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Artikel Tagged ‘bürgerwehr’

Selbsternannte Hüter der öffentlichen Ordnung in Griechenland

19. März 2012 / Aktualisiert: 05. Februar 2014 / Aufrufe: 2.367 7 Kommentare

Mit der explodierenden Kriminalität als Anlass machen sich in Griechenland verschiedene Gruppierungen stark, als Hüter der öffentlichen Ordnung aufzutreten.

In den letzten Tagen gab es eine besondere Projektion verschiedener Organisationen, die zur Bildung von Bürgerwehren aufrufen, um – wie argumentiert wird – „die Bürger zu schützen, welche der Staat auf Gedeih und Verderb den Gangstern ausgeliefert hat„. Über Webseiten laden sie die Griechen ein, ihren Kräften beizutreten und an organisierten Ausbildungsaktionen teilzunehmen, um bereit zu sein, dem Chaos gegenüberzutreten, das – wie betont wird – „vor den Toren lauert„.

Es handelt sich um eine gefährliche Entwicklung, die auch der Minister für Zivilschutz, Herr Michalis Chrysochoidis verurteilte, der auf die Frage bezüglich der Bürgerinitiativen zur Bildung von Bürgerwehren entgegnete, dass für die Sicherheit der Bürger die Polizei und die von der Verfassung vorgesehenen Behörden zuständigen Behörden zuständig sind. „Niemand sonst ist berechtigt, Waffen einzusetzen oder Selbstjustiz zu üben„, äußerte er charakteristisch. Zu dem selben Thema ordnete der Staatsanwalt des Landgerichts Nikos Antonarakos am vergangenen Donnerstag (15 März 2012) eine dringende Voruntersuchung über Aktivität und Funktion dieser „Organisationen“ an.

Die ganze Situation verströmt ein Aroma anderer Epochen. Viele nehmen an, dass diese Phänomene jenen entsprechen, die sich in Deutschland in den 30er Jahren zeigten, bevor Hitler an die Macht aufstieg. Andere betonen, dass in Krisenzeiten die Zunahme der Fremdenangst und der Aufstieg der dieser hauptsächlich Ausdruck verleihenden Rechtsextremisten eine natürliche Folge sei. Schließlich gibt es etliche Stimmen, die betonen, dass wenn der Staat schläft, der Schattenstaat aufwacht. Erleben wir also, wie das Ei der Schlange ausgebrütet wird?
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Milizionäre bilden Bürger in Griechenland aus

17. März 2012 / Aufrufe: 8.749 15 Kommentare

In Griechenland werden Bürger von Mitgliedern rechtsradikaler Gruppierungen rekrutiert und mit dem Ziel ausgebildet, das Gesetz in die eigenen Hände zu nehmen.

Gruppen selbsternannter Milizionäre, deren Funktion und Zweck intensiv an paramilitärische Organisationen erinnern, streben danach, das Gesetz in die eigenen Hände zu nehmen. Organisierte Gruppen mit einem Hang zum Rechtsradikalismus rekrutieren Bürger und bilden sie aus. Diese gefährlichen Phänomene breiten sich aus und rufen ältere Epochen in Erinnerung.

Mit einer rein rechtsradikalen Rhetorik versuchen die Mitglieder dieser Gruppen die Phänomene der Kriminalität auszunutzen und ihre Rolle als „Helfer“ der Sicherheitskräfte und des Militärs aufzuzeigen. Das nationalistische Wort herrscht vor, da die Gefahr aus dem Osten drohe, während diese Gruppen eindeutig auf „Sturmbataillons“ verweisen. Eine Fülle liierter Internetpräsenzen streichen die Bedeutung heraus, welche die Schaffung einer „patriotischen Bürgerwehr“ zu dem – wie sie sagen – Zweck habe, „in der kritischen Stunde bereit zu sein„.
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