschung (IOBE) und schlägt ein „100-Tage-Programm zur Dämpfung der Rezession“, aber auch Verhandlungen mit den Gläubigern des Landes vor, nachdem vorher greifbare Ergebnisse der Umsetzung der Reformen gegeben werden. Es handelt sich um einige der grundsätzlichen Schlussfolgerungen des Quartalsberichts der IOBE über die griechische Wirtschaft, den am 09 Juli 2012 der Präsident der IOBE Odysseas Kyriakopoulos bei einer Pressekonferenz präsentierte.

Alle Prognosen der IOBE sind negativ revidiert worden, wobei wegen des Rückgangs im Tourismus die Rezession für das zweite Quartal auf 7,5% und 8% im dritten Quartal geschätzt wird, während für das letzte Quartal eine leichte Deeskalation erwartet wird. Weiter wird prognostiziert, dass das Jahresdefizit für 2012 bei 9% schließt und die Arbeitslosigkeit auf 23,6% emporschnellt. Die Bruttoinvestitionen in Betriebsmittel sinken um 21%, der private Konsum um 9,5% und der öffentliche Konsum um 6%.
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Interner Zahlungsstopp in Griechenland stranguliert Wirtschaft

7. Juli 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 393 Keine Kommentare

Der interne Zahlungsstopp in Griechenland stranguliert zunehmend die reale Wirtschaft, da der Staat dem privaten Sektor inzwischen 6,8 Mrd. Euro schuldet.

Die fälligen Verbindlichkeiten des Fiskus an den privaten Sektor in Griechenland stiegen im Mai 2012 um mehr als 500 Mio. Euro weiter an – zu einem Zeitpunkt, wo nach einem Weg zur Begleichung der Schulden gesucht wird, damit der Markt Luft bekommt.

Die fälligen Gesamtverpflichtungen des Fiskus an den privaten Sektor gestalteten sich Ende Mai auf 6,8 Mrd. Euro, gegenüber 6,27 Mrd. Euro im vorherigen Monat. Größter Schuldner bleiben die Versicherungskassen deren Gesamtschulden sich auf 2,92 Mrd. Euro belaufen. Einen signifikanten Anstieg zeigten auch die Schulden der Krankenhäuser, die von 1,58 Mrd. Ende April 2012 auf auf 1,98 Mrd. Euro Ende Mai 2012 zunahmen. Die kommunalen Organismen (OTA) schulden 781 Mio. Euro und die Ministerien 837 Mio. Euro.

Laut den Angaben des Finanzministeriums bleibt und schwillt die erdrückende Situation auf dem Markt an, da die Liquiditätsschwierigkeiten des Staates die Tilgung seiner Verpflichtungen nicht gestattet. Parallel blieb in den fünf Monaten Januar – Mai 2012 die Kassenbilanz der zentralen Regierung um 555 Mio. Euro im Überschuss. Dieser Überschuss verringert sich jedoch kontinuierlich von Monat zu Monat. Wenn auch die Abzahlung der Zinsen einbezogen wird, präsentiert die zentrale Regierung in den ersten fünf Monaten des Jahres ein Defizit in der Größenordnung von 8,1 Mrd. Euro.

(Quelle: Vradyni)