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Artikel Tagged ‘datenschutzbehörde’

Datenschutz in Krankenhäusern in Griechenland unzulänglich

20. April 2011 / Aufrufe: 136 Kommentare ausgeschaltet

Die griechische Datenschutzbehörde charakterisiert das Sicherheitsniveau beim Umgang mit persönlichen Gesundheitsdaten in Krankenhäusern in Griechenland als unzulänglich.

Obwohl die meisten Datenverarbeitungssystem der kontrollierten Krankenhäuser über Sicherheitsmechanismen verfügen, waren diese nicht hinreichend aktiviert worden„, führt die Behörde unter anderem an und spricht ebenfalls von fehlender Organisation und nicht existenten Strategien.

Die Behörde für Datenschutz führte in zehn öffentlichen und privaten Krankenhäusern sowie auch Kliniken Kontrollen durch, um deren Rechner und Netzwerke auf das Niveau ihrer Sicherheit zu überprüfen. Die Kontrollen konzentrierten sich auf die Nutzung elektronischer Netze und Kommunikationen zur Verwaltung der Gesundheitsdaten der Patienten, die Führung der elektronischen ärztlichen Akten der Patienten und auch die Gewährleistung des Datengeheimnisses und der Sicherheit bei der Verarbeitung persönlicher Daten.

Laut einer Bekanntmachung der Behörde „zeigen die Schlussfolgerungen aus den Kontrollen, dass das Sicherheitsniveau insbesondere in den öffentlichen Krankenhäusern allgemein unzulänglich ist, was primär auf das Fehlen von Organisation und Verfahren und weniger auf rein technische Mängel zurückzuführen ist. Charakteristisches Beispiel stellen die nicht existenten oder unzureichenden Sicherheitsstrategien und die Unzulänglichkeiten bei der Handhabung der Kommunikationsmittel, den Benutzern der Datenverarbeitungssysteme und des physischen Archivs ärztlicher Akten dar„.

Die Datenschutzbehörde schritt zu Erteilung von Hinweisen und wird sowohl in den selben als auch anderen Krankenhäusern einen zweiten Kontrollzyklus durchführen. Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass in Griechenland in der Vergangenheit wiederholt Fälle ans Licht der Öffentlichkeit gerieten, in denen vertrauliche Gesundheitsdaten und Patientenakten ohne weiteres illegal weitergegeben und nicht zuletzt für wirtschaftliche Zwecke missbraucht worden waren.

Datenschutzbehörde in Griechenland verbietet Hotelkameras

7. Februar 2011 / Aktualisiert: 08. Februar 2011 / Aufrufe: 171 Kommentare ausgeschaltet

Der Besitzer eines Strandhotels in Griechenland muss auf Beschluss der griechischen Datenschutzbehörde in seiner Hotelanlage installierte Überwachungskameras entfernen.

Konkret monierten die Datenschützer sowohl die Kameras auf den Gängen vor den Zimmern der Gäste als auch jene, die den Bereich am Swimmingpool und die Straße erfassten. Die Videoüberwachung wurde in diesen Fällen als unangemessener Eingriff in die Privatsphäre und Persönlichkeit der Gäste, des Personals und Dritter befunden.

In dem einschlägigen Beschluss der Datenschutzbehörde wird hinsichtlich der außerhalb des Hotels platzierten Kamera betont, dass „die Möglichkeit, mit der Außenkamera Bilder des Areals über den Eingangsbereich und den Parkplatz hinaus aufzuzeichnen, den in Artikel 1 Paragraph 2b der Verordnung 1122/26.09.200 der Behörde vorgesehenen Bestimmungen widerspricht„.
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Griechenland will Steuergeheimnis aufheben

7. Oktober 2010 / Aktualisiert: 08. Oktober 2010 / Aufrufe: 336 Kommentare ausgeschaltet

Griechenland plant, trotz datenschutzrechtlicher Barrieren das Steuergeheimnis aufzuheben und die persönlichen Daten aller Steuerpflichtigen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Wie aus einem Runderlass zur Anwendung des neuen Steuergesetzes in Griechenland hervorgeht, beabsichtigt der griechische Finanzminister G. Papakonstantinou die Zustimmung der Datenschutzbehörde zu dem Vorhaben zu erwirken, das bisherige Steuergeheimnis global aufzuheben und die persönlichen und steuerrelevanten Daten aller Steuerpflichtigen im Internet zu publizieren.

Gemäß dem in Rede stehenden Vorschlag sollen die registrierten User des TAXIS-Systems bzw. Portals der Datenverarbeitungszentrale des griechischen Finanzministeriums freien Zugang zu den Daten aller anderen Steuerpflichtigen erhalten. Dieser Plan wird jedoch natürlich höchstwahrscheinlich mit dem Datenschutzgesetz kollidieren.
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