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Artikel Tagged ‘bummelstreik’

Lage auf Flughäfen in Griechenland normalisiert sich

27. Juli 2010 / Aufrufe: 133 Keine Kommentare

Die Lage auf den Flughäfen und im Flugverkehr in Griechenland entspannt sich, da die Mehrzahl der nationalen und internationalen Flüge wird wieder planmäßig durchgeführt wird.

Nach den Strapazen der vergangenen Tage, die durch den am Samstag, dem 24. Juli 2010 beschlossenen  und ab Mitternacht zum Sonntag begonnenen Bummelstreik der griechischen Fluglotsen verursacht wurden, beginnt sich seit Dienstag, dem 27. Juli 2010 die Lage im Flugverkehr wieder zu normalisieren. In einer Geste des guten Willens haben die Fluglotsen nach einem Treffen mit der Führung des Ministeriums für Transportwesen und Infrastrukturen ihren Bummelstreik eingestellt und fertigen den Luftverkehr wie gewohnt ab.

Laut den Angaben des internationalen Flughafens Athen “Eleftherios Venizelos” erfolgen am heutigen Dienstag die Flüge planmäßig. Wo sich fallweise kleinere Verzögerungen abzeichnen, sind diese nicht auf den bis gestern andauernden Bummelstreik der Fluglotsen zurück zu führen.

Im Rahmen der am Montagnachmittag erfolgten Begegnung der Vertreter der Fluglotsen und der politischen Führung des Verkehrsministeriums konnten sich die beiden Seiten bezüglich des Gesetzentwurfs nähern, den das Ministerium zur Reorganisation der Behörde für Zivilluftfahrt forciert. Von Seite des Ministeriums wurde zugesichert, dass der Sektor der Luftfahrt wirtschaftlich und verwaltungstechnisch eigenständig bleiben werde.

Bummelstreik der Fluglotsen in Griechenland behindert Flugverkehr

25. Juli 2010 / Aufrufe: 217 Keine Kommentare

Der am 25. Juni 2010 begonnene Bummelstreik der Fluglotsen in Griechenland führt zu erheblichen Behinderungen im Flugverkehr und auch zur Streichung von Flügen.

Nachdem die ursprünglich ab Sonntag, dem 25. Juni 2010 geplanten fortlaufenden 24-stündigen Streiks der Fluglotsen in Griechenland auf Beschluss des Landgerichts Athen als rechtswidrig und missbräuchlich erklärt wurden, üben die Fluglotsen nun strikten “Dienst nach Vorschrift” aus. Aufgrund des Bummelstreiks kam es allein auf dem internationalen Flughafen “Eleftherios Venizelos” bei Athen bis zum fSonntagnachmittag bei über 120 Flügen zu Verspätungen von bis zu vier Stunden oder mehr, wenigstens drei Flüge wurden gestrichen. Ähnlich ist die Lage auf dem Flughafen “Makedonia” bei Thessaloniki, wo sowohl bei Inlands- als auch Auslandsflügen bis zum frühen Nachmittag anfänglich Verspätungen von 40 – 90 Minuten und später auch erheblich mehr zu verzeichnen waren.

Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Verzögerungen und Streichungen nationaler und internationaler Flüge kumulativ zunehmen. Am frühen Abend des Sonntags (25.07.2010) waren fallweise bereits Verzögerungen von etlichen Stunden zu verzeichnen. Angesichts der unnachgiebigen Haltung der Fluglotsen ist davon auszugehen, dass sich während der nächsten Tage die Lage im Flugverkehr in Griechenland dramatisch zuspitzen wird.

In einer außerordentlichen Sitzung am Samstagnachmittag (14.07.3010) beschloss der Vorstand des Berufsverbandes der Fluglotsen die penible Einhaltung der internationalen Regelungen bezüglich der Luftraumkapazität und nur eine konkrete Anzahl von Flügen pro Stunde zu erlauben. Dieser Beschluss führt zu teilweise erheblichen Verzögerungen und auch Streichungen von Flügen, da angesichts des starken touristischen Verkehrs im Sommer die Anzahl der von den Fluglotsen bedienten Flügen in der Praxis erheblich höher liegt als in strenger Auslegung der Vorschriften gestattet wäre.

In einer einschlägigen Bekanntmachung des Berufsverbandes der Fluglotsen wird angeführt, dass er den von dem Ministerium für Infrastruktur, Verkehrswesen und Netze bzw. Minister Dimitris Reppas forcierten Gesetzentwurf in seiner Gesamtheit ablehnt. Weiter wird betont, dass die Fluglotsen ihren Arbeitskampf auf eine Weise fortsetzen werden, die in den nächsten Tagen bestimmt werden wird.

In der Bekanntmachung wird unterstrichen, dass der Verband in Respektierung der Fluggemeinschaft und der Passagiere seine Kooperationsbereitschaft und Verantwortung gezeigt und mit allen Kräften zur Bedienung des erhöhten Verkehrs beigetragen habe  und dies auch weiterhin versuchen werde. Gleichzeitig werde er jedoch auch die Zukunft des Luftverkehrs und die Sicherheit der Flüge verteidigen und dazu alle angezeigten Maßnahmen ergreifen.

Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass in Griechenland wohl kaum eine touristische Saison ohne sogenannte “Arbeitskämpfe” der Fluglotsen verstrichen ist. Abgesehen von keinesfalls unbedingt global verwerflichen institutionellen Forderungen geht es jedoch wie immer auch diesmal wieder primär um finanzielle Privilegien einer beruflichen “Oberkaste”, die in der Vergangenheit nachhaltig bewiesen hat, den Staat ohne Rücksicht auf Verluste bzw. ohne jeden gesellschaftlichen Skrupel nachhaltig zu erpressen in der Lage ist.

Nach Sparmaßnahmen Bummelstreik in Ministerien in Griechenland

18. Mai 2010 / Aufrufe: 150 Keine Kommentare

Wegen der verhängten Sparmaßnahmen zu Lasten der staatlichen Beamten in Griechenland sind in etlichen Ministerien die Beamten in einen permanenten Bummelstreik getreten.

Mehrere Minister der griechischen Regierung bestätigten inzwischen, dass in verschiedenen Ministerien Dutzende von Beamten in Reaktion auf die im Rahmen der allgemeinen Sparmaßnahmen durchgesetzten Kürzungen ihrer Gehälter und Bezüge in den Bummelstreik  getreten sind bzw. “Dienst nach Vorschrift” machen. Der zuständige Minister Jannis Ragkousis hat in einer diesbezüglichen Erklärung auf die allgemeine Dienstordnung für den öffentlichen Dienst verwiesen und droht mit Disziplinarverfahren.

Der für das Ministerium für innere Angelegenheiten, Dezentralisierung und elektronische Administration zuständige Minister Jannis Ragkousis erkennt an, dass es Vorfälle von “Dienst nach Vorschrift” gebe, ruft jedoch gleichzeitig in Erinnerung, dass gemäß der allgemeinen Dienstordnung jeder Beamte im Fall der Feststellung der ungerechtfertigten Nichtausübung seiner Aufgaben vor den Disziplinarauschuss gebracht werden wird.

Wir bemühen uns, das Phänomen mit Gelassenheit anzugehen und tun alles was in unseren Kräften steht, damit die öffentliche Verwaltung funktioniert“, erklärte gegenüber der Tageszeitung To Vima der Minister für Infrastrukturen Dimitris Reppas und gesteht ein, dass gewisse Beamten ein sehr niedriges Tempo in der Ausübung ihrer Aufgaben adoptiert haben.

Einige Beamten kommen um 10:00 Uhr und gehen um 15:00 Uhr, während sie sich regulär ab 7:00 Uhr morgens an ihrem Arbeitsplatz befinden müssten, und niemand ist zu Überstundenarbeit bereit“, erklärte von ihrer Seite Landwirtschaftsministerin Katerina Mpatzeli.

Noch größer ist das Problem im Gesundheitsministerium, da hier laut der zuständigen Ministerin Mariliza Xenogiannakopoulou die Beamten zwar nicht “bummeln”, jedoch zu Dutzenden ihre Pensionierung beantragen. Wie die Ministerin darlegte, “ist das Problem, dass sich unter jenen, die ihre Pensionierung beantragt haben, auch Direktoren befinden, die über Erfahrung und Wissen auf ihren Gebieten verfügen, und wenn sie ausscheiden, ist die Lücke schwer zu füllen“.

Arbeitsminister Andreas Loverdos bestätigt, dass sich parallel im Arbeitsministerium “die Beamten auf den Barrikaden befinden, weil ihnen nicht die Reduzierung ihrer Teilnahme an Ausschüssen genehmigt wird“. Bezeichnenderweise beteiligten sich zum ersten Mal seit vielen Jahren alle Beamten des Arbeitsministeriums an dem Streik der ADEDY.